Hechelbach (Obernzenn)
Gemeindeteil von Obernzenn
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Hechelbach (fränkisch: Hächlba[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Obernzenn im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).[3] Hechelbach liegt in der Gemarkung Unteraltenbernheim.[4]
Hechelbach Markt Obernzenn | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 28′ N, 10° 32′ O |
| Höhe: | 372–388 m ü. NHN |
| Einwohner: | 48 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91619 |
| Vorwahl: | 09107 |
Geografie
Durch das Dorf fließt der Hechelbach, ein linker Zufluss der Zenn. Unmittelbar westlich des Ortes grenzt das Waldgebiet Herrlohe an, 0,5 km südwestlich liegt der Weinberg, 0,75 km nordwestlich liegt das Flurgebiet Alte Eiche. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt am Schafhof vorbei nach Limbach (2 km nordwestlich) bzw. nach Unteraltenbernheim zur Staatsstraße 2413 (0,9 km südlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1294 als „Hegelbach“ erstmals erwähnt, als Konrad IV. von Nürnberg und seine Frau Agnes dem Deutschen Orden die Burg Virnsberg mit Eingehörungen, darunter auch Hechelbach, übereignete. Der Ort bestand ursprünglich aus drei großen Höfen. Erst 1879 wurden durch Erbteilung zwei dieser Höfe in neun Hofstellen zerschlagen.[6] Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Hegilo.[7]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hechelbach acht Anwesen (3 Höfe, 4 Lehen, Gemeindehaus). Das Hochgericht übte das Obervogteiamt Virnsberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die Deutschordenskommende Virnsberg.[8]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hechelbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Oberaltenbernheim und der 1811 gebildeten Ruralgemeinde Oberaltenbernheim zugeordnet.[9] Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es in die neu gebildete Ruralgemeinde Unteraltenbernheim umgemeindet.[10] Am 1. Mai 1978 wurde Hechelbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Obernzenn eingemeindet.[11]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Martin (Unteraltenbernheim) gepfarrt.[8] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Himmelfahrt (Sondernohe) gepfarrt.[21]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hechelbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 539 (Digitalisat).
- Elisabeth Fuchshuber: Uffenheim (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Mittelfranken. Band 6). Michael Laßleben, Kallmünz 1982, ISBN 3-7696-9927-0, S. 83–84.
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 100 (Digitalisat). Ebd. S. 216 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Hechelbach. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 256 (Digitalisat).
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 329 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblinks
- Ortsteile > Hechelbach. In: obernzenn.de. Abgerufen am 6. Juli 2023.
- Hechelbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 25. November 2021.
- Hechelbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 19. September 2019.
- Hechelbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 20. April 2025.