Liste der Kulturdenkmale in Ottersweier

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In der Liste der Kulturdenkmale in Ottersweier sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Ottersweier im Landkreis Rastatt in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende

Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.

  • Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen: Datei hochladen
  • Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
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  • Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
  • Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
  • ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg

Abkürzungen

Kulturdenkmale nach Ortsteilen

Ottersweier

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

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Wegkreuz L84-Zimmersbühn
(Karte)
Sandstein, Kruzifixus mit trauernder Muttergottes, Postament mit Inschriftenkartusche, 1703 (i)

Das am Weg von Ottersweier nach Sasbach als private Stiftung in der Flur aufgestellte Kreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Es ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. Es entspricht dem in der Region vielfach anzutreffenden Typus mit einer trauernden Gottesmutter am Kreuzesfuß, deren Darstellung die vorbeigehenden Gläubigen zur Andacht und Kontemplation einladen sollte.

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Wohnhaus mit Ökonomietrakt Antoniusstraße 1
(Karte)
Eingeschossiger Fachwerkbau mit massivem Sockel, Kniestock und Satteldach, zwei Wetterdächer am Giebel, Ende 18. Jahrhundert

Das Gebäude ist mit seinen Wetterdächern am Giebel und dem Kniestock ein charakteristisches Beispiel für die ländlichen Wohnbauten in der Region. Es veranschaulicht vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse auf dem Land und ist ein hauskundlich interessantes Zeugnis der Ortsbaugeschichte.

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Antoniuskapelle Antoniusstraße
(Karte)
Verputzter Saalbau mit eingezogenem, flach geschlossenem Chor und Satteldach mit Dachreiter, bauzeitliche Innenausstattung, 1912/13

Barbara Maretschek († 1929) stiftete ein Grundstück sowie 600 Goldmark für die Errichtung der Dorfkirche in ihrem Heimatort Hatzenweier. Mit Hilfe weiterer Spenden aus der Dorfgemeinschaft konnte der Bau 1912 begonnen und 1913 dem Hl. Antonius geweiht werden. Dieses Patrozinium ist wohl in Erinnerung an den Vater der Stifterin, Anton Maretschek, gewählt worden. Im Hochaltarretabel ist neben dem Hl. Antonius auch die Namenspatronin von Barbara Maretschek als Holzrelief dargestellt. Die dritte Altarfigur, der Hl. Augustinus, war der Namenspatrons von Augustin Schmieder, der mit seinen Stiftungen den Bau der Kapelle mitfinanzierte. Die Antoniuskapelle ist mit ihrer Bauform und dem Glockendachreiter über dem Eingang charakteristisch für Kirchen kleinerer ländlicher Gemeinden und spiegelt auch mit ihrer Ausstattung eine tiefe Frömmigkeit der Stifter wider.

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Aspichhof Aspichstraße 3
(Karte)
Hofanlage, bestehend aus: Wohnhaus, zweigeschossig mit Walmdach, Sandstein mit Holzerker; Ökonomiegebäude, eingeschossig mit Kniestock und Krüppelwalmdach, Sandstein, Holzerker, um 1900; gusseiserner Brunnen zwischen den Gebäuden, 1870

Der 1360 erstmals urkundlich erwähnte Aspichshofes befand sich im Eigentum der Grafen von Eberstein. Nach diversen Besitzerwechseln und seiner Zerstörung durch die Franzosen in den kriegerischen Auseinandersetzungen des Jahres 1684 wurde er nicht mehr an seinem ursprünglichen Standort, sondern auf einer Anhöhe oberhalb von Ottersweier neu errichtet. Sein heutiges Erscheinungsbild erhielt der Hof im Jahr 1846. Damals kam er in den Besitz von Großherzog Leopold von Baden, der ihn für seinen ältesten Sohn Ludwig, der geisteskrank war, „herrenmäßig“ herrichten ließ. 1902 verkaufte das Haus Baden den Hof an die kurz zuvor gegründete Kreispflegeanstalt Hub. Der Aspichhof ist als Zeugnis historischer Herrschafts- und Verwaltungsstrukturen ebenso wie als Versorgungseinrichtung und Arbeitsplatz behinderter Heimbewohner von hoher Bedeutung für die Sozial- und Ortsgeschichte.

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Wohnhaus (heute Heimatmuseum) Bachstraße 1
(Karte)
Zweigeschossiger Fachwerkbau mit Satteldach, Giebel verschalt, ein Wetterdach, 1688 (i)

Das ortsbildprägende Fachwerkhaus ist ein sprechendes Zeugnis der regionalen Zimmermannskunst des 17. Jahrhunderts. Durch den Fenstererker ist die Innenstruktur mit der charakteristischen Ecklage der Stube am Außenbau deutlich ablesbar. Das Gebäude hat damit Bedeutung für die Geschichte des ländlichen Hausbaus und die Ortsbaugeschichte von Ottersweier.

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Wohnhaus einer Hofanlage Bachstraße 3
(Karte)
Eingeschossiger Fachwerkbau mit Kniestock, massivem Sockel und Satteldach, frühes 19. Jahrhundert

Auch wenn der rückwärtige Ökonomieteil heute umgebaut ist, vermittelt das Wohnhaus einer Hofanlage noch einen Eindruck der ländlichen Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Es ist ein anschauliches bauliches Zeugnis der Wirtschafts- und Ortsbaugeschichte von Ottersweier.

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Wohnhaus einer Hofanlage Bachstraße 12
(Karte)
Eingeschossiger Fachwerkbau mit Kniestock und Satteldach, ein Wetterdach am Giebel, Giebel verschalt, 1792 (i), zugehöriger Ökonomiebau

Das Wohnhaus einer bäuerlichen Hofanlage (die zugehörige Scheune existiert nicht mehr) dokumentiert die von der Landwirtschaft geprägte historische Siedlungsstruktur von Ottersweier. Mit seinem Wetterdach am Giebel und dem Kniestock ist es charakteristisch für die ländlichen Wohnbauten in der Region und ein wichtiger Bestandteil des von einer überwiegend giebelständigen Bebauung geprägten älteren Siedlungsbildes. Das Gebäude veranschaulicht vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse auf dem Land und ist ein hauskundlich interessantes Zeugnis der Ortsbaugeschichte.

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Wohnhaus eines Hofanlage Bachstraße 15
(Karte)
Eingeschossiger Fachwerkbau mit massivem Sockel, Kniestock und Satteldach, ein Wetterdach am Giebel, um 1800

Das Gebäude dokumentiert die von der Landwirtschaft bestimmte historische Siedlungsstruktur von Ottersweier. Mit seinem Kniestock und dem Wetterdach am Giebel ist es ein charakteristisches Beispiel für die ländlichen Wohnbauten in der Region. Wetterdächer - auch Klebdächer genannt, da sie wie vor die Wand geklebt aussehen - sollten in regenreichen Gebieten Wand und Fenster, in den Tabakanbaugebieten in der Rheinebene aber vor allem die zum Trocknen aufgehängten Tabakblätter vor Feuchtigkeit schützen. Das Gebäude veranschaulicht vormoderne Wirtschafts-, Wohn- und Lebensverhältnisse auf dem Land.

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Wohnhaus einer Hofanlage Bachstraße 17
(Karte)
Zweigeschossig mit Satteldach, Erdgeschoss massiv und verputzt, Obergeschoss Fachwerk, 1837 (i)

Das Wohnhaus einer bäuerlichen Hofanlage dokumentiert die von der Landwirtschaft geprägte historische Siedlungsstruktur von Ottersweier. Es veranschaulicht vormoderne Lebens- und Arbeitsverhältnisse und ist Zeugnis der Ortsbaugeschichte.

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Wohnhaus einer Hofanlage Bachstraße 19
(Karte)
Zweigeschossig, Erdgeschoss massiv, Obergeschoss Fachwerk, Krüppelwalmdach, 1803 (i)

Das Wohnhaus einer bäuerlichen Hofanlage dokumentiert die von der Landwirtschaft geprägte historische Siedlungsstruktur von Ottersweier. Es veranschaulicht vormoderne Lebens- und Arbeitsverhältnisse und ist Zeugnis der Ortsbaugeschichte.

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Hl. Johannes von Nepomuk Bachstraße 29
(Karte)
Statue als Brückenheiliger, Sandsteinskulptur, farbig gefasst, 1779 (i)

Die Statue ist bei der Brücke über den Ottersweier Dorfbach und damit an einem für den Heiligen charakteristischen Standort aufgestellt, löste doch Johannes Nepomuk seit seiner Heiligsprechung 1729 den bis dato üblichen Brückenheiligen Nikolaus in dieser Funktion zunehmend ab. Die Verbindung zu Brücken erklärt sich aus dem Martyrium des Heiligen. Der Priester Johannes Nepomuk war im 14. Jahrhundert auf Befehl des böhmischen Königs Wenzel von der Prager Karlsbrücke in die Moldau geworfen und ertränkt worden war, weil er sich geweigert hatte, das Beichtgeheimnis zu lüften. Die Figur ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten spezifisch katholischen Frömmigkeit in der Frühen Neuzeit.

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Wohnhaus einer Hofanlage Bachstraße 37
(Karte)
Eingeschossiger Fachwerkbau mit Kniestock und Satteldach, Giebel verschalt, frühes 19. Jahrhundert

Das Gebäude ist mit seinem Kniestock und dem Wetterdach am Giebel ein charakteristisches Beispiel für die ländlichen Wohnbauten in der Region und ein wichtiger Bestandteil des von einer überwiegend giebelständigen Bebauung geprägten älteren Siedlungsbildes von Ottersweier. Es vermittelt einen Eindruck der Wohn- und Lebensverhältnisse der bäuerlichen Bevölkerung im frühen 19. Jahrhundert und hat ortsbaugeschichtlichen Zeugniswert.

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Bildstock mit Nische Burg-Windeck-Straße
(Karte)
Sandstein, zweite Hälfte 19. Jahrhundert

Der in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in dem kleinen Flecken Hard aufgestellte Bildstock ist ein anschaulich überliefertes Zeugnis einer in ländlichen katholischen Gebieten weit verbreiteten Tradition und Dokument der Frömmigkeit. Die Madonna in der in Form einer gotisierenden Laterne gestalteten Bildnische zeugt von der im späten 19. Jahrhundert stark verbreiteten Marienverehrung.

