Liste der Kulturdenkmale in Krauchenwies

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In der Liste der Kulturdenkmale in Krauchenwies sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Krauchenwies im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende

Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.

  • Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen: Datei hochladen
  • Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
  • Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
  • Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
  • Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
  • ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg

Abkürzungen

Kulturdenkmale nach Ortsteilen

Ablach

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Gefallenendenkmal Bergweg 5
(Karte)
Bestehend aus:
  • Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, hohe Stele auf dreieckigem Grundriss mit Darstellung eines bewaffneten Reichswehrsoldaten in Uniform, aufgestellt um 1930;
  • Gedenkstein für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges, steinerner Inschriftenquader, bekrönt von einer Plastik aus Helm und Eichenblättern

Das Gefallenendenkmal, nahe der Kirche im Ortszentrum gelegen, dokumentiert in charakteristischer Weise die lokale Gedenkkultur in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es erinnert an die auch für das oberschwäbische Dorf einschneidenden Folgen zweier welthistorischer Kriegsereignisse.

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Kath. Pfarrkirche St. Anna Brunnenstraße 1
(Karte)
Massiver verputzter Saalbau mit eingezogenem Rechteckchor und Satteldächern, daran angesetzter, sehr schlanker Turm mit achteckigem Glockengeschoss und spitzem Helm, nördlich Sakristeianbau mit Satteldach, innen flache Decken mit Stuck und Gemälden, historische Ausstattung, u. a. mit spätgotischen Plastiken, im Kern wohl mittelalterlich und 1690 (a), Langhaus verlängert, 1757 (a), Neuweihe Langhaus, 1763 (a), erneute Verlängerung, 1899 (a), Wand- und Deckengemälde, 1928 (a) und 1955 (a)

Die Pfarrkirche St. Anna prägt mit ihrem spitzen Turmhelm Orts- und Landschaftsbild von Ablach. Ihre Bausubstanz dürfte im Kern noch ins Mittelalter zurückreichen, stellt allerdings in ihrer heutigen Form weitgehend eine Schöpfung der Barockzeit dar. Künstlerische Bedeutung erhält sie durch ihre reiche Ausstattung u. a. mit spätgotischen Plastiken und Renaissancealtären. Sie zeigt dabei eine kontinuierliche gewachsene Einrichtung und wandfeste Gestaltung, die anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität durch die Jahrhunderte ist. Eine Pfarrkirche ist für Ablach erstmals 1275 bezeugt, im 16. Jahrhundert wurde sie Filial von Krauchenwies und erst 1874 wieder Mittelpunkt einer eigenständigen Pfarrei. Der Ausbau des Gotteshauses im 18. Jahrhundert erfolgte offenbar nach Einrichtung einer Kaplanei 1756. Damit hat St. Anna wichtigen Zeugniswert für die Siedlungs-, Orts- und Kirchengeschichte Ablachs.

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Laufbrunnen Brunnenstraße
(Karte)
Längsrechteckiger Trog mit säulenförmigem Brunnenstock, Gusseisen, 1881 (i)

Der Laufbrunnen ist ein anschauliches Zeugnis der historischen Wasserversorgung auf dem Dorf und gab der Brunnenstraße ihren Namen. Hier holten die Haushalte ihr Brauchwasser. Er ist dabei ein Dokument der Serienfertigung solcher Objekte im Zeitalter der Industrialisierung, die mit der künstlerischen Gestaltung der Brunnenstöcke und Tröge auch der Ortsverschönerung dienten.

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Wegkreuz Egelsee
(Karte)
Ehemals Grabmal, gusseisernes Kreuz mit durchbrochenem, oktogonalem Schaft auf hohem, dreifach abgestuften Steinsockel, Ende 19. Jahrhundert, hierher versetzt 1939

Das Wegkreuz wurde als Ersatz für das verfallene Wegkreuz Nadler zwischen 1935 und 1938 durch Hermann Waibel errichtet. Es war ursprünglich ein Grabdenkmal der Familie Waibel und stand auf dem Friedhof. Weil bei den Flurprozessionen der Weg zu weit war, musste das Kreuz ortsnäher aufgestellt werden. Es ist damit anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und dabei charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten durchsetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region.

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Bittelschieß

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Wegkreuz aus Holz Lekenberg
(Karte)
Überdachtes Kruzifix mit gusseisernem Korpus aus dem Hüttenwerk Laucherthal, 1930

Das Wegkreuz wurde 1930 von Peter Mauch aufgestellt, das Holz stiftete eine Familie aus Weihwang. Es ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten durchsetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. Der farbig gefasste gusseiserne Korpus zeugt dabei von der seriellen Herstellung solcher Kunstobjekte seit der Zeit der Hochindustrialisierung und dokumentiert die Angebotspalette der Fürstlich Hohenzollerischen Hüttenwerke in Laucherthal.

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Wegkreuz aus Holz mit Korpus Brühl
(Karte)
Geschwungene Überdachung, darauf angebracht Darstellung eines Hahns, 1913

Das Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Es ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten durchsetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region.

