Gräfenhäusling
Ortsteil von Wattendorf
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Gräfenhäusling ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Wattendorf im oberfränkischen Landkreis Bamberg in Bayern.[3] Die Gemarkung Gräfenhäusling hat eine Fläche von 3,620 km². Sie ist in 509 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7112 m² haben.[1][4]
Gräfenhäusling Gemeinde Wattendorf | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 0′ N, 11° 8′ O |
| Höhe: | 507 (499–517) m ü. NHN |
| Fläche: | 3,62 km²[1] |
| Einwohner: | 201 (1. Jan. 2022)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 56 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 |
| Postleitzahl: | 96196 |
| Vorwahl: | 09504 |
Ortsbild von Gräfenhäusling | |

Geografie
Das Kirchdorf liegt auf einer Hochebene der Fränkischen Alb. Die Kreisstraße BA 28 führt nach Wattendorf zur Staatsstraße 2210 (3,3 km nördlich) bzw. zur Staatsstraße 2190 bei Roßdorf am Berg (1,1 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schederndorf (1,5 km östlich).[5]
Geschichte
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Gräfenhäusling aus 28 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Scheßlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten die Freiherren von Künßberg zu Thurnau. Grundherren waren
- die Hofkanzlei Bamberg: 1 Häuslein;
- das Klarissenkloster Bamberg: 1 Gut;
- die Freiherren von Künßberg: 2 Halbgült- und Zinshöfe, 3 Güter, 5 Gütlein, 3 Tropfgütlein, 1 Wirts-, Brau- und Mälzhaus, 2 Tropfhäuser;
- die Familie von Neudecker’sche Erben: 1 Halbhof, 4 Güter, 3 Gütlein, 1 Tropfhaus;
- die Gemeinde: 1 Gemeindehaus.[6]
Im Jahre 1802 kam Gräfenhäusling an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde Gräfenhäusling dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Schederndorf zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt 1818 entstand die Ruralgemeinde Gräfenhäusling. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Scheßlitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Scheßlitz (1919 in Finanzamt Scheßlitz umbenannt, ab 1928 Finanzamt Bamberg-Land). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 18 Anwesen dem Patrimonialgericht Thurnau bis 1848. Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Bamberg I (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für die Verwaltung zuständig. Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Scheßlitz (1880 in Amtsgericht Scheßlitz umbenannt, seit 1932 Amtsgericht Bamberg).[7] Die Gemeinde hatte 1964 eine Fläche von 3,635 km².[8]
Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Gräfenhäusling im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Wattendorf eingegliedert.[9][10]
Baudenkmäler
In Gräfenhäusling gibt es drei Baudenkmäler:[11]
- Haus Nr. 8: Kreuzigungsgruppe
- Haus Nr. 41: Katholische Filialkirche St. Christopherus
- Tabernakelbildstock
Bodendenkmäler
In der Gemarkung Gräfenhäusling gibt es vier Bodendenkmäler.[11]
Einwohnerentwicklung
Religion
Gräfenhäusling ist römisch-katholisch geprägt und zunächst nach St. Martin (Weichenwasserlos) gepfarrt,[6] seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei St. Barbara (Wattendorf) zuständig.[14]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Boyendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 374 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Gräfen-Heußling. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 23 (Digitalisat).
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3 (Digitalisat).
Weblinks
- Ortsteile > Gräfenhäusling. In: wattendorf-oberfranken.de. Abgerufen am 18. Dezember 2025.
- Gräfenhäusling in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 16. April 2023.
- Gräfenhäusling in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 18. Dezember 2025.
- Gräfenhäusling im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 18. Dezember 2025.
