Föderale IT-Kooperation

deutsche Anstalt des öffentlichen Rechts zur Unterstützung des IT-Planungsrat und die Umsetzung seiner Beschlüsse durch Bund und Länder From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Föderale IT-Kooperation (FITKO) ist eine deutsche rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts, die von Bund und Ländern auf der Grundlage des IT-Staatsvertrags[2][3] im Jahr 2019 gegründet wurde.[4] Sie bildet den operativen Unterbau des IT-Planungsrats und bündelt Ressourcen und Kompetenzen, um die Digitalisierung der Verwaltung im Auftrag des IT-Planungsrats auf der Grundlage der Föderalen Digitalstrategie[5] zu koordinieren und umzusetzen.[6]

Schnelle Fakten Föderale IT-Kooperation — FITKO —, Staatliche Ebene ...
Föderale IT-Kooperation
— FITKO —
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Staatliche Ebene Bund und Länder (Mischverwaltung)
Rechtsform rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts
Aufsichtsbehörde Hessische Staatskanzlei
Gründung 1. Januar 2020
Hauptsitz Frankfurt am Main,
Hessen Hessen
Präsident André Göbel
Bedienstete 48 (Oktober 2022), 79 (Juli 2024), 102 (Dezember 2024)[1], 111 (Juni 2025)
Netzauftritt www.fitko.de
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Geschichte

Die FITKO wurde am 1. Januar 2020 mit Sitz in Frankfurt am Main etabliert. Erste Präsidentin der FITKO war Annette Schmidt.[7] Seit 1. November 2023 ist André Göbel Präsident der FITKO.[8] Er ist beratendes Mitglied des IT-Planungsrats.[9]

Für die Jahre 2020 bis 2022 hatten sich Bund und Länder dazu verpflichtet, ein Digitalisierungsbudget in Höhe von 180 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.[10]

Im Jahr 2020 wurden der FITKO insgesamt 40 Stellen bewilligt.[11] Stand Juni 2025 hat die FITKO 111 Mitarbeiter.[12]

Der Bundesrechnungshof hat in einer abschließenden Mitteilung vom 27. April 2022 festgestellt, dass Bund und Länder für die FITKO eine föderale Digitalstrategie aufstellen sollten, in der Aufgaben, Struktur und Finanzmittel geordnet werden sollten[13].

Aufgaben

Aufgabe der FITKO ist es, den IT-Planungsrat organisatorisch und fachlich zu unterstützen. Im Einzelnen umfasst dies folgende Aufgaben:

Föderale Koordination
Koordination IT-Planungsrat, Management der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes und Beratung des IT-Planungsrats bei der Entscheidungsfindung und der Ausgestaltung seiner Beschlüsse.[14]
Produktmanagement
Steuerung der Produkte des IT-Planungsrats nach einem einheitlichen Produktmanagement-Modell in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung:[15] Einheitliche Behördenrufnummer 115[16], Deutsche Verwaltungscloud (DVC)[17], Deutsche Verwaltungsdiensteverzeichnis (DVDV)[18], eGOov-Campus[19], FIM – Föderales Informationsmanagement[20], FINK – Föderiertes Identitätsmanagement interoperabler Nutzerkonten[21], FIT-Connect[22], FIT-Store – Nachnutzen statt neu entwickeln[23], Föderales Entwicklungsportal[24], GovData – Alle frei zugänglichen Verwaltungsdaten an einem Ort[25], Governikus – Sicherer Datenaustausch für die öffentliche Verwaltung[26], Governikus MultiMessenger[27], Marktplatz für EfA-Leistungen[28], Online-Sicherheitsprüfung (OSiP)[29], PVOG – Portalverbund Online-Gateway[30], 115-Bot als standardisierter Service-Chatbot für kommunale Verwaltungsleistungen mit regel- und KI-basierten Funktionen[31].
Projektmanagement
Steuerung von zeitlich befristeten, staatsvertragskonformen Projekten[32].
Föderale IT-Architektur
strategische und fachliche Mitgestaltung einer einheitlichen IT-Infrastruktur[33]

Beteiligungen

Einzelnachweise

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