Katharina Bach (Schauspielerin)
deutsche Schauspielerin und Hörspielsprecherin
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Katharina Bach (* 8. Februar 1985 in Remscheid)[1][2][3] ist eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin.

Leben und künstlerische Karriere
Bach absolvierte von 2008 bis 2012 ihr Schauspielstudium an der Schauspielschule Bochum (Folkwang Universität der Künste). Von 2012 bis 2019 gehörte sie zum Ensemble des Schauspiels Frankfurt. In der Zeitschrift Theater heute wurde sie 2013 als beste Nachwuchsschauspielerin des Jahres nominiert. 2020 wechselte sie ins Ensemble der Münchner Kammerspiele.[4]
Sie agierte 2012 in Ruf mich an! erstmals in einem Spielfilm. Zwischen 2016 und 2018 wirkte sie in insgesamt vier Kurzfilmen für die Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main mit. Sie hatte eine Rolle im Spielfilm Der Weg nach Padulim, der 2019 auf den Internationale Hofer Filmtage uraufgeführt wurde.[5]
Neben dem Schauspiel tritt sie auch als Sängerin in Erscheinung,[2][6] unter anderem mit The Fe.Male Trail, einem Nick-Cave-Abend, den Katharina Bach ursprünglich für das Schauspiel Frankfurt inszeniert hat und der mittlerweile u. a. auch in den Münchner Kammerspielen aufgeführt wird. Dabei steht sie gemeinsam mit der Band Bitchboy auf der Bühne.
Theater (Auswahl)
- 2010: Ganze Tage, Ganze Nächte (als Sie). Von Xavier Durringer. Inszenierung: Anselm Weber[7]
- 2011: Der Messias (als Frau Timm). Von Patrick Barlow. Inszenierung: Sascha Kölzow[8]
- 2011: Cyrano de Bergerac (als Clomire). Nach Edmond Rostand. Inszenierung: Katharina Thalbach (In Zusammenarbeit mit der Folkwang Universität der Künste)[9][7]
- 2012: Das Leben der Boheme (als Mimi). Nach dem Film von Aki Kaurismäki. Inszenierung: Barbara Hauck[10][11]
Schauspiel Frankfurt (von 2012 bis 2019)
- 2012: Schwarze Begierde (Ensemble). Ein dokumentarisches Theaterprojekt von Gernot Grünewald und Johanna Vater über die Schauspielerin Marie Trintignant und den französischen Rockstar Bertrand Cantat, dem Sänger der Band Noir Désir („Schwarze Begierde“): Inszenierung: Gernot Grünewald[12]
- 2012: Betty (als Betty). Von Georges Simenon. Inszenierung: Lily Sykes[13]
- 2013: Sleepless in my dreams (als Röschen). Von Pedro Martins Beja und Gerhild Steinbuch nach Motiven der Brüder Grimm. Inszenierung: Pedro Martins Beja[14][15]
- 2013: Wälsungenblut (als Sieglinde Aarenhold). Nach der Novelle von Thomas Mann. Inszenierung: Alexander Eisenach[16]
- 2013: Die Möwe (als Mascha). Von Anton Pawlowitsch Tschechow. Inszenierung: Andreas Kriegenburg[17]
- 2013: Der Idiot (als Nastassja Filippowna). Nach dem Roman von Fjodor Michailowitsch Dostojewski. Inszenierung: Stephan Kimmig[18][19]
- 2014: Die Geschichte von den Pandabären - Erzählt von einem Saxophonspieler mit Freundin in Frankfurt (Performance). Von Matei Vișniec. Inszenierung: Christian Franke[20]
- 2014: Container Paris (als Lynn Preston). Von David Gieselmann. Inszenierung: Christian Brey[21][22]
- 2014: Gefährliche Liebschaften (als Madame de Tourvel). Nach Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos in einer Bearbeitung von Christopher Hampton. Inszenierung: Amélie Niermeyer[23][24]
- 2014: Dogville (als Liz Henson). Nach dem Film von Lars von Trier. Inszenierung: Karin Henkel[25][26]
- 2015: Was ihr wollt (als Viola/Cesario). Von William Shakespeare. Inszenierung: Jorinde Dröse[27]
- 2015: Fräulein Julie (als Julie). Von August Strindberg. Inszenierung: Daniel Foerster[28][29]
- 2015: Macbeth (als Lady Macduff). Von William Shakespeare und Dave St-Pierre. Inszenierung: Dave St-Pierre[30][31]
- 2015: Wer hat Angst vor Virginia Woolf? (als Honey). Von Edward Albee. Inszenierung: Stephan Kimmig[32][33]
- 2016: Der Sturm (als Miranda). Von William Shakespeare. Inszenierung: Andreas Kriegenburg[27]
- 2016: Der Revisor (Ensemble). Nach Nikolai Wassiljewitsch Gogol. Inszenierung: Sebastian Hartmann[34]
- 2017: Richard III. (als Lady Anne / Kind / Prinz Richard von York / Tyrell / Bürger / Geist). Von Gabriella Bußacker und Jan Bosse nach William Shakespeare. Inszenierung: Jan Bosse[35][36]
- 2018: Das Schloss (als Frieda/Amalia). Nach dem Romanfragment von Franz Kafka. Inszenierung: Robert Borgmann[37]
- 2018: Emilia Galotti (als Orsina). Von Gotthold Ephraim Lessing. Inszenierung: David Bösch[38][39]
