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Kleinaitingen

Gemeinde in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Kleinaitingen (umgspr.: Kloioidinga oder Kloidinga) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Kleinaitingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kleinaitingen hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 13′ N, 10° 50′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Großaitingen
Höhe: 543 m ü. NHN
Fläche: 15,66 km²
Einwohner: 1267 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86507
Vorwahl: 08203
Kfz-Kennzeichen: A, SMÜ, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 160
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
86507 Kleinaitingen
Website: www.kleinaitingen.de
Erster Bürgermeister: Ralf Dylong (CSU/Unabhängige Liste)
Lage der Gemeinde Kleinaitingen im Landkreis Augsburg
KarteAugsburgLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis DachauLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis Donau-RiesLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis GünzburgLandkreis Landsberg am LechLandkreis OstallgäuLandkreis StarnbergLandkreis UnterallgäuLandkreis Neuburg-SchrobenhausenSchmellerforstAdelsriedAllmannshofenAltenmünsterAystettenBiberbach (Schwaben)BobingenBonstetten (Schwaben)DiedorfDinkelscherbenEhingen (Landkreis Augsburg)EllgauEmersackerFischachGablingenGersthofenGessertshausenGraben (Lechfeld)GroßaitingenHeretsriedHiltenfingenHorgauKleinaitingenKlosterlechfeldKönigsbrunnKühlenthalKutzenhausenLangenneufnachLangerringenLangweid am LechMeitingenMickhausenMittelneufnachNeusäßNordendorfOberottmarshausenScherstettenSchwabmünchenStadtbergenThierhauptenUntermeitingenUstersbachWalkertshofenWehringenWeldenWestendorf (Landkreis Augsburg)Zusmarshausen
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Pfarrkirche Kleinaitingen

Geographie

Lage

Kleinaitingen liegt auf einer Höhe von 543 m ü. NHN südlich von Augsburg auf dem Lechfeld.

Gemeindeteile

Die Gemeinde hat drei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

  • Kleinaitingen (Pfarrdorf)
  • Gutshof Lechfeld (Siedlung)
  • Lechfeld Nord (Siedlung)

Geschichte

Kleinaitingen hat sich wohl vor 900 als Schwester-Siedlung von Großaitingen entwickelt. Der Ort gehörte bis zum Reichsdeputationshauptschluss 1803 zum Domkapitel Augsburg. 1806 kam Kleinaitingen an das Königreich Bayern. Hans Leupold, eine der bedeutenden Täuferpersönlichkeiten, wuchs hier auf.

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 886 auf 1312 um 426 Einwohner bzw. um 48,1 %.

Politik und Öffentliche Verwaltung

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Großaitingen.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Kleinaitingen setzt sich aus zwölf Mitgliedern zusammen. Die Kommunalwahl am 22. März 2026 brachte folgendes Ergebnis:[4]

  • Freie Wählervereinigung Kleinaitingen: 6 Sitze
  • CSU/Unabhängige Wähler: 6 Sitze

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist Ralf Dylong (CSU/UW). Er wurde am 22. März 2026 im ersten Wahlgang gewählt. Dylong ist Nachfolger von Rupert Fiehl (CSU/UW), der ab 2014 im Amt war.[5]

Wappen

Wappen Gde. Kleinaitingen
Wappen Gde. Kleinaitingen
Blasonierung: „In Rot ein goldener Reichsapfel mit Kreuz.“[6]
Wappenbegründung: Um 1800 entstand ein Siegel mit der Umschrift Gemeinde Kleinaeitingen (!). Es zeigt den Reichsapfel im Schild. Der Augsburger Fürstbischof Clemens Wenzeslaus (1739 bis 1812) forderte die großen Orte an der sogenannten Hochstraße dazu auf, Grenzsteine, Grenzpfähle, Weidesäulen und gemeindliche Gerätschaften wie Feuerlöschgeräte mit einem Abzeichen zu versehen. Kleinaitingen orientierte sich ebenso wie Großaitingen an dem Hauptort Schwabmünchen und übernahm den Reichsapfel aus dessen Wappenbild. Das Reichsheroldenamt wünschte eine Änderung, und zwar in Blau einen rechts silbernen, links goldenen Sparren, in dessen Winkel eine goldene Weltkugel steht. Das Staatsministerium des Innern verfügte, dass der Ort entgegen dem Gutachten des Reichsheroldenamtes sein altes Hoheitszeichen unverändert weiterführen durfte. Das neuere Dienstsiegel von 1903 gibt durch die Schraffur fälschlich einen silbernen Reichsapfel in Blau als Wappen an. Die Farben des heutigen Gemeindewappens Rot und Gold sollen die frühere Zugehörigkeit des Ortes zum Hochstift Augsburg darstellen. Der Reichsapfel wurde auch als oströmisches Zeichen des Mars gedeutet.[6]

Dieses Wappen wird seit 1837 geführt.[6]

Bundeswehr

Kleinaitingen ist Standort der Bundeswehr. In der Ulrich-Kaserne sind unter anderem das Zentrum Elektronischer Kampf Fliegende Waffensysteme (ZEK FlgWaSys), die Fachschule der Bundeswehr für Informationstechnik (FSBwIT), das Kraftfahrausbildungszentrum Kleinaitingen (KfAusbZentr Kleinaitingen) und der Regionalstab Territoriale Aufgaben der Bundeswehr Süd (RegStTerrAufg Süd) untergebracht.[7]

Baudenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft und Gewerbe

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe hat in den letzten Jahren stetig abgenommen. Weiterhin gibt es unter anderem eine Baufirma, eine Kfz-Werkstatt für Oldtimer Restauration und Sportwagenbau, eine Metall- + Blechbau und Kunstschlosserei, einen Verlag, eine Gaststätte, ein Bistro und eine Pension.

Verkehr

Durch das Gemeindegebiet von Kleinaitingen verläuft die B 17.
Der nächstgelegene Bahnhof befinden sich in Oberottmarshausen.
Der Augsburger Verkehrsverbund (AVV) hält an Werktagen den vertakteten Busfahrplan der Linie 711 nach Bobingen aufrecht.

Vereine

  • Freiwillige Feuerwehr Kleinaitingen
  • Garten- und Heimatpflegeverein Kleinaitingen
  • Musikverein Kleinaitingen e. V.
  • Schützen und Böllererverein Kleinaitingen
  • Veteranen- und Soldatenverein Kleinaitingen

Söhne und Töchter des Ortes

Hans Leupold (* in Kleinaitingen; † 25. April 1528 in Augsburg), eine der bedeutenden Täuferpersönlichkeiten.

Einzelnachweise

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