Johan Manzambi
Schweizer Fussballspieler
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Johan Manzambi (* 14. Oktober 2005 in Genf) ist ein Schweizer Fussballspieler, der beim englischen Premier-League-Verein Aston Villa unter Vertrag steht.
| Johan Manzambi | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 14. Oktober 2005 | |
| Geburtsort | Genf, Schweiz | |
| Grösse | 182 cm | |
| Position | zentrales und offensives Mittelfeld | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| –2023 | Servette FC | |
| 2023–2024 | SC Freiburg | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 2023–2025 | SC Freiburg II | 20 (3) |
| 2024–2026 | SC Freiburg | 38 (7) |
| 2026– | Aston Villa | 0 (0) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore)2 |
| 2023 | Schweiz U18 | 7 (0) |
| 2023–2024 | Schweiz U19 | 11 (0) |
| 2024–2025 | Schweiz U20 | 6 (1) |
| 2025– | Schweiz U21 | 1 (0) |
| 2025– | Schweiz | 16 (6) |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. Stand: Saisonende 2025/26 2 Stand: 3. Juli 2026 | ||
Karriere
Vereine
Servette Genf
Der Sohn eines angolanischen und eines kongolesischen Elternteils wurde in Genf geboren.[1] Manzambi erlernte das Fussballspielen bei Servette Genf und durchlief dort mehrere Jugendmannschaften.
SC Freiburg
2023 wechselte er nach Deutschland zum SC Freiburg. Er kam in dessen U19-Mannschaft zu Einsätzen und stand zur Saison 2023/24 im Kader der zweiten Mannschaft. Manzambi debütierte am 25. Februar 2024 beim 1:0-Heimsieg gegen den SV Waldhof Mannheim in der 3. Liga. Am 32. Spieltag erzielte er das zwischenzeitliche 1:1 gegen den FC Erzgebirge Aue (Endstand 1:2).
Zur Saison 2024/25 rückte Manzambi in das Kader der ersten Mannschaft des SC Freiburg auf und debütierte beim 3:0-Auswärtssieg gegen den 1. FC Heidenheim (4. Spieltag) in der Bundesliga. Beim 2:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach am 12. April 2025 (29. Spieltag) erzielte er mit dem Siegtreffer sein erstes Bundesligator.[2] Eine Woche später stand Manzambi beim 3:2-Heimsieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim am 30. Spieltag das erste Mal in der Startelf. In dieser ersten Bundesligasaison erzielte er in 11 Einsätzen 2 Tore und 2 Assists, und sein Team qualifizierte sich mit Tabellenplatz 5 für die Teilnahme an der Europa-League.[3][4]
In der Saison 2025/26 entwickelte sich Manzambi zum Stammspieler und Leistungsträger. Nachdem er am 3. Spieltag gegen den VfB Stuttgart das Tor zum 2:1 durch Derry Scherhant vorbereitet und Igor Matanović einen Penalty nach Foul an Manzambi zum 3:1-Endstand verwandelt hatte, sah er in der Nachspielzeit die Rote Karte nach einem Kopftreffer gegen Ramon Hendriks in der gegnerischen Hälfte. Am 21. Spieltag erhielt Manzambi beim 1:0-Sieg gegen Werder Bremen eine weitere Rote Karte nach einem groben Foulspiel am gegnerischen Strafraum. Seine zweite Bundesligasaison schloss er mit 5 Toren und 5 Assists in 27 Einsätzen ab.[3] Seine Mannschaft erreichte Platz 7 in der Tabelle und qualifizierte sich somit für die Teilnahme an der Conference League.[5]
Im DFB-Pokal erreichte er in der gleichen Saison mit dem SC den Halbfinal, wo man sich nach einer 1:2-Niederlage in der Verlängerung dem VfB Stuttgart geschlagen geben musste. Manzambi kam in allen Pokalspielen zum Einsatz und trug dabei zwei Assists bei.[6]
