Schmalnbühl
Ortsteil des Marktes Flachslanden
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Schmalnbühl (fränkisch: Schmohla-biel[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[3] Schmalnbühl liegt in der Gemarkung Neustetten.[4]
Schmalnbühl Markt Flachslanden | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 25′ N, 10° 32′ O |
| Höhe: | 439 m ü. NHN |
| Einwohner: | 30 (1. Jan. 2026)[1] |
| Postleitzahl: | 91604 |
| Vorwahl: | 09829 |
Geografie
Unmittelbar südwestlich des Weilers entspringt die Bibert. Im Nordosten liegt der Bibertgrund, 0,5 km südöstlich der Stockheimer Ranken. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Neustetten zur Kreisstraße AN 21 (1,7 km südwestlich) bzw. zur Kreisstraße AN 24 bei Hainklingen (0,7 km nordöstlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1398 als „Smalnpuhel“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet bei oder auf dem kleinen Bühl (Hügel).[6]
1488 erwarb das Kloster Heilsbronn ein Gut. 1636 wurden vier heilsbronnischen Anwesen verzeichnet, die während des Dreißigjährigen Kriegs verödeten.[7]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Hainklingen mit Schmalnbühl eine Realgemeinde. In Schmalnbühl gab es 5 Anwesen (3 Höfe, 1 Viertelhof, 1 Haus). Das Hochgericht übte das Obervogteiamt Virnsberg des Deutschen Ordens aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Deutschordenskommende Nürnberg.[8]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Schmalnbühl dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Virnsberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Virnsberg zugeordnet.[9] Am 12. Juni 1824 wurde Schmalnbühl in die neu gebildete Gemeinde Neustetten umgemeindet.[10] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese Gemeinde am 1. Januar 1972 in den Markt Flachslanden eingegliedert.[11][12]
Einwohnerentwicklung
Religion
Schmalnbühl ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt.[8] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.[22]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schmalenbühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 138 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 170.
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 128 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Schmalenbühl. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 368 (Digitalisat).
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 359 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblinks
- Ortsteile > Schmalnbühl. In: flachslanden.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.
- Schmalnbühl in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 20. November 2021.
- Schmalnbühl in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 16. September 2019.
- Schmalnbühl im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.