Ernst von Seydewitz
sächsischer Finanzminister
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Ernst August Kurt (oder Curt) von Seydewitz (* 15. Januar 1852 in Lauterbach; † 22. Januar 1929 in Dresden) war sächsischer Finanzminister. Er stammte aus dem meißnischen Uradelsgeschlecht von Seydewitz und war das fünfte Kind des Herren von Sohland Kurt von Seydewitz (1814–1863).
Leben und Wirken
Ernst von Seydewitz erhielt seine erste Bildung im elterlichen Hause, seine höhere Schulbildung dann an der Landes- und Fürstenschule St. Afra in Meißen, in die er zu Ostern, am 24. April 1865 als Schüler eintrat. Er besuchte das Gymnasium bis zur Reifeprüfung, die er zu Ostern, am 20. März 1871 ablegte. Im gleichen Jahr nahm er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität in Leipzig auf. Ab 1875 war von Seydewitz als Akzessist und Referendar am königlichen Gerichtsamt I in Leipzig tätig. Er wohnte in der Erdmannsstraße 15.[1]
1877 kam von Seydewitz nach Dresden, wo er Sekretär bei der königlichen Generaldirektion der sächsischen Staatseisenbahnen wurde. Er zog anfangs in die Reichsstraße 8,[2] ab 1879 in der Räcknitzstraße 8,[3] 1880 in die Walpurgisstraße 1.[4] Im gleichen Jahr absolvierte er sein zweites juristisches Staatsexamen. 1883 wurde von Seydewitz zum Finanzassessor bei der Generaldirektion der sächsischen Staatseisenbahnen berufen.[5] 1887 zog er wieder zurück in die Reichsstraße 8,[6] ab 1. April 1889 in die Lüttichaustraße 23.
Seydewitz hatte sich am 25. Mai 1887 mit Klothilde von Rex (* 1865), Tochter des sächsischen Generalleutnants Hermann von Rex verheiratet.[7]
1888 wurde er vom sächsischen König Albert zum königlich-sächsischen Finanzrat ernannt und damit auch ordentliches Mitglied der Generaldirektion der Staatseisenbahnen.[8] Am 15. März 1894 zog er in die Liebigstraße 8.[9] 1898 wurde von Seydewitz ins sächsische Finanzministerium, die die obere Behörde für die sächsischen Staatseisenbahnen war, als Hilfsarbeiter im Rang eines Oberfinanzrates versetzt.[10] 1900 wurde er vom König zum Geheimen Finanzrat sowie Vortragenden Rat im königlichen Finanzministerium ernannt.[11] 1905, bereits während der Regierungszeit von Friedrich August III. wurde von Seydewitz schließlich Geheimer Rat und Ministerialdirektor im Finanzministerium.[12] 1906 zog er in die Residenzstraße 8 nach Strehlen.[13]
Ernst von Seydewitz wurde 1910 zum Finanzminister ernannt. Dieses Amt übte er bis zum 25. Oktober 1918 aus.
Literatur
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1902, S. 786.