Ehingen (Landkreis Augsburg)
Gemeinde im Landkreis Augsburg in Schwaben, Bayern, Deutschland
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Ehingen ist eine Gemeinde und ein Dorf im schwäbischen Landkreis Augsburg. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Nordendorf.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 48° 36′ N, 10° 48′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Augsburg | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Nordendorf | |
| Höhe: | 443 m ü. NHN | |
| Fläche: | 9,65 km² | |
| Einwohner: | 1158 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 120 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 86678 | |
| Vorwahl: | 08273 | |
| Kfz-Kennzeichen: | A, SMÜ, WER | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 72 134 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstr. 52 86678 Ehingen | |
| Website: | www.ehingen-gemeinde.de | |
| Erster Bürgermeister: | Maximilian Becke (parteilos) | |
| Lage der Gemeinde Ehingen im Landkreis Augsburg | ||
Geografie
Geschichte
Bis zur Gemeindegründung
Ehingen war Sitz eines Ortsadelsgeschlechts, der Herren von Ehingen, die im 13. und 14. Jahrhundert die größten Grundherren im heutigen Gemeindegebiet waren. Ludwig der Bayer übertrug 1315 Heinrich von Bocksberg das Patronat über die Kirche. Die Lehnsrechte blieben bei den Wittelsbachern, bis sie 1392 an das Kloster Benediktbeuern kamen. Bis zum Ende des Alten Reiches gehörte das Niedergericht den Fuggern und das Hochgericht der vorderösterreichischen Markgrafschaft Burgau. Die Ortsherrschaft Ehingen war dem fugger’schen Oberamt Nordendorf zugeordnet. Das Patronatsrecht der Pfarrkirche St. Laurentius besaß bis zur Säkularisation das Kloster Benediktbeuern.[4] Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Sie wechselte 1972 von Landkreis Wertingen zum Landkreis Augsburg.
Eingemeindungen
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Mai 1978 die Gemeinde Ortlfingen eingegliedert.[5]
Einwohnerentwicklung
Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 841 auf 1068 um 227 Einwohner bzw. um 27 %.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder (Stand Kommunalwahl 2026):[6]
- Wählergruppe „Ehinger Liste“: 6 Sitze (52,5 %)
- Wählergemeinschaft „Beyerberg-Lentersheim“: 6 Sitze (47,5 %)
Bürgermeister
Erster Bürgermeister ist seit 2026 Maximilian Becke.[7] Zuvor hatte Franz Schlögel das Amt von 2002 bis 2026 inne.
Wappen und Flagge
| Blasonierung: „In Silber ein steigendes blaues Einhorn, belegt mit einer goldenen Schräglinksleiste.“[8] | |
| Wappenbegründung: Das steigende Einhorn ist dem Stammwappen der Herren von Ehingen entnommen, die im 13. und 14. Jahrhundert die größten Grundherren im heutigen Gemeindegebiet waren. Ludwig der Bayer übertrug 1315 Heinrich von Bocksberg das Patronat über die Kirche, die dem hl. Laurentius geweiht ist. Die Lehensrechte blieben bei den Wittelsbachern, bis das Patronat 1392 an das Kloster Benediktbeuern kam. An das bayerische Herzogsgeschlecht der Wittelsbacher erinnern die bayerischen Farben Silber und Blau.
Dieses Wappen wird seit 1962 geführt. |
Als inoffizielle Gemeindefahne wird eine weiß-blaue Flagge mit dem Gemeindewappen verwendet.[9]
Baudenkmäler
Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur
Arbeitsplätze
2020 gab es in der Gemeinde 49 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von den Einwohnern standen 523 in einer versicherungspflichtigen Beschäftigung, so dass die Zahl der Auspendler um 474 höher war als die der Einpendler. Acht Einwohner waren arbeitslos.
Landwirtschaft
2020 gab es noch zwölf landwirtschaftliche Betriebe.
Bildung
In der Gemeinde besteht eine Kindertageseinrichtung mit 75 Plätzen; am 1. März 2021 waren davon 65 belegt.