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Kath. Filialkirche St. Kilian Zur Jungviehweide 6
(Karte)
Kurzer massiver und verputzter Saalbau, Satteldach mit polygonalem Dachreiter und profiliertem Traufgesims mit Wiederkehr, eingezogener Polygonalchor, im Norden Sakristeianbau, im Inneren hölzerne Stichkappentonne, Herrschaftsloge über Sakristei, Stuck von Johann Jakob Schwarzmann (1728–1784), barocke Ausstattung, Seitenaltarblätter von Andreas Meinrad von Au, erbaut auf Veranlassung des hohenzollerischen Hofkanzlers Johann Baptist Stader von Adelsheim durch Martin Ilg, Dornbirn, 1758 (a, i), Wand- und Deckenbilder von August Braun, Wangen, 1933/34 (a)

Die Barockkirche entstand anstelle einer mittelalterlichen Vorgängerin, die 1754 als Burgkapelle bezeichnet wird, auf Veranlassung des hohenzollerischen Hofkanzlers Johann Baptist Stader von Adelsheim, welcher das Dorf Bittelschieß 1751 erworben hatte und mit dem Bau seine Bemühungen unterstrich, dass Bittelschieß wieder eigenständige Pfarrei wurde. Auf den adeligen Bau- und Patronatsherrn weist bis heute die zweibogige Herrschaftsloge auf der Nordseite des Chores hin. Den hohen Anspruch Stader von Adelsheims belegt die Wahl Martin Ilgs aus Vorarlberg als Architekt, einer der führenden Barockbaumeister der Region und Planer der Sigmaringer Hof- und Pfarrkirche. In seinem Gefolge statteten weitere Sigmaringer Hofkünstler, so der Stuckator Johann Jakob Schwarzmann und der Maler Andreas Meinrad von Au (1712 bis 1792), die Filialkirche aus, welche seit dem 15. Jahrhundert Filial von Hausen am Andelsbach ist. Das Gotteshaus ist mit seiner qualitätvollen Ausstattung anschauliches Zeugnis der Sigmaringer Hofkunst im Spätbarock und darüber hinaus wichtiges Dokument der Siedlungs-, Herrschafts- und Kirchengeschichte von Bittelschieß.

99780329
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Ettisweiler

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Kapelle zu Ehren der schmerzhaften Muttergottes und des Hl. Georg Kapellenweg 1
(Karte)
Backsteinbau in neugotischer Formensprache, offener Giebelreiter mit Glocke, 1879 (i)

Der in seinen Dimensionen bescheidene Kapellenbau bildet das geistliche Zentrum des kleinsten Ortsteiles von Krauchenwies. Er entstand unter dem damaligen Ettenwieser Bürgermeister Didakus Wetz und ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und baulich wie bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, als sich der Katholizismus während des Kirchenkampfes des Reichskanzlers Bismarck zeitweilig starkem politischem Druck ausgesetzt sah. Das Gotteshaus hat damit ortsgeschichtlichen Zeugniswert.

99780360
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Göggingen

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Friedhofskreuz Am Birkenstock
(Karte)
Kruzifix auf hohem Sockel, gefertigt in rotem Sandstein, Metallkorpus, im Sockel Nische mit Assistenzfigur, 1898 (i)

Friedhofskreuze wie dieses sind charakteristische Ausstattungsstücke von Begräbnisplätzen. Das in neugotischen Formen gehaltene Kreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität in der katholisch geprägten Region im späteren 19. Jahrhundert. Der gusseiserne Korpus zeugt dabei von der seriellen Herstellung solcher Kunstobjekte im Zeitalter der Hochindustrialisierung.

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Gefallenendenkmal in Form einer offenen Kapelle für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs Am Birkenstock
(Karte)
Putzbau mit Eckpfeilern und Giebelfeld aus Tuff, an der Kapellenrückwand Relief mit sterbendem Soldaten im Schoß Christi, nach dem Zweiten Weltkrieg mit Namenstafeln ergänzt, um 1920 bis 1950

Das Denkmal ist Zeugnis der lokalen Gedenkkultur an die Gefallenen des 20. Jahrhunderts und erhebt sich in charakteristischer Weise auf dem Friedhof der Gemeinde. Es ist in der Tradition offener Wegkapellen gestaltet, wie sie sich in der katholisch geprägten Region öfter finden, und damit deutlich christlich konnotiert. Das Denkmal hat ortsgeschichtliche Bedeutung.

