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Höven

Ortsteil der Gemeinde Wardenburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Dorf Höven ist ein Ortsteil der Gemeinde Wardenburg im Landkreis Oldenburg. Aufgrund seiner langen Tradition in der Pferdezucht und des Reitsports wird Höven überregional auch als Reiterdorf bezeichnet.[2][3]

Schnelle Fakten Ortsgemeinde Wardenburg ...
Höven
Ortsgemeinde Wardenburg
Koordinaten: 53° 2′ N, 8° 14′ O
Höhe: 9 (9–14) m
Einwohner: 162 (31. Dez. 2024)[1]
Postleitzahl: 26203
Vorwahl: 04407
Höven (Niedersachsen)
Höven (Niedersachsen)
Lage von Höven in Niedersachsen
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Geographie

Der Ort befindet sich zwischen dem Fluss Hunte, dem Barneführer Holz im Osten und der Autobahn 29 im Westen. Weniger als einen Kilometer südlich befindet sich Westerburg. Über die Huntloser Straße lassen sich in Richtung Norden Astrup, Wardenburg und Sandkrug erreichen.

Geschichte

Um 1390 wird ein Haus „ton Hoeven“ im Besitz der Knappen von Porsenberg bezeugt. Die erste urkundliche Erwähnung ist aus dem Jahre 1435, in der das Got Hoeven erwähnt wird.[4][5] Im Jahr 1579 besaß eine Familie von Rahden das Gut Höven.[6] Durch Einheirat wurde 1678 Johann Röttger von Dorgelo Besitzer des Gutes Höven.[7]

Hövener Wappen Von Dorgelo in der Marienkirche (Wardenburg)
Hövener Wappen Von Raden in der Marienkirche (Wardenburg)

Im Jahr 1794 wurde im Dorf eine Schule für Kinder aus Höven und Astrup eingerichtet, die bis zu Anfang der 1840er Jahre bestand. Ab 1843 gingen die Schulkinder Hövens im benachbarten Westerburg zur Schule.[8][9]

1803 waren in Höven 14 Gebäude erfasst.[10] Seit 1830 besteht in Höven ein Gasthof. Nachdem das Gebäude im Juli 1902 abgebrannt war, wurde es von Diedrich Paradies wieder aufgebaut. Der Gasthof trägt bis heute den Namen „Gestüt's Gasthof Paradies“ und verfügt über eine Kegelbahn sowie eine Reithalle.[2]

Der preußische Oberst Ludwig Heinrich Freiherr von Lützow erbte nach dem Tod seines mütterlichen Onkels August Wilhelm Anton von Dorgelo im Jahr 1855 das Gut unter der Auflage, künftig den Namen „von Lützow genannt von Dorgelo“ zu führen. Im Jahr 1864 verkaufte Ludwig von Lützow genannt von Dorgelo Gut Höven. Seitdem wird das ehemalige Gut als Bauernhof in bürgerlichem Besitz bewirtschaftet.[11]

In der unmittelbaren Umgebung des Gutes siedelten sich Bauern an, wodurch die Bauerschaft Höven entstand, die bis heute das Wappen derer von Dorgelo als Dorfwappen führt. Im 19. Jahrhundert hatte das Dorf 150 Einwohner.[12]

Gestüt's Gasthof Paradies in Höven (2024)

Im Gasthof wurde 1920 der Reiterverein Höven gegründet. Neben seinen sportlichen Erfolgen erlangte der Verein auch durch seine regelmäßige Teilnahme am Kölner Rosenmontagszug als Reiterfanfarenzug überregionale Bekanntheit.[2][3][13]

Im Jahr 2009 hatte Höven etwa 190 Einwohner und einen landwirtschaftlichen Betrieb, nachdem es in den 1970er Jahren noch 13 Bauernhöfe gegeben hatte. Heute verfügt der Ort über zwei Reithallen, die Grundschule Hohenfelde, den Reiterverein sowie einen Bürgerverein.[5][14]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Grabmal von Dorgelo

Das Wappen des Adelsgeschlechts von Dorgelo, zugleich Wappen des Dorfs Höven

Zu den Sehenswürdigkeiten Hövens gehört das Grabmal des Adam Levin von Dorgelo (* 28. Juli 1735 in Höven; † 29. September 1827). Dieser war Besitzer des adligen Gutes Höven und nach seiner Militärzeit im dänischen Heer Hofmarschall des Oldenburger Herzogs Peter Friedrich Ludwig. Da er sich nicht von seinem Gut trennen wollte, ließ er zu Lebzeiten rund 200 Meter entfernt eine Grabkammer errichten, die als „Junker sin Graw“ bekannt ist. Nach seinem Tod wurde er dort beigesetzt. Während des Zweiten Weltkriegs diente die Grabkammer den Bewohnern des Gutes als Luftschutzraum, wobei das Grab geöffnet wurde. Im Jahr 2014 renovierte der Bürgerverein Höven die vom Einsturz bedrohte Grabkammer.[15][16]

Bürgerverein Höven

Symbol für die Ortschaft Höven auf der Skulptur „Gemeindebaum“, geschaffen 2006 von Daniel Hübner

In Höven besteht ein Bürgerverein, der sich für kulturelle und gesellschaftliche Belange im Dorf engagiert. Zu seinen Tätigkeiten gehören unter anderem Naturschutzprojekte, die Pflege des örtlichen Brauchtums sowie die jährliche Ausrichtung eines Osterfeuers.[17][18][19]

Einzelnachweise

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