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Wegkreuz mit Marienfigur und Engelsköpfen Rosinenbühn
(Karte)
Sandstein, 1872

Das nördlich von Hub in der Feldflur stehende Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Es ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. Es folgt in seiner Gestaltung dem Vorbild der in Region vielfach anzutreffenden barocken Vorbilder mit einer trauernden Gottesmutter am Kreuzesfuß, deren Darstellung die vorbeigehenden Gläubigen zur Andacht und Kontemplation einladen sollte. In der Inschrift wird der Betrachter ausdrücklich dazu aufgefordert, ein Vater unser für die Verstorbenen zu beten.

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Wohnhaus mit Ökonomietrakt Eckgraben
(Karte)
Fachwerk, eingeschossig mit Kniestock, Giebel mit Eternit verkleidet, frühes 19. Jahrhundert

Das historische Wohngebäude mit Ökonomieteil verdeutlicht vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse und hat ortsbaugeschichtlichen Zeugniswert.

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Wohnhaus mit Ökonomietrakt Eisenbahnstraße 17
(Karte)
Eingeschossiger Fachwerkbau mit Kniestock und Satteldach, Giebel verschalt, 1. Hälfte 19. Jahrhundert

Bei dem Gebäude handelt es sich um ein quergeteiltes Einhaus. Die in der Region häufig vorkommende Gehöftform zeichnet sich durch einen charakteristischen Aufbau mit Fachwerkwohnteil über massivem Sockel- bzw. Kellergeschoss in der einen und Scheune in der anderen Haushälfte aus. Dieser Bautypus, der Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach vereint, belegt historische Lebensverhältnisse auf dem Land ebenso wie die stark agrarisch geprägte Ortsbaugeschichte von Ottersweier in der Frühen Neuzeit.

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Wohnhaus Eisenbahnstraße
(Karte)
Eingeschossiger Fachwerkbau mit Kniestock und Satteldach, Giebel verbrettert, massives Kellergeschoss, am Kellerbogen 1770 (i)

Das 1770 errichtete Gebäude gehört zum älteren Baubestand in Ottersweier. Mit dem von außen zugänglichen Keller vereint es Wohnnutzung und Vorratshaltung unter einem Dach. Es verdeutlicht vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse und hat ortsbaugeschichtlichen Zeugniswert.

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Wegkreuz mit Marienfigur Eisenbahnstraße 29
(Karte)
Sandstein, gestiftet von Matthias und Lina Metzinger, 1876 (i)

Das am früheren nordwestlichen Ortsausgang von Ottersweier als private Stiftung aufgestellte Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Es ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. Es folgt in seiner Gestaltung dem Vorbild der in Region vielfach anzutreffenden barocken Vorbilder mit einer trauernden Gottesmutter am Kreuzesfuß, deren Darstellung die vorbeigehenden Gläubigen zur Andacht und Kontemplation einladen sollte.

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Villa Eisenbahnstraße 78
(Karte)
Eingeschossiger verputzter Massivbau mit Pilaster- und Lisenengliederung, Mansardwalmdach mit mittigem Zwerchhaus, hohes Werkstein-Sockelgeschoss mit Terrasse, halbrunder Standerker mit Terrasse, frühes 20. Jahrhundert

Das anspruchsvolle Gebäude ist ein charakteristisches Beispiel gehobener bürgerlicher Villenarchitektur aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Zeittypisch für das Erscheinungsbild sind die symmetrische Gestaltung des Baukörpers und die im Sinne der Reformarchitektur auf Formen des 18. Jahrhunderts zurückgreifende Gestaltung. Das Gebäude dokumentiert so anschaulich die Strömungen der Architektur kurz nach 1900 wie auch als Villa einer wohlhabenden Auftraggeberschaft sozialgeschichtliche Aspekte.

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Wegkreuz Hatzenweier 7
(Karte)
Kruzifixus mit trauernder Muttergottes, 1891

Das südlich des Ortskerns von Hatzenweier aufgestellte Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Es ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. Es entspricht dem in der Region vielfach anzutreffenden Typus mit einer trauernden Gottesmutter am Kreuzesfuß, deren Darstellung die vorbeigehenden Gläubigen zur Andacht und Kontemplation einladen sollte.

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Wohnhaus Friedhofstraße 14
(Karte)
Zweigeschossig mit Satteldach, Erdgeschoss massiv und verputzt, Obergeschoss Fachwerk, Giebel verbrettert, neben dem Eingang Puttokopf, 1833 (i) 96982369

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Kapellenbildstock in Form eines Rundtempels mit Rundbogenöffnungen Stiti
(Karte)
Auf dem Dach ein Kreuz, im Innern Josefsfigur, 1871 (i)

Der am Weg von Neusatz nach Aspich aufgestellte Bildstock ist ein anschaulich überliefertes Zeugnis einer in ländlichen katholischen Gebieten weit verbreiteten Tradition und Dokument der Frömmigkeit. Mit der in ihm verwahrten Josefsfigur belegt er die nach 1870 ansteigende Verehrung von Jesu Ziehvater, nachdem der hl. Josef von Papst Pius IX. zum Schutzpatron der katholischen Kirche erklärt und von Papst Leo XIII. in einer Enzyklika besonders gewürdigt worden war.

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Bildstock mit Relieftafel (Madonna mit Kind) Haft
(Karte)
Plastischer Engelskopf und eingeritztes Mühlrad am Schaft, Sandstein, 1768 (i)

Der 1768 bei der Unteren Mühle in Haft aufgestellte Bildstock wurde dem Mühlrad auf dem Schaft zufolge wohl von der Müllersfamilie gestiftet. Er ist spezifischer bildlicher Ausdruck der Frömmigkeit und eines der für katholische Regionen charakteristischen, die Kulturlandschaft prägenden religiösen Kleindenkmale.

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Wohnhaus einer Hofanlage Haft 19
(Karte)
Eingeschossig mit massivem Hochkeller, Kniestock und Satteldach, Fachwerk, Giebel verschalt, ein Wetterdach am Giebel, frühes 19. Jahrhundert

Das Einhaus, eine am Oberrhein weit verbreitete bäuerliche Hausform, dokumentiert die von der Landwirtschaft bestimmte historische Siedlungsstruktur von Haft. Das Gebäude ist mit seinem Wetterdach am Giebel und dem Kniestock ein charakteristisches Beispiel für die ländlichen Wohnbauten in der Region. Es veranschaulicht vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse auf dem Land und ist ein Zeugnis der Ortsbaugeschichte.

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Wohnhaus einer Hofanlage Haft 28
(Karte)
Fachwerk, eingeschossig mit Kniestock, Satteldach und Giebelausbau, 1722 (i), Giebel und Kniestock frühes 19. Jahrhundert

Bei dem Gebäude handelt es sich um den Wohnteil des in der Region häufig anzutreffenden Typus des quergeteilten Einhauses. Diese Hofform zeigt einen charakteristischen Aufbau mit straßenseitigen Wohnteil und Scheunenteil in der rückwärtigen Haushälfte. Das Gebäude ist ein anschaulich überliefertes Beispiel dieses ländlichen Bautyps, der Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach vereinte.

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Hofanlage Haft 31
(Karte)
Bestehend aus: Wohnhaus, eingeschossiger Fachwerkbau mit massivem Hochkeller und Satteldach, Ende 18. Jahrhundert, jüngere Scheune

Die Hofanlage vermittelt ein anschauliches Bild der ländlichen Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse im 18. und 19. Jahrhundert. Sie besteht aus einem gestelzten Wohnstallhaus und einer stattlichen separat stehenden Scheune. Das Anwesen belegt die landwirtschaftliche Prägung von Haft und ist Zeugnis der Ortsbaugeschichte.

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Hofanlage Haft 43
(Karte)
Bestehend aus: Wohnhaus, zweigeschossig, Erdgeschoss massiv umgebaut, Obergeschoss und Giebel mit Zierfachwerk, drei Wetterdächer am Giebel, Krüppelwalmdach, Ende 18. Jahrhundert, zugehörige Scheune und kleine Ökonomiegebäude aus Backstein, 19. Jahrhundert

Die Hofanlage besteht aus einem stattlichen Wohnhaus des späten 18. Jahrhunderts, einer etwas jüngeren Scheune aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und kleinen Ökonomiegebäuden aus Backstein aus der Zeit nach 1900. Sie hebt sich in ihren Dimensionen deutlich vom in der Region vorherrschenden Typus des Quereinhauses ab. Der höhere Anspruch der offenbar wohlhabenden Bauherren spiegelt sich in der Größe, Bauweise und Gestaltung des Wohnhauses wider, dessen Wohnraum sich über zwei Vollgeschosse erstreckt. Regionaltypisch sind die Wetter- oder Klebdächer an der Wetterseite, die einerseits die Schwellhölzer schützen und andererseits für die Aufhängung von Tabakbündeln und ähnlichem Erntegut zur Trocknung dienten. Zusammen mit der großen Stallscheune dokumentiert das stattliche Wohnhaus bäuerliches Wohnen und Wirtschaften in vormoderner Zeit und hat zudem eine erhebliche Aussagekraft für die Siedlungsgeschichte des Ortes Haft.

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Wegkreuz mit Marienfigur Haft 43
(Karte)
Um 1870

Das im Zentrum von Haft bei der Brücke über den Laufbach aufgestellte Wegkreuz entspricht dem in der Region vielfach anzutreffenden Typus mit einer trauernden Gottesmutter am Kreuzesfuß, deren Darstellung die vorbeigehenden Gläubigen zur Andacht und Kontemplation einladen sollte. Wegkreuze sind Zeugnisse einer gelebten und zum Ausdruck gebrachten Religiosität und bilden ein Charakteristikum für diese weitgehend vom katholischen Glauben geprägte Gegend.

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Wohnhaus einer Hofanlage Haft 63
(Karte)
Eingeschossiger Fachwerkbau mit Kniestock und Satteldach, zwei Wetterdächer am Giebel, 2. Hälfte 18. Jahrhundert

Das Wohnhaus einer Hofanlage dokumentiert die von der Landwirtschaft geprägte historische Siedlungsstruktur und Ortsbaugeschichte von Haft. Eine für das Oberrheingebiet regionaltypische Ausprägung sind die Wetterdächer und der Kniestock. Wetterdächer - auch Klebdächer genannt, da sie wie vor die Wand geklebt aussehen - sollten in regenreichen Gebieten Wand und Fenster, in den Tabakanbaugebieten in der Rheinebene aber vor allem die zum Trocknen aufgehängten Tabakblätter vor Feuchtigkeit schützen. Klebdächer haben eine konstruktive Besonderheit. Während Vordächer aus vorstehenden Balken der Wandkonstruktion gebildet werden, besteht das Klebdach aus einer separaten Dreieckskonstruktion. Das Gebäude ist damit von hauskundlichem Interesse und veranschaulicht vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse auf dem Land.