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Weitere Bilder
Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus Kirchweg 8
(Karte)
Massiver verputzter Saalbau mit einseitig abgewalmtem Satteldach, eingezogener Polygonalchor, kräftiger Chorflankenturm mit achteckigem Glockengeschoss und steiler Mansardhaube, Orgel des Orgelbauers Martin Braun, 1883, Turm im Kern 1696, Langhaus und Chor anstelle älterer Kapelle neu erbaut, 1805/06 (heutige neubarocke Ausstattung weitgehend 1958 bis 1965)

Die Gögginger Pfarrkirche erhebt sich ortsbildprägend in etwas erhöhter Lage im Dorf. Sie folgt in ihrer Grundform als Saalkirche mit eingezogenem Polygonalchor einem Schema, das seit dem Mittelalter etabliert war und auch viele barocke Landkirchen prägte. Dabei ist bemerkenswert, dass dieser Bau in der Zeit des Klassizismus, und zwar kurz nach der Säkularisation entstand. Das Innere zeigt heute ungewöhnlicherweise eine neubarocke Ausstattung der Nachkriegszeit, in die historische Stücke, darunter spätgotische und barocke Plastiken, übernommen wurden. Die Kirche St. Nikolaus, die erstmals 1275 als Mittelpunkt einer Pfarrei bezeugt ist, ist wichtiges Zeugnis der Gögginger Orts- und Kirchengeschichte. Bedeutung für die historische Orgellandschaft der Region hat die 1883 von Martin Braun geschaffene spätromantische Orgel.

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( Wikidata)

Brauereigasthof Adler Mengener Straße 2
(Karte)
1399 als „Wein Täffern“ erstmals erwähnt, stattliches, zweigeschossiges Wohn- und Gasthaus mit hohem Walmdach, im Kern wohl 17. Jahrhundert, mit barockem Wirtshausausleger des 18. Jahrhunderts

Der stattliche Bau setzt mit seinem hohen Walmdach einen markanten Akzent im alten Ortskern und verdeutlicht dabei seine Funktion als Sonderbau innerhalb der Siedlungsstruktur. Er ist urkundlich als Wirtshaus seit dem Mittelalter bezeugt und steht damit in der Tradition eines der ältesten bekannten Landgasthöfe der Region. Der bestehende Bau entstand nach der Zerstörung des Vorgängers im Dreißigjährigen Krieg. Der kunstvolle Ausleger mit Wirtshausschild ist ein qualitätvolles Zeugnis für das regionale Kunstschmiedehandwerk in der Barockzeit. Das Gasthaus Adler hat als historischer Mittelpunkt für das Gesellschaftsleben auf dem Dorf sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Zeugniswert.

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Landesgrenzsteine an der ehemaligen Grenze zwischen dem Großherzogtum Baden und dem Königreich Preußen Mengener Straße
(Karte)
Land Hohenzollern, letztes Drittel 19. Jahrhundert, heutige Grenze zwischen Göggingen und Ablach bzw. der Gemeinde Meßkirch (Sachgesamtheit)

Die Grenzsteine sind Zeugnisse der Landesgeschichte und dokumentieren die Abgrenzung zwischen dem Großherzogtum Baden und dem seit 1849/50 preußischen Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen. Sie belegen damit die historischen Landesgrenzen in Südwestdeutschland seit Schaffung des Rheinbundes durch Napoleon und Erlangung der Souveränität durch Baden und Hohenzollern 1806 bzw. nach Grenzkorrekturen infolge von Gebietstausch zwischen den beiden Staaten 1812.

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Wegkreuz aus Sandstein Meßkircher Straße 55
(Karte)
Sockel und Kruzifix aufwändig gearbeitet, Metallkorpus, um 1900

Das im Neurenaissancestil gearbeitete Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Es ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten durchsetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. Der gusseiserne Korpus zeugt dabei von der seriellen Herstellung solcher Kunstobjekte im Zeitalter der Hochindustrialisierung.

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Wegkreuz Mühlerget 13
(Karte)
Sandsteinkruzifix auf Steinsockel mit neugotisch umrahmter Inschrifttafel, um 1900

Das neugotische Wegkreuz, das sich unmittelbar an einer Brücke über den Mühlkanal erhebt, ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Es ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten durchsetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. Der gusseiserne Korpus zeugt dabei von der seriellen Herstellung solcher Kunstobjekte im Zeitalter der Hochindustrialisierung.

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Bildstock Walder Straße 13
(Karte)
Dreigeschossig auf Sockel, quadratischer Querschnitt, kleine Nischen ohne Figuren, verputzt, 18. Jahrhundert

Der Bildstock ist ein besonders markantes Beispiel kleiner Andachtsorte, die in den Gemeinden wie auch auf freiem Feld der Region oft zu finden sind. Er ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität im katholisch geprägten Oberschwaben.

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Wegweiser Walder Straße 32
(Karte)
Gusseiserne Säule und ein Richtungsschild nach Rengetsweiler, um 1900

Der Wegweiser ist Zeugnis der regionalen Verkehrsgeschichte und belegt in seiner Materialität die serielle Herstellung solcher Funktionsobjekte Ende des 19. Jahrhunderts.

