Judith Uitermark

niederländische Richterin und Politikerin des Nieuw Sociaal Contract (NSC) From Wikipedia, the free encyclopedia

Judith Johanna Marianne Uitermark (* 20. September 1971 in Edam, Noord-Holland)[1] ist eine niederländische Richterin und Politikerin des Nieuw Sociaal Contract (NSC). Sie war von Dezember 2023 bis Juli 2024 Abgeordnete der der Zweiten Kammer der Generalstaaten und anschließend bis zu ihrem Rücktritt im August 2025 Ministerin für Inneres und Königreichsbeziehungen der Niederlande.

Judith Uitermark, 2024

Nach Erreichen der Fachhochschulreife (HAVO) studierte Uitermark zunächst von 1988 bis 1993 International Business an der Wirtschaftshochschule HEAO Haarlem. Dann absolvierte sie von 1994 bis 2001 ein Studium des niederländischen Rechts an der Universität Amsterdam. An der Rechtbank Utrecht durchlief sie anschließend die Richterausbildung, wurde stellvertretende Richterin und 2009 Richterin an der Rechtbank Noord-Holland in Haarlem. Dort war sie bis zu ihrem Wechsel in die Politik als Richterin (bzw. ab 2020 Oberrichterin) in den Abteilungen Strafrecht sowie Familien- und Jugendrecht tätig. Zusätzlich war sie von 2015 bis 2022 nationale Koordinatorin für Mediation in Strafsachen beim Raad voor de rechtspraak (Rat für das Justizwesen).

Vor ihrem Wechsel zum NSC war Uitermark langjähriges Mitglied des Christen-Democratisch Appèl (CDA), für den sie von 1998 bis 2001 dem Haarlemer Stadtrat angehörte.[2]

Bei der Parlamentswahl im November 2023 stand sie auf Listenplatz 3 der erst kurz zuvor vom ehemaligen CDA-Abgeordneten Pieter Omtzigt gegründeten Partei Nieuw Sociaal Contract (Neuer Gesellschaftsvertrag).[3] Sie trat ihr Mandat als Mitglied der Zweiten Kammer der Generalstaaten am 6. Dezember 2023 an. Wegen der Inkompatibilität von Parlamentsmandat und Regierungsmitgliedschaft nach der niederländischen Verfassung legte Uitermark ersteres nieder, als sie am 2. Juli 2024 zur Ministerin für Inneres und Königreichsbeziehungen im Kabinett Schoof ernannt wurde. Am 22. August 2025 trat sie, wie alle Minister und Staatssekretäre des NSC, zurück.[4] Bei der vorgezogenen Neuwahl im September 2025 stand Uitermark hinter Spitzenkandidat Eddy van Hijum auf Platz 2 der NSC-Liste. Die Partei stürzte aber auf nur noch 0,4 Prozent der Stimmen ab und erhielt kein einziges Parlamentsmandat mehr.

Einzelnachweise

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