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Wegkreuz mit Marienfigur und Engelsköpfen Hägenichstraße
(Karte)
Sandstein, 1705 (i)

Das am Weg von Ottersweier zur Wallfahrtskirche Maria Linden aufgestellte Kreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Es ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. Es entspricht dem in der Region vielfach anzutreffenden Typus mit einer trauernden Gottesmutter am Kreuzesfuß, deren Darstellung die vorbeigehenden Gläubigen zur Andacht und Kontemplation einladen sollte. Darüber hinaus sind die Figuren Jesu und Mariä von einer beachtlichen Qualität und damit ein anschauliches Zeugnis barocker Bildhauerkunst.

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Landhaus mit Garten Hägenichstraße 2
(Karte)
Zweigeschossig, Erdgeschoss massiv und Bruchstein, Obergeschoss Fachwerk und Holzverschalung, Krüppelwalmdach, Mittelgiebel mit Loggia, um 1900

Das recht stattliche Wohnhaus wurde um 1900 am Weg zwischen Ottersheim und der Wallfahrtskirche Maria Linden errichtet. Es ist ein charakteristisches Beispiel für gestalterische Bestrebungen im Wohnhausbau der Zeit. Mit der Verwendung von Naturstein, Fachwerk und Verbretterung sowie dem weit vorkragenden Dach werden Vorbilder der landschaftstypischen Architektur am Oberrhein aufgenommen. Das Gebäude verkörpert eine dem Heimatstil zugehörenden Tendenz in der Villen- und Landhausarchitektur und dokumentiert die bürgerliche Lebens- und Wohnkultur im Deutschen Kaiserreich.

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Wegkreuz Hatzenweier
(Karte)
Kruzifix mit trauernder Marienfigur, Sandstein, um 1800

Das im kleinen Weiler Hatzenweier um 1800 aufgestellte Kreuz ist ein die Kulturlandschaft katholischer Gebiete prägendes Zeugnis der Frömmigkeit. Kreuze und Bildstöcke fanden nicht nur in der Flur, sondern auch innerörtlich Aufstellung und dienten dazu den Dorfraum quasi zu sakralisieren.

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Wohnhaus mit Ökonomietrakt Hatzenweier 27
(Karte)
Eingeschossig mit Kniestock und Satteldach, Fachwerk auf niedrigem massiven Sockel, Erdgeschoss zum Teil massiv umgebaut, 1803 (i)

Das Haus entspricht dem in der Region häufig anzutreffenden Typus des quergeteilten Einhauses. Es zeigt einen charakteristischen Aufbau mit straßenseitigen Wohnteil und Scheunenteil in der rückwärtigen Haushälfte. Das Gebäude ist ein anschaulich überliefertes Beispiel dieses ländlichen Bautyps, der Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach vereint und belegt die von der Landwirtschaft geprägte Ortsbaugeschichte von Hatzenweier.

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Wegkreuz Hatzenweier 28
(Karte)
Kruzifix mit trauernder Marienfigur, Sandstein, gestiftet von Alois Seifermann, 1874

Das Kruzifix ist ein sprechendes Zeugnis der in katholischen Gebieten weit verbreiteten Tradition der Stiftung von Wegkreuzen durch Privatleute. Es entspricht dem in der Region vielfach anzutreffenden Typus mit einer trauernden Gottesmutter am Kreuzesfuß, eine Darstellung, die sich von der Barockzeit bis zum beginnenden 20. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreute.

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Wohnhaus einer Hofanlage Hauptstraße 16
(Karte)
Eingeschossig mit Krüppelwalmdach, Sockel aus Sandsteinquadermauerwerk, massives verputztes Erdgeschoss mit Eckquaderung, Giebel mit Zierfachwerk, um 1900

Das Wohnhaus wurde im beginnenden 20. Jahrhundert südwestlich des Ortszentrums neu erstellt. Mit dem reich gestalteten Holzwerk, dem weit überstehenden Krüppelwalmdach und der Eckquaderung verkörpert es eine dem Heimatstil zugehörenden Tendenz in der Baukunst. Mit dem graphisch gestalteten Fachwerk und den gekuppelten Fenstern ist es zudem ein bauzeittypisches Beispiel für die Übertragung städtischer Architekturformen und neuer Baumaterialien auf das Bauernhaus in jener Zeit. Das Wohnhaus dokumentiert die auch im frühen 20. Jahrhundert noch stark von der Landwirtschaft geprägte Ortsbaugeschichte von Ottersweier.

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Wohnhaus Hauptstraße 27
(Karte)
Zweigeschossiger verputzter Massivbaubau mit profiliertem Traufgesims und Mansardwalmdach, Erdgeschossfenster verändert, Mitte 18. Jahrhundert

Das Gebäude ist mit seiner Kubatur und dem mächtigen Mansarddach ein charakteristisches Beispiel für einen barockzeitlichen Wohnbau. In seiner Gestaltung hebt es sich deutlich von den im Ort vorherrschenden bäuerlichen Anwesen bzw. giebelständigen Fachwerkbauten mit Satteldach ab. Die ungewöhnliche Größe und die prominente Lage gegenüber der Pfarrkirche lassen auf einen wohlhabenden Besitzer schließen. Das Gebäude hat damit besondere Bedeutung für die Ortsbaugeschichte von Ottersweier im 18. Jahrhundert.

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Gasthaus Zum Adler Hauptstraße 31
(Karte)
Zweigeschossig mit Satteldach, Erdgeschoss massiv und verputzt, darüber Fachwerk, seitlicher Anbau mit korbbogiger Torfahrt und Satteldach, früher Poststation, gegründet 1651

Der Name des Gasthofes spielt auf den habsburgischen Doppeladler an, gehörte Ottersweier doch von 1530 bis 1701 und von 1771 bis 1806 zu Vorderösterreich und kam erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts an das Haus Baden. Der Adler gehört zu den ältesten Gasthäusern von Ottersweier, schon im Jahr 1561 war mit ihm eine Poststation verbunden. Der in charakteristischer Lage an der zentralen Ortsdurchfahrt stehende Adler ist ein wichtiges Zeugnis für das Gasthauswesen und die Wirtschaftsgeschichte von Ottersweier in der Frühen Neuzeit. Zudem belegt er wie zahlreiche andere (ehemalige) Gasthöfe bis heute den Verlauf der alten Land- und Poststraßen durch die Dörfer.

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Standbild des sel. Bernhard von Baden auf hoher Säule Hauptstraße 38
(Karte)
Sandstein, errichtet als Gedenkstätte für die Gefallenen des Krieges 1870/71, Künstler J. Königer

Das in prominenter Lage neben der Pfarrkirche platzierte Denkmal ist eines der zahlreichen in ganz Deutschland zur Erinnerung an die Teilnehmer des siegreich beendeten Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 aufgestellten Gefallenendenkmale. Mit der Büste des damals regierenden Großherzogs Friedrich I. von Baden und der Figur seines selig gesprochenen Vorfahren Bernhard II. von Baden auf der hohen Säule stellt es den Anteil heraus, den die badischen Truppen im Kriegsgeschehen hatten. Damit ist es ein zeittypisches, steingewordenes Beispiel für die vom Nationalstolz sowie der Euphorie der Deutschen über den Sieg und über die Gründung des Deutschen Reiches getragene Stimmung der Zeit nach 1871.

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Standbild des Hl. Joh. von Nepomuk Hauptstraße 38
(Karte)
Sandstein, 1911

Bei der Ottersheimer Pfarrkirche ist eine Statue des Hl. Nepomuk aufgestellt, der vor allem in überwiegend katholischen Gebieten Süddeutschlands besondere Verehrung erlebte. Sie ist nicht nur Zeugnis der Bildhauerkunst des frühen 20. Jahrhunderts, sondern belegt auch die in ganz Europa verbreitende Nepomukverehrung, nachdem der im 14. Jahrhundert auf Befehl des böhmischen Königs in der Moldau ertränkte Priester 1729 heiliggesprochen und 1732 von den Jesuiten zu ihrem zweiten Ordenspatron erhoben worden war. Die Inschrift auf dem hohen Sockel verweist eindrücklich auf die Vorbildfunktion des Heiligen. „Herr schließ mir oft die Lippen zu, wenn ich bei Menschen weile. Doch öffne Herz und Mund mir Du, so oft zur Beicht ich eile.“

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Wohnhaus einer Hofanlage Hauptstraße 41
(Karte)
Eingeschossiger Fachwerkbau mit Kniestock, massivem Sockel und Satteldach, Giebel verbrettert, ein Wetterdach am Giebel, 1749 (i)

Das Gebäude ist mit seinem Wetterdach am Giebel und dem Kniestock ein charakteristisches Beispiel für die ländlichen Wohnbauten in der Region und ein wichtiger Bestandteil des von einer überwiegend giebelständigen Bebauung geprägten älteren Siedlungsbildes von Ottersheim. Wetterdächer - auch Klebdächer genannt, da sie wie vor die Wand geklebt aussehen - sollten in regenreichen Gebieten Wand und Fenster, in den Tabakanbaugebieten in der Rheinebene aber vor allem die zum Trocknen aufgehängten Tabakblätter vor Feuchtigkeit schützen. Das Gebäude veranschaulicht vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse auf dem Land und ist ein hauskundlich interessantes Zeugnis der Ortsbaugeschichte.

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Wegkreuz L84-Juhnebühn
(Karte)
Massives Sandsteinkreuz mit Blattenden, Bildstock mit Gitter, Inschrift: „MDCXCIII / IoHAN / NES / BVRCKH / HARDT / VND / MARIA / SEINEHA / VSFRAVW / (...)“, 1693 (i)

Das Wegkreuz wurde in den letzten Jahren des 17. Jahrhunderts nördlich von Ottersweier in der Flur als private Stiftung aufgestellt. Es ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und ein charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region.

