Kohlbühl (Selbitz)
Straße in Selbitz, Landkreis Hof, Bayern, Deutschland
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Kohlbühl ist ein Gemeindeteil der Stadt Selbitz im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).[2] Kohlbühl liegt in der Gemarkung Rodesgrün.[3]
Kohlbühl Stadt Selbitz | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 21′ N, 11° 45′ O |
| Höhe: | 622 m ü. NHN |
| Einwohner: | 16 (8. Juni 2021)[1] |
| Postleitzahl: | 95152 |
| Vorwahl: | 09282 |
Lage von Kohlbühl in Selbitz | |
Geografie
Der Weiler liegt am Osthang einer Erhebung im Schwarzen Holz (651 m ü. NHN). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Neuhaus (1 km südlich) bzw. nach Rothleiten (1 km nordwestlich).[4]
Geschichte
1502 bestand Kohlbühl aus zwei Anwesen, die Thomas von Reitzenstein gehörten. 1652 hatten die Reitzensteiner sechs Untertansfamilien.[5]
Kohlbühl gehörte zur Realgemeinde Rodesgrün. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Kohlbühl aus sieben Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit hatte das bayreuthische Stadtvogteiamt Hof. Grundherren waren das Verwaltungsamt Selbitz (3 Güter, 1 Tropfhaus) und das Rittergut Frosch- und Schneckengrün (3 Güter).[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand Kohlbühl dem Justiz- und Kammeramt Naila. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Kohlbühl dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Neuhaus[7] und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Rodesgrün zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Kohlbühl am 1. April 1971 nach Selbitz eingemeindet.[8]
Ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 6: Wohnstallhaus mit Frackdach, wohl aus dem zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts; Wohnteil im Erdgeschoss massiv, Obergeschoss mit verbrettertem Ständerwerk, Giebel mit geteilter Schalung; Stallteil in beiden Geschossen massiv erneuert.[9]
Einwohnerentwicklung
Religion
Kohlbühl ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Selbitz gepfarrt.[6][18]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Kohlbühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 194 (Digitalisat).
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 281.
- Matthias Körner: Kooperation – Koexistenz – Konkurrenz: Herrschaftskräfte und Herrschaftsformen im Raum Naila vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches. Dissertation. Erlangen 2010, DNB 1066268703 (PDF; 6,4 MB).
- Karl-Ludwig Lippert: Landkreis Naila (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 27). Deutscher Kunstverlag, München 1963, DNB 453135234, S. 36.
Weblinks
- Kohlbühl in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 30. April 2025.
- Kohlbühl in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 30. April 2025.
- Kohlbühl im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 30. April 2025.
