Kemmathen (Flachslanden)
Ortsteil des Marktes Flachslanden
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Kemmathen (fränkisch: Kämmadn[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[3] Kemmathen liegt in der Gemarkung Virnsberg.[4]
Kemmathen Markt Flachslanden | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 26′ N, 10° 30′ O |
| Höhe: | 395 m ü. NHN |
| Einwohner: | 28 (1. Jan. 2026)[1] |
| Postleitzahl: | 91604 |
| Vorwahl: | 09829 |
Geografie
Durch den Weiler fließt der Kemmathbach, ein rechter Zufluss der Zenn, und südlich des Weilers mündet der Weihergraben als rechter Zufluss in den Kemmathbach. Unmittelbar nordwestlich des Ortes liegt der Schneidmühlweiher. 0,75 km südwestlich liegt das Waldgebiet Neuwiesenschlag, 1 km nordöstlich erhebt sich der Brachberg (420 m ü. NHN). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Virnsberg zur Kreisstraße AN 21 (1 km südöstlich) bzw. nach Sondernohe ebenfalls zur AN 21 (1,5 km nordöstlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1275 als „Kemenaten“ erstmals urkundlich erwähnt. Dieser Ortsname ist besonders im süddeutschen Raum weit verbreitet.[6] Er leitet sich von dem lateinischen Wort „calminata“ ab und bezeichnete ursprünglich ein mit einer Feuerstätte versehenes Gemach.[7]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Kemmathen zur Realgemeinde Virnsberg. In Kemmathen gab es 4 Anwesen (1 Achtelhof, 1 Zehntelhof, 1 Tropfhaus, 1 Haus). Das Hochgericht übte die Obervogteiamt Virnsberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die Deutschordenskommende Virnsberg.[8]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kemmathen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Virnsberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Virnsberg zugeordnet.[9] Am 1. Mai 1978 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde in den Markt Flachslanden eingegliedert.[10][11]
Ehemalige Baudenkmäler
- abgegangenes Nonnenkloster auf dem Brachfeld[12]
- ehemaliges Forsthaus des Deutschen Ordens, unter der Landeskomtur der Freiherren von Eyb (bis 1764) errichtet; zweigeschossiger Bau mit Walmdach und Resten von Außenbemalung (Jagdbilder); Bruchsteinmauer mit barocken Torpfosten[12]
Einwohnerentwicklung
Religion
Kemmathen ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.[8] Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt.[22]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Kemmaten. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 75 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 112.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 117.
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 106 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Kematen. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 345 (Digitalisat).
Weblinks
- Ortsteile > Kemmathen. In: flachslanden.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.
- Kemmathen in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 20. November 2021.
- Kemmathen in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 16. September 2019.
- Kemmathen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.