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Marienkapelle Hauptstraße
(Karte)
Kapellenbildstock unter Baldachin, Sandstein gemauert, in der Nische Marienfigur mit Kind, Umfassungsmauer, anstelle eines Vorgängerbaus von 1752 errichtet um 1910, heute Gedenkstätte für die im Straßenverkehr Verunglückten

Der bei der Wallfahrtskirche Maria Linden stehende Kapellenbildstock ersetzte im frühen 20. Jahrhundert einen Vorgänger von 1752. Heute ist die aufwendige kleine Architektur, die in sich eine Madonnenstatue birgt, den im Straßenverkehr Verunglückten gewidmet. Der Bildstock ist mit seiner künstlerischen Ausgestaltung Zeugnis einer gelebten und zum Ausdruck gebrachten Religiosität und wichtiges Ausstattungselement einer sakralisiert gedachten Kulturlandschaft in der katholisch geprägten Region.

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Landhaus mit Garten Hubstraße 22
(Karte)
Eingeschossiger Putz-Werksteinbau mit Backsteingliederung, Kniestock, Satteldach, Mittelrisalit, Erker und Wintergarten, Einfriedung, um 1890/95

Der Bau verkörpert einen im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts zu hoher Blüte gekommenen Wohnhaustyp, dem als gestalterisches Prinzip die architektonische Gruppierung der Baumassen zu malerischer Wirkung zugrundeliegt. Charakteristisch für die Architektur dieser Zeit ist nicht nur die bewegte Silhouette, wie sie hier mit Hilfe des Erkers, des Wintergartens und des Zwerchhauses entwickelt, sondern auch der Kontrast zwischen verputzten Flächen und Architekturgliedern aus Backstein. Das Gebäude hat Anteil an der gründerzeitlichen Erweiterung Ottersweiers und damit Aussagekraft auch für die Ortstbaugeschichte.

96982382

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Bildstock mit flacher Nische Hubstraße
(Karte)
Sandstein, in der Nische Relieftafel mit Kreuzigungsgruppe, Ende 19. Jahrhundert. Inschrift: „An diesem Zeichen/ist uns verheissen/Sieg und Heil/wird uns zuteil./Bete 3 ave Maria/für die armen/Seelen.“

Der Bildstock stellt ein aussagekräftiges Zeugnis der gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit im späten 19. Jahrhundert dar. Seine Reliefdarstellung - eine Kreuzigungsgruppe - zählt inhaltlich zu einem der am häufigsten vertretenen Motive. Der Bildstock ist ein charakteristisches Dokument der katholisch geprägten Region, die sich durch zahlreiche derartige Andachtsstätten auszeichnet.

96982383

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Wegkreuz mit Marienfigur Hubstraße 52
(Karte)
Sandstein, gestiftet von Schababerle, 1805, erneuert von Fr. Friedmann,1893

Das östlich von Ottersweier in der Flur stehende Kreuz entspricht dem in der Region vielfach anzutreffenden Typus mit einer trauernden Gottesmutter am Kreuzesfuß. Eine beachtliche Anzahl der Wegkreuze - wie auch dieses Exemplar von 1805 - wurde nicht dem Verfall anheimgegeben, sondern von späteren Generationen renoviert. Damit belegen sie die Kontinuität der von der Bevölkerung diesen Andachtsmalen bis heute entgegengebrachten Verehrung.

96982381

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Kreispflegeanstalt Hubstraße 66
(Karte)
Ehem. Bad in der Hub, bestehend aus:
  • Gebäude Nr. 1, 2, 3, 4: Vierflügelanlage, ursprünglich zwei- und dreigeschossig, 1811 von Friedrich Weinbrenner

Gebäude Nr. 1 wurde 1874 erbaut, nach Abbruch eines bestehenden zweigeschossigen Fachwerkhauses, das Weinbrenner in seine Anlage integriert hatte, Gebäude Nr. 2 und 3, Bettentrakte, jetzt aufgestockt (viergeschossig), Gebäude Nr. 4, ehem. Festsaaltrakt, jetzt als Kirche genutzt

  • Gusseiserner Brunnen im Hof, Ende 19. Jahrhunderts
  • Gebäude Nr. 11: Krankenhausgebäude, Zweiflügelanlage, dreigeschossiger Putz-Werksteinbau mit hohem Hausteinsockelgeschoss und Hausteinfront an der Westseite, Mansardwalmdach, 1906
  • Gebäude Nr. 12: Krankenhausgebäude, dreigeschossiger Putz-Werksteinbau mit hohem Sockelgeschoss, Mittel- und Eckrisaliten, Walmdach, Mitte 19. Jahrhundert
  • Gebäude Nr. 26: Wohnhaus, eingeschossig mit Kniestock, Putz-Werksteinbau mit Krüppelwalmdach, Mitte 19. Jahrhundert
  • Gebäude Nr. 33: Wohnhaus, zweigeschossig, Putz-Werksteinbau mit Walmdach und Zwerchhaus über dem Eingang, am Türsturz bezeichnet 1811 (ehem. Ochsenhof)
  • Gebäude Nr. 34: Wohnhaus, zweigeschossig, Putz-Werksteinbau mit Krüppelwalmdach, ein Wetterdach am Giebel, bezeichnet 1849
  • Gebäude Nr. 36: Wohnhaus, zweigeschossig, Putz-Werksteinbau mit Krüppelwalmdach, traufständig, sogenannter Neubau, 1923/24
  • Gebäude Nr. 39: Wohnhaus mit Werkstatt, zweigeschossig, Putz-Werksteinbau, Krüppelwalmdach, giebelständig, sogenanntes Judenhaus, frühes 19. Jahrhundert

Wohl um das Jahr 1470 begannen durch geologische Aktivitäten auf der Hub Thermalquellen zu fließen. Schon 1475 gewährte der damalige Lehensherr, Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz, ein Badeprivileg, das als eine der ersten Badeordnungen in Deutschland strenge Regelungen für den Badebetrieb festlegte. In der Folge entwickelte sich Hub zu einem kleineren, sowohl von deutschen als französischen Gästen und auch vom badischen Hof besuchten Kurbad. In der Blütezeit des Bades wurde der bekannte Architekt Friedrich Weinbrenner 1810 vom Badbesitzer Friedrich Kampmann mit dem Bau einer großen vierflügeligen Hotelanlage beauftragt. Dabei wurde an der Nordseite das bestehende Gästehaus in den Neubau integriert. So entstand ein um einen reizvollen Innenhof gruppierter Bau, der Assoziationen sowohl an einen barocken Schlossbau als auch an einen klösterlichen Kreuzgang evoziert. Im Inneren barg er 120 Gästezimmer, Privatsalons, Salons mit Pianos, Billardzimmer, einen Lese- und einen großen Speisesaal. Im Südflügel entstand ein Gesellschaftshaus mit einem großen prachtvoll geschmückten Kur-, Speise- und Ballsaal, der später zu einer Kirche umgewidmet wurde. Der mondäne Hotelkomplex war zunächst gut besucht, doch wurden die einst zahlreichen Badegäste aus dem Elsaß bald wegen der deutsch-französischen Spannungen immer weniger und blieben nach dem für Frankreich verlorenen Krieg von 1870/71 ganz aus. Zudem litt der Kurbetrieb auch unter der wachsenden Konkurrenz mit dem nahen Baden-Baden. Als nur noch wenige Dutzend Gäste pro Saison Hub besuchten, wurde die Anlage im Jahr 1873 an die Kreisverbände Karlsruhe und Baden verkauft und die „Kreispflegeanstalt für arme Hilflose“ zur Pflege von „dauerhaft körperlich oder geistig Kranken“ eingerichtet, für die in der Folge mehrere Erweiterungsbauten entstanden. In den Jahren 1940/41 fiel mehr als die Hälfte der Bewohner der Pflegeanstalt dem Euthanasie-Programm des nationalsozialistischen Regimes zum Opfer: sie wurden nach Grafeneck auf der Schwäbischen Alb deportiert und dort vergast. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges beschlagnahmte die französische Besatzungsmacht das Kreispflegeheim auf der Hub zur Behandlung tuberkulosekranker Soldaten und russischer Zwangsarbeiter. Nach deren Abzug diente es wieder als Lungenheilanstalt und Langzeitkrankenhaus. Nach umfangreichen Renovierungen und Erweiterungen wird die Anlage heute als Klinikum Mittelbaden mit Pflege- und Palliativzentrum genutzt. Mit seiner langen wechselvollen Geschichte ist das umfangreiche Areal mit den zahlreichen Gebäuden aus verschiedenen Bau- und Nutzungsepochen von hoher Bedeutung für die über 500jährige Geschichte des Kur- und Krankenhausbetriebs auf der Hub.

96981849

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Villa Bergfrieden Hundseck 3
(Karte)
Zweieinhalbgeschossiger Holzbau mit Granitsockelgeschoss, tief herabgezogenes Krüppelwalmdach, zweigeschossige Loggia, Erker an der Talseite, 1904

Die Villa Bergfrieden wurde 1904 in Hundseck, einem kleinen Weiler an der Schwarzwaldhochstraße, in unmittelbarer Nachbarschaft zum damals noblen Höhenhotel Kurhaus Hundseck, errichtet. Der originell gestaltete Bau schöpft aus lokalen Bautraditionen wie dem großen, tief herabgezogenen Dach mit Anspielung auf die Rauchlöcher der Bauernhöfe sowie der im Nordschwarzwald üblichen Verschindelung. Die Villa ist mit den vielen dekorativen Holzdetails ein Vertreter des um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert beliebten „dekorativen Schwarzwaldstils“, einer dem Heimatstil zugehörenden Tendenz in der Villen- und Landhausarchitektur. Zudem dokumentiert sie die bürgerliche Lebens- und Wohnkultur jener Zeit.