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Hausen

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Wegkreuz Auf der Steig 1
(Karte)
Kruzifix mit Gehäuse, darunter als Begleitfigur in verglastem Bildstöckle Mariakönigin, 19. Jahrhundert

Das Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Es ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten durchsetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. Eine Besonderheit stellt die Maria am Kreuz in einem verglasten Gehäuse dar. Korpus und Maria belegen dabei die traditionsreiche religiöse Bildhauerkunst in der Region im 19. Jahrhundert.

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Zehntscheune Lindenstraße
(Karte)
Mitteltennenscheune, konstruktiver Fachwerkbau mit Backsteinausfachung und Satteldach, an östlicher Traufseite Verzierung mit Kielbögen, um 1707 bis 1715 (d), Umbauten 1840 (d)

Die Scheune, unweit der Pfarrkirche gelegen, ist ein anschauliches und ortsbildprägendes Beispiel für den Typus traditioneller ländlicher Speicherbauten. Ortsgeschichtliche Bedeutung erhält sie durch ihre einstige Funktion als Zehntscheune, in welcher die Zehntabgaben gesammelt wurden. Sie dokumentiert damit auch historische Herrschaftsstrukturen in Hausen am Andelsbach.

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Kath. Pfarrhaus Lindenstraße 12
(Karte)
Zweigeschossig auf massivem Sockel, im Erd- und Obergeschoss Zierfachwerk, im Giebel konstruktives Fachwerk, Ausstattung mit Stuck- und Kassettendecken, 1716; zugehöriger Garten

Das stattliche giebelständige Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zur Pfarrkirche ist ein anschauliches Beispiel für die Zimmermannskunst im 1. Viertel des 18. Jahrhunderts. Zusammen mit dem zugehörigen Pfarrgarten, unabdingbarer Bestandteil eines Pfarrhauses, dokumentiert es die Lebens- und Wohnverhältnisse eines katholischen Pfarrers in der Frühen Neuzeit. Es hat orts- und kirchengeschichtliche Bedeutung für Hausen am Andelsbach.

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Kirche mit Friedhof Kirchacker; Lindenstraße 16
(Karte)
Bestehend aus:
  • Kath. Pfarrkirche St. Ottilien (St. Odila), dreischiffige Hallenkirche mit eingezogenem Rechteckchor, massiv und verputzt mit Lisenengliederung und Fries, östlich Sakristei, nördlich Chorflankenturm mit Treppengiebeln, historische Ausstattungsstücke, u. a. Orgel von 1857 und Kreuzigungsgruppe von 1610/20, Turm um 1400, an Nordseite bezeichnet, 1537 (i), Sakristei 1785, Langhaus und Chor nach Plänen des Fürstlichen Hofkammerbauinspektors Josef Laur errichtet, 1853 bis 1859 (a);
  • Kirchhof, Friedhof und Friedhofsmauer (Flst. Nr. 65/2, 66/1, 66/2, 66/3, 796/1), im Kern wohl spätmittelalterlich, mehrfach erweitert;
  • Lourdesgrotte (Flst. Nr. 66/1), gestiftet von der Familie Fischer aus Ettisweiler, 1888;
  • Denkmal für die Gefallen der Kriege 1866 und 1870/71 (Flst. Nr. 66/3), Sandsteinstele in Obeliskform;
  • Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs (Flst. Nr. 65/2), Bildstock mit Pietà im Giebelfeld, heute am Fuß des Kirchbergs beim Pfarrhaus, Bildhauer Fridolin Baur, 1921;
  • Mahnmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege (Flst. Nr. 66/3), Mutter-Kind-Gruppe, beiderseits flankiert von einer niedrigen Wand aus einzelnen, beinahe gleichschenkligen, flachen Kreuzen mit Namen und Lebensdaten der Gefallenen, geschaffen von der Bildhauerin Claire Pietsch aus Düsseldorf an der Liobaschule in Wald, eingeweiht 1962 (a)

Die stattliche Kirche erhebt sich bis heute in ihrem ummauerten Kirchhof am südlichen Rand der Siedlung nahe dem Andelsbach und prägt mit ihrem kräftigen Turm Orts- und Landschaftsbild. Langhaus und Chor zählen zu den frühen Kirchenbauten Josef Laurs (1817 bis 1886), der mehrfach durch historistische Sakralbauten in der Region in Erscheinung trat. Während seine späteren Kirchen den Prinzipien der Neugotik folgen, ist sein Hausener Gotteshaus noch vom Rundbogenstil des romantischen Klassizismus geprägt. Der Hallenraum mit den schlanken Säulen und den gestelzten Segmentbogenarkaden weist auf eine Orientierung an den Kirchen eines Heinrich Hübsch und seiner Schüler hin. Damit hat die Pfarrkirche zu Hausen wichtigen Stellenwert für die Entwicklungen im katholischen Kirchenbau in der einst preußischen Provinz Hohenzollern. Aus dem Mittelalter datiert noch der Turm. Eine Pfarrkirche ist in Hausen erstmals 1275 belegt. Als Mittelpunkt einer alten Pfarrei hat das Gotteshaus daher wichtigen siedlungs- und kirchengeschichtlichen Zeugniswert. Die verschiedenen Denkmäler und die Lourdes-Grotte auf dem Kirchhof belegen die lokale Gedenkkultur wie auch die bildlich zum Ausdruck gebrachte Religiosität des katholisch geprägten Ortes.

