Karl Wolf von Ehrenstein
deutscher Politiker, Finanzminister im Königreich Sachsen
From Wikipedia, the free encyclopedia
Karl Wolf von Ehrenstein (* 27. Juli 1805 in Chemnitz; † 2. Juni 1862 in Dresden) war ein deutscher Politiker. Er amtierte 1849 kurzzeitig als Finanzminister im Königreich Sachsen.
Leben
Karl Wolf von Ehrenstein entstammte einer briefadeligen Familie, welche 1365 in Weiden in der Oberpfalz ersterwähnt wurde. 1644 erhielten die Angehörigen die Genehmigung sich v. Ehrenstein ansonsten die Mair v. Altenparkstein zu nennen. Adelsrechtlich wird die Familie bis heute Ehrenstein (Ehrenstein = Rouvroy) des Stammes Mair von Altenparkstein, kurz von Ehrenstein genannt. Karl Wolf wurde als Sohn des königlich-sächsischen Obrist-Lieutenants und Kasernenkommandanten Karl August von Ehrenstein (1771–1831) und seiner Ehefrau Christiane Amalie von Ziegesar (1780–1861) geboren.[1]
Nach dem Rücktritt von Robert Georgi im Februar 1849 wurde Ehrenstein sächsischer Finanzminister. Dieses Amt übte er jedoch nur übergangsweise von Mitte Februar 1849 bis zu seinem Rücktritt nach dem Dresdner Maiaufstand für wenige Monate aus. Sein Nachfolger im Amt wurde Johann Heinrich August von Behr. Ehrenstein blieb jedoch die „rechte Hand“ des neuen Ministers, der nur wenige finanzpolitische Kenntnisse hatte.[2] K. W. von Ehrenstein gilt als der Förderer der Sächsischen Eisenbahnen.[3]
Ehrenstein war seit 1832 mit Luise Sophie Freiin von Uckermann-Bendeleben (1811–1903), Tochter der Christiane Elenore Hofmann und des Majors Johann Jakob Freiherr von Uckermann-Bendeleben, verheiratet. Sophie und Karl Wolf hatten drei Söhne, den Arzt Wolf von Ehrenstein (1833–1878), Georg Otto von Ehrenstein (von 1887 bis 1906 Kreishauptmann von Leipzig) sowie Karl Hermann von Ehrenstein.
Genealogie
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1911. Jahrgang 5, Justus Perthes, Gotha 1910, S. 195 f.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1930. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1929.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft (DAG). Teil B (Briefadel). 1937. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1936, S. 142 f.
- Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow: Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser. B (Briefadel). 1954 Band II, Band 12 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Glücksburg/Ostsee 1954, ISSN 0435-2408, S. 68–71.
Weblinks
- Stadtwiki Dresden: Karl Wolf von Ehrenstein
- Buchfreund: Wappen von 1644