96981850

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Kath. Pfarrkirche St. Johannes der Täufer Hauptstraße 38; Laufer Straße 1
(Karte)
Dreischiffige Sandsteinbasilika mit Doppelturmfassade, Querhaus und Chor mit 5/8-Schluss, Fünfknopftürme mit hohen Maßwerköffnungen im Glockengeschoss, Langhaus und Chor gegliedert durch Strebepfeiler und Maßwerkfenster, im Inneren u.a. Kreuzaltar Mitte 18. Jahrhundert, Fenster von Wilhelm Geyer 1956 bis 1959, unter Einbeziehung des Turms mit Kapelle des Vorgängerbaus (der im Südturm der neuen Kirche aufging) sowie der Strebepfeiler des Chors (überbaut mit der Eingangshalle) aus dem 13. Jahrhundert neu erbaut zusammen mit dem Pfarrhaus von Johannes Schroth, 1906 bis 1910;
  • Pfarrhaus (Laufer Straße 1, Flst. 52), zweigeschossiger Sandsteinbau mit Walmdach, überdachter Verbindungsgang zur Sakristei der Pfarrkirche, erbaut zusammen mit der Pfarrkirche von Johannes Schroth, 1906 ff.; an der in südlicher Richtung verlaufenden Mauer zwei Grabsteine von 1552, Wappenstein und Kielbogen

In ihren ältesten Teilen - dem unteren Bereich des Südturms - geht die Ottersweier Johanneskirche bis in das 13. Jahrhundert zurück. Der größte Teil der alten Kirche wurde allerdings 1905 vollständig abgetragen, um Platz für einen großzügigen Neubau für ca. 1800 Gläubige zu schaffen. Nach Plänen von Johannes Schroth, einem Mitarbeiter in der Bauverwaltung des katholischen Erzbistums Freiburg, entstand 1906 bis 1912 ein Kirchenbau mit einer mächtigen Doppelturmfassade in neugotischem Stil. Mit seiner bauzeittypischen Gestaltung und Ausstattung stellt der Bau ein anschaulich erhaltenes Zeugnis für den Kirchenbau des späteren 19. Jahrhunderts dar. Besondere Erwähnung verdient der farben- und detailreiche Fensterzyklus des Ulmer Künstlers Wilhelm Geyer, der in den 1950er-Jahren die durch Kriegseinwirkungen zerstörte bauzeitliche Farbverglasung ersetzte. Ebenfalls nach Plänen von Johannes Schroth entstand zeitgleich mit dem Kirchenbau ein mit diesem durch einen Arkadengang verbundenes Pfarrhaus. Die Johanneskirche ist nicht nur ein charakteristisches Beispiel eines aufwendigen historistischen Sakralbaus, sondern bildet auch mit dem Pfarrhaus ein eindrucksvolles Gesamtkunstwerk im neugotischen Stil. Die ortsbildprägende Baugruppe von Kirche und Pfarrhaus ist zudem das zentrale bauliche Dokument der Orts- und Kirchengeschichte von Ottersweier.

96982377

Wohn- und Geschäftshaus Laufer Straße 2
(Karte)
Zweigeschossiger Fachwerkbau mit Satteldach und massivem Sockel, am Nordgiebel ein Wetterdach mit Loggienvorbau, im Kern Mitte 18. Jahrhundert, Loggia und Ladeneinbau, Ende 19. Jahrhundert

Der stattliche Bau an der Ottersweier Ortsdurchfahrt stammt im Kern aus dem 18. Jahrhundert, erfuhr aber an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zusammen mit dem Nachbarhaus einen Umbau, der vor allem der Nordseite durch einen Ladeneinbau und eine hölzerne Loggia ein neues Gesicht gab. Bemerkenswert ist die bewusste Eingliederung in den gewachsenen Hausbestand in späthistoristischem Sinne. Das Wohn- und Geschäftshaus ist ein anschauliches Beispiel für den barockzeitlichen Fachwerkbau ebenso wie für die kleinstädtische Architektur der Zeit um 1900 und nicht zuletzt auch von hoher Bedeutung für die Ortsbaugeschichte von Ottersweier.

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Wohn- und Geschäftshaus Laufer Straße 4
(Karte)
Zweigeschossiger Fachwerkbau mit Satteldach und massivem Sockel, am Nordgiebel ein Wetterdach mit Loggienvorbau, im Kern Mitte 18. Jahrhundert, Loggia und Ladeneinbau, Ende 19. Jahrhundert

Der stattliche Bau an der Ottersweier Ortsdurchfahrt stammt im Kern aus dem 18. Jahrhundert, erfuhr aber an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zusammen mit dem Nachbarhaus einen Umbau, der vor allem der Nordseite durch einen Ladeneinbau und eine hölzerne Loggia ein neues Gesicht gab. Bemerkenswert ist die bewusste Eingliederung in den gewachsenen Hausbestand in späthistoristischem Sinne. Das Wohn- und Geschäftshaus ist ein anschauliches Beispiel für den barockzeitlichen Fachwerkbau ebenso wie für die kleinstädtische Architektur der Zeit um 1900 und nicht zuletzt auch von hoher Bedeutung für die Ortsbaugeschichte von Ottersweier.

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Wohnhaus einer Hofanlage Laufer Straße 9
(Karte)
Eingeschossiger Fachwerkbau mit Kniestock, Satteldach und massivem Sockel, ein Wetterdach am (modern verkleideten) Giebel, 1754 (i), renoviert 1991

Das Gebäude ist mit seinen Wetterdächern am Giebel ein charakteristisches Beispiel für die ländlichen Wohnbauten in der Region und ein wichtiger Bestandteil des von einer überwiegend giebelständigen Bebauung geprägten älteren Siedlungsbildes. Wetterdächer - auch Klebdächer genannt, da sie wie vor die Wand geklebt aussehen - sollten in regenreichen Gebieten Wand und Fenster, in den Tabakanbaugebieten in der Rheinebene aber vor allem die zum Trocknen aufgehängten Tabakblätter vor Feuchtigkeit schützen. Das Gebäude vermittelt einen Eindruck der Wohn- und Lebensverhältnisse der bäuerlichen Bevölkerung um die Mitte des 18. Jahrhunderts und hat ortsbaugeschichtlichen Zeugniswert für Ottersweier.

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Wohnhaus einer Hofanlage Laufer Straße 12
(Karte)
Zweigeschossiger Fachwerkbau mit massivem Sockel und Satteldach, ein Wetterdach am Giebel, um 1800

Das Wohnhaus ist wichtiger Bestandteil der überwiegend von giebelständigen Bauten geprägten historischen Siedlungsstruktur von Ottersweier. Mit dem von außen zugänglichen Keller und dem Speicherdach vereinte es Wohnnutzung und Vorratshaltung unter einem Dach. Es ist ein Zeugnis der Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Landbevölkerung im Oberrheingebiet in der Vormoderne.

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Wohnhaus einer Hofanlage Laufer Straße 14
(Karte)
Zweigeschossiger Fachwerkbau mit massivem Sockel und Satteldach, ein Wetterdach am Giebel, um 1800

Das Wohnhaus ist wichtiger Bestandteil der überwiegend von giebelständigen Bauten geprägten historischen Siedlungsstruktur von Ottersweier. Mit dem von außen zugänglichen Keller und dem Speicherdach vereinte es Wohnnutzung und Vorratshaltung unter einem Dach. Es ist ein Zeugnis der Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Landbevölkerung im Oberrheingebiet in der Vormoderne.

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Wohnhaus Laufer Straße 17
(Karte)
Zweigeschossig mit Krüppelwalmdach, Sockel und Erdgeschoss massiv und verputzt, Obergeschoss Fachwerk, Giebel verschalt, ein Wetterdach, frühes 19. Jahrhundert

Der Bau vermittelt einen Eindruck der Wohn- und Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung am Oberrhein im frühen 19. Jahrhundert und hat siedlungs- sowie ortsbaugeschichtlichen Zeugniswert für Ottersweier.

96982390

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Wegkreuz Laufer Straße 20 e
(Karte)
Sandstein, gestiftet von der Gemeinde, 1893

Das im späten 19. Jahrhundert von der Gemeinde gestiftete Wegkreuz ist heute auf dem Friedhof von Ottersweier aufgestellt. Kreuze sind charakteristische Ausstattungsstücke historischer Friedhofsanlagen. Sie gemahnen nicht nur an die Vergänglichkeit, sondern vor allem an den Tag der Auferstehung, die nach christlicher Auffassung durch den Kreuzestod und die folgende Auferstehung Jesu von den Toten ermöglicht wurde. Das in neugotischen Formen gestaltete Steinkreuz ist damit bildlicher Ausdruck gelebter Frömmigkeit und der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.

96982370

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Jesuitenkolleg (heute Rathaus) Laufer Straße 18
(Karte)
Zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Krüppelwalmdach, um die Ecken verkröpftes profiliertes Traufgesims, Fenster- und Türgewände in Sandstein, 1688

Im Zuge der Gegenreformation waren die Markgrafen von Baden-Baden bestrebt, die Wallfahrt zu Maria Linden wiederzubeleben und besetzten die Pfarrei Ottersweier mit einem aus dem Jesuitenkolleg Baden-Baden berufenen Pater. Nachdem 1647 ein vollkommener Ablass mit der Wallfahrt verbunden werden konnte, steigerte sich der Zustrom der Pilger. 1687 konnten die mittlerweile drei Priester und ein Bruder ein neues Haus beziehen, so dass die Niederlassung fortan bis zur Aufhebung des Jesuitenordens im Jahr 1773 als Residenz gezählt wurde. Als die Ottersheimer Residenz im Jahr darauf aufgelöst wurde, verlegte die Markgräfin-Witwe Maria Viktoria Pauline von Arenberg ihren Wohnsitz von Baden-Baden hierher und richtete in dem funktionslos gewordenen Gebäude ein durch Augustiner-Chorfrauen betreutes „Weibliches Lehr- und Erziehungsinstitut“ ein. Ab 1823 wurde hier schließlich die Dorfschule und das Rathaus von Ottersweier untergebracht. Seiner einstigen Funktion entsprechend geht der Bau in seinen Dimensionen und in seiner Gestaltung weit über ein gewöhnliches Pfarrhaus hinaus und zeigt sich im Habitus einer barocken Residenz. Charakteristisch ist das großen Krüppelwalmdach, das der Lagerhaltung zur Versorgung der hier eingesetzten Jesuitenpatres diente. Der noble Charakter wird durch die Massivbauweise und Hauptportal mit bildhauerisch aufwendiger Gestaltung unterstrichen. Die Ottersheimer Jesuitenresidenz demonstriert den spirituellen und religionspolitischen Machtanspruch der durch das Herrscherhaus eingesetzten Ordensgeistlichen und ist ein qualitätvolles Zeugnis der Baukunst und Architektur des späten 17. Jahrhunderts.

