Habernhofermühle

Fachwerk, 18. Jahrhundert, mit älterem Kern From Wikipedia, the free encyclopedia

Habernhofermühle (fränkisch: Di Hahbanhofa Mül[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Uttenreuth im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern).[3] Haberndorfermühle liegt in der Gemarkung Weiher.[4]

Schnelle Fakten Gemeinde Uttenreuth ...
Habernhofermühle
Gemeinde Uttenreuth
Koordinaten: 49° 35′ N, 11° 6′ O
Höhe: 294 m ü. NHN
Einwohner: 5 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 91080
Vorwahl: 09131
Habernhofermühle
Habernhofermühle
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Lage

Die Einöde liegt am Nordufer der Schwabach. Die Langenbruckermühle ist 0,3 km östlich entfernt. Ein Anliegerweg führt direkt zur Staatsstraße 2243, die 0,3 km weiter nördlich in die Staatsstraße 2240 zwischen Weiher (0,3 km westlich) und Dormitz (0,7 km östlich) mündet. Im Süden jenseits der Schwabach liegt das Waldgebiet Frauenholz.[5]

Geschichte

Der Ort wurde 1321 als „Habernhof“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort haber (mhd. Hafer) kann auf den Anbau und/oder Verarbeitung von Hafer verweisen. Wurde es als Familienname benutzt, der zu dieser Zeit durchaus geläufig war, wurde damit der Besitzer des Hofes angezeigt.[6] Ursprüngliche Lehnsherren des Anwesens waren die Herren von Gründlach und in deren Nachfolge wurde es an die Herren von Brauneck vererbt.[7] 1321 übereignete Gottfried III. von Brauneck dem Kloster Neunkirchen am Brand ein Fischwasser, das er zuvor schon dem Kloster als Lehen verkauft hatte. 1341 verkaufte Gottfried III. von Brauneck die Burg Marloffstein samt allen Zugehörungen und Ansprüchen, zu denen auch die „Müle Habernhof“ zählte, an das Hochstift Bamberg. Noch im selben Jahr wurden dem bambergischen Domkapitel die jährlichen Einkünfte dieses Komplexes verkauft. Diese grundherrlichen Ansprüche wurden bis zum Ende des Alten Reiches vom Dompropsteiamt Büchenbach verwaltet. Der Hof hatte Rechte am Sebalder Reichswald (1429, 1611 bezeugt). Die Mühle diente als Getreidemühle; sie war – zumindest zeitweise – als Sägemühle ausgebaut (1458, 1812 bezeugt). Der Cadolzburger Amtmann Albrecht Stiebar erhielt 1487 die 8 Tagewerk große Flur „Zu dreien pferden“ beim Habernhof als Mannlehen. Dieses Lehen war 1683 noch in der Hand der Stiebar von Buttenheim.[6]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Habernhofermühle aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Neunkirchen aus. Grundherr war das bambergische Dompropsteiamt Büchenbach.[8]

Von 1797 bis 1810 unterstand Haberndorfermühle dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt Kalchreuth[9] und der 1818 entstandenen Ruralgemeinde Weiher zugeordnet.[10] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Habernhofermühle am 1. Mai 1978 nach Uttenreuth eingemeindet.[11]

Baudenkmal

  • Haus Nr. 1: Mühle[12]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 118131011910181165
Häuser[13] 21111211
Quelle [9][14][15][16][17][18][19][20][21][22][1]
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Religion

Literatur

Commons: Habernhofermühle – Sammlung von Bildern

Fußnoten

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