Karl Gundelach

deutscher Bildhauer (1856-1920) From Wikipedia, the free encyclopedia

Karl Gundelach[1] oder Carl Gundelach[2] oder Heinrich Karl Christian Philipp Gundelach (* 16. Juni 1856 in Linden (Hannover); † 19. Januar 1920 Hannover) war ein deutscher Bildhauer.[3]

Brustbild Gundelachs mit faksimilierter Unterschrift, um 1900;
Adolf Eckstein’s Verlag Berlin-Charlottenburg; Heliogravüre Nr. 3694

Leben

Gundelach am 6. Januar 1903 vom Hannoverschen Künstlerverein gewidmeter Kristallpokal;
Karlsbader Glasindustrie-Gesellschaft Ludwig Moser & Söhne AG

Gundelachs Vorfahren stammen aus den Orten Silberborn und Schönhagen nordwestlich von Uslar im Solling. Von dort übersiedelte Gundelachs Großvater, der Weber-Geselle Justus Ludewig Gundelach nach Linden vor Hannover, wo er einen eigenen Webereibetrieb gründete. Aus dessen Ehe am 2. Juli 1822 in Lindener Martinskirche geschlossenen Ehe mit der aus Dannenberg stammenden Webermeister-Tochter Sophie Dorothee Schulze ging am 18. Januar 1825 Gundelachs Vater Heinrich Gundelach hervor, der später die Arbeit am eigenen Webstuhl aufgab und dann „viele Jahrzehnte als Werkmeister, Expedient, Buchhalter und Rechnungsführer“ in der 1853 gegründeten Mechanischen Weberei wirkte. Gundelachs Vater hatte am 28. Dezember 1851 in der Lindener Martinskirche die aus Lüneburg stammende Tochter eines Böttchermeisters geeehlicht. Aus der Verbindung ging neben Karl 7 Jahre jüngerem Bruder, der später in Magdeburg tätige Geheime Veterinärrat Georg Gundelach, auch zwei Schwestern des Künstlers hervor.[1]

Carl Gundelach absolvierte sein Studium in den Jahren 1871 bis 1886 an der Polytechnischen Schule (Technischen Hochschule) Hannover. Er unterbrach es 1873 bis 1877 für eine Bildhauerlehre bei dem hannoverschen Bildhauer Wilhelm Engelhard und 1882 bis 1885 für ein Studium an der Berliner Akademie.[4]

Gundelach war seit 1884 Mitglied der hannoverschen Bauhütte und trat 1887 des Hannoverschen Künstlerverein bei.[4]

Am 14. April 1891 heiratete Gundelach in der Aegidienkirche Ida Anna Emilie Luise Else Helmholz, Tochter des aus Gronau stammenden Pianoforte-Fabrikanten Friedrich Helmholz. Wenig später, am 9. Februar 1892 wurde Gundelachs Tochter Magdalene geboren (gestorben 25. März 1974 in Hannover), die den hannoverschen Kaufmann Gerhard Otte ehelichte.[1]

Von 1900 bis 1920 arbeitete Gundelach als Lehrer an der Kunstgewerbeschule Hannover, parallel dazu ab 1903 auch als Dozent und ab 1910 als Professor an der Technischen Hochschule Hannover.[4]

Viele seiner Werke entstanden in Zusammenarbeit mit der „Hannoverschen Schule“; vor allem entstanden Denkmäler zusammen mit hannoverschen Architekten wie Otto Lüer. Noch heute zeugen Skulpturen, Bildwerke, Reliefs und Brunnen im Stadtbild Hannovers von Gundelachs bildnerischem Schaffen.[4]

Familien-Erbbegräbnis mit Gundelachs Friedensengel; Stadtfriedhof Stöcken

Karl Gundelach wurde im Erbbegräbnis der Familie mit dem von ihm geschaffenen "Friedensengel" auf dem Stadtfriedhof Stöcken beigesetzt.[1]

Werke (Auswahl)

Literatur

Siehe auch

Commons: Karl Gundelach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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