96982391

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Wallfahrtskirche Maria Linden Lindenstraße
(Karte)
Eingeschossiger verputzter Saalbau mit eingezogenem Chor im 5/8-Schluss, Satteldach mit Dachreiter, Fassade mit Lisenengliederung, Hauptportal mit bekrönender Marienstatue in aufwendig gerahmter Nische, im Inneren des Chors Sterngewölbe über figürlichen und ornamentalen Konsolen, im Hochaltar Gnadenbild Mariens mit Kind, Holz, frühes 14. Jahrhundert, Innenausstattung aus der 2. Hälfte 18. Jahrhundert, Deckengemälde 1884, erbaut unter Einbeziehung des 1484 errichteten Chor und der Sakristei des Vorgängerbaus nach einem Entwurf von Pater Anton German, 1756; hinter der Kirche ein Wegkreuz mit Marienfigur aus Sandstein, gestiftet von Ferdinand und Barbara Falk, 1876

Die erste urkundliche Erwähnung von Maria Linden stammt aus dem Jahr 1484, als Gläubige bei Bischof Albert von Straßburg um die Erlaubnis zum Bau einer neuen Kirche nachsuchten, um in dieser ein wunderwirkendes Gnadenbild zu verwahren, dass in der Höhlung eines Lindenbaumes wiedergefunden worden war. Der Bischof gewährt dies an dem Ort bei den sieben Linden, „wo die Gottesmutter und Jungfrau Maria sich bereits durch viele Wunder geoffenbart hat“. Nachdem die Wallfahrt in der Reformationszeit einen Niedergang erfahren hatte, berief der Markgraf von Baden 1646 einen Jesuitenpater nach Ottersweier, um die Wallfahrt zu Maria Linden wiederzubeleben. Nachdem 1647 ein vollkommener Ablass gewonnen werden konnte, steigerte sich der Zustrom stark. Auf Betreiben der Jesuiten wurde die Wallfahrtskirche 1756 um ein barockes Langhaus erweitert. Wie beliebt die Wallfahrt in der Bevölkerung war, zeigt sich auch in dem Umstand, dass der energische Widerstand der Gläubigen 1783 den Abriss der damals aufgehobenen Wallfahrtskirche unter Kaiser Josef II. ebenso verhindern konnte wie eine erneute Aufhebung der Wallfahrt und die Zerstörung der Kirche durch Generalvikar Wessenberg im frühen 19. Jahrhundert. Die Wallfahrt lebte seit 1870 wieder auf und wird seit 1936 durch eine Niederlassung der Kapuziner betreut. Durch die Jahrhunderte währende Geschichte der Wallfahrt ist das Gotteshaus ein aussagekräftiges Zeugnis der Glaubens- und Kirchengeschichte. Darüber hinaus ist der Bau mit seinen beiden Bauphasen und ein charakteristisches Beispiel spätmittelalterlicher und barocker Kirchenbaukunst am Oberrhein.

96982392
( Wikidata)

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Wegkreuz mit Kleeblattenden Römerstraße 1
(Karte)
Sandstein, Inschrift: „GOTT ZV / EHREN IST / DISES CREV/TZ AVFF GE/RICHT WOR/TEN DVRCH / ANDERESZ / WARNVSZ / MINCH MIHL/ER VNTT / MARIA CAT/HARINA / WARNUSIN / IN OTTERS/(...) / 1705.“

Das an einer Kreuzung stehende Wegkreuz ist ein anschauliches Zeugnis für die katholische Glaubensidentität von Ottersweier, dessen Ortsbild und Umgebung durch zahlreiche derartige Andachtsstätten geprägt sind. Bei diesem Exemplar handelt es sich um ein qualitätvolles Beispiel aus den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts. Die mensaähnliche Ausbildung der Sockeldeckplatte deutet darauf hin, dass das Kreuz auch als Prozessionsaltar diente.

96982385

Wohnhaus einer Hofanlage Münchhofstraße 3
(Karte)
Eingeschossiger Fachwerkbau mit Kniestock und Satteldach, im Giebel reicher Fachwerkdekor, Wetterdächer, 2. Hälfte 18. Jahrhundert

Der Wohnteil einer Hofanlage ist mit seinem Kniestock ein charakteristisches Beispiel für die bäuerlichen Architektur im Oberrheingebiet. Die Wetterdächer am Giebel - auch Klebdächer genannt, da sie wie vor die Wand geklebt aussehen - sollten in regenreichen Gebieten Wand und Fenster, in den Tabakanbaugebieten in der Rheinebene aber vor allem die zum Trocknen aufgehängten Tabakblätter vor Feuchtigkeit schützen. Das Gebäude ist damit von hauskundlichem Interesse und veranschaulicht vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse auf dem Land.

96981851

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Sandsteinwegkreuz Schwarzwaldstraße 7 a
(Karte)
Weiß gefasst mit Korpus, Engelsköpfen und Kreuzestitel, Marienfigur und Inschrift am Sockel: „ZUM / EWIGEN AN/DENKEN DES / AN DISEM PLATZ / den 2. Mai 1796 / ERSCHOSSENEN / ANDREAS WANNER VON / JOHANNA WERNERINN / DESSEN HINTERLASSENE / EHEFRAU 1797 / ER / RUHE IM / FRIEDEN“

Das Wegkreuz eine für katholisch geprägte Regionen charakteristische kleine Andachtsstätte. Wie die Inschrift berichtet, wurde es nachdem ein Andreas Wanner 1796 an dieser Stelle erschossen wurde, von dessen Witwe gestiftet. Damit gehört es zur Gruppe der Votiv- bzw. Unglücksbildstöcke, die von Krankheiten, Unfällen oder Verbrechen zeugen und die Vorübergehenden zu Gedenken und Gebet für die Verstorbenen anleiten sollten.

96981852

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Wegkreuz Unteres Dungfeld
(Karte)
Kruzifixus mit trauernder Muttergottes, Postament mit Inschrift: „Dein / bitteres Leiden / Jesu mein / an mir nicht laß / verloren sein. / Bete ein Vaterunser / für die armen Seelen.“ und „Gestiftet / von Ferdinand Falk / und dessen Ehfrau Barbara / 1876“

Das westlich von Ottersweier am Weg nach Walzfeld in der Flur stehende Kreuz ist ein Dokument der Frömmigkeit und belegt die in ländlichen katholischen Gebieten weit verbreitete jahrhundertealte Tradition Aufstellung von Wegkreuzen als private Stiftung. Seine Gestaltung entspricht dem in der Region vorherrschenden Typus mit einer trauernden Gottesmutter am Kreuzesfuß, deren Darstellung die vorbeigehenden Gläubigen zur Andacht und Kontemplation einladen sollte.

111791874

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Bildnische mit neugotischer Kreuzigungsgruppe Walzfeld 1
(Karte)
Gemauert mit Ziegeldach, Ende 19. Jahrhundert

Der Kapellenbildstock wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts in dem kleinen Weiler Walzfeld errichtet und ist mit seiner gotische Vorbilder aufnehmenden Kreuzigungsgruppe charakteristisch für diese Entstehungszeit. Solche kleinen Andachtsstätten sind die Kulturlandschaft katholischer Gebiete prägende Zeugnis der Frömmigkeit. Sie fanden nicht nur in der Flur, sondern auch innerörtlich Aufstellung und dienten dazu, den Dorfraum quasi zu sakralisieren.

96981853

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Sog. „Altes Schlössel“ (jetzt Doppelwohnhaus) Walzfeld 18, 20
(Karte)
Zweigeschossiger Fachwerkbau mit Walmdach, Mitte 18. Jahrhundert

Welche Funktion das Gebäude früher hatte, ist nicht bekannt. Die ortsübliche Bezeichnung „Schlössel“ und das Walmdach lassen an eine öffentliche oder herrschaftliche Nutzung denken. Das Gebäude bezeugt die Zimmermannskunst in der Mitte des 18. Jahrhunderts und ist ein Zeugnis der Ortsbaugeschichte von Walzfeld.

96981854

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Wegkreuz Walzfeld 30
(Karte)
Kruzifixus über Skulpturengruppe im Relief auf Postament mit Inschriften, heller Kalkstein, 1879 (i)

Das südlich von Walzfeld 1879 als private Stiftung in der Flur aufgestellt Kreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Während die überwiegende Zahl der Wegkreuze in und um Ottersweier eine trauernde Maria am Kreuzesfuß zeigen, ist die Darstellung hier um die Figuren von Maria Magdalena und den Jünger Johannes erweitert. Über diesen verweist der Pelikan, der sich die eigene Brust aufreißt, um seine Jungen zu nähren, auf Christus, der sein Blut und sein Leben gab, um die Menschheit zu erlösen. Das Wegkreuz ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region.

111947851
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Unzhurst

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

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Wohnhaus mit Ökonomietrakt Acherner Straße 6
(Karte)
Zweigeschossig, Fachwerk, Satteldach giebelständig, Giebel verschalt, jeweils ein Wetterdach an Giebel- und Hofseite, Mitte 18. Jahrhundert

Das Anwesen dokumentiert die von der Landwirtschaft geprägte historische Siedlungsstruktur und Ortsbaugeschichte von Unzhurst. Eine für das Oberrheingebiet regionaltypische Ausprägung sind die Wetterdächer und der Kniestock. Wetterdächer - auch Klebdächer genannt, da sie wie vor die Wand geklebt aussehen - sollten in regenreichen Gebieten Wand und Fenster, in den Tabakanbaugebieten am Oberrhein aber vor allem die zum Trocknen aufgehängten Tabakblätter vor Feuchtigkeit schützen. Klebdächer haben eine konstruktive Besonderheit. Während Vordächer aus vorstehenden Balken der Wandkonstruktion gebildet werden, besteht das Klebdach aus einer separaten Dreieckskonstruktion. Das Gebäude ist damit von hauskundlichem Interesse und veranschaulicht vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse auf dem Land.

96981857

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Kath. Pfarrkirche Acherner Straße 18
(Karte)
Frontturmkirche mit Arkadenvorhalle, Saal mit eingezogenem Chor, Ziegelbau mit Architekturgliedern in Sandstein, an Stelle des Vorgängerbaus von 1508 nach Entwurf von Joh. Ludwig Weinbrenner, 1841/42

Am Anfang des 19. Jahrhunderts mehrten sich Klagen über die zu geringen Dimensionen und die Baufälligkeit des alten Unzhurster Kirchleins. 1839 ordnete die Mittelrheinregierung einen Neubau an, dessen Ausführung - wie im Großherzogtum Baden seit dem Bauedikt von 1808 obligatorisch - in den Händen der staatlichen Baubehörden lag und strengen Gestaltungsvorschriften zu folgen hatte. Die neue Pfarrkirche in Unzhurst wurde nach Entwürfen von Johann Ludwig Weinbrenner (1790 bis 1858) von der Bezirksbauinspektion Rastatt errichtet, einem Neffen von Friedrich Weinbrenner, der als Oberbaudirektor vorbildhaft war für die Architektur des Klassizismus im Großherzogtum Baden. Johann Ludwig folgte in seinen späteren Bauten - und so auch in Unzhurst - aber nicht mehr dem klassizistischen Baustil seines Onkels, sondern bevorzugte die von dessen Nachfolger Heinrich Hübsch vertretene historisierende Richtung des Rundbogenstils, die sich an Vorbildern der byzantinischen und romanischen Baukunst wie auch der italienischen Frührenaissance orientierte. Die Unzhurster Pfarrkirche ist ein anschauliches Beispiel eines staatlich gelenkten Kirchenbaus im Großherzogtum Baden und hat als geistlicher Mittelpunkt der Pfarrei zentrale Bedeutung für die Orts- und Kirchengeschichte.