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Obere Mühle Mühlgasse 15
(Karte)
Mahlmühle, zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, symmetrische Fassadengliederung, Gurtband und Eckquaderung, traufseitige Erschließung, getrennte Eingänge zu Wohnung und Mahlstube, Ausstattung des 19. und frühen 20. Jahrhundert, Neubau nach Brand, 1850 (a); im Anbau anstelle des einstigen Turbinenhauses kleine Francisturbine, 1932

Der stattliche, breitgelagerte und freistehende Bau ist mit seiner Einrichtung ein anschauliches Beispiel eines Mühlengebäudes aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die zugehörige Francisturbine veranschaulicht, wie sich viele ländliche Mühlenbetriebe in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts auf die Energiegewinnung umorientierten bzw. zusätzlich als Kraftwerke ausgebaut wurden. Das Gebäude nimmt dabei den Platz einer älteren Mühle ein, die 1850 abbrannte. Der Bau hat siedlungs-, technik- und wirtschaftsgeschichtlichen Zeugniswert.

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Kruzifix an der nördlichen Traufwand eines Wohnhauses Rottelweg 8
(Karte)
Überdacht und farbig gefasst, 18. Jahrhundert

Das Kruzifix ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität der Barockzeit. Der farbig gefasste Korpus ist qualitätvolles Beispiel der Bildhauerkunst im 18. Jahrhundert.

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Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk mit Sockel Schulstraße
(Karte)
Umgrenzung und drei Linden, 1774

Die Figur markiert in charakteristischer Weise eine Weggabelung innerhalb des Dorfes. Die barockzeitliche Statue in ihrem steinernen Gehäuse ist dabei ein qualitätvolles Beispiel barocker Bildhauerkunst in der Region. Sie ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität in der mit solchen kleinen Andachtsstätten durchsetzten Kulturlandschaft des katholisch geprägten Gebiets.

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Krauchenwies

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Weitere Bilder
Bahnhof Krauchenwies der Donautal-Bodenseebahn von Mengen nach Stockach Am Bahnhof 1, 1/1
(Karte)
1870 bis 1873, bestehend aus:
  • Empfangsgebäude (Am Bahnhof 1), lang gestreckter, eingeschossiger verputzter Massivbau zweigeschossige Eckpavillons mit flachen Pyramidendächern, Gliederung durch Ecklisenen und umlaufende Sohlbankgesimse;
  • Güterschuppen (Am Bahnhof 5), verbretterte Holzkonstruktion mit flach geneigtem, auf Bügen weit überstehenden Satteldach, im Giebelbereich Zierbretter

Empfangsgebäude und Güterschuppen in Krauchenwies entstanden 1873 im Zuge des Baus der Bahnlinie Mengen-Stockach, der so genannten Donautal-Bodensee-Bahn. Sie wurde vom Herzogtum Baden seit 1862 geplant und konnte nach langjährigen Verhandlungen mit den Nachbarstaaten Württemberg und Preußen 1870 bis 1873 eröffnet werden. Welche hohen Erwartungen Baden und auch Preußen an diese neue Strecke hatten, zeigen u. a. die auffallend großen, repräsentativen Empfangsgebäude der Bahnhöfe in Schwackenreute und gerade auch in Krauchenwies, zumal sich dort die Sommerresidenz der 1849 abgedankten Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen befand und damit ein repräsentatives Empfangsgebäude für hohe Besucher nötig war. So weilte hier, wie eine Gedenktafel am Gebäude verrät, 1875 Kaiser Wilhelm I. Der Bau belegt damit einerseits die Funktion, die Krauchenwies für das Haus Hohenzollern spielte, zum anderen ist er Zeugnis der Verkehrs- und Ortsgeschichte in der Gründerzeit.

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( Wikidata)
Fürst-Leopold-Denkmal Am Bahnhof 1/1
(Karte)
Kalktuffstein, abgeschrägter Sockel mit Inschriftenplaketten, darüber Pfeileraufbau mit vier Eckadlern, Relief des Fürsten Leopold mit Pickelhaube, kuppelartiger Abschluss, zum Andenken an den Fürsten Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen sowie an die Veteranen der Kriege 1864, 1866 und 1870/71, gestiftet vom Krieger-Verein Krauchenwies, 1907

Das Denkmal mit martialisch wirkendem Adlerschmuck ist eine charakteristische Stiftung des Kriegervereins, der damit an die deutschen Einigungskriege und den in Krauchenwies geborenen Fürsten Leopold (1835 bis 1905) erinnerte. An dessen von Bismarck forcierter Kandidatur auf den spanischen Thron hatte sich 1870 der Krieg mit Frankreich entzündet, welcher zur Reichseinigung unter preußischer Vormacht führte. Leopold hatte als preußischer Offizier an diesem wie auch schon zuvor am Deutsch-Dänischen und Deutsch-Deutschen Krieg teilgenommen. Mit dem Denkmal wurde an seine militärische Führung und einschneidende Kriegsereignisse erinnert, welche die deutsche Geschichte wesentlich beeinflussten. Damit hat das Denkmal Zeugniswert für die lokale Erinnerungskultur und Ortsgeschichte.

