Landkreis Stollberg

ehemaliger Landkreis in Sachsen From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Landkreis Stollberg war ein Landkreis im Westen des Freistaates Sachsen, der zwischen 1994 und 2008 existierte. Nachbarkreise waren im Nordosten die kreisfreie Stadt Chemnitz, im Osten der Mittlere Erzgebirgskreis, im Südosten der Landkreis Annaberg, im Süden der Landkreis Aue-Schwarzenberg, im Westen der Landkreis Zwickauer Land und im Nordwesten der Landkreis Chemnitzer Land.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten (Stand 2008)
Koordinaten: 50° 43′ N, 12° 47′ O
Bestandszeitraum: 1994–2008
Bundesland:Sachsen
Regierungsbezirk: Chemnitz
Verwaltungssitz: Stollberg/Erzgeb.
Fläche: 266,49 km²
Einwohner: 87.237 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 327 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: STL
Kreisschlüssel: 14 1 88
Kreisgliederung: 15 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Uhlmannstraße 1–3
09366 Stollberg
Landrat: Udo Hertwich (CDU)
Lage des Landkreises Stollberg in Sachsen
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Karte
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Geographie

Verkehr

Autobahn: A 72 – Anschlussstellen:

  • Stollberg-Nord
  • Stollberg-West

Folgende Bundesstraße verliefen durch den Landkreis Stollberg:

  • B 95 (Burkhardtsdorf)
  • B 169 (Neukirchen–Jahnsdorf–Niederdorf–Stollberg)
  • B 180 (Burkhardtsdorf–Thalheim–Stollberg–Niederwürschnitz–Lugau)

Folgende Bahnstrecken verliefen durch den Landkreis Stollberg:

Geschichte

Die Geschichte des Landkreises geht zurück auf die 1910 geschaffene Amtshauptmannschaft Stollberg, die ab 1939 als Landkreis Stollberg bezeichnet wurde. Zum 1. Juli 1950 wurde dieser Landkreis aufgelöst. Mit Wirkung vom 25. Juli 1952 entstand im Rahmen der Kreis- und Bezirksreform in der DDR der Kreis Stollberg wieder neu und bestand in gleich bleibender territorialer Zusammensetzung von 1952 bis 1994, in den Jahren 1990 bis 1994 wieder unter der Bezeichnung Landkreis Stollberg.

Im Rahmen der Kreisreform Sachsen 1994/1996 wurde am 1. August 1994 der Landkreis Stollberg neu zugeschnitten. Die Stadt Zwönitz (bis dahin Landkreis Aue) sowie vom Landkreis Chemnitz die Gemeinden Einsiedel, Kemtau, Burkhardtsdorf, Adorf, Klaffenbach und Neukirchen kamen zum Landkreis hinzu. 1997 wurden Einsiedel und Klaffenbach in die Stadt Chemnitz eingemeindet.

Im Zuge der Kreisreform Sachsen 2008 wurden die Landkreise Annaberg, Aue-Schwarzenberg, Mittlerer Erzgebirgskreis und Stollberg am 1. August 2008 zum neuen Erzgebirgskreis zusammengeschlossen.

Politik

Landrat des Landkreises Stollberg war von 1990 bis 2008 Udo Hertwich.

Wahlbeteiligung: 48,3 % (1999: 56,6 %)
 %
50
40
30
20
10
0
43,1 %
19,0 %
15,8 %
15,4 %
3,8 %
2,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 1999
 %p
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−5,8 %p
+5,1 %p
−6,7 %p
+4,9 %p
+1,2 %p
+1,3 %p
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Die 49 Sitze im Kreistag verteilten sich 2008 folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:

Partei
Sitze
CDU
22
FDP/FWU
10
SPD
8
LINKE
8
GRÜNE
1

Städte und Gemeinden

(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2006)

Städte

  1. Lugau (7.518)
  2. Oelsnitz/Erzgeb. (12.479)
  3. Stollberg/Erzgeb. (12.391)
  4. Thalheim/Erzgeb. (7.344)
  5. Zwönitz (11.623)

Verwaltungsgemeinschaften

Gemeinden

  1. Auerbach (2.897)
  2. Burkhardtsdorf (6.824)
  3. Erlbach-Kirchberg (1.809)
  4. Gornsdorf (2.238)
  5. Hohndorf (3.953)
  6. Hormersdorf (1.605)
  7. Jahnsdorf/Erzgeb. (5.963)
  8. Neukirchen/Erzgeb. (7.295)
  9. Niederdorf (1.352)
  10. Niederwürschnitz (2.968)

Kfz-Kennzeichen

Anfang 1991 erhielt der Landkreis das Unterscheidungszeichen STL. Es wurde bis zum 31. Juli 2008 ausgegeben. Seit dem 9. November 2012 ist es im Erzgebirgskreis erhältlich.

Einzelnachweise

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