Kommunalwahlen in Thüringen 2018
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die Kommunalwahlen in Thüringen 2018 fanden am 15. April 2018 statt. Dabei wurden in 14 Landkreisen der Landrat, in allen 6 kreisfreien Städten der Oberbürgermeister sowie in 100 kreisangehörigen Thüringer Gemeinden und Städten der hauptamtliche oder ehrenamtliche Oberbürgermeister bzw. Bürgermeister gewählt. Soweit kein Kandidat die Mehrheit der Stimmen erhielt, wurde der Sieger am 29. April 2018 in einer Stichwahl ermittelt.
Es waren 1,58 Millionen Bürger ab einem Alter von 16 Jahren wahlberechtigt.
Oberbürgermeister
Es wurden Oberbürgermeister gewählt in den Städten:
- In Eisenach erreichte Amtsinhaberin Katja Wolf (Die Linke, 47,4 %) die Stichwahl gegen Michael Klostermann (SPD, 19,3 %). Dort gelang der Amtsinhaberin mit 58,0 % die Wiederwahl.[3]
- In Erfurt standen acht Kandidaten standen zur Wahl.[4] Amtsinhaber Andreas Bausewein (SPD, 30,4 %) und Marion Walsmann (CDU, 21,9 %) erreichten die Stichwahl. In dieser wurde Bausewein mit 58,5 % wiedergewählt.[5]
- Amtsinhaberin Viola Hahn (parteilos, 20,6 %) hatte fünf Gegenkandidaten.[6] Sie verfehlte die Stichwahl, in die Julian Vonarb (parteilos, 23,5 %) und Dieter Laudenbach (AfD, 21,3 %) einzogen. Vonarb gewann die Wahl mit 69,8 %.[7]
- Amtsinhaber Knut Kreuch (SPD) wurde von Jens Wehner (CDU) und zwei weiteren Kandidaten herausgefordert.[8] Er verteidigte sein Amt mit 61,1 % der Stimmen.[9]
- Von neun Kandidaten, darunter die Autorin und Physikerin Heidrun Jänchen (Piratenpartei),[10] erreichten Amtsinhaber Albrecht Schröter (SPD, 24,5 %) und Thomas Nitzsche (FDP, 27,0 %) die Stichwahl. Dort konnte sich Nitzsche mit 63,3 % gegen Schröter durchsetzen.[11]
- Gegen Johannes Bruns (SPD) traten die Herausforderer Ines Goldmann (CDU) und Björn-Guido Kirchner (Einzelbewerber) an. Er verteidigte sein Amt und erhielt 62,7 % der Stimmen.[12]
- Neben dem parteilosen Amtsinhaber Jens Triebel (42,5 %) erreichte André Knapp (CDU, 37,9 %) die Stichwahl und konnte sich dort mit 52,4 % knapp gegen den Amtsinhaber durchsetzen.[13]
- Amtsinhaber Stefan Wolf (SPD, 21,5 %) unterlag Peter Kleine (parteilos für CDU, 60,3 %).[14]
Wahl des Landrats
In 14 von 17 Landkreisen wurde der Landrat gewählt.
- Amtsinhaberin Michaele Sojka (Linke, 26,7 %) und Uwe Melzer (CDU, 37,3 %) erreichten die Stichwahl, die von Melzer mit 68,8 % klar gewonnen wurde.[15]
- Im Landkreis Eichsfeld verteidigte Amtsinhaber Werner Henning (CDU) mit 82,2 % sein Amt.[16]
- Um die Nachfolge von Konrad Gießmann bewarben sich Holger Kruse (CDU), Onno Eckert (SPD), Steffen Fuchs (Bündnis 90/Die Grünen), Jens Seeber (FDP) und Klaus Schmitz-Gielsdorf (parteilos).[17] Eckert (37,8 %) und Kruse (24,8 %) erreichten die Stichwahl, in der sich Eckert mit 67,0 % durchsetzte.[18]
- Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) verteidigte ihr Amt mit 65,9 %.[19]
- Amtsinhaber Thomas Müller (CDU) wurde von Reinhard Hotop (SPD) und Tommy Frenck herausgefordert. Frenck trat für das rechtsextreme Bündnis Zukunft Hildburghausen an.[20] Müller verteidigte sein Amt mit 61,1 % der Stimmen.[21]
- Petra Enders (Die Linke, 53,6 %) wurde im Amt bestätigt.[22]
- Im Kyffhäuserkreis traten Antje Hochwind (SPD), Jens Krautwurst (CDU) und Björn Hornschu (AfD) an.[23] Hochwind erhielt 57,2 % der Stimmen.[24]
- Amtsinhaber Andreas Heller (CDU) hatte drei Herausforderer.[25] Er verteidigte sein Amt mit 53,2 % und kam auf mehr als doppelt so viele Stimmen wie sein zweitplatzierter Mitbewerber.[26]
- Um die Nachfolge von Peter Heimrich bewarben sich Christiane Barth (CDU), Peggy Greiser (parteilos, unterstützt u. a. von der SPD) und Hartmut Kremmer (parteilos für die FDP).[27] Gewählt wurde Greiser (52,8 %).[28]
- Harald Henning (CDU) trat als Amtsinhaber ohne Gegenkandidat an und erhielt 98,1 % der Stimmen[29]
- Danny Dobmeier (CDU), Hans-Peter Schmitz (parteilos) und Robert Sesselmann (AfD) wollten Nachfolger von Christine Zitzmann werden, die aus Altersgründen nicht mehr kandidierte.[30] Dobmeier (32,5 %) und Schmitz (37,6 %) erreichten die Stichwahl. Dort gewann Schmitz mit 56,2 % der Stimmen.[31]
- Landrat Harald Zanker (SPD) verteidigte sein Amt mit 56,5 %.[32]
- Im Wartburgkreis erhielt Amtsinhaber Reinhard Krebs (CDU) 71,3 % der Stimmen.[33]
- Christiane Schmidt-Rose (CDU), Julian Schwark (SPD) und Simon Ehrenreich (AfD) standen zur Wahl.[34] Schmidt-Rose setzte sich mit 60,4 % der Stimmen durch.[35]