Info-Direkt
österreichische Zeitschrift für Politik und Kultur
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Info-Direkt – Das Magazin für Patrioten (Eigenschreibung Info-DIREKT) ist eine rechtsextreme österreichische Zeitschrift, die sich mit politischen und kulturellen Themen beschäftigt.
| Info-Direkt – Das Magazin für Patrioten | |
|---|---|
| Beschreibung | Politikmagazin |
| Hauptsitz | Linz |
| Erstausgabe | 2015 |
| Erscheinungsweise | 6 mal jährlich |
| Verbreitete Auflage | >10.000 Exemplare |
| (DÖW, August 2023) | |
| Chefredakteur | Michael Scharfmüller |
| Herausgeber | Info-Direkt VerlagsGmbH |
| Weblink | info-direkt.eu |
| Artikelarchiv | info-direkt.eu/magazin |
| ZDB | 3054652-7 |
Geschichte
Das Magazin wurde 2015 gegründet und ist bei der Österreichischen Landsmannschaft in Linz angesiedelt. Seit 2017 wird das Magazin von der Info-Direkt VerlagsGmbH herausgebracht. Laut Kontrast.at wurde die Zeitschrift unter anderem über ganzseitige Inserate des FPÖ-Politikers Harald Vilimsky mittels Steuergelder finanziert.[1]
Ausrichtung
Info-Direkt behandelt in jeder Ausgabe einen politischen Schwerpunkt, meist zum Thema Migration, Energie, Familie oder Globalisierung.[2]
Laut österreichischem Verfassungsschutzbericht 2023 ist Info-Direkt ein „alternatives Medium“ der Neuen Rechten, das „gezielt zur Verbreitung von rechtsextremistischen Narrativen und Propaganda“ beiträgt, „die nicht nach journalistischen Kriterien überprüft“ werden.[3] In sozialwissenschaftlichen Aufsätzen wird das Magazin als „rechtsextrem“ eingestuft.[4][5]
Auch sind personelle Überschneidungen und Kontakte zum Personenkreis der Neuen Rechten wie der IBÖ erkennbar.[3][6]
Laut Eigendarstellung sieht sich Info-Direkt selbst nicht als extremistisches, sondern alternatives und patriotisches Magazin, das versuche, die "alleinige Deutungshoheit der Einheitsmedien" aufzubrechen.[6]
Reichweite
Info-Direkt erscheint als Printmedium sechsmal im Jahr. Zusätzlich gibt es ein Online-Auftritt sowie ein Podcast.
Laut dem Nachrichtenmagazin Profil zählte Info-Direkt im Jahr 2018 zu den Top 10 der österreichischen „Meinungsmacher“ (10. Platz) auf der Social-Media-Plattform Facebook. Das Ranking wurde basierend auf der Anzahl von Shares berechnet.[7]
Laut dem Digital News Report 2025 wird der Online-Auftritt wöchentlich von 2,8 % der österreichischen Online-Nutzerinnen und -Nutzer genutzt – davon 1,1 % an drei oder mehr Tagen und 1,7 % an weniger als drei Tagen.[8]
2016 war Info-Direkt Aussteller und 2018 Veranstalter des rechtsextremen Kongresses Verteidiger Europas.[9]
Redaktion und Autoren
Chefredakteur des Magazins ist Michael Scharfmüller, der auch alleiniger Eigentümer ist. Er war bis 2007 führender Aktivist im neonazistischen Bund freier Jugend.[10]
Autoren der gedruckten Zeitschrift und des Online-Auftritts waren bisher u. a.:[11][12]
- Benedikt Kaiser
- Erik Lehnert
- Konrad Windisch
- Gerwin Lovrecki
- Alexander Markovics
- Martin Sellner
- Joachim S. Bauer
- Herbert Fritz
- Götz Kubitschek
- Gerald Grosz
- Reinhard Olt
- Philip Stein
Politiker verschiedener Parteien, häufig von FPÖ und AfD, agieren regelmäßig als Autoren oder Interviewpartner.
Kontroversen
2026 wurde Info-Direkt in zweiter Instanz vom Oberlandesgericht Wien zu einer Unterlassung verurteilt. Der Publizist Sebastian Bohrn Mena hatte das Magazin zuvor wegen der Verbreitung von KI-generierten Deepfakes seiner Person geklagt.[13]
Die Facebook-Seite von Info-Direkt wurde 2019 von Facebook ohne Angabe von Gründen gelöscht.[14]
Auch Politiker abseits von FPÖ und AfD gaben der Zeitschrift Interviews, beispielsweise August Wöginger (ÖVP) oder Georg Dornauer (SPÖ), wofür sie teils heftig kritisiert wurden.[15][16]
Literatur
- Andreas Peham, Bernhard Weidinger: Rechtsextreme Publizistik. In: Rechtsextremismus in Österreich 2023. Unter Berücksichtigung der Jahre 2020 bis 2022. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Wien 2025, 6.6.5 Info-DIREKT, S. 129–132 (doew.at [PDF; 4,3 MB]).
- Luis Paulitsch: „Gegenseitig vorantreiben und zugleich korrigieren“: Zum symbiotischen Verhältnis zwischen der FPÖ und „alternativen Medien“. In: MedienJournal, Jg. 49 (2025) H. 1, S. 54–65 (netlibrary.aau.at/medienjournal).