99749861BW
Breiter Bildstock mit gerahmter Nische Am Fohrenhäule 5
(Karte)
Hier Relief mit der Schmerzensmutter, bezeichnet 1916, ursprünglich im Gewann Oberer Kirchberg an der Straße nach Rulfingen (2003 versetzt)

Der Bildstock in Jugendstilformen ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Er ist ein wichtiges Element in der durch solche kleinen Andachtsstätten geprägten Kulturlandschaft der traditionell katholischen Region. Der Bildstock entstand in unmittelbarem Zusammenhang mit den Ereignissen des Ersten Weltkriegs, wie die Inschrift und die Reliefs Eiserner Kreuze ausweisen, und dokumentiert die Hoffnung auf Fürsprache der Muttergottes. Er hat durch seine Bezugnahme auf zeitgeschichtliche Ereignisse wichtigen dokumentarischen Wert für die Ortsgeschichte.

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Sühnekreuz Am Fohrenhäule 5
(Karte)
Relativ kleines Steinkreuz, Schaft oben abgeschlagen, 16. Jahrhundert , ursprünglich im Gewann Oberer Kirchberg an der Straße nach Rulfingen (2003 versetzt)

Das Steinkreuz ist Ausweis mittelalterlichen Rechtsbrauchtums, nach dem im Falle eines Totschlags als Teil der Sühne am Tatort ein Gedenkkreuz zu setzen war.

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Sühnekreuz Am Fohrenhäule 5
(Karte)
Steinkreuz, am unteren Schaft ausgebessert, 16. Jahrhundert, ursprünglich im Gewann Oberer Kirchberg an der Straße nach Rulfingen (2003 versetzt)

Das Steinkreuz ist Ausweis mittelalterlichen Rechtsbrauchtums, nach dem im Falle eines Totschlags als Teil der Sühne am Tatort ein Gedenkkreuz zu setzen war.

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Mühlengehöft Bahnhofstraße 7
(Karte)
Bestehend aus:
  • Wohn- und Mühlengebäude, zweigeschossiger verputzter Massivbau, giebelseitig auf Bügen vorkragendes Satteldach mit Gauben, anstelle eines Vorgängerbaus giebelständig zum Kanal neu erstellt, 1888;
  • Stallscheuer hinter dem Haus, Backstein und Fachwerk, Satteldach mit Vordach für die hier betriebene Lohndrescherei, um 1888;
  • Nebengebäude, geräumige, eingeschossige Wagenremise, Fachwerkbau mit Satteldach, Ende 19. Jahrhundert;
  • Turbinenhaus mit Wasserkraftanlage, 1970er-Jahre, Wasserrad (freistehend am Mühlkanal vor dem Haus) und Wasserbau mit Kanal, Entlastungskanal sowie Wehr

Der Mühlenkomplex westlich außerhalb des Ortskerns veranschaulicht ein für die Gründerzeit charakteristisches Beispiel einer kommerziell betriebenen Mühle, welche den Bauern der Umgebung zum Mahlen ihres Getreides diente. Er hat mit dem überlieferten Wasserbau Zeugniswert für die Mühlentechnik und die Nutzung der Wasserkraft des Andelsbaches bis in die Moderne, als sich die Mühle in zeittypischer Weise zu einem Kraftwerk für die Stromgewinnung wandelte. Der Vorgänger der Mühle wird erstmals 1303/09 erwähnt. Damals war die Mühle noch in herrschaftlichem Besitz. Der Komplex hat damit Zeugniswert für die Siedlungs-, Orts- und Wirtschaftsgeschichte von Krauchenwies.

99749667BW
Friedhofskapelle Friedhofstraße 5
(Karte)
Kleiner Massivbau mit Satteldach und Dachreiter, an den Giebelseiten Figurennischen, im Inneren figürliche Darstellung von Jesus am Ölberg, 19. Jahrhundert

Das kleine Gotteshaus bildet den architektonischen Mittel- und Bezugspunkt des im 19. Jahrhundert neu angelegten Friedhofs. Es ist überdies baulicher Ausdruck katholischer Frömmigkeit zu seiner Entstehungszeit und als Friedhofskapelle beispielhaft für einen zentralen Bestandteil von Begräbnisplätzen.

99749936BW
Bildstock mit großer Nische aus Feldsteinen gemauert Eselau
(Karte)
In der Nische Christus an der Geißelsäule, Figur 18. Jahrhundert

Der Bildstock ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Er ist ein charakteristisches Element der mit solchen kleinen Andachtsstätten durchsetzten Kulturlandschaft in der katholisch geprägten Region. Die Christusfigur stellt dabei ein qualitätvolles Beispiel für die barockzeitliche Bildschnitzerkunst der Region dar.

