James J. McHugh

US-amerikanischer Offizier, Konteradmiral der US-Navy From Wikipedia, the free encyclopedia

James Joseph McHugh (* 12. August 1930 in Philadelphia, Pennsylvania; † 8. Mai 2004 in Sacramento, Kalifornien) war ein Konteradmiral der United States Navy. Er war unter anderem als Judge Advocate General of the Navy (JAG) oberster Militärjurist der Kriegsmarine der Vereinigten Staaten.

James J. McHugh

Leben und Wirken

James McHugh war ein Sohn von James McHugh Jr. und dessen Frau Patience McHugh und besuchte die öffentlichen Schulen seiner Heimat einschließlich der West Catholic High School. Anschließend studierte er bis zu Jahr 1951 an der University of Pennsylvania Englisch. Daran schloss sich bis zum Jahr 1954 ein Jurastudium an der gleichen Universität an. Er wurde in Pennsylvania als Rechtsanwalt zugelassen und durfte ab 1955 auch vor dem Obersten Gerichtshof dieses Bundesstaates als solcher auftreten.

Im gleichen Jahr trat er der Reserve der US Navy bei. Dort absolvierte er die Officer Candidate School. In der Folge studierte er an der Naval Justice School. Danach diente er als Militäranwalt im Judge Advocate Corps der Marine, wo er es bis zum Konteradmiral brachte. Während seiner Laufbahn als Militärjurist absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland.

Im Jahr 1968 leitete McHugh die Untersuchungen gegen Besatzungsmitglieder des Spionageschiffs Pueblo, das von Nordvietnam gekapert worden war. Lloyd M. Bucher, Kommandant der Pueblo, und alle verantwortlichen Offiziere wurden vor ein Untersuchungsgericht der US-Marine gestellt, das schließlich ein Kriegsgerichtsverfahren für den Kommandanten sowie Lieutenant Steve Harris empfahl. Der Marinestaatssekretär John Chafee lehnte jedoch die Empfehlung ab. Der Kommandant wurde niemals verurteilt und blieb bis zu seinem Ruhestand in der Marine.

James McHugh war unter anderem auf der Naval Air Station Point Mugu in Kalifornien stationiert. Weitere Missionen führten ihn unter anderem zum Hauptquartier des JAG Corps der Navy in Washington, D.C., zum Stab der Naval Justice School in Newport in Rhode Island, zum Stab des Department of the Navy und zum Bureau of Naval Personnel, die beide ebenfalls in der Bundeshauptstadt Washington angesiedelt sind.

Im weiteren Verlauf wurde er nach Pearl Harbor in Hawaii versetzt, wo er der Rechtsabteilung der United States Pacific Fleet angehörte. Außerdem gehörte er zum juristischen Beraterstab des Chief of Naval Operations (CNO). Zwischenzeitlich absolvierte er das Naval War College in Newport. Im Jahr 1972 belegte er einen Weiterbildungskurs an der George Washington University. Im weiteren Verlauf leitete er das Naval Legal Service Office in San Francisco. Im Jahr 1978 wurde er erneut zum Stab des JAG-Hauptquartiers versetzt, wo er bis 1980 als Assistant Judge Advocate General for Civil Law die Abteilung für Zivilrecht leitete. Im Jahr 1980 wurde er stellvertretender Leiter des JAG. Gleichzeitig kommandierte er das Legal Service Command.

Im Jahr 1982 übernahm James McHugh als Nachfolger von John S. Jenkins das Kommando über das JAG Corps der Marine. Dieses Amt bekleidete er bis 1984, als er von Thomas E. Flynn abgelöst wurde. Anschließend schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.

Nach seiner Pensionierung wurde er für die juristische Fakultät der University of the Pacific, die McGeorge School of Law, tätig. Bis 1993 war er dort Associate Dean for Career Development. McHugh war Mitglied zahlreicher juristischer Vereinigungen und Assoziationen. Das Gleiche gilt für entsprechende militärische Organisationen.

Der mit Rita Marie McHugh (1923–2007) verheiratete Offizier starb am 8. Mai 2004 und wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen

James McHugh erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:

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