96981858
( Wikidata)

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Wegkreuz Friedhof
(Karte)
Sandstein, mit Marienfigur und Inschrift am Sockel: „40 / TEG ABLAS / FÜR 5 / ANDAECHTIG / PATER V AVE“, zweite Hälfte 18. Jahrhundert

Das Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Es ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. Es entspricht dem hier vielfach anzutreffenden Typus mit einer trauernden Gottesmutter am Kreuzesfuß. Die Inschrift gibt einen interessanten Hinweis auf die damaligen Ablasssitten: Für fünf andächtig gebetete „pater u. ave“, also Vater unser und Ave Maria werden dem hier Vorbeikommenden 40 Tage Ablass für seine Zeit im Fegefeuer versprochen.

96981860

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Wegkreuz K3746
(Karte)
Sandstein, mit Engelsköpfen an den Kreuzesenden, Marienfigur und Inschrift am Sockel, 1844 (i)

Das 1844 durch eine private Stiftung am Weg zwischen Moos und Balzhofen in der Flur errichtete Wegkreuz ist ein charakteristischer Ausdruck der Frömmigkeit. Religiöse Kleindenkmale wie dieses prägen die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise. In seiner Gestaltung entspricht es einem in der Region seit dem Barock vielfach anzutreffenden Typus mit einer trauernden Gottesmutter am Kreuzesfuß.

96981855

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Wegkreuz Breithurster Straße 15
(Karte)
Sandstein, mit Marienfigur und Inschrift am Sockel, 1864

Das Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Es ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. Es entspricht dem am Oberrhein vielfach anzutreffenden Typus mit einer trauernden Gottesmutter am Kreuzesfuß, deren Darstellung die vorbeigehenden Gläubigen zur Andacht und Kontemplation einladen sollte.

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Rochuskapelle Kapellenstraße 1
(Karte)
Einschiffiger Saalbau mit eingezogenem Chor, Satteldach mit Dachreiter, neu errichtet 1864

Da die alte Zeller Kapelle - ein einfacher Holzbau - an ihrem ursprünglichen Standort bei jedem Regen unter Wasser stand, wurde sie 1821 auf Rollen an einen trockeneren Standort transportiert. Die zuvor dem Hl. Nikolaus geweihte Kapelle erhielt einen neuen Patron, den Hl. Rochus, der bei Seuchen bei Mensch und Vieh um Hilfe angerufen wird. Von ihm und anderen Heiligen befinden sich im Inneren der Kapelle Holzskulpturen, die z.T. bis auf das späte Mittelalter zurückgehen und aus dem 1826 in Folge der Säkularisation geschlossenen Kloster Fremersberg stammen. Trotz des neuen Standortes wird die Holzkapelle bald baufällig und 1864 durch einen Massivbau ersetzt. Die Rochuskapelle ist ein anschauliches Beispiel einer kleinen Dorfkapelle des 19. Jahrhunderts. Zudem ist sie als geistlicher Mittelpunkt von Zell von zentraler kirchen- und ortsgeschichtlicher Bedeutung.

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Wegkreuz Kapellenstraße 1
(Karte)
Kruzifixus auf Sockel mit Inschriften: „INHOC / SIGNO / VINCES“ - „ELISABETHA / NIEDHAMER / EINE GEBOHRNE / KAEMPFIN MÜLLE / R IN ZELL / MDCCCI“, 1801

Das 1810 in dem kleinen Weiler Zell als private Stiftung aufgestellte Kreuz ist ein die Kulturlandschaft katholischer Gebiete prägendes Zeugnis der Frömmigkeit. Wegkreuze fanden nicht nur in der Flur, sondern auch innerörtlich Aufstellung und dienten dazu den Dorfraum quasi zu sakralisieren. Das Mühlrad am Sockel verweist auf den Beruf der Stifterfamilie Niedhammer, die viele Jahrzehnte die Zeller Klostermühle betrieben.

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Tabakschopf Kapellenstraße 34
(Karte)
Dreieinhalbgeschossiger Holzbau mit Satteldach, um 1935

Tabak wurde in der Rheinebene seit der Mitte des 19. Jahrhunderts angebaut und wurde zeitweilig zu einer der wichtigsten Erwerbsquellen der Landwirte. Der Zweite Weltkrieg verhindert zunächst den Bau eines gemeinschaftlichen Schuppens zur Lagerung und Trocknung der geernteten Tabakblätter auf Unzhurster Gemarkung. Erst 1958 gelang es der „Interessengemeinschaft der Tabakpflanzer“ einen solche Tabakschuppen auf Zeller Gemarkung zu errichten. Bei der Trocknung werden chemische Abbauprozesse in den Blättern eingeleitet, die dem Tabak einen ansprechenden Geschmack und Geruch verleihen sollten. Die hohe Bauweise mit Holzlamellenverkleidung begünstigte die hier ehemals angewandte Methode der Lufttrocknung. Hierbei konnten die Tabakblätter so im Gebäude aufgehängt werden, dass sie von allen Seiten mit Luft in Kontakt kamen. In seinem anschaulichen Überlieferungszustand besitzt der Tabakschuppen architekturgeschichtlichen wie auch bautypologischen Quellenwert für solche Funktionsbauten der Tabakveredelung im deutschen Südwesten. Nicht zuletzt dokumentiert der Bau die lokale Erwerbs- und Wirtschaftsgeschichte von Zell.

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Gedenktafel für die Gefallenen der Kriege 1866 und 1870/71 Löwengasse 2
(Karte)
Um 1910

An der Fassade des alten Zeller Schulhauses ist eine Gedenktafel für die Teilnehmer des Deutsch-Österreichischen Krieges von 1866 und des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 angebracht. Solche Ehrenmäler wurden zu Ende des 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts in vielen badischen Gemeinden von Veteranenvereinen und den Kommunen aufgestellt, um nicht nur der Gefallenen, sondern aller Soldaten aus der jeweiligen Gemeinde zu gedenken. Sie sind auch Erinnerung an die Reichseinigung und stellen den badischen Anteil daran heraus. Das Zeller Denkmal ist daher ein charakteristisches Zeugnis des Nationalpatriotismus im Kaiserreich sowie der Ortsgeschichte.

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Wegkreuz mit Marienfigur Mühlbachstraße 3
(Karte)
Sandstein, gestiftet von Leopold Reith und seiner Ehefrau Luise Friedmann, 1906

Das 1906 aufgestellte Wegkreuz ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. Es entspricht in und um Ottersweier seit der Barockzeit vielfach anzutreffenden Typus mit einer trauernden Gottesmutter am Kreuzesfuß, deren Darstellung die vorbeigehenden Gläubigen zur Andacht und Kontemplation einladen sollte.

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Wegkreuz Hornisgrindestraße-Nelkenstraße
(Karte)
Mit Kreuzestitel und Inschrift am Sockel, 1908 (i)

Das am östlichen Ortsausgang von Unzhurst stehende Wegkreuz ist ein anschaulich überliefertes Zeugnis der in ländlichen katholischen Gebieten weit verbreiteten, die Kulturlandschaft prägenden, traditionellen Andachtsformen.

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Spitzmesserkreuz Prälat-Sauer-Straße
(Karte)
Wegkreuz, Steinkreuz, Kruzifixus mit Engelsköpfen, Sockel mit beidseitigen Inschriften, gestiftet von Nikolaus Spitzmesser und seiner Ehefrau Anna Maria Weilerin, 1781 (i)

Das durch eine private Stiftung errichtete Wegkreuz ist charakteristischer Ausdruck der Frömmigkeit. Religiöse Kleindenkmale wie dieses prägen die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise. Die Inschrift gibt einen interessanten Hinweis auf die damaligen Ablasssitten: Für jedes „zur Ehre des leidenden Heilands verrichtete Gebeth“ werden dem hier Vorbeikommenden 40 Tage Ablass für seine Zeit im Fegefeuer versprochen.

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Schwedenkreuz Prälat-Sauer-Straße
(Karte)
Niedriges Steinkreuz aus Granit, wohl 1. Hälfte 17. Jahrhundert

Westlich von Unzhurst steht ein niedriges schmuckloses Kreuz in den Feldern, das sog. Schwedenkreuz. An dieser Stelle soll einer mündlichen Überlieferung zufolge während des Dreißigjährigen Krieges ein schwedischer Offizier gestorben sein. Der Verwundete soll demjenigen, der ihm etwas zu Essen brächte, einen Hut voller Goldstücke angeboten haben. Doch da die Bevölkerung selbst hungerte, blieben seine Bitten vergebens. Das Kreuz gehört zu einer aus den mittelalterlichen Sühnekreuzen weiterentwickelten Denkmalgattung. Waren die Sühnekreuze Teil der nach mittelalterlicher Rechtsauffassung nach einem Totschlag zu leistenden Bußleistungen, wurden Gedenkkreuze aufgestellt, um die Vorübergehenden zum Gebet für den Verstorbenen anzuleiten, der ohne die Sterbesakramente empfangen zu können, zu Tode kam.

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Bildstock K3750-Hinterbühn
(Karte)
Reliefstein auf Säule, Darstellung des betenden Jesus, 1791 (i)

Der am Weg von Michelbach nach Unzhurst in der Flur stehende Bildstock birgt ein heute stark verwittertes Relief mit der Darstellung des betenden Jesus. Solche Darstellungen des Gottessohnes im Garten Getsemani im dramatischen Augenblick der Entscheidung den Kelch des Leidens zur Erlösung der Menschheit anzunehmen, luden die Gläubigen zu Andacht und Gebet ein. Der Bildstock ist damit ein anschauliches Dokument der Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region.