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Weitere Bilder
Fürstliche Schlossanlage Krauchenwies Alte Menger Straße; Fürstlicher Park; Im Park 1, 2, 4, 6, 7; Sigmaringer Straße 8, 10
(Karte)
Bestehend aus:
  • Altes Schloss (Im Park 2), zweigeschossige, unregelmäßig U-förmige Anlage mit abgewalmten Dächern, verputzt, Erdgeschosse weitgehend massiv, Obergeschosse Fachwerk, im Ostflügel Kapelle, erste Anlage für Graf Karl II. von Hohenzollern-Sigmaringen durch Hans Waldner anstelle älterer Wasserburg, 1595 bis 1597 (a), Umbau zur Dreiflügelanlage und Erweiterung Ostflügel nach Süden unter Fürst Karl Friedrich, 1769 bis 1785 (a), Wiederaufbau nach Brand, 1937 (Teilabbruch Ostflügel und Einmottung, 2003);
  • Fürstliches Landhaus (Im Park 6), zweigeschossiger verputzter Massivbau mit zweieinhalbgeschossigen Eckpavillons und flachen Walmdächern, im Norden Vorhalle, Werksteinsockel, pilastergerahmtes Portal, erbaut im Auftrag des Fürsten Anton Aloys als Sommersitz für Erbprinz Karl nach Entwurf von Rudolf Burnitz, Frankfurt, 1827/28 (a), Innenausbau bis 1832 (a), Anbau Vorhalle 1837 (a), Terrassenanbau Parkseite, 1951 (a);
  • Wohnhaus des Schlossverwalters (Im Park 1, Flst. Nr. 1/25), zweigeschossiger verputzter Fachwerkbau, steiles Walmdach mit Zwerchhaus, 18. Jahrhundert;
  • Orangerie (Im Park 4), eingeschossiger, lang gestreckter verputzter Massivbau mit südlicher Glasfront und zwei Eckpavillons, um 1840;
  • Försterhaus mit Ökonomieanbau (Im Park 7), zweigeschossiger verputzter Bau, Erdgeschoss massiv, Obergeschoss und Ökonomieteil Fachwerk, zwischen Ökonomie- und Wohnteil eingezogener Treppenaufgang mit Altan, Balustergeländer, 18. Jahrhundert;
  • Marstall (Sigmaringer Str. 8, heute Atelier), verputzter Massivbau mit Walmdach, zweigeschossiger Mittelbau, Hauptportal an der westlichen Traufseite sandsteingerahmt, darüber zwei springende Pferde in annähernd vollplastischem Sandsteinrelief, über dem Portal an der nördlichen Stirnseite stuckierte Wappenkartusche mit dem Monogramm des Fürsten Anton Aloys zu Hohenzollern, Innenausstattung teilweise überliefert, u. a. alte Holzboxen mit geschnitzten Säulen, Mittelhalle mit Eichenholztreppe und Stuckdecke mit Rosette, 1789 (i);
  • Fürstliche Wagenremise (Sigmaringer Straße 10), zweigeschossiger verputzter Fachwerkbau mit Satteldach, große Tore mit rundbogigen Oberlichtern, um 1825, später umgebaut zu Feuerwehrgerätehaus;
  • Schlosspark (Im Park – Flst. Nr. 273, 275, 1/3, 1/4, 1/5, 1/6, 1/7, 1/24, 1/46, 1/47), Parkanlage in gemischtem Stil mit See und Wasserlauf, historischer Wegeführung und Bepflanzung, Gartenpavillon sowie historischen Ausstattungselementen, u. a. Brücken, Tore, Denkmäler, Skulpturen, Vasen, Brunnen, historische Zäune, sog. Kaiser-Wilhelm-Stuhl, steinerne Sitzbank mit Porträt Kaiser Wilhelms I. in der Rückenlehne, am jetzigen Platz aufgestellt 1892 (a), angelegt durch die Hofgärtner Johann Wunibald und Fidel Ignaz Schnell, 1828 bis 1832 (a), Erweiterung 1870 (a), Neuanlage südliches Parterre nach Entwurf von Heinrich Grube, 1875 (a), Ergänzung Ausstattung Ende 19. und Anfang 20. Jahrhundert [§12]
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( Wikidata)
Wegkreuz Kehre 3
(Karte)
Hohes, überdachtes Holzkruzifix mit Begleitfigur am Schaft (Madonna), 19. Jahrhundert

Das Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Es ist ein charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten durchsetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. Die Figuren belegen die lokale Bildschnitzerkunst im 19. Jahrhundert.

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Bildstock mit einem alten und einem jungen Begleitbaum Bildstock
(Karte)
Bildstock gemauert und verputzt, auf der Vorderseite Votivnische, drei Rundbogennischen, 2007 noch leer, inzwischen wieder bemalt mit Heiligenfiguren und datiert 1845

Der Bildstock ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Er ist ein charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten durchsetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region.

