Kaliumperoxomonosulfat
chemische Verbindung
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Kaliumperoxomonosulfat ist eine anorganische chemische Verbindung des Kaliums aus der Gruppe der Sulfate und das Kaliumsalz der Peroxomonoschwefelsäure.
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Kaliumperoxomonosulfat | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | KHSO5 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer geruchloser Feststoff[1] | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 152,16 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest[1] | ||||||||||||||||||
| Dichte |
2,18 g·cm−3 (Monohydrat)[2] | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
109 °C[3] | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
löslich in Wasser[3] | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Gewinnung und Darstellung
Kaliumperoxomonosulfat kann durch Reaktion von Kaliumcarbonat oder Kaliumhydroxid mit Peroxomonoschwefelsäure gewonnen werden.[3]
Kaliumperoxomonosulfat-Monohydrat kann aus dem Tripelsalz oder durch Hydrolyse von Kaliumperoxodisulfat gewonnen werden.[5][2] Das Anhydrat kann daraus durch Trocknung im Vakuum gewonnen werden.[6]
Eigenschaften
Von Kaliumperoxomonosulfat existiert auch ein Monohydrat mit monokliner Kristallstruktur und der Raumgruppe C2/c (Raumgruppen-Nr. 15).[3][2]
Verwendung
Kaliumperoxomonosulfat wird als Oxidationsmittel bei der chemischen Synthese,[7] als Desinfektionsmittel in Schwimmbädern, der Medizin und in der Wasseraufbereitung verwendet.[8]
Tripelsalz
| Sicherheitshinweise | ||||||||
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| Name |
Tripelsalz | |||||||
| CAS-Nummer |
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| EG-Nummer |
274-778-7 | |||||||
| ECHA-InfoCard | ||||||||
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Als Tripelsalz wird eine Mischung aus Kaliumperoxomonosulfat, Kaliumhydrogensulfat und Kaliumsulfat (2KHSO5·KHSO4·K2SO4) bezeichnet.
Das Tripelsalz wird zur Halogenierung von α,β-ungesättigten Carbonylverbindungen und zur katalytischen Erzeugung von hypervalenten Iodverbindungen für Alkoholoxidation und für Synthese von Oxaziridinen und Dioxiranen wie Dimethyldioxiran verwendet.[10][11] Dies ist die Basis der Shi-Epoxidierung.[12]

Weiterhin wird das Tripelsalz als Bleich- und Reinigungszusatz für Textilien und Zahnprothesen sowie als Ätzmittel zur Oberflächenbehandlung verwendet.[13] Es dient auch zur Schrumpffestausrüstung der Wolle.[14]
Handelsnamen des Tripelsalzes sind „Oxone“ oder „Caroat“.