Mariëlle Paul

niederländische Politikerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Mariëlle Lucienne Josepha Paul (* 5. November 1966 in Geldrop) ist eine niederländische Politikerin (VVD). Sie war Ministerin in den Kabinetten Rutte IV und Schoof.

Mariëlle Paul (2023)

Werdegang

Paul ist die Tochter ursprünglich aus Pakistan stammender Eltern.[1] Nach ihrem Schulabschluss studierte sie ab 1985 Völkerrecht an der Universität Leiden.[2] Nach ihrem Studienabschluss 1991 begann Paul eine Tätigkeit in der Privatwirtschaft. Dort arbeitete sie zunächst bei BP, bevor sie 1997 Kommunikationsdirektorin bei der PR-Agentur Hill & Knowlton wurde. Nach verschiedenen weiteren Tätigkeiten in privatwirtschaftlichen Unternehmen wechselte Paul 2004 zur ABN AMRO, wo sie unterschiedliche Managementposten in den Bereichen Marketing, Kommunikation und Personalwesen innehatte. 2013 wurde Paul Direktorin für Unternehmens- und Vertriebskommunikation beim Medienkonzern Sanoma. Es folgten Tätigkeiten bei der Nichtregierungsorganisation Porticus und die Royal BAM Group, wo sie bis 2021 arbeitete.

Bei der Parlamentswahl 2021 kandidierte Paul für die VVD für die Zweite Kammer der Generalstaaten. Über die Parteiliste gelang ihr der Einzug ins Parlament.[3] Dort wurde sie zur Sprecherin ihrer Partei für internationalen Handel, Entwicklungshilfe und makroökonomische Politik ernannt, kurz darauf übernahm sie stattdessen den Bereich Primar- und Sekundarbildung. Zudem war sie Mitglied verschiedener Komitees, darunter das für Bildung, Kultur und Wissenschaft, das für Auswärtige Angelegenheiten sowie das für Königreichsbeziehungen. Von letzterem wurde sie im Februar 2022 die Vorsitzende.[4] Ende 2022 wurde sie zudem kommissarische Vorsitzende des Ausschusses zur Vorbereitung einer parlamentarischen Untersuchung zur COVID-19-Pandemie in den Niederlanden. Am 18. Juli 2023 wurde Paul von Mark Rutte als Nachfolgerin des zurückgetretenen Dennis Wiersma als Ministerin für Bildung im Primar- und Sekundarbereich in dessen Kabinett berufen.[5] Nach der Parlamentswahl 2023 wurde Paul auch in die nachfolgende Regierung Schoof berufen. Dort wurde sie aber zunächst nur Staatssekretärin für Grund- und weiterführende Schulen und Emanzipation.[6] Im Zuge einer Kabinettsumbildung trat Paul am 5. September 2025 die Nachfolge von Eddy van Hijum als Ministerin für Soziales und Beschäftigung an.[7] Nach der Parlamentswahl 2025 schied Paul aus der Regierung aus.

Commons: Mariëlle Paul – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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