Isabel Maxwell

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Isabel Sylvia Margaret Maxwell (* 16. August 1950 in Maisons-Laffitte, Frankreich) ist eine in Frankreich geborene britisch-US-amerikanische Unternehmerin und Mitbegründerin von Magellan, einer frühen Suchmaschine, die von Excite übernommen wurde. Sie war außerdem Präsidentin von Commtouch, einem israelischen Internetunternehmen, das später in CYREN umbenannt wurde.

Herkunft und Ausbildung

Isabel Maxwell wurde 1950 in Frankreich geboren und wuchs in England auf. Ihre Mutter Elisabeth (geb. Meynard) war eine hugenottische Französin und ihr Vater Robert Maxwell ein bekannter Medien-Magnat jüdisch-tschechoslowakischer Abstammung. Isabel hat eine Zwillingsschwester, Christine, sowie fünf Brüder (u. a. Kevin und Ian Maxwell) und drei weitere Schwestern (u. a. Ghislaine Maxwell). Maxwell war Schülerin an der Milham Ford School in Oxford und studierte anschließend am St. Hilda’s College der University of Oxford, wo sie 1972 mit einem Master in Rechtswissenschaften, Geschichte und Französisch abschloss.[1][2] Anschließend erwarb sie ihr Diplom in Erziehungswissenschaft an der University of Edinburgh.[3]

Unternehmerische Karriere

Nach dem Studium arbeitete Isabel Maxwell zunächst etwa sechs Jahre als Fernsehjournalistin in Großbritannien. In den frühen 1980er Jahren zog sie nach San Francisco in die USA, wo sie in der Filmbranche tätig wurde. Sie war Mitinhaberin und Vizepräsidentin der Djerassi Films, einer Produktionsfirma in San Francisco, während ihrer ersten Ehe mit Dale Djerassi.[1]

1990 verließ Maxwell die Filmindustrie, zog nach Berkeley und begann, mit ihrer Schwester Christine in der aufstrebenden Internetbranche zu arbeiten. Zusammen mit Christine gründete sie die McKinley Group, ein Technologieunternehmen, das 1995 die Online-Suchmaschine Magellan vorstellte. Magellan war eines der weltweit ersten Web-Verzeichnisse mit ausführlichen Seitenbeschreibungen und Bewertungssystem.[1] Trotz anfänglicher Investments und Kooperationsverträge geriet die McKinley Group bald in finanzielle Schwierigkeiten.[4] Nach dem Scheitern eines Börsengangs und einer Fusion mit Wolff New Media[5] wurde McKinley schließlich im August 1996 an das US-Internetunternehmen Excite verkauft.[6]

Anfang 1997 übernahm Isabel Maxwell die Leitung eines neuen Projekts im E-Mail-Bereich. Sie trat dem israelischen Startup CommTouch bei, das kostenlose Web-Mail-Dienste (unter dem Namen ProntoMail) anbot. Der Commtouch-CEO Gideon Mantel holte Maxwell im Februar 1997 als neue Präsidentin ins Unternehmen, um dessen Markteinführung in den USA voranzutreiben.[6] Laut Maxwell überzeugte sie den Mitbegründer von Microsoft, Bill Gates, in das Unternehmen zu investieren.[7] 1999 investierte auch Paul Allen 20 Millionen Dollar in Commtouch. Maxwell brachte das Unternehmen 1999 an die Börse[8] und war bis 2001 Präsidentin. 2014 wurde das CommTouch in CYREN umbenannt und 2023 stellte es seinen Dienst ein.

Von 2003 bis 2004 wurde Maxwell auf Initiative von Blumberg Capital eingeladen, CEO von iCognito zu werden[9], einem israelischen Unternehmen für Web-Content-Filter-Software, das in Puresight umbenannt wurde. Sie führte das Unternehmen zu einer Trendwende, und es wurde 2005 an Boston Communications verkauft.[10]

Sonstige Aktivitäten

Abseits ihrer Unternehmensgründungen ist Maxwell vielfach in Non-Profit- und Beratungsprojekten aktiv. Beispielsweise wirkte sie im Vorstand des Israel Venture Network mit, einem Verein, der israelische Unternehmer und soziale Projekte unterstützt.[3] Maxwell war Direktorin des Schimon-Peres-Friedenszentrums in Tel Aviv und engagierte sich außerdem für die Spendensammlung für das Soroka Medical Center.[11] Sie war Mitglied des Vorstands der American Friends des Jitzchak-Rabin-Zentrum.[12] Außerdem war sie Senior Advisor von Grameen America, das Mikrokredite an Frauen vergibt.[3]

Maxwell war die Mitbegründerin der Umweltorganisation Blue World Alliance, in der sie als Präsidentin fungierte. Die NGO finanziert und organisiert Projekte für den Schutz der Meere und nachhaltige Fischerei.[13] Von 2004 bis 2010 war sie Vorsitzende des IVN Social Entrepreneur Fellowship Program.[12]

Maxwell wurde vom Weltwirtschaftsforum als „Technology Pioneer“ ausgezeichnet.[3] Maxwell war außerdem Präsidentin und Gründerin der PR-Agentur Maxwell-Communications und saß im Aufsichtsrat von mehreren Unternehmen.[10]

Privatleben

1984 heiratete Maxwell den Filmemacher Dale Djerassi, Mitglied des Djerassi Resident Artists Program und Sohn des Erfinders der Antibabypille, Carl Djerassi. Maxwell und Djerassi haben einen Sohn, Alexander, der im selben Jahr geboren wurde. Das Paar ließ sich 1989 scheiden.[14][1]

Maxwell heiratete 1990 den Internetunternehmer David Hayden und beide arbeiten gemeinsam an Magellan. Die Ehe zerbrach 1996 und wurde später geschieden.[15][6]

2007 heiratete Maxwell den Illusionskünstler Al Seckel, einem Mitglied der Skeptikerbewegung. Maxwell und Seckel zogen 2010 von Malibu nach Frankreich, um sich um Maxwells kranke Mutter zu kümmern.[16] Im November 2015, nach Seckel's Tod, wurde Maxwell von einem britischen Gericht für insolvent erklärt.[17] 2026 wurde durch die Epstein-Akten enthüllt, das Seckel Jeffrey Epstein dabei unterstützt hatte, seinen Wikipedia-Artikel und seine Google-Sucheinträge zu manipulieren, um Epsteins öffentliches Image zu verbessern.[18][19]

Einzelnachweise

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