- 2018: Das Leben der Tony Sender - Nichts halb zu tun, ist edler Geister Art (als Tony Sender). Konzept und Inszenierung: Katharina Bach, Judith Kurz und Christina Lutz[40]
- 2018: Mut und Gnade (als Treya Killam Wilber). Nach dem Buch von Ken Wilber. Inszenierung: Luk Perceval[41][42]
- 2018: Das Spiel ist aus (als Ève Charlier). Nach dem Filmdrehbuch von Jean-Paul Sartre. Inszenierung: Alexander Eisenach[43]
- 2019: The Fe.Male Trail. Ein Nick-Cave-Abend von & mit Katharina Bach & Band aka Bitchboy. Inszenierung: Katharina Bach[44]
- 2019: 50 Jahre Stonewall-Inn Riots. Die Geschichte des Christopher Street Day (Ensemble). Szenische Lesung. Konzept und Inszenierung: Katharina Bach und Christina Lutz[45]
- 2019: Das Heerlager der Heiligen (Ensemble). Von Jean Raspail. Inszenierung: Hermann Schmidt-Rahmer (Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen)[46]
- 2019: Vor Sonnenaufgang (als Helene). Eine Überschreibung von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann. Inszenierung: Roger Vontobel[47][48]
- 2019: Brand (als Gerd). Von Henrik Ibsen. Inszenierung: Roger Vontobel[49][50]
- 2020: Jedermann (stirbt) (als Gute Werke / Mammon). Von Ferdinand Schmalz. Inszenierung: Jan Bosse[51][52]
Münchner Kammerspiele
- 2021: Gespenster – Erika, Klaus und der Zauberer (als jüngere Erika Mann). Von RAUM+ZEIT. Inszenierung: Bernhard Mikeska
- 2021: Bayerische Suffragetten (als Sophia Goudstikker). Stückentwicklung zur Geschichte der Münchner Frauenbewegung von Jessica Glause und Ensemble. Inszenierung: Jessica Glause
- 2021: Die Politiker (Diverse Rollen). Von Wolfram Lotz. Inszenierung: Felicitas Brucker
- 2021: Heldenplatz (als Hausmädchen Herta). Nach Thomas Bernhard in einer Fassung mit neuen Texten von Falk Richter. Inszenierung: Falk Richter
- 2022: The Fe.Male Trail. Ein Nick-Cave-Abend von & mit Katharina Bach & Band aka Bitchboy. Inszenierung: Katharina Bach (Übernahme vom Schauspiel Frankfurt)
- 2022: Nora (als Nora Helmer). Ein Thriller von Sivan Ben Yishai, Gerhild Steinbuch und Ivna Žic nach Henrik Ibsen. Inszenierung: Felicitas Brucker
- 2022: Die Freiheit einer Frau (als Mutter/Sohn/Vater). Nach dem Roman von Édouard Louis. Inszenierung: Felicitas Brucker
- 2023: Die Vaterlosen (als Sofja Jegorowna). Nach der Tragikomödie von Anton Pawlowitsch Tschechow. Inszenierung: Jette Steckel
- 2023: Liebe - Amour (als Tochter). Nach dem Film von Michael Haneke. Inszenierung: Karin Henkel (Koproduktion mit den Salzburger Festspielen)
- 2024: proteus 2481 (als Menelaos/Missionare). Ein Satyrspiel von Thomas Köck nach Aischylos. Inszenierung: Thomas Köck
- 2024: Fremd (Solo-Abend). Nach dem Text von Michel Friedman. Inszenierung: Katharina Bach und Katrin Lindner
- 2025: Oh, Schreck! (als Kristine Van Helsing). Eine Vampirkomödie von Jan-Christoph Gockel nach Friedrich Wilhelm Murnaus „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ und dem Leben des Schauspielers Max Schreck. Inszenierung: Jan-Christoph Gockel
- 2025: Wallenstein – Ein Schlachtfest in sieben Gängen (als Illo). Nach Friedrich Schiller. Inszenierung: Jan-Christoph Gockel
- 2026: Love me tender (Diverse Rollen). Nach dem Roman von Constance Debré. Inszenierung: Felicitas Brucker[53][54]
Filmografie
- 2012: Ruf mich an!
- 2016: Die Zerstörung der Ordnung (Kurzfilm)
- 2016: Die Sitzung (Kurzfilm)
- 2017: Der letzte Blick in die Ferne (Kurzfilm)
- 2018: Dreimal Leben (Kurzfilm)
- 2019: Der Weg nach Padulim
- 2023: 37 Sekunden (Fernsehserie)
Hörspiele (Auswahl)
- 2016: Heiko Daniels: STYLITES – 37 Jahre / 18 Meter. Das Leben des Säulenheiligen Symeon Stylites des Älteren. Eine Hagiophonie – Regie: Alexander Schuhmacher (Original-Hörspiel – HR)
- 2016: Arnold Stadler, Oliver Sturm: Bibelprojekt: Evangelium Pasolini (Engel) – Regie: Oliver Sturm (Hörspielbearbeitung – HR)
- 2017: Jagoda Szmytka, Gerhild Steinbuch: Live vom Eclat Festival. Aus dem Stuttgarter Theaterhaus – Regie: N. N. (Original-Hörspiel, Ars acustica, Öffentliche Veranstaltung – SWR)
- 2018: Marcel Proust: Sodom und Gomorrha (2 Teile) (Prinzessin von Guermantes) – Regie: Iris Drögekamp (Hörspielbearbeitung – SWR/DLF)
Auszeichnungen
- 2026: 3sat-Preis für ihre Rolle in der zum Festival eingeladenen Inszenierung "Wallenstein. Ein Schlachtfest in sieben Gängen" von den Münchner Kammerspielen[55]