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Wohnhaus einer Hofanlage Rheinstraße 28
(Karte)
Eingeschossiger, teilweise verputzter Fachwerkbau mit massivem Sockel, Kniestock und Krüppelwalmdach, Erdgeschoss an der Front massiv, 1830 (i)

Das Wohnhaus einer bäuerlichen Hofanlage dokumentiert die von der Landwirtschaft geprägte historische Siedlungsstruktur von Unzhurst. Das Gebäude ist mit seinem Kniestock ein charakteristisches Beispiel für die ländlichen Wohnbauten in der Region und vermittelt einen Eindruck der Wohn- und Lebensverhältnisse der bäuerlichen Bevölkerung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

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Wegkreuz Rheinstraße 32
(Karte)
Sandstein, mit Marienfigur, Engelsköpfen und Sockel mit Inschrift, 18. Jahrhundert

Das im 18. Jahrhundert am westlichen Ortsausgang von Unzhurst aufgestellte Wegkreuz ist ein charakteristischer Ausdruck der Frömmigkeit. Religiöse Kleindenkmale wie dieses prägen die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise. In seiner Gestaltung entspricht es einem in der Region seit dem Barock vielfach anzutreffenden Typus mit einer trauernden Gottesmutter am Kreuzesfuß.

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Wegkreuz mit Kleeblattenden Acherner Straße 18
(Karte)
Engelsköpfen und Metalldach, Sandstein, 1708, erneuert (?) zum Andenken an die Mission 1858

Seit der Gegenreformation war die Volksmission, d.h. die Evangelisierung der Pfarrgemeinden durch Jesuitenpatres, aber auch durch Mitglieder anderer Ordensgemeinschaften, ein wichtiges Mittel zur Glaubenserneuerung der katholischen Christen. Kleine Gruppen von zwei oder drei Patres blieben oft mehrere Wochen in den Gemeinden und wirkten durch zahlreiche Messen, Predigten, Anbetungsstunden, Beichtgespräche und Hausbesuche. In ganz Deutschland erlebte die Volksmission in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Hochblüte. Zur Erinnerung an die stattgefundenen Volksmissionen in einer Pfarrgemeinde wurde oft ein Missionskreuz an der Pfarrkirche, auf dem die Jahreszahlen der durchgeführten Volksmissionswochen genannt sind. In diesem Fall ließ man kein neues Kreuz anfertigen, sondern nutzte ein bereits vorhandenes, im Jahr 1708 gestiftetes Wegkreuz.

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Pfarrhaus mit Garten Richard-Weber-Straße 9
(Karte)
Zweigeschossiger verputzter Bau mit Werksteingliederung und Satteldach, 1856; im Garten Bildstock mit Nische, Sandstein, 1768

Nachdem das alte Pfarrhaus von Unzhurst zu klein geworden war, errichtete man 1856 unter Pfarrer Johann Baptist Hinner einen Neubau. Das recht stattliche Gebäude befindet sich in historisch-charakteristischer Lage bei der Pfarrkirche und ist ein ortsbildprägender Bestandteil der Bebauung im alten Ortskern. An den architektonischen Würdeformen wie den Eckpilastern und dem kassettierten Traufgesims lässt sich die wichtige Rolle ablesen, die dem Pfarrer im Dorfleben des 18. Jahrhunderts zukam. Das Pfarrhaus ist ein anschauliches Zeugnis der Kirchen- wie auch Sozialgeschichte der Gemeinde Unzhurst.

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Wegkreuz mit Marienfigur und Engelsköpfen Bächeläcker
(Karte)
Sandstein, gestiftet von Hans Adam Hanns und Josef Oser, 1746

Das Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Es ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. Es entspricht dem in und um Ottersweier vielfach anzutreffenden Typus mit einer trauernden Gottesmutter am Kreuzesfuß, deren Darstellung die vorbeigehenden Gläubigen zur Andacht und Kontemplation einladen sollte.

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Wegkreuz Richard-Weber-Straße Obermättig
(Karte)
Steinkruzifixus auf Postament mit Inschriftenkartusche: „WER VOR DEM / KREUTZ BETTET / 3 VATTERUNSER / AVE M U DGLAUB / 40 DAGABLAS“, 1786 (i)

Das1786 südlich von Unzhurst in der Flur aufgestellte Wegkreuz ist charakteristischer Ausdruck der Frömmigkeit. Religiöse Kleindenkmale wie dieses prägen die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise. Die Inschrift gibt einen interessanten Hinweis auf die damaligen Ablasssitten: demjenigen, der vor dem Kreuz drei Vater Unser, Ave Maria und das Gotteslob betet, werden 40 Tage Ablass für seine Zeit im Fegefeuer versprochen.

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Wegkreuz Rheinstraße 10
(Karte)
Sandstein, Sockel 1791, Oberteil 1900

Das an einer Straßenkreuzung in Unzhurst aufgestellte Kruzifix ist ein anschaulich überliefertes Zeugnis der in ländlichen katholischen Gebieten weit verbreiteten, die Kulturlandschaft prägenden, traditionellen Andachtsformen. Manche der Kreuze - wie auch dieses Exemplar - belegen durch Renovationen oder Verwendung von älteren Einzelteilen die Kontinuität der von der Bevölkerung diesen Andachtsmalen entgegengebrachten Verehrung. Als anschauliches Beispiel dieses Vorgangs besitzt das Wegkreuz kulturgeschichtlichen Aussagewert.

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Wegkreuz Kohlbösch
(Karte)
Naturstein, mit gebauchtem Sockel und Korpus, Buchstabenligatur MARIA auf dem Sockel, auf der Rückseite des Sockels 1743 (i)

Das Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Es ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. Der Totenschädel am Kreuzesfuß erinnert an die Sündhaftigkeit und Vergänglichkeit des Menschen, verbunden mit der Hoffnung auf Erlösung durch Christi. Er weist zurück auf Adam, durch den die Sünde und der Tod in die Welt kamen und der der Legende nach auf Golgota begraben wurde. Christus als der zweite oder neue Adam überwand durch seinen Kreuzestod den Tod und erlöste die Menschen.

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Wegkreuz Warmersbrucherhof
(Karte)
Sandstein, Kruzifixus mit trauernder Muttergottes auf Postament mit Rocailleschmuck und Inschriftenkartusche: „Im Kreuz / ist Heil / 1813“ (erneuert), 2. Hälfte 18. Jahrhundert

Das Wegkreuz ist ein charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. Es entspricht dem hier vielfach anzutreffenden Typus mit einer trauernden Gottesmutter am Kreuzesfuß, deren Darstellung die vorbeigehenden Gläubigen zur Andacht und Kontemplation einladen sollte. Das barocke Kreuz stand bei dem am Weg von Oberwasser nach Scherzheim gelegenen Warmesbrucher Hof, einem Meierhof des Klosters Schwarzach, der 1913 auf Abbruch versteigert wurde.

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Wegkreuz Zeller Straße
(Karte)
Sandstein, mit Engelsköpfen, 1749 (i)

Das am südlichen Ortsausgang von Zell 1749 aufgestellte Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Es ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region.

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Tabaklagerhaus Zeller Straße 16
(Karte)
Früher auch „Tabaktransit-Lagerhaus“, zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach, für den Bürgermeister Kistner errichtet, 1898

Tabak wurde in der Rheinebene seit der Mitte des 19. Jahrhunderts angebaut und wurde zeitweilig zu einer der wichtigsten Erwerbsquellen der Landwirte. Der für den Unzhurster Bürgermeister im Norden des Ortes erstellte Bau diente als Sammellager des von dem Bauern produzierten und an den Fassaden ihrer Höfe bzw. in hölzernen Schuppen getrockneten Tabaks vor dem Verkauf an die Zigarrenproduzenten und ist damit ein beispielhaftes Zeugnis für den in der Region einst florierenden Tabakanbau und damit für die lokale Wirtschaftsgeschichte.

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Muttergottesfigur L87a zwischen Zell und Moos
(Karte)
Steinskulptur auf einem Postament mit Inschrift: „O'ihr alle die ihr vorübergehet am Wege, gebet Acht, u. schaut ob ein Schmerz gleich sei meinem Schmerz. Klagelieder Jerem. 1.“, „Gestiftet von Bernhard Friedmann in Zell 1883.“ und „Adam in Bühl“

Der Bildstock ist ein bildlicher Ausdruck der Frömmigkeit und ein charakteristischer Vertreter einer Gruppe religiöser Kleindenkmale, die die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise prägen. Das am Weg von Zell nach Moos in der Flur aufgestellte Andachtsmal zeugt von der im 19. Jahrhundert stark verbreiteten Marienverehrung.

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Wegkreuz K3747
(Karte)
Kruzifixus, Kreuz aus Sandstein, Gekreuzigter und Muttergottes aus Kalkstein, Sockel mit Inschriften: „Alle / Die vorüber gehen / merken mit Anzusehen / ob ein Schmerz kann / so groß sein als am / Kreuz ist seine Pein. / Schmerzhafte Mutter bitt / für uns“, „Gestiftet von Johan Georg / Friedmann und Salome Steibrich / 1810“

Das am Weg von Zell nach Balzhofen als private Stiftung in der Flur aufgestellt Kreuz ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region. Es entspricht dem am Oberrhein vielfach anzutreffenden Typus mit einer trauernden Gottesmutter am Kreuzesfuß. Ihre Darstellung ebenso wie die Inschrift am Sockel sollten die vorbeigehenden Gläubigen zur Andacht und Kontemplation aufrufen.

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Wegkreuz Zeller Mühle
(Karte)
Sandstein, mit kleeblattförmigen Kreuzesenden und Engelsköpfen, 1721, gestiftet von der Witwe des Müllers Hans Jakob Niethammer, am Sockel Fruchtgehänge und Engelskopf, am Stamm Mühlrad und Inschrift: „GOTT ZV / EHREN IST / DISES CRE/VTZ AVFF/GERICHIT / WORDEN / DVRCH HA/NSZ IACOB / NIETHAM/MERS WIT/IP MILLERIN / ZV ZELL / ANNO / 1721“

Das nördlich der Zeller Mühle an einer Wegkreuzung aufgestellte Kreuz wurde 1721 von der Müllersfamilie Niethammer gestiftet. Es markiert den Standort der alten Nikolauskapelle, die 1821 von hier in die Ortsmitte von Zell verlegt wurde. Das Kruzifix ist ein sprechendes Zeugnis der in katholischen Gebieten weit verbreiteten Stiftung von Wegkreuzen als Ausdruck der Frömmigkeit.

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Einzelnachweise

Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.

Commons: Kulturdenkmale in Ottersweier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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