Hütterscheid

Gemeinde in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Hütterscheid ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.[2]

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Hütterscheid
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hütterscheid hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 0′ N,  23′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 350 m ü. NHN
Fläche: 2,99 km²
Einwohner: 167 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54636
Vorwahl: 06527
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 057
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Website: bitburgerland.de
Ortsbürgermeisterin: Antje Zech
Lage der Ortsgemeinde Hütterscheid im Eifelkreis Bitburg-Prüm
KarteWallersheimWeinsheimMützenichBrandscheidWawernMerlscheidManderscheidHerzfeldJuckenLascheidHargartenBurbachUschSankt ThomasSchleidOberweilerLießemNiederweilerWiersdorfBrechtOlsdorfStockemEnzenDahlemBiesdorfMettendorfBurgLahrBaulerGemündLeimbachHüttenWallendorfMenningenEisenach
Karte
Schließen
Hütterscheid
Rotbuche; Feilsdorfer Straße

Geographie

Der Ort liegt in der Südwesteifel auf der Hochfläche zwischen Prüm und Enz. Die Kreisstadt Bitburg liegt etwa 15 km südöstlich der Gemeinde, bis zur luxemburgischen Staatsgrenze sind es ebenfalls ca. 15 km. Die um die Ortschaft auf dem Gemeindegebiet liegende Hügel- und Kuppenlandschaft steigt stufenartig nach Norden bis auf 400 m ü. NHN an. Hütterscheid liegt genau auf dem 50. Breitengrad.

Nachbargemeinden sind: Weidingen, Baustert, Utscheid und Feilsdorf.

Geschichte

Im Jahre 1463 erscheint der Ort urkundlich erstmals als „Huderscheit“, aber bereits 1244 wird ein „Henricus de Houckesheide“ erwähnt. Aus einem Feuerstellenbuch von 1531 ist zu entnehmen, dass Hütterscheid damals geteilt war: während das südliche Dorf mit sieben Häusern zur Herrschaft Bettingen gehörte, lag die nördliche Hälfte mit sechs Häusern im Bereich der Herrschaft Neuerburg. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, Pest und Cholera und mehreren Hexenverbrennungen war die Bevölkerung stark abgesunken. 1636 bewohnten noch 7 Familien den Eifelort, 1656 nur noch vier.

Die Zweiteilung in verschiedene zum Herzogtum Luxemburg gehörende Herrschaften bestand bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Nach der Annexion Luxemburgs (1794) durch französische Revolutionstruppen gehörte Hütterscheid von 1795 bis 1814 zum Kanton Neuerburg im Arrondissement Bitburg und zum Departement Wälder. Nachdem die Region auf dem Wiener Kongress (1815) dem Königreich Preußen zugeordnet worden war, wurde die Gemeinde 1816 unter die Verwaltung der Bürgermeisterei Baustert im neu geschaffenen Kreis Bitburg gestellt.[3]

2005 wurde das Neubaugebiet „Auf dem Gier“ erschlossen.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Hütterscheid, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohner
1815141
1835179
1871190
1905205
1939224
1950211
1961206
JahrEinwohner
1970232
1987200
1997209
2005222
2011189
2017177
2023173
Schließen

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Hütterscheid besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.[5]

Bürgermeister

Antje Zech wurde am 29. August 2024 Ortsbürgermeisterin von Hütterscheid.[6] Da bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat,[7] der sich für Antje Zech entschied.[6]

Ihr Vorgänger Andreas Girads hatte das Amt seit Februar 2018 inne.[8][9] Dessen Vorgängerin Bianca Mayers hatte ihr Amt zum Jahresende 2017 niedergelegt.[10]

Wappen

Wappen von Hütterscheid
Wappen von Hütterscheid
Blasonierung: „Im Schildhaupt ein roter oben gezinnter Balken; unten in Silber fünf grüne Eichenblätter.“[11]
Wappenbegründung: Der Zinnenschnitt im Schildhaupt steht für die Herrschaft Neuerburg, während die fünf grünen Eichenblätter das ausgedehnte Waldareal der Gemarkung Hütterscheid symbolisieren.
Sehenswürdigkeiten in Hütterscheid

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Hütterscheid

Grünflächen und Naherholung

  • Naturdenkmäler wie die über „200-jährige Rotbuche“ (2022 umgestürzt; nicht mehr vorhanden) und die dicke „Eiche im Geißbüsch“
  • Wanderrouten um Hütterscheid[12]
  • Reiterhof

Siehe auch: Liste der Naturdenkmale in Hütterscheid

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Jährliches Kirmes- bzw. Kirchweihfest St. Anna und St. Bernhard am zweiten Wochenende im September
  • Traditionelles Ratschen oder Klappern am Karfreitag und Karsamstag
  • Hüttenbrennen am ersten Sonntag nach Aschermittwoch (sogenannter Scheef-Sonntag)[13][14]

Verkehr

Die Gemeinde ist durch die Kreisstraße K 65 erschlossen.

Literatur

  • Ernst Wackenroder (Bearb.): Die Kunstdenkmäler des Kreises Bitburg (= Paul Clemen [Hrsg.]: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 12/I). Trier 1983, ISBN 3-88915-006-3, S. 29 (315 S., Mit 12 Taf. u. 227 Abb. im Text. Nachdr. d. Ausg. Schwann, Düsseldorf 1927).
  • Oskar Klinkert, Mitarbeit: Adolf Valentin: Ortschronik von Hütterscheid (= Geschichtlicher Arbeitskreis der Pfarrei. [Hrsg.]: Heimatbuch ous der Bouster Poar. Band 1). Baustert, Eifel 2002.
  • Lothar Monshausen: Religiöse Flurdenkmäler im Bitburger Land (= Geschichtlicher Arbeitskreis im Bitburger Land [Hrsg.]: Beiträge zur Geschichte des Bitburger Landes. Heft 22). Baustert, Eifel 1991, S. 30.
  • Michael Berens: Hütterscheid – Filialkirche St. Anna und St. Bernhard. In: Geschichtlicher Arbeitskreis Bitburger Land (Hrsg.): Die Kirchen und Kapellen des Bitburger Landes. 1992, S. 50 (online [PDF; abgerufen am 13. Dezember 2017]).
Commons: Hütterscheid – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI