Orin G. Murfin

US-amerikanischer Offizier, Admiral der US Navy From Wikipedia, the free encyclopedia

Orin Gould Murfin (* 13. April 1876 im Lawrence County, Ohio; † 22. Oktober 1956 in Coronado, Kalifornien) war ein Admiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Asienflotte.

Orin G. Murfin

Leben

Orin Murfin war ein Sohn von Henry Clay Murfin Sr. (1852–1921) und dessen Frau Margaret A. Reilly (1852–1941). Der Vater war in der heimischen Kohleindustrie tätig. Im Alter von vier Jahren zog Orin Murfin mit seiner Familie nach Jackson, wo er die öffentlichen Schulen besuchte. Im Jahr 1897 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Admiral.

Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Zur Zeit des Spanisch-Amerikanischen Kriegs war er an Bord des neuen Schlachtschiffs Iowa. Das Schiff nahm an der Bombardierung von San Juan teil und beteiligte sich anschließend an der Blockade Kubas. In der Schlacht von Santiago de Cuba am 3. Juli 1898 trug die Iowa zur Zerstörung von drei der vier spanischen Kreuzer bei.

In den folgenden Jahren setzte er seine Laufbahn als Marineoffizier fort. Im Jahr 1916 kommandierte er den geschützten Kreuzer USS Albany, der damals in mexikanischen Gewässern operierte. Während des Ersten Weltkriegs war er Leiter einer in Schottland stationierten Einheit, die mit der Verminung des Gebiets von der Küste Schottlands bis zum Orkney-Archipel und weiter bis kurz vor die norwegische Küste betraut war.

Zwischen 1923 und 1925 kommandierte Orin Murfin den Leichten Kreuzer USS Concord (CL-10). Nach zwischenzeitlich anderen Verwendungen erhielt er im Jahr 1928 das Kommando über das Schlachtschiff USS West Virginia, das der Atlantikflotte zugeteilt war. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum Jahr 1929. Zwischen 1931 und 1934 war er als Judge Advocate of the U.S. Navy Leiter der obersten Justizbehörde der Marine, wobei er auf David F. Sellers folgte. Danach erhielt er das Kommando über die 3. Schlachtschiffdivision der Atlantikflotte (Commander of the 3rd Division of the Battleship Fleet, Atlantic Region). Im Jahr 1935 leitete er die Untersuchungen zum Absturz des Starrluftschiffs USS ''Macon'' (ZRS-5).

Am 4. Oktober 1935 übernahm Orin Murfin als Nachfolger von Frank B. Upham das Kommando über die amerikanische Asienflotte (United States Asiatic Fleet). Dieses Amt bekleidete er bis zum 30. Oktober 1936, als er von Harry E. Yarnell abgelöst wurde. Sein damaliges Flaggschiff war die USS Augusta, die vom späteren Fünf-Sterne-Admiral Chester W. Nimitz kommandiert wurde.

Nach dem Ende seiner Mission als Kommandeur der Asienflotte wurde Murfin mit dem Oberbefehl über den 14. Marinebezirk, der sein Hauptquartier in Pearl Harbor auf Oʻahu hatte, betraut. Diese Aufgabe erfüllte er bis zu seiner Pensionierung am 1. Mai 1940. In dieser Zeit war er unter anderem mit der letztlich erfolglosen Suche nach der verschollenen Flugpionierin Amelia Earhart betraut.

Im Juli 1944 wurde Orin Murfin Vorsitzender einer Untersuchungskommission, um die Vorgänge kurz vor dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor vom 7. Dezember 1941 aufzuklären. Dabei ging es um eventuelle Versäumnisse amerikanischer Militärs. Die Kommission kam zu dem Ergebnis, dass keine größeren bzw. schwerwiegenden Versäumnisse nachgewiesen werden könnten, ein Urteil, das von Marineminister James V. Forrestal bezweifelt wurde.

Der seit 1903 mit Anna Williams (1876–1974) verheiratete Offizier starb am 22. Oktober 1956 und wurde auf dem Fort Rosecrans National Cemetery in San Diego beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen

Orin Murfin erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem die Navy Distinguished Service Medal verliehen.

Commons: Orin G. Murfin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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