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Grądowy Młyn (Rychliki)

Dorf in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Grądowy Młyn (deutsch Grundmühle) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Rychliki im Powiat Elbląski.

Schnelle Fakten Basisdaten, Wirtschaft und Verkehr ...
Grądowy Młyn
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Grądowy Młyn (Polen)
Grądowy Młyn (Polen)
Grądowy Młyn
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Elbląg
Gmina: Rychliki
Geographische Lage: 54° 1′ N, 19° 29′ O
Einwohner:
Postleitzahl: 14-411[1]
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NEB
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Marwica/DW 527–Wysoka ↔ Powodowo–Stare Dolno
Eisenbahn: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig
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Geographische Lage

Grądowy Młyn liegt am Flüsschen Brzeźnica (Birkengraben) im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 13 Kilometer südwestlich der Stadt Pasłęk bzw. 16 Kilometer südöstlich der Kreismetropole Elbląg.

Geschichte

Beim einstigen Grundmnühl – erst nach 1785 Grundmühle, auch: Hohendorfer Grundmühle genannt – handelte es sich um ein mittelgroßes Gehöft.[2] Bereits im Jahre 1244 wurden für Grundmühl zwei Mühlen genannt, und im Jahre 1321 wurde erwähnt, dass in der Handfeste für Hohendorf sich die Grundherren im Dorf eine Bodenfläche zum Bau einer Mühle vorbehielten.[3] Am 11. November 1601 verlieh Fabian von Czemen der Ältere dem Meister Georg Zhaler eine wüste Mühlstätte oberhalb der Hohendorfer Mühle.

Grundmühle war im Jahre 1820 ein „adlig Etablissement“ mit zwei Feuerstellen bei 12 Einwohnern und ein Wohnplatz der Gemeinde Hohendorf.[3] Diese wurde im Jahre 1874 Amtsdorf und bis 1931 somit namensgebend für einen Amtsbezirk im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg.[4]

Im Jahre 1885 zählte Grundmühle zehn, im Jahre 1905 zwölf Einwohner.[3]

In Kriegsfolge kam 1945 das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen. Grundmühle erhielt die polnische Namensform „Grądowy Młyn“ und ist heute eine Osada (= „Siedlung“) in der Gmina Rychliki im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religion

Grundmühle war bis 1945 in den Sprengel (Königlich) Blumenau, 1931 bis 1945: Königsblumenau der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Blumenau-Heiligenwalde im Kirchenkreis Preußisch Holland in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[5] außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Josef in der Stadt Preußisch Holland im damaligen Bistum Ermland eingegliedert.[3]

Heute gehört Grądowy Młyn zur evangelischen St.-Georgs-Kirche in Pasłęk, einer Filialkirche von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, sowie zur katholischen Kirche in Rychliki im Bistum Elbląg.

Bis 1933 bestand in Grundmühle eine Hausgemeinschaft der Gichtelianer, einer mystisch-theosophischen Gruppe, deren zehn „Engelsbrüder“ nach „engelhafter Reinheit“ strebten und ehelos lebten. Die örtlichen Anführer – Vater und Sohn Skirl – besaßen das Herrenhaus in Hohendorf und hatten die zugehörige Grundmühle übernommen. 1933 lösten die Nationalsozialisten die Gruppe auf.

Verkehr

Grądowy Młyn liegt an einer Nebenstraße, die bei Marwica von der Woiwodschaftsstraße 527 abzweigt und über Wysoka bis nach Stare Dolno verläuft. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Einzelnachweise

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