Günter Haritz

deutscher Radrennfahrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Günter Haritz (* 16. Oktober 1948 in Heidelberg; † 29. Oktober 2025) war ein deutscher Radrennfahrer.

SpitznameBlitz aus Leimen[1]
Geburtsdatum16. Oktober 1948
Sterbedatum29. Oktober 2025
NationDeutschland Deutschland
Schnelle Fakten Zur Person, Spitzname ...
Günter Haritz
Günter Haritz (l.) mit René Pijnenbeim Münchener Sechstagerennen 1976
Günter Haritz (l.) mit René Pijnen
beim Münchener Sechstagerennen 1976
Zur Person
Spitzname Blitz aus Leimen[1]
Geburtsdatum 16. Oktober 1948
Sterbedatum 29. Oktober 2025
Nation Deutschland Deutschland
Disziplin Straße / Bahn
Körpergröße 1,80 Meter
Renngewicht 76 Kilogramm
Karriereende 1980
Wichtigste Erfolge
Olympische Spiele
1972 Gold – Mannschaftsverfolgung
UCI-Bahn-Weltmeisterschaften
1970, 1973 RegenbogentrikotMannschaftsverfolgung (Amateure)
Letzte Aktualisierung: 29. Oktober 2025
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Sportlicher Werdegang

Günter Haritz war Spezialist für die Mannschaftsverfolgung sowie für Sechstagerennen. Er gehörte zum „Gold-Vierer“ des Bundestrainers Gustav Kilian, der zweimal – 1970 und 1973 – die Weltmeisterschaft gewann sowie bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München die Goldmedaille in der Mannschaftsverfolgung errang (mit Jürgen Colombo, Udo Hempel, Günther Schumacher und Peter Vonhof). Als Amateur startete Haritz für den Verein „RSV Edelweiß Oberhausen“.

Nach dem zweiten WM-Sieg 1973 trat Haritz, genannt „der Blitz aus Leimen“, zu den Profis über. Zuvor hatte er bereits eine Reihe von Sechstagerennen für Amateure (so zweimal in Frankfurt am Main) gewonnen. In den folgenden Jahren startete er bei 83 Sechstagerennen, von denen er elf gewann.[2] Sieben Rennen gewann er gemeinsam mit René Pijnen, zwei mit Dietrich Thurau sowie je eines mit Patrick Sercu und Bernard Thévenet. 1976 wurde er gemeinsam mit Pijnen Europameister im Zweier-Mannschaftsfahren.[3] Insgesamt konnte er im Lauf seiner Karriere in vier Disziplinen (Straßenrennen, Omnium, Mannschaftsverfolgung und Zweier-Mannschaftsfahren) nationale Meistertitel gewinnen. 1975 siegte er bei den Derny-Europameisterschaften.

Günter Haritz fuhr auch erfolgreich Straßenrennen: 1974 wurde er deutscher Straßenmeister, 1975 belegte er den zweiten und 1976 den dritten Platz. Seine Einsätze bei den UCI-Straßenweltmeisterschaften verliefen dagegen weniger erfolgreich: 1973, 1974, 1975, 1977, 1978 und 1979 schied er aus.[4]

Am 29. Oktober 2025 erlag Günter Haritz einem Krebsleiden. Er wurde 77 Jahre alt.[1]

Diverses

1972 wurde Haritz mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.[5] 1973 wurde er mit dem Vierer zur Mannschaft des Jahres gewählt. 1980 trat Haritz vom aktiven Radsport zurück. Anschließend betrieb er ein Fahrradgeschäft in Leimen. Er war Ehrenbürger seines Wohnortes.[6]

Erfolge

Meisterschaften

1970

1971

1972

1973

1974

  • Deutscher Meister – Straßenrennen

1975

  • Europa Europameister – Dernyrennen[3]

1976

  • Europa Europameister – Zweier-Mannschaftsfahren (mit René Pijnen)

Sechstagerennen

1975

1976

1977

Literatur

  • Arnim Töpel: Günther Haritz: Aus dem Leben eines Radsportbesessenen. Talking Blues, 2017, ISBN 978-3-9817294-5-0.

Teams

Commons: Günter Haritz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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