Grub (Gemeinde Wienerwald)
Ortschaft im Bezirk Mödling
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Grub ist ein Dorf in der gleichnamigen Katastralgemeinde der Ortsgemeinde Wienerwald. Da es zahlreiche Ortschaften des gleichen Namens gibt, wird oftmals zur Unterscheidung der Name Grub im Wienerwald verwendet, der aber weder für die Katastralgemeinde noch für die Ortschaft offiziell ist.[Anm. 1] Die Ortschaft hat 615 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1971 war Grub eine eigenständige Gemeinde.[2]
| Grub (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Grub | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Mödling (MD), Niederösterreich | |
| Pol. Gemeinde | Wienerwald | |
| Koordinaten | 48° 4′ 48″ N, 16° 6′ 46″ O | |
| Einwohner der Ortschaft | 615 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 14,99 km² (31. Dez. 2023) | |
| Postleitzahl | 2392 | |
| Vorwahl | +43/02258 | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 05147 | |
| Katastralgemeindenummer | 16109 | |
Grub | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Grub liegt im nördlichen Teil des Alpenausläufers (Wienerwald) im Bezirk Mödling, nach dem auch die Gemeinde benannt wurde in der Grub liegt.
Katastralgemeindegliederung
Auf dem Katastralgemeindegebiet Grub besteht neben dem Ort Grub, die Rotte Ameisbühel, die heute mit Grub zusammengewachsen ist, die Rotte Gföhler und einem Teil von Buchelbach.
Nachbarorte
| Hochstraß | Gruberau | Sulz im Wienerwald |
| Klausen-Leopoldsdorf | Dornbach | |
| Alland, Mayerling | Heiligenkreuz | Sittendorf, Gaaden |
Geschichte
Erstmals wurde der Ort 1254 in einer Urkunde des Stiftes Heiligenkreuz erwähnt.
1849 bis 1938 war Grub eine eigenständige Gemeinde.
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Grub drei Fuhrwerker, drei Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, acht Holzhändler, ein Landesproduktehändler, ein Schmied, zwei Schuster, ein Wagner und einige Landwirte ansässig.[3]
1954 wurde Grub wieder eine eigenständige Gemeinde. Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1972 die damaligen Ortsgemeinden Dornbach, Grub, Sittendorf und Sulz im Wienerwald.[2]
Am 6. August 1981 stürzte ein Düsenflugzeug des Bundesheeres vom Typ Saab 105 OE (Lfz GI-19 S.Nr.:105419) in Grub ab (Ortsteil Ameisbühel). Der Jet stürzte auf das Wohnhaus von Karl Musil, Solotänzer an der Wiener Staatsoper. Der Künstler, seine Frau und seine zwei Kinder erlitten schwere Verbrennungen. Die beiden Piloten Major Alois Strahner und Leutnant Gerhard Wiesinger kamen ums Leben.
Wirtschaft
Durch die Pferdezucht und -haltung ist ein Fremdenverkehr entstanden. Auch sehr viele Zweitwohnbesitzer aus Wien haben sich hier angesiedelt.
Öffentliche Einrichtungen
In der Gemeinde befindet sich ein Kindergarten.[4]
Verkehr
Verkehrsmäßig ist Grub nur auf der Straße mit dem öffentlichen Autobus von Mödling erreichbar, wobei jedoch ab dem frühen Abend nur noch eingeschränkte Verbindungen bestehen. Das Busnetz gehört dem Verkehrsverbund Ostregion an Die Wiener Außenringautobahn A 21 ist auch sehr nahe bei Grub und hat eine Auffahrt gemeinsam mit Heiligenkreuz.
Tourismus
Zum Wandern und Reiten bietet der kleine Ort eine Vielzahl an Wegen an. Die höchste Erhebung heißt Rossgipfel und er ist 633 m ü. A. hoch. Er befindet sich im Nordwesten des Ortes und ist nur über nicht markierte Wege zu erreichen. Vom Rossgipfel besteht keine Aussicht, da er bewaldet ist.
Gebäude

Im Talgrund in der Bachgasse befindet sich, 1895 im Neo-Renaissance-Stil an der Stelle eines Vorgängerbaus aus dem 18. Jahrhundert erbaut, die denkmalgeschützte, profanierte Leonardi-Kapelle, die für kleine Ausstellungen und Vernissagen zur Verfügung steht.
In Grub gibt es eine Filialkirche, deren Bau 1968 vom Stift Heiligenkreuz beauftragt wurde[5] und dem Heiligen Josef geweiht ist. Sie bildet zusammen mit dem Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Grub, in dem sich auch das Veranstaltungszentrum befindet, ein modernes Ortszentrum, zu dem auch der unweit Grub gelegene Kindergarten für die gesamte Gemeinde Wienerwald gehört.
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 2. Band: Gaaden bis Klosterneuburg. Schmidl, Wien 1831, S. 83 (Grub in der Google-Buchsuche).
Weblinks
- Grub in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
- 31726 – Wienerwald. Gemeindedaten der Statistik Austria
