Gregbrownia

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Gregbrownia ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae).[1] Von den vier Arten kommen drei in Ecuador und eine kommt nur in der peruanischen Region Amazonas vor.[2][1]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Gregbrownia

Gregbrownia fulgens

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Bromeliengewächse (Bromeliaceae)
Unterfamilie: Tillandsioideae
Gattung: Gregbrownia
Wissenschaftlicher Name
Gregbrownia
Walter Till & Barfuss
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Beschreibung

Vegetative Merkmale

Gregbrownia-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanze. Die Sprossachsen sind gestaucht.[2] Die Blattrosetten dieser großen Trichterbromelien speichern Wasser.[2]

Die einfachen, parallelnervigen, mesomorphen Laubblätter sind in Blattscheide sowie -spreite gegliedert.[2] Die einfache Blattspreite ist bandförmig.[2]

Generative Merkmale

Die Blütenstandsschäfte sind lang und besitzen viele Hochblätter. Der Blütenstand ist aus ährigen Teilblütenständen zusammengesetzt, die viele zweizeilig oder selten spiralig und locker angeordnete Blüten enthalten.[2]

Die relativ großen, zwittrigen Blüten sind dreizählig mit doppelter Blütenhülle. Die drei gleichgestaltigen Kelchblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen.[2] Die drei freien, gelb-olivenfarbenen oder weißen Kronblätter sind mehr als die Hälfte ihrer Länge zu einer Kronröhre verwachsen. Die drei Kronlappen sind ausgebreitet.[2] An den Kronblättern sind gekerbte Anhängsel (Ligulae) vorhanden, die mit weniger als 1/3 der Länge der mit Kronröhre verwachsen sind.[2] Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden, die kürzer als die Kronblätter sind aber die Blütenkrone überragen. Die Staubfäden sind mit der Kronröhre verwachsen. Die Staubbeutel sind in der Nähe der Mitte dorsifix. Die Pollenkörner sind sulcat und die Exine ist netzartig.[2] Drei Fruchtblätter sind zu einem Fruchtknoten verwachsen. Die Samenanlagen sind schlank-zylindrisch mit stumpfem Ende.[2] Die Griffel sind länger als der Fruchtknoten und etwa so lang wie die Staubblätter. Die Narben sind gefaltet und schraubig.[2]

Die Kapselfrüchte öffnen sich scheidewandspaltig = septizid.[2]

Ökologie

Die Gregbrownia-Arten wachsen terrestrisch oder epiphytisch.[2]

Systematik und Verbreitung

Die Gattung Gregbrownia wurde 2016 durch Walter Till und Michael H. J. Barfuss in Taxonomic revision of Bromeliaceae subfam. Tillandsioideae based on a multi-locus DNA sequence phylogeny and morphology. In: Phytotaxa, Volume 279, Issue 1, 2016, S. 56 mit 18 Arten aufgestellt.[2] Die Typusart ist Gregbrownia fulgens (L.B.Sm.) W.Till & Barfuss mit dem Basionym Mezobromelia fulgens L.B.Sm.[2][1] Der Gattungsname Gregbrownia ehrt den Amerikanischen Botaniker Gregory K. Brown, der Teil der Gruppe von Wissenschaftlern der Studien zur Multilokus-DNA-Sequenz Phylogenie sowie der morphologischen Studien und damit zur taxonomischen Revision der Unterfamilie Tillandsioideae war.[1] Die Arten gehörten vor 2016 zur Gattung Mezobromelia.[2]

Die Gattung Gregbrownia gehört zur Tribus Tillandsieae Rchb. in der Unterfamilie Tillandsioideae innerhalb der Familie der Bromeliaceae.[1] Die Tribus Tillandsieae enthält neben Gregbrownia W.Till & Barfuss die Gattungen Barfussia Manzan. & W.Till, Guzmania Ruiz & Pav., Lemeltonia Barfuss & W.Till,Pseudalcantarea (Mez) Pinzón & Barfuss, Racinaea M.A.Spencer & L.B.Sm., Tillandsia L., Wallisia E.Morr., xGuzlandsia Gouda.[1]

Von den vier Arten kommen drei in Ecuador und eine kommt nur in der peruanischen Region Amazonas vor.[2][1]

  • Gregbrownia brownii (H.Luther) W.Till & Barfuss (Syn.: Mezobromelia brownii H.Luther): Sie gedeiht in einer Höhenlage von etwa 2700 Metern in Ecuador nur in Morona-Santiago.[2][1]
  • Gregbrownia fulgens (L.B.Sm.) W.Till & Barfuss (Syn.: Mezobromelia fulgens L.B.Sm.):[2] Sie kommt in Ecuador vor und gedeiht terrestrisch im Paramo sowie epiphytisch in Höhenlagen von etwa 2800 Metern.[1]
  • Gregbrownia hutchisonii (L.B.Sm.) W.Till & Barfuss (Syn.: Tillandsia hutchisonii L.B.Sm., Mezobromelia trollii Rauh, Mezobromelia hutchisonii (L.B.Sm.) W.Weber & L.B.Sm.):[2] Sie kommt nur in der peruanischen Region Amazonas vor und gedeiht epiphytisch in Höhenlagen von 200 bis 2400 Metern.[1]
  • Gregbrownia lyman-smithii (Rauh & Barthlott) W.Till & Barfuss (Syn.: Mezobromelia lyman-smithii Rauh & Barthlott):[2] Sie kommt in Ecuador vor und gedeiht epiphytisch im Nebelwald in Höhenlagen von 1800 bis 2000 Metern.[1]

Quellen

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