Heike Apitzsch-Friedrich

deutsche Schwimmerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Heike Apitzsch-Friedrich (* 18. April 1970 in Karl-Marx-Stadt als Heike Friedrich) ist eine ehemalige deutsche Schwimmerin, die für die DDR und das wiedervereinigte Deutschland startete.

Schnelle Fakten Persönliche Informationen, Olympische Spiele ...
Heike Friedrich
Heike Friedrich bei den DDR-Schwimmmeisterschaften
in Potsdam (1988)
Persönliche Informationen
Name: Heike Apitzsch-Friedrich
Nation: Deutschland Demokratische Republik 1949 Deutsche Demokratische Republik (bis 1990)
Deutschland Deutschland
Schwimmstil(e): Freistil
Geburtstag: 18. April 1970
Geburtsort: Karl-Marx-Stadt
Größe: 1,73 m
Medaillen
Olympische Spiele
Teilnehmer für Deutschland Demokratische Republik 1949 Deutsche Demokratische Republik
Gold 1988 Seoul 200 m Freistil
Gold 1988 Seoul 4 × 100 m Freistil
Silber 1988 Seoul 400 m Freistil
Weltmeisterschaften
Teilnehmer für Deutschland Demokratische Republik 1949 Deutsche Demokratische Republik
Gold 1986 Madrid 200 m Freistil
Gold 1986 Madrid 400 m Freistil
Gold 1986 Madrid 4 × 100 m Freistil
Gold 1986 Madrid 4 × 200 m Freistil
Europameisterschaften
Teilnehmer für Deutschland Demokratische Republik 1949 Deutsche Demokratische Republik
Gold 1985 Sofia 100 m Freistil
Gold 1985 Sofia 200 m Freistil
Gold 1985 Sofia 4 × 100 m Freistil
Gold 1985 Sofia 4 × 200 m Freistil
Gold 1985 Sofia 4 × 100 m Lagen
Gold 1987 Straßburg 200 m Freistil
Gold 1987 Straßburg 400 m Freistil
Gold 1987 Straßburg 4 × 100 m Freistil
Gold 1987 Straßburg 4 × 200 m Freistil
Gold 1989 Bonn 4 × 100 m Freistil
Gold 1989 Bonn 4 × 200 m Freistil
Silber 1989 Bonn 200 m Freistil
Teilnehmer für Deutschland Deutschland
Silber 1991 Athen 4 × 200 m Freistil
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Karriere

Heike Friedrich begann in ihrer Heimatstadt Glauchau mit dem Schwimmsport, als sie sechs Jahre alt war. 1982 wechselte sie an die Kinder- und Jugendsportschule Emil Wallner in Chemnitz und trainierte dort unter anderem bei Joachim Rother.

Sie gehört zu den erfolgreichsten Schwimmerinnen der 1980er-Jahre und konnte auf der Freistilstrecke zahlreiche Titel und Medaillen gewinnen. Ihre ersten internationalen Erfolge gelangen ihr bereits im Alter von 15 Jahren bei den Europameisterschaften 1985, als sie sowohl über 100 und 200 m Freistil auf den Einzelstrecken sowie mit der Staffel über 4 × 100 m Freistil, 4 × 200 m Freistil und mit der 4 × 100-m-Lagenstaffel siegen konnte. Diese Erfolge konnte sie bei den nächsten Welt- und Europameisterschaften mit weiteren Titeln bestätigen. Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul wurde sie über 200 m Freistil und mit der 4 × 200-m-Freistilstaffel Olympiasiegerin.

Ihre Schulzeit in Chemnitz endete mit dem Abitur 1990. Danach wechselte sie auf Einladung des früheren DSV-Präsidenten Manfred Kreitmeier zum Schwimmverein Bayreuth. Parallel zum Schwimmsport absolvierte sie eine Ausbildung zur Einzelhandels-Kauffrau.

Ihren letzten internationalen Erfolg hatte Friedrich bei den Europameisterschaften 1991 in Athen. An der Seite von Dagmar Hase, Manuela Stellmach und Simone Osygus gewann sie die Silbermedaille in der 4 × 200-m-Staffel. Danach beendete sie ihre Karriere, da die Aussichten auf eine Qualifikation für die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona gering waren.

Nach dem Ende ihrer Karriere arbeitete sie drei Jahre als Schwimmlehrerin in Japan.

Heute lebt sie in Chemnitz. Sie engagiert sich ehrenamtlich im Kuratorium der Kinder- und Jugendstiftung Johanneum, im Lions-Club und in der Deutsch-Japanischen Gesellschaft.

Auszeichnungen

Doping

Heike Friedrich bei den DDR-Schwimmmeisterschaften in Berlin (1986)

Heike Friedrich wird ebenso wie den anderen ehemaligen DDR-Spitzenschwimmerinnen vorgeworfen, ihre Erfolge mittels Doping, das systematisch von staatlicher Hand an Spitzensportler verabreicht wurde, erreicht zu haben. Dies bestätigen unter anderen Zeugenaussagen, wie zum Beispiel der ehemaligen DDR-Schwimmerin Karen König,[1] die im Zuge der Dopingprozesse 1998 bis 2000 gegen die ehemaligen DDR-Schwimmtrainer Michael Regner, Stefan Hetzer, Dieter Lindemann und Volker Frischke getätigt wurden.

Ganz konkret wurde bekannt, dass neben Kristin Otto, Dagmar Hase und Daniela Hunger auch Heike Friedrich bei den Schwimmeuropameisterschaften 1989 in Bonn illegale leistungssteigernde Substanzen genommen hat. Der Testosterongehalt der Frauen entsprach dem eines normalen Mannes und lag damit weit über dem normalen weiblichen Wert.[2][3]

Literatur

Commons: Heike Friedrich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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