Kahltal-Spessart-Radwanderweg
Radweg in Bayern
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Der Kahltal-Spessart-Radwanderweg, auch Kahltal-Spessart-Radweg genannt, ist ein etwa 81 km[1] langer Radwanderweg in Bayern. Namensgebend ist sein Verlauf durch das Kahltal und den Spessart.
| Kahltal-Spessart-Radweg | |
|---|---|
| Gesamtlänge | 81 km |
| Lage | |
| Karte | |
| Verlauf des Kahltal-Spessart-Radweges | |
| Startpunkt | Karlstein am Main 50° 2′ 9″ N, 9° 2′ 4,4″ O
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| Zielpunkt | Lohr am Main 49° 59′ 50,8″ N, 9° 35′ 6,4″ O |
| Orte am Weg | Karlstein am Main (Bf), Kahl am Main (Bf), Alzenau (Bf), Mömbris (Bf), Krombach, Blankenbach (Bf), Schöllkrippen (Bf), Kleinkahl, Heinrichsthal, Heigenbrücken (Bf), Neuhütten, Wiesthal (Bf), Partenstein (Bf), Lohr am Main (Bf) |
| Höhendifferenz | 104 m bis 504 m/ ca. 604 Hm Anstiege |
| Verkehrsaufkommen | überwiegend autofrei |
| Anschluss an | Main-Radweg |

Geographie
Der Kahltal-Spessart-Radweg bietet die Möglichkeit, das Mainviereck als Rundkurs zu fahren, da er durch den Spessart Karlstein am Main mit Lohr am Main verbindet. Für sportliche Radfahrer ist er geeignet, Anfänger sollten wegen der Höhendifferenz lieber den längeren Main-Radweg benutzen. Auf der Strecke des Kahltal-Spessart-Radweges verlaufen teilweise auch der Degen-Weg und der Fränkische Marienweg. Der Radweg wird im Kahltal bis Schöllkrippen von der Kahlgrundbahn und im Lohr(bach)tal ab Heigenbrücken von der Main-Spessart-Bahn begleitet. Entlang der Route befinden sich neun Bahnhöfe und zehn Haltepunkte. Der Kahltal-Spessart-Radweg berührt die Gemeindegebiete von Karlstein am Main, Kahl am Main, Alzenau, Mömbris, Krombach, Blankenbach, Schöllkrippen, Kleinkahl, Heinrichsthal, Heigenbrücken, Neuhütten, Wiesthal, Partenstein und Lohr am Main. Außerdem führt er durch die gemeindefreien Gebiete Wiesener Forst, Schöllkrippener Forst, Heinrichsthaler Forst und Partensteiner Forst.[1]
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Anschluss an andere große Radwege:
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Anschluss an regionale Radwege:
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Detaillierter Verlauf

Der Kahltal-Spessart-Radweg beginnt am Main-Radweg in Karlstein am Main im Ortsteil Dettingen am Main. Während der Main-Radweg über die Kilianusbrücke auf die linke Mainseite nach Mainflingen wechselt, bleibt der Kahltal-Spessart-Radweg am rechten Ufer des Flusses und führt unterhalb von Großwelzheim direkt am Main entlang. Die Route passiert dabei die Anlegestelle der Fähre nach Seligenstadt und zwei geographische Besonderheiten Bayerns: Sie führt sowohl am westlichsten als auch am topographisch tiefsten Punkt des Freistaates vorbei. In unmittelbarer Nähe dieses Bereiches stand auch bis 2008 das Versuchsatomkraftwerk Kahl, das älteste Kernkraftwerk Deutschlands. An der Kahlmündung, wo der Fluss Kahl in den Main fließt, verlässt die Strecke das Maintal. Dort folgt der Limes-Radweg weiterhin dem Main Richtung Großkrotzenburg und der Kahltal-Spessart-Radweg knickt nach rechts in den Kahlgrund ab. Dort befindet sich auf 104 m ü. NHN der niedrigste Punkt der Route.[1]