Für die erfolgreichste Saison in der bisherigen Geschichte des SC Freiburg war dessen Erfolg im Europa League Wettbewerb 2025/26 ausschlaggebend. Dabei erzielte Manzambi am 4. Spieltag beim 3:1-Erfolg gegen Nizza mit seinem Treffer zum 1:1 sein erstes Tor im Europacup. Nachdem Freiburg das Hinspiel des Halbfinals gegen Sporting Braga mit 1:2 verloren hatte, erzielte er im Rückspiel mit einem Fernschuss aus ca. 20 m das Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 und trug so zum 3:1-Sieg bei, wodurch der SC Freiburg erstmals einen Final in der Europa-League erreichen konnte, in welchem er gegen Aston Villa unterlag.[7] Die UEFA zeichnete Manzambi mit der Ehrung Entdeckung der Saison der Europa-League-Saison 2025/26 aus.[8]
Aston Villa
Im Juli 2026 wechselte er in die englische Premier League zu Aston Villa. Der Verein gewann ein Bieterduell mit Ligakonkurrent Newcastle United um Manzambi, der nun mit einer Ablösesumme von rund 60 Millionen Euro zuzüglich eventueller Bonuszahlungen von bis zu 10 Millionen Euro als teuerster Neuzugang in der Vereinsgeschichte von Aston Villa und teuerster Verkauf beim SC Freiburg und als einer der fünf wertvollsten Mittelfeldspieler der Welt bis 20 Jahre gilt.[9][10] Die erzielte Ablösesumme übertraf die bisherigen Freiburger Rekordverkäufe von Kevin Schade und Merlin Röhl um rund 45 Millionen Euro. Manzambis Transfer überbot den bisherigen Schweizer Rekordtransfer von Granit Xhaka, der im Jahr 2016 für 45 Millionen Euro zum FC Arsenal gewechselt war.[11]
Nationalmannschaften
Manzambi debütierte 2023 in der U18-Nationalmannschaft sowie in der U19-Nationalmannschaft der Schweiz. Im September 2024 wurde er beim 3:5 gegen Frankreich erstmals in der U20 eingesetzt.
Am 7. Juni 2025 debütierte er in der A-Nationalmannschaft beim 4:2-Sieg gegen Mexiko. Er wurde in der 73. Minute für Dan Ndoye eingewechselt.
Am 10. Juni 2025 erzielte er bei seinem Startelf-Debüt sein erstes Tor für die «Nati», beim 4:0-Sieg gegen die USA. Am 15. November 2025 schoss er beim WM-Qualifikationsspiel in Genf gegen Schweden für die Schweiz das 4:1 in der 93. Spielminute.
Im Mai 2026 berief ihn Trainer Murat Yakin ins Kader für die Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA, bei der das Schweizer Team erstmals seit 1954 wieder den Viertelfinal einer Fussball-WM erreichen konnte.[12][13] Während des WM-Turniers erzielte Manzambi zwei Tore beim 4:1-Sieg gegen Bosnien und Herzegowina,[14] beim 2:1-Sieg gegen Kanada ein Tor und einen Assist[15] und beim 2:0-Sieg gegen Algerien einen Assist.[16] Aufgrund einer Knieverletzung verpasste er die weiteren beiden Spiele der «Nati» bei diesem Turnier.[17]
Auszeichnungen
- Die Entdeckung der Saison der Europa-League-Saison 2025/26[8]
Literatur
- 2026: Sebastian Leisgang: Unterwegs mit Siebenmeilenstiefeln. In: Süddeutsche Zeitung. Nr. 81, 9. April 2026, S. 23 (online).
Weblinks
- Johan Manzambi in der Datenbank von weltfussball.de
- Johan Manzambi in der Datenbank von transfermarkt.de
- Einsatzstatistiken auf der Website des Schweizerischen Fussballverbands: A-Team, U-21, U-20, U-19, U-18, U-17, U-16, U-15