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Fürstlicher Bauhof in der Verwaltung der Fürstlichen Hofkammer Hauptstraße 15
(Karte)
Errichtet um 1840, bestehend aus:
  • Wohnhaus, zweigeschossiger Bau mit Satteldach und Quergiebel, massives verputztes Erdgeschoss, darüber Zierfachwerk, an alter Stelle neu gebaut, 1905 (a);
  • Viehhaus, stattlicher Massivbau mit Fachwerkgiebeln, Krüppelwalmdach mit vorkragendem, um die Giebelseiten verkröpftem Traufgesims (Stalleinrichtung modern), um 1840;
  • Doppelscheune, Massivbau mit Walmdach über vorkragendem, kräftigen Traufgesims, um 1840;
  • Wagenschopf mit Gewölbekeller, um 1840, mehrfach erneuert (in jüngster Zeit mit einem Anbau unter abgeschlepptem Dach versehen);
  • Hofbrunnen, achteckiges Brunnenbecken aus Eisenplatten, säulenförmiger Stock, Gusseisen, gefertigt von den Fürstlich Hohenzollernschen Hüttenwerken Laucherthal, 1842 (i);
  • Hofraum und Freiflächen

Der Fürstliche Bauhof entstand in Erweiterung einer bereits bestehenden, inzwischen abgebrochenen herrschaftlichen Zehntscheune um 1840, als das Krauchenwieser Schloss unter Fürst Karl zum jährlichen Sommeraufenthalt des Hofes genutzt wurde. Die Gebäude veranschaulichen damit die zur Versorgung einer fürstlichen Hofhaltung im 19. Jahrhundert notwendige Ökonomie mit Verwalterwohnhaus. Der Brunnen im Hof ist ein charakteristisches Zeugnis der Produkte der landesherrlichen Hütten in Laucherthal. Der Bauhof ist mit seinen Gebäuden wichtiges Zeugnis für die höfisch-landesherrliche Prägung des Ortes durch das Haus Hohenzollern und die Ortsgeschichte und hat darüber hinaus siedlungsgeschichtliche Bedeutung.

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Weitere Bilder
Kath. Pfarrkirche St. Laurentius Pfarrweg 1
(Karte)
Massiver verputzter Saalbau mit Querhaus und polygonalem Chor, südlich Turm mit achteckigem Glockengeschoss und Zwiebelhaube, einfacher Saalraum mit kleinem Seitenschiff im Norden, historische Ausstattungsstücke, Turmschaft mittelalterlich, Langhaus neu errichtet durch Hans Waldner, 1597 (a), Verlängerung nach Westen, 1699 (a), Glockengeschoss des Turms, 1736 (a), Verlängerung nach Osten mit Querhaus und Neubau Chor durch Josef Laur, 1859 (a), fast vollständiger Neubau unter Einbeziehung von Turm und südlicher Langhausseite nach Entwurf von Maximilian Schätzle, 1952/53 (a)

Die Krauchenwieser Pfarrkirche hat mit ihrem Zwiebelturm ortsbildprägenden Charakter. In dem weitgehenden Neubau von 1952/53 stecken noch ältere Teile des 1597 errichteten Langhauses. Es zeugt von einem Neubau der Kirche durch Hans Waldner unter Einbezug des mittelalterlichen Turms – sichtbarer Ausdruck der Übernahme der Ortsherrschaft durch Graf Karl II. von Hohenzollern-Sigmaringen 1595. Künstlerische Bedeutung erhält der Bau durch seine skulpturale Ausstattung mit Werken von der Spätgotik bis zum Historismus und der Chorgestaltung durch den Bildhauer Oskar Steidle mit Figuren in Stuckschnitt-Technik, qualitätvolle Zeugnisse der Kirchenkunst der Nachkriegszeit. St. Laurentius hat daher Bedeutung für die regionale Kunstgeschichte wie auch orts- und kirchengeschichtlichen Zeugniswert.

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( Wikidata)
Kath. Pfarrhaus Pfarrweg 3
(Karte)
Zweigeschossiger Bau mit Satteldach, massives verputztes Erdgeschoss, darüber Zierfachwerk, im Giebel zugesetzte Ladeluke, giebelseitige Erschließung, 1715 (i)

Das giebelständige, freistehende Gebäude ist ein anschauliches Beispiel für einen katholischen Pfarrsitz im 1. Viertel des 18. Jahrhunderts. Den Bau zeichnet ein reiches Fachwerk aus, die zugesetzte Ladeluke im ersten Dachgeschoss weist auf die Funktion der Dachräume als Vorratsspeicher für den Pfarrer hin, der neben Geld auch in Naturalabgaben bezahlt wurde. Das Gebäude hat orts- und kirchengeschichtlichen Zeugniswert.

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Einzelnachweise

Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.

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