Gierałcice (Wołczyn)

Dorf in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Gierałcice (deutsch: Jeroltschütz) ist ein Ort der Stadt- und Landgemeinde Wołczyn im Powiat Kluczborski der Woiwodschaft Opole in Polen. Ortsteile von Gierałcice sind Weiler Dębniak und Gierałcice Małe.

Schnelle Fakten Gierałcice Jeroltschütz, Basisdaten ...
Gierałcice
Jeroltschütz
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GierałciceJeroltschütz (Polen)
Gierałcice
Jeroltschütz (Polen)
Gierałcice
Jeroltschütz
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Opole
Powiat: Kluczbork
Gmina: Wołczyn
Geographische Lage: 50° 59′ N, 18° 3′ O
Einwohner: 580 (31. März 2011[1])
Postleitzahl: 46-250
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OKL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 42 NamysłówStarachowice
Nächster int. Flughafen: Breslau
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Geographie

Gierałcice liegt rund drei Kilometer südlich von Wołczyn, 14 Kilometer westlich von Kluczbork (Kreuzburg) und 46 Kilometer nordöstlich von Opole (Oppeln).

Nachbarorte von Gierałcice sind im Norden Wołczyn (Konstadt), im Südosten Markotów Duży (Margsdorf), im Süden Wierzchy (Wierschy), im Westen Dziedzice (Dziedzitz) und im Südwesten Wąsice (Wundschütz).

Geschichte

Evangelische Schrotholzkirche
Schloss Jerolschütz

Im 15. Jahrhundert wurde in Jeroltschütz eine Kapelle errichtet, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts zu einer Kirche erweitert wurde.

1845 bestand das Dorf aus einem Schloss, einer evangelischen Kirche und weiteren 23 Häusern. Damals lebten in Jeroltschütz 240 Einwohner, davon 81 katholisch und einer jüdisch.[2] 1874 wurde der Amtsbezirk Jeroltschütz gebildet. Erster Amtsvorsteher war der Wirtschaftsinspektor Gustav Brand.[3]

1933 lebten in Jeroltschütz 634 Einwohner, 1939 waren es 584 Einwohner. Bis 1945 gehörte das Dorf zum Landkreis Kreuzburg O.S.[4]

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Jeroltschütz 1945 mit dem größten Teil Schlesiens an Polen. Nachfolgend wurde es in Gierałcice umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehört es zum neu Powiat Kluczborski.

Sehenswürdigkeiten

  • Im 15. Jahrhundert wurde eine Schrotholzkirche errichtet, die zunächst als die Grabkapelle des Adelsgeschlechts Gierałtowski diente. Daran erinnern die Wappen in der Kirche.[5] Während der Reformation wurde das Gotteshaus von evangelischen Gläubigen genutzt. 1617 wurde die ursprüngliche Kapelle zu einer Kirche erweitert. Weitere Umbauten an der Kirche erfolgten in den Jahren 1694, 1822/1823 und 1889. Die Saalkirche hat einen mehrseitig geschlossenen Chor, ein Schindeldach und einen quadratischem Westturm. In der Sakristei sind Deckenmalereien aus der Spätrenaissance erhalten. Der Kanzelaltar wurde 1822 im Rokokostil errichtet. Seit 1953 steht die Kirche unter Denkmalschutz.[6]
  • Das Schloss Jerolschütz wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Stil des Neubarock erbaut. 1910 wurde der zweistöckige Bau um einen Südflügel erweitert. Südlich grenzt das Schloss an einen Landschaftspark aus dem 18. Jahrhundert an, in dem u. a. 300 Jahre alte Eichen zu sehen sind. Die Wirtschaftsgebäude mit Getreidespeicher, Stall und Scheune liegen nördlich des Schlosses.[7]

Sohn des Ortes

  • Hans Adam von Studnitz (1711–1788), Oberhofmarschall des Herzogs von Sachsen-Gotha-Altenburg und Intendant des Gothaer Ekhof-Theaters

Literatur

Commons: Gierałcice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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