Fürstenforst

Gemeindeteil der Marktgemeinde Burghaslach im mittelfränkischen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Fürstenforst (fränkisch: Foaschd[3]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Burghaslach im mittelfränkischen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Bayern.[4] Die Gemarkung Fürstenforst hat eine Fläche von 0,857 km². Sie ist in 196 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4374,24 m² haben.[1][5]

Schnelle Fakten Markt Burghaslach ...
Fürstenforst
Koordinaten: 49° 44′ N, 10° 36′ O
Höhe: 356 m ü. NHN
Fläche: 86 ha[1]
Einwohner: 63 (25. Mai 1987)[2]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 96152
Vorwahl: 09552
Schließen

Geographie

Das Dorf bildet mit Burghaslach im Süden eine geschlossene Siedlung und liegt am Südhang einer Anhöhe des Steigerwalds. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2261 (0,3 km südlich) bzw. nach Heuchelheim (3,4 km nordwestlich).[6]

Geschichte

Der Ort wurde erstmals im Jahr 1314 erwähnt, als ein Hans von Vestenberg, Landrichter der Burggrafschaft Nürnberg, als Inhaber eines seit „urdenklichen Zeiten“ bestehenden freiadligen Ritterguts genannt wird.[7] Er erhielt Fürstenforst als Lehen von der Burggrafschaft. Als 1687 die Linie Vestenberg zu Burghaslach ausstarb, fiel das Lehen an das Markgraftum Brandenburg-Ansbach als Rechtsnachfolger der Burggrafschaft heim. Das Hochgericht übte bis zum Ende des Alten Reiches die Castell’sche Cent Burghaslach aus.[8][9]

Im Rahmen der bayerischen Gemeindeedikte (frühes 19. Jahrhundert) wurde Fürstenforst dem Steuerdistrikt Burghaslach zugewiesen.[10] Wenig später entstand die Ruralgemeinde Fürstenforst. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Burghaslach[11] und in der Finanzverwaltung zunächst dem Rentamt Scheinfeld,[10] nach dessen Auflösung im Jahr 1818 dem Rentamt Iphofen. Nach 1829 kam Fürstenforst an das Landgericht Markt Bibart und Harthof kam von der aufgelösten Gemeinde Buchbach hinzu. Ab 1862 war für die Verwaltung das Bezirksamt Scheinfeld zuständig (1939 in Landkreis Scheinfeld umbenannt) und für die Finanzverwaltung ab 1879 das Rentamt Markt Bibart (1919–1929: Finanzamt Markt Bibart, 1929–1972: Finanzamt Neustadt an der Aisch, seit 1972: Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Markt Bibart, mit dessen Auflösung kam sie 1879 an das Amtsgericht Scheinfeld. Nach 1867 wurde Harthof nach Kirchrimbach umgemeindet. 1964 hatte die Gemeinde Fürstenforst eine Gebietsfläche von 0,870 km².[12] Am 1. Januar 1972 wurde Fürstenforst im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burghaslach eingemeindet.[13][14]

Baudenkmäler

In Fürstenforst gibt es drei Baudenkmäler:[15]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 1818184018521855186118671871187518801885189018951900190519101919192519331939194619501952196119701987
Einwohner 15717716915714715715214314514914612210810810310097908012311193879063
Häuser[16] 31232624242421201925
Quelle [10][17][18][18][19][20][21][22][23][24][25][18][26][18][27][18][28][18][18][18][29][18][12][30][2]
Schließen

Religion

Fürstenforst ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Ägidius (Burghaslach) gepfarrt.[12] In Fürstenforst gab es im 19. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde.

Literatur

Commons: Fürstenforst – Sammlung von Bildern

Fußnoten

Related Articles

Wikiwand AI