Lelo Nika

serbischer Akkordeonist und Komponist From Wikipedia, the free encyclopedia

Lelo Nika (serbisch-kyrillisch Лело Ника; * 1969 in Nikolinci im damaligen Jugoslawien) ist ein serbischer Akkordeonist und Komponist, der in Schweden lebt.

Leben und Wirken

Nika migrierte als Einjähriger mit seiner Familie, in der das Akkordeonspielen und die Weitergabe von Roma-Musik Familientradition ist, nach Helsingør in Dänemark. Sein erstes Akkordeon bekam er im Alter von fünf Jahren von seinem Vater. Er wurde vom serbischen Akkordeonisten Branimir Đokić ausgebildet und beschäftigte sich intensiv mit der slawischen und der Roma-Musikkultur. Außerdem hat er in Dänemark eine klassische Ausbildung an der Dänischen Akkordeonakademie absolviert.[1] Seit 1997 lebt er in Schweden.[2] Er gewann zweimal den ersten Preis bei der Akkordeon-Weltmeisterschaft.[1][2]

Nika, der zunächst für seine groovebetonten Interpretationen der Balkanmusik bekannt wurde, ist genreübergreifend tätig. In Schweden spielt er regelmäßig mit Sinfonieorchestern. Ab Mitte der 1990er Jahre begleitete er zudem Dalia Faitelson, mit der mehrere Alben entstanden. Bo Stief holte ihn in seine Weltmusikband One Song III, mit der er auf den Alben First Time (2001) und Short Story (2006) zu hören ist. Auch gehörte er zu John Sunds Acoustic Sound, mit der er Alben wie New Gems (2003), Absorption (2010) oder Unfolded (2021) vorlegte. In seinen eigenen Gruppen arbeitete er häufig mit Thommy Andersson und dem rumänischen Cimbalom-Spieler George Mihalache. Auch bildete er ein Duo mit dem Pianisten Niklas Sivelöv. Zuvor spielte er mit Joe Zawinul, Randy Brecker, Adam Nussbaum, Richard Bona, Jerry Bergonzi, Manolo Badrena sowie mit Victoria Tolstoy (My Russian Soul).[2]

Diskographische Hinweise

  • Beyond Virtuosity (DB Productions 2000)
  • Beyond Borders (DB Productions 2005)
  • Moving Landscapes (Stunt Records 2007)
  • Intuition (A Records 2008)
  • Continuity (A Records 2011)
  • Niklas Sivelöv, Lelo Nika: Duography (A Records 2012)
  • Donau Swing: Puszia (2013)
  • Balkan Fusion Orchestra: Balkan Roots (2022)

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI