Liste der Radschnellverbindungen in Deutschland
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In dieser Liste werden Erstens fertiggestellte, im Bau oder in Planung befindliche Radschnellverbindungen[2] in Deutschland vermerkt. Auch konkrete Projektideen, die vor Ort bereits in Politik und Gesellschaft diskutiert wurden, können hier genannt werden. Merkmale einer Radschnellverbindung können dem Artikel Radschnellweg entnommen werden.




Zweitens werden hier auch Projekte mit einem reduzierten Querschnitt im Vergleich zur Radschnellwegen gelistet. Relevant sind Projekte, bei denen das Hauptmerkmal einer Radschnellverbindung, das direkte zügige Radfahren im Alltag über längere Distanzen (5 km bis 15 km), planerisch als Kerngedanke des Projekts umgesetzt wurde bzw. werden soll. Die folgenden Kriterien werden hierbei in Anlehnung an die Pendler-Radrouten in Rheinland-Pfalz zugrunde gelegt:[3]
- Verbindung bedeutender Quellen und Ziele auf Hauptverkehrslinien des Alltagsradverkehr
- durchgängige direkte Routen- bzw. Projektplanung auf Hauptverkehrslinien des Alltagsradverkehrs oder zumindest multifunktionaler Projektansatz Alltag- und Freizeitradverkehr mit mindestens 5 km linearer Routenlänge
- durchgängig alltagstaugliche Oberfläche (in der Regel Asphalt oder auch Beton)
- möglichst durchgängiger Einsatz von für den Radverkehr komfortablen und sicheren Führungsformen wie breiten baulichen Radwegen, geräumigen Radfahrstreifen, oder geschützte Radfahrstreifen mit Zeichen 237, 240 oder 241, Fahrradstraßen oder zumindest gut ausgebauten Wirtschaftswegstrecken.
- alltagstauglich befestigte Breite im Zweirichtungsradverkehr von in der Regel 3 m Breite (mindestens aber 2,5 m)
- zügiges Radfahren durch geringe oder keine Wartezeiten an Knotenpunkten (Vorrang per Verkehrszeichen, entsprechende Schaltungen an Ampeln, Einsatz von Brücken oder Unterführungen usw.)
In Hessen gibt es hier den vereinfachten Streckentyp der „Raddirektroute“. Teilweise wird auch der Begriff „Radvorrangroute“ genutzt. In Bremen wird der Begriff „Premiumroute“ verwendet.
Die Liste ist nach Bundesländern sortiert. Grenzüberschreitende Routen können doppelt gelistet werden. Bundesländer mit einer höheren Anzahl an Projekten, wie Baden-Württemberg, sind in extra Listen ausgelagert.
Alle in Betrieb befindlichen Abschnitte von Radschnellverbindungen bundesweit sollten Stand Januar 2026 weitgehend vollständig enthalten sein (grün hinterlegt).
Stand Januar 2026 sind in Deutschland 68 km Teilstücke von Radschnellverbindungen in OpenStreetMap erfasst. Diese Wegteile sind in Betrieb. Es handelt sich dabei um die Summe der Teilstrecken, die in der Karte rechts im Artikel dargestellt werden. Diese Stücke sind in Openstreetmap in Deutschland mit dem Schlüssel „cycle_highway“ bzw. als eigene „Relation“ erfasst.[4]
Hinsichtlich der Projekte dürfte die Liste Stand Januar 2026 bundesweit weitgehend vollständig sein. Überschlägig gerechnet finden sich Stand Anfang 2026 etwa 2100 km Radschnellverbindungen und radschnellwegähnliche Routen in der Planung. Dabei wurden die Pendler-Radrouten in Rheinland-Pfalz mit berücksichtigt. Ferner wurde die Mehrzahl der Projekte in Berlin, die Stand 2026 nicht weiter verfolgt werden, weg gelassen.
Verkehrszeichen Radschnellweg
Zur Kennzeichnung von Radschnellverbindungen wurde im Jahr 2020 in der deutschen StVO das Zeichen 350.1 „Radschnellweg“ eingeführt. Mit Zeichen 350.2 kann das Ende einer Radschnellverbindung angezeigt werden. Das Verkehrszeichen ist lediglich ein Hinweiszeichen. Es besitzt keine weitere Rechtskraft und wird so in der Regel mit anderen Verkehrszeichen für die Führungsformen des Radverkehrs kombiniert.[5]
Nutzerzahlen
Beispielsweise heißt es in den Qualitätsstandards und Musterlösungen für das Radnetz Hessen:
Übersteigt die prognostizierte Zahl der Nutzenden den Wert von 2.000 Radfahrenden an einem Werktag auf dem überwiegenden Teil der Gesamtstrecke, so soll die Verbindung als Radschnellverbindung ausgebaut werden. Bei einem Nutzerpotential von 1.500 – 2.000 Radfahrenden pro Werktag wird der Ausbau nach den Qualitätsstandards für Raddirektverbindungen empfohlen.
Die Hessischen Qualitätsstandards beziehen sich u. a. auf die Regelwerke der FGSV im Bereich Radschnellverbindungen (H RSV, Hinweise zu Radschnellverbindungen und Radvorrangrouten).[6]
Reale Dauerzählungen auf den bestehenden Radschnellwegabschnitten gibt es Stand Februar 2026 bundesweit nur sehr wenige. Soweit bekannt werden Zählungen in der Spalte Beschreibung mit vermerkt.
Übersichtskarte
Quelle:[7]
Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg bestehen zahlreiche Projekte zum Thema Radschnellverbindung. Diese Projekte sind in der Liste Radschnellwege in Baden-Württemberg zusammengefasst.
Bayern
2023 wurde auf Landesebene ein „Ausbauplan Radschnellverbindungen“ verabschiedet. Der Ausbauplan ist Bestandteil des Bayerischen Radgesetz (BayRadG). Alle im Ausbauplan gelisteten Routen sind unten in den Tabellen zu finden. Im Ausbauplan genannte Standards:[8]
- Länge von mindestens 5 km
- Prognostiziertes Potential von mindestens 2000 Radfahrten
- Breite von 4 m im Zweirichtungsverkehr und 3 m im Einrichtungsverkehr
- bauliche Trennung von anderen Verkehrsteilnehmern
- Kreuzungspunkte mit Vorrangschaltungen oder verkürzten Wartezeiten
- durchgängiger Betriebsdienst (inklusive Winterdienst)
Der Metropolradweg Bamberg–Nürnberg ist als Radvorrangroute ein regionales Projekt mit abweichenden, niedrigeren Streckenstandards.
Region München
In der Metropolregion München sollten insgesamt sechs Radschnellwege geplant und gebaut werden. Die Planung von vier Strecken ist bereits beschlossen. Es sind nicht nur Verbindungen vorgesehen, die aus der Peripherie in die Stadt München führen, sondern auch Querverbindungen.[9][10][11] Ein Vorschlag für einen ersten Radschnellweg wurde 2014 vom ADFC München erarbeitet und veröffentlicht.[12]
Der Radschnellweg Garching – München ist die Pilotstecke für die Region München. In einer 2014–2015 erarbeiteten Potentialanalyse wurden 14 Routenkorridore aus dem Umland nach München identifiziert.[13]
Der 2023 verabschiedete „Ausbauplan Radschnellverbindungen“ auf Landesebene listet für die Region München sechs Projekte mit zusammen 108 km Länge.[8]
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| RSV München Garching/Unterschleißheim (Münchner Radschnellweg) | - | 23,3 km | Garching Forschungszentrum – Unterschleißheim – München | 1. Abschnitt auf 2,7 km in Betrieb | Der Radschnellweg soll das Garchinger Forschungszentrum und Unterschleißheim nach München hin besser für den Radverkehr erschließen.[14] Die Kosten werden auf 34 Millionen Euro geschätzt. | |
| in Planung | ||||||
| RSV München – Dachau | - | 19,2 km | München – Karlsfeld – Dachau | in Planung | Machbarkeitsstudie erstellt; Potenzial von 4000 Fahrradfahrten pro Tag. Strecke findet sich im Ausbauplan Radschnellverbindungen.[8] | |
| RSV München – Starnberg | - | 29,6 km | München – Planegg – Gauting – Starnberg | Projekte pausiert seit 2022 auf unbestimmte Zeit, da drei Kommunen nicht zugestimmt haben.[15] | Machbarkeitsstudie erstellt; Potenzial von 5200 Fahrradfahrten pro Tag | |
| RSV München – Unterhaching | - | 6,4 km | München – Unterhaching – (Oberhaching) | in Planung | Machbarkeitsstudie erstellt. Strecke findet sich im Ausbauplan Radschnellverbindungen (allerdings nur bis Unterhaching).[8] | |
| RSV München – Planegg | - | 14,1 km | München – Planegg | in Planung | Strecke findet sich im Ausbauplan Radschnellverbindungen.[8] | |
| RSV München – Eichenau | - | 20,1 km | München – Eichenau – (Fürstenfeldbruck) | in Planung | Machbarkeitsstudie erstellt. Strecke findet sich im Ausbauplan Radschnellverbindungen (allerdings nur bis Eichenau).[8] | |
| RSV München – Markt Schwaben | - | 25,3 km | München – Markt Schwaben | in Planung | Machbarkeitsstudie erstellt, Beschlüsse im Ausschuss des Stadtrats München und im Kreistag Landkreis München zur Konkretisierung der Planung liegen vor.[16] Strecke findet sich im Ausbauplan Radschnellverbindungen.[8] |
Region Nürnberg
In der Städteachse um Nürnberg wurde nach Ideen der lokalen ADFC-Kreisverbände aus dem Jahr 2013/2014[17] im Juli 2015 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die aus einem Netz möglicher Trassen die Varianten herausarbeiten soll, die für Radschnellverbindungen im eng vernetzten Bereich der Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach und Herzogenaurach besonders geeignet sind. Folgende Streckenkorridore untersucht:[18][19]
Der 2023 verabschiedete „Ausbauplan Radschnellverbindungen“ auf Landesebene listet für die Region Nürnberg sechs Projekte mit zusammen 67 km Länge.[8]
Der Metropolradweg Bamberg – Nürnberg ist ein regionales Projekt, was fachlich als Radschnellverbindung mit Standard als Radvorrangroute geplant wird.
