Neuhütten (Unterfranken)

Gemeinde im Landkreis Main-Spessart in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Neuhütten ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Neuhütten (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neuhütten hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 0′ N,  25′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs­gemeinschaft: Partenstein
Höhe: 270 m ü. NHN
Fläche: 5,95 km²
Einwohner: 1105 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 186 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97843
Vorwahl: 06020
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 165
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 24
97846 Partenstein
Website: neuhuetten.de
Erster Bürgermeister: Bernd Steigerwald (Wählergruppe Gemeinsam für Neuhütten)
Lage der Gemeinde Neuhütten im Landkreis Main-Spessart
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Geografie

Geografische Lage

Neuhütten liegt in der Region Würzburg im bayerischen Spessart. Der topographisch höchste Punkt der Gemeinde befindet sich mit 472 m ü. NHN (Lage) am Osthang des Hengstkopfes, in der Nähe des Bischbornerhofes, der niedrigste liegt am Lohrbach auf 232 m ü. NHN (Lage).

Gemeindegliederung

Neuhütten hat drei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Die Einöden Fleckensteinsmühle und Maidelsmühle zählen zum Gemeindeteil Neuhütten.

Es gibt die Gemarkungen Forst Lohrerstraße (Gemarkungsteil 1) und Neuhütten.[4] Die Gemarkung Neuhütten hat eine Fläche von 5,643 km². Sie ist in 2298 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 2455,46 m² haben.[5][6]

Nachbargemeinden

Heinrichsthaler Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Gemeinde
Wiesthal
Gemeinde
Heigenbrücken
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Partensteiner Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Forst Hain im Spessart
(Gemeindefreies Gebiet)
Rothenbucher Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Forst Lohrerstraße
(Gemeindefreies Gebiet)

Name

Etymologie

Der ursprüngliche Ortsname Breidenstein besteht aus den mittelhochdeutschen Wörtern breit und stein. Es bedeutet „breiter Felsen“. Nach der Zerstörung des Dorfes im Dreißigjährigen Krieg wurden neue Hütten errichtet. Daher rührt der heutige Ortsname. Er besteht aus dem althochdeutschen niuwe und dem Wort hütte.[7]

Frühere Schreibweisen

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[7]

  • 1432 Breydenstein
  • 1513 Newhutten
  • 1526 Newenhutten
  • 1649 Neühütten
  • 1694 Newhutt
  • 1820 Neuhütten

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Turm der Pfarrkirche St. Josef

Für das Jahr 1349 findet sich die erste Erwähnung als Breydenstein in einer Mainzer Urkunde als eine von vier Glashütten im Spessart. Erst 1513 wurde Neuhütten erstmals als Ortsname verwendet. Als Teil des Erzstifts Mainz fiel Neuhütten im Reichsdeputationshauptschluss 1803 an das neu gebildete Fürstentum Aschaffenburg des Fürstprimas von Dalberg, mit welchem (nun ein Departement des Großherzogtums Frankfurt) es 1814 zu Bayern kam. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Verwaltungsgeschichte

Im Jahr 1862 wurde das Bezirksamt Aschaffenburg gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Neuhütten lag. Am 1. Januar 1880 kam Neuhütten jedoch anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter zum Bezirksamt Lohr am Main. Wie überall im Deutschen Reich wurde 1939 die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Neuhütten war nun eine Gemeinde im Landkreis Lohr am Main. Mit der Auflösung des Landkreises Lohr am Main kam Neuhütten am 1. Juli 1972 in den neu gebildeten Landkreis Mittelmain, der zehn Monate später den Namen Landkreis Main-Spessart erhielt.

Einwohnerentwicklung

  • 1961: 0916 Einwohner
  • 1970: 1023 Einwohner
  • 1987: 1092 Einwohner
  • 1991: 1208 Einwohner
  • 1995: 1277 Einwohner
  • 2000: 1271 Einwohner
  • 2005: 1258 Einwohner
  • 2010: 1166 Einwohner
  • 2015: 1167 Einwohner

Politik

Verwaltung

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Partenstein.

Gemeinderat

Zur Gemeinderatswahl 2020 trat nur die Liste Gemeinsam für Neuhütten an, die alle zwölf Sitze im Gemeinderat besetzt.[8]

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2020 Bernd Steigerwald (Wählergruppe Gemeinsam für Neuhütten);[9] dieser wurde am 15. März 2020 mit 58,6 % der Stimmen gewählt. Er wurde im Jahr 2026 wiedergewählt.[10] Sein Vorgänger war vom 1. Mai 1996 bis zum 30. April 2020 Edmund Wirzberger (* 1949, ebenfalls Gemeinsam für Neuhütten).

Wappen

Wappen von Neuhütten
Wappen von Neuhütten
Blasonierung: „In Rot über einem sechsspeichigen silbernen Rad nebeneinander drei silberne Quarzkristalle.“[11]

Baudenkmäler

Bodendenkmäler

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Im Jahr 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 104 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 463. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe ebenfalls einen. Zudem bestanden im Jahr 1999 elf landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 342 ha, davon waren 339 ha Dauergrünfläche.

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen

  • einen Kindergarten mit 50 Plätzen und 50 Kindern (zwei Regelgruppen, eine KiTa-Gruppe)
  • Grundschule im Schulverband Wiesthal-Neuhütten

Persönlichkeiten

  • Karl Roth (* 1954 in Neuhütten), Kriminalkommissar und Politiker, Landrat des Landkreises Starnberg

Literatur

Im Eigenverlag brachte die Gemeinde Neuhütten im Jahr 2000 das Mundart- und Geschichtsbuch Das is scho e wälle här ... von Linus Kunkel und Stefan Krimm heraus.

Einzelnachweise

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