Von dort ab führt er in Kahl am Main für mehrere hundert Meter direkt an der Kahl entlang, wobei er die Flussseite zweimal wechselt. Es folgt ein kurzer Abschnitt auf Straßen, bei dem er im sogenannten „Mauseloch“ die Bahnstrecke Frankfurt Süd–Aschaffenburg unterquert. Anschließend führt der Radweg durch das Prischoß, dessen Landschaftsbild von Wiesen, Kopfweiden und Pappeln geprägt ist. Außerdem nisten dort Weißstörche. Nach Überquerung der Bundesautobahn 45 gelangt der Weg nach Alzenau. Im Stadtgebiet führt die Route an der Hasenmühle und der Burg Alzenau vorbei. Danach quert sie die Gleise der Kahlgrundbahn. Hinter Alzenau wird das Gelände hügeliger. Bei Kälberau erstreckt sich im Südosten der Hahnenkamm (436 m), der höchste Berg des Vorspessarts. Die Strecke führt weiter nach Michelbach, wo sie kurz über Straßen verläuft. Von dort teilt sich der Kahltal-Spessart-Radweg auf einem längeren Teilabschnitt die Routenführung mit dem Fränkischen Marienweg. Nachdem der Radweg Michelbach verlassen hat, sind am Südwestrand der Sölzert die Weinberge des Apostelgartens zu sehen. Ab der Herrnmühle wird das Kahltal enger. Die Strecke erreicht nach einer Steigung an der Kläranlage des Marktes Mömbris das Dorf Brücken, wo sie direkt an der Fachwerkkapelle vorbei führt. Von dort aus zieht der Radweg durch die Kahlwiesen an Niedersteinbach vorbei nach Mömbris. Auf dem Abschnitt stehen die Strötzbacher Mühle und die Ölmühle.[1]

Nach dem Überqueren der Staatsstraße 2305 verläuft der Kahltal-Spessart-Radweg auf Ortsstraßen durch Mensengesäß. Anschließend führt die Route an zwei Weihern vorbei, die zum Gemeindegebiet von Krombach gehören. Von dort aus verläuft die Strecke über Königshofen bis Blankenbach auf verkehrsarmen kommunalen Straßen. Der folgende Abschnitt führt als asphaltierter Radweg an Langenborn vorbei nach Schöllkrippen. Nach einer erneuten Überquerung der Staatsstraße 2305 verläuft die Route auf verkehrsberuhigten Straßen durch den Altort von Schöllkrippen und passiert die historische St.-Lukas-Kirche. Am dortigen Bahnhof befindet sich zudem der Endpunkt der Kahlgrundbahn, die den Radweg seit Kahl am Main begleitet. Hinter Schöllkrippen folgt ein Steigungsabschnitt am Fuße des Reuschberges. Durch die Dörfer Kleinlaudenbach, Kleinkahl und Großkahl führt der Kahltal-Spessart-Radweg direkt an der jungen Kahl entlang. Hinter Kleinkahl befindet sich eine Kneipp-Anlage. Bei stetig ansteigendem Gelände passiert der Weg die Marienkapelle an der Kahlquelle, an der die Route ihren geographischen Mittelpunkt (40,5 km) erreicht. Kurz darauf führt die Strecke auf der Staatsstraße 2305 durch den Weiler Bamberger Mühle. Dahinter liegen im Wald links und rechts der Straße die beiden gefassten Kahlquellen und der Radweg verlässt das Kahltal.[1]
Der Kahltal-Spessart-Radweg verläuft von dort ab vorwiegend über naturnahe Waldwege und weist stärkere Steigungen auf. Er führt im gemeindefreien Gebiet Wiesener Forst durch das Büchelbachtal in der Nähe der archäologischen Reste der Epstein-Glashütten vorbei. Dort endet auch der gemeinsame Verlauf mit dem Fränkischen Marienweg. Beim Überqueren der Eselshöhe kreuzt der Radweg den historischen Eselsweg und die Spessart-Höhenstraße. Mit 504 m ü. NHN befindet sich dort der höchste Punkt der gesamten Stecke. Am oberen Ende des Birklergrundes zweigt eine offizielle, nicht zum Kahltal-Spessart-Radweg gehörende Alternativroute ab. Sie führt flacher durch das Aubachtal und über Wiesthal nach Krommenthal, wo sie wieder auf die Hauptstecke trifft. Der Kahltal-Spessart-Radweg führt stattdessen nach Heinrichsthal, der am höchsten gelegenen Gemeinde im Spessart. Anschließend verläuft der Radweg oberhalb von Ober- und Unterlohrgrund durch den Heinrichsthaler Forst und das Tal des Kurzen Lohrbaches. Nach dem Passieren einer weiteren Kneipp-Anlage erreicht die Route Heigenbrücken, wo sie in der Ortsmitte auf den Siebengrottenweg trifft.[1]
Ab Heigenbrücken verläuft der Radweg parallel zur Trasse der Main-Spessart-Bahn. Die Route überquert im Naturschutzgebiet Spessartwiesen den Lohrbach und führt vorbei an den zu Neuhütten gehörenden Einöden Fleckensteinsmühle und Maidelsmühle nach Krommenthal. Dort verläuft die Strecke auf einem kurzen Abschnitt auf der Staatsstraße 2317. Im Ort mündet der Lohrbach in den Aubach, zudem trifft dort die zuvor abgezweigte Alternativroute wieder auf die Hauptstrecke. Hinter Krommenthal führt der Weg am Rande des Partensteiner Forstes entlang eines Nebenarms des Aubaches nach Partenstein, wo er den Schneewittchenweg kreuzt. Von dort folgt der Kahltal-Spessart-Radweg dem breiter werdenden Tal der Lohr. Vorbei an der Roten Mühle und dem Steinthalerhof gelangt die Route nach Lohr am Main. Im Stadtgebiet trifft der Radweg auf den Main-Wanderweg und führt durch die historische Altstadt, vorbei an zahlreichen Baudenkmälern wie dem Lohrer Schloss oder der Sankt-Michael-Kirche. An der Lohrmündung überquert die Strecke den Main und endet im Stadtteil Sendelbach, wo sie wieder an den Main-Radweg anschließt.[1]
Sehenswürdigkeiten

Markante Wegkunkte und Sehenswürdigkeiten direkt am oder in unmittelbarer Nähe zum Radweg sind:
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Charakteristik
Der Radweg ist gut beschildert. Neben den einfachen Radwegeschildern gibt es ein eigenes Logo des Kahltal-Spessart-Radweges. Es ist ein typisches, weißes Fernradweg-Schild, das in grün und blau signifikant einen Radfahrer, einen Specht sowie den Schriftzug „Kahltal-Spessart-Radweg“ zeigt. Entlang der Route finden sich zahlreiche E-Bike-Ladestationen des Projekts „Wald erFahren“.[2]
Wegequalität

Der Kahltal-Spessart-Radweg verläuft größtenteils auf befestigten Wald- oder Feldwegen und kurze Abschnitte auf schwach frequentierten Straßen. Die Oberflächenqualität ist Asphalt oder Schotter.[3]

Topographie
Der topographisch höchste Punkt des Kahltal-Spessart-Radweges befindet sich mit 504 m ü. NHN auf der Eselshöhe, südöstlich von Wiesen. Der niedrigste liegt auf 104 m ü. NHN in Kahl am Main an der Kahl.[1] Der Radweg überwindet insgesamt etwa 640 Höhenmeter (Kahl→Lohr) oder ungefähr 600 in die entgegengesetzte Richtung.[1]

Geschichte
Steckenänderungen

- Im Jahr 1994 wurde der Radweg zwischen der Siedlung Birkenberg bei Michelbach und dem Dorf Brücken gebaut. Zuvor führte die Strecke über die Staatsstraße 2305.
- Zwischen der Strötzbacher Mühle und dem Bahnhof Mömbris verläuft heute der Radweg durch die Kahlwiese. In der Zeit davor führte die Route über Ortsstraßen (Womburgstraße, Friedhofstraße und Hauptstraße) durch Mömbris.
- In Großblankenbach verlief der Kahltal-Spessart-Radweg früher über den Wingertsweg. Seit Juni 2023[4] führt er an der Kahl entlang.[5]
Siehe auch
Literatur
- Jochen Heinke, Joachim Schulmerich: Der Kahltal-Spessart-Radweg. CoCon-Verlag, Hanau 2009, ISBN 978-3-937774-79-4.
Weblinks
- Wasser erleben – Radwege. Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg
- Der Kahltal-Spessart-Radwanderweg in Unterfranken. In: guide-to-bavaria.com.
- Kahltal-Spessart-Radweg auf openstreetmap