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| RSV Nürnberg – Erlangen | – | 17,5 km | Nürnberg – Erlangen | in Planung | Kostenschätzung: Gesamtkosten von 23,6 Millionen Euro. Strecke ist im Ausbauplan Radschnellwege des Landes Bayern enthalten.[8] | |
| RSV Nürnberg – Fürth | – | 6,6 km | Nürnberg – Fürth | in Planung | Kostenschätzung: Gesamtkosten von 5,8 Millionen Euro. Strecke ist im Ausbauplan Radschnellwege des Landes Bayern enthalten.[8] | |
| RSV Nürnberg – Stein – Oberasbach – Zirndorf | – | 14,3 km | Nürnberg – Zirndorf | in Betrieb: 240 m im Bereich Zirndorf[20] | Das Projekt besitzt eine Stichstrecke nach Stein. Kostenschätzung: Gesamtkosten von 29,9 Millionen Euro. Strecke ist im Ausbauplan Radschnellwege des Landes Bayern enthalten.[8] | |
| in der Planung | ||||||
| RSV Nürnberg – Nürnberg-Erlenstegen | – | 5,2 km | Nürnberg – Erlenstegen | in Planung | Projekt der Stadt Nürnberg, Strecke ist im Ausbauplan Radschnellwege des Landes Bayern enthalten.[8] | |
| RSV Nürnberg – Nürnberg-Katzwang | – | 11,8 km | Nürnberg – Katzwang | in Planung | Projekt der Stadt Nürnberg, Strecke ist im Ausbauplan Radschnellwege des Landes Bayern enthalten.[8] | |
| RSV Erlangen – Herzogenaurach | – | 12,1 km | Erlangen – Herzogenaurach | in Planung | Kostenschätzung: Gesamtkosten von 41,9 Millionen Euro. Strecke ist im Ausbauplan Radschnellwege des Landes Bayern enthalten.[8] | |
| Metropolradweg Bamberg – Nürnberg | – | rund 65 km | Bamberg – Erlangen – Nürnberg | in Planung | In der Siedlungsachse zwischen Bamberg und Nürnberg soll eine schnelle und direkte Radverbindung für den Alltagsradverkehr entstehen. Die Planungen sehen einen Streckenverlauf entlang des Main-Donau-Kanals vor. Die bisher oftmals nur geschotterten Betriebswege sollen dazu mit einer alltagstauglichen Asphaltdecke versehen werden. Auf 80 % der Strecke soll der Standard einer Radvorrangroute eingehalten werden.[21] |
Region Aschaffenburg
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| RSV Aschaffenburg – Hösbach | – | 7,1 km | Aschaffenburg – Hösbach | in Planung | Strecke ist im Ausbauplan Radschnellwege des Landes Bayern enthalten.[8] | |
| RSV Aschaffenburg – Kleinostheim – (Hanau) | – | 6,5 km | Aschaffenburg – Kleinostheim – (Hanau) | in Planung | Strecke ist im Ausbauplan Radschnellwege des Landes Bayern enthalten.[8] Gemeinschaftsprojekt in der Region Rhein-Main mit Hessen. Streckenlänge in Bayern 6,5 km |
Region Ulm
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| RSV Blaustein – Senden | – | 19,4 km | Blaustein – Ulm – Senden | in Planung | Strecke ist im Ausbauplan Radschnellwege des Landes Bayern enthalten.[8] Gemeinschaftsprojekt in der Region Ulm mit Baden-Württemberg. Streckenlänge in Bayern: Senden – Neu-Ulm 12,2 km |
Region Freilassing / Salzburg
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| RSV Freilassing – Salzburg | – | 5,7 km | Freilassing – Salzburg | in Planung | Diese Strecke ist im Ausbauplan Radschnellwege des Landes Bayern mit vermerkt.[8] Gemeinschaftsprojekt in der Region Salzburg mit Österreich bzw. dem Bundesland Salzburg. Streckenlänge in Bayern: 0,7 km. Lückenschluss: Im Grenzbereich fehlt parallel der Bahn eine Radbrücke über die Saalach. Im Bereich Stadt Salzburg sind entlang der Bahn „Bahnbegleitwege“ vorhanden. |
Berlin
Nach dem 2018 beschlossenen Berliner Mobilitätsgesetz sollen in Berlin Radschnellverbindungen mit einer Gesamtlänge von mindestens hundert Kilometern gebaut werden. Über das Stadtgebiet liegen 10 Streckenkorridore verteilt für Radschnellverbindungen in der Diskussion oder Planung.[22] Ein weiterer Radschnellweg ist entlang der Tangentialen Verbindung Ost geplant.[23] Als erste soll die Teltowkanal-Route umgesetzt werden. Für die Konzeption von sechs der geplanten Routen gewann 2019 das dänische Unternehmen Ramboll die Ausschreibung des Berliner Senats.[24]
Im Juli 2024 wurde von der Verkehrsverwaltung entschieden, alle Planungen, außer die des RSV 3, auszusetzen.[25]
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Y-Trasse | RSV 1 | 20,2 km | Berlin-Neukölln – Schönefeld | Planung mit Priorität | Der Routenkorridor verläuft im Südosten Berlins parallel der A 113.[26] | |
| Mitte – Tegel – Spandau | RSV 2 | Planung zurückgestellt bis 2023[27][veraltet] | ||||
| Königsweg – Kronprinzessinnenweg | RSV 3 | 12,2 km | Berlin-Wannsee – Berlin/Südende des Kurfürstendamms | Planung mit Priorität | Der Routenkorridor verläuft im Südwesten Berlins im Bereich des Grunewaldes.[28] | |
| Panke-Trail | RSV 4 | 18,4 km | Planung mit Priorität | |||
| West-Route | RSV 5 | 15,3 km | Planung mit Priorität | |||
| Teltowkanal-Route | RSV 6 | 8,8 km | Berlin-Lichterfelde – Bahnhof Berlin Südkreuz | Planung mit Priorität | Die Strecke soll ab der brandenburgischen Landesgrenze in Berlin-Zehlendorf mehrere Berliner Stadtteile im Bereich des Teltowkanals verbinden. Eine Weiterführung bis Berlin-Mitte ist in der Diskussion. | |
| RSV 7 | entfällt | Die Vorzugsvariante unterschreitet mit 3,4 km die Mindestlänge von 5 km und wird daher nicht weiter verfolgt.[29] Als Alternative ist parallel verlaufend ein touristischer Radfernweg entlang der Spree in Planung.[30] | ||||
| Nonnendammallee – Falkenseer Chaussee | RSV 8 | 11,3 km | Planung mit Priorität | |||
| Ost-Route | RSV 9 | 23 km | U-Bahnhof Hönow (Marzahn-Hellersdorf) – Lichtenberg – Friedrichshain-Kreuzberg – S-Bahnhof Tiergarten (Mitte) | Planung mit Priorität | ||
| Heiligensee (Verlängerung Trasse 2) | RSV 10 | Planung zurückgestellt bis 2023[veraltet] | ||||
| Tangentiale Verbindung Ost | TVO | in Planung |
Brandenburg
In einer landesweiten Potentialstudie wurden Korridor für Radschnellverbindungen untersucht. Die Ergebnisse der Studie wurden im Mai 2021 vorgestellt.[31] Die überwiegende Anzahl der Korridore befindet sich im Großraum Berlin. Es handelt sich meist um Stadt-Umland-Korridore, die auf Brandenburger Gebiet starten und an das Berliner Radverkehrsnetz anknüpfen.
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Radschnellweg Potsdam – Teltow | – | etwa 15 km | Teltow – Stansdorf – Potsdam | in Planung | Die Strecke soll Potsdam mit Teltow an der Landesgrenze zu Berlin verbinden. Im Mai 2023 wurde hierzu eine Machbarkeitsstudie vorgestellt.[32] | |
| Radschnellweg Potsdam – Berlin-Wannsee | – | etwa 10 km | Berlin-Wannsee – Potsdam | in Planung | Die Strecke soll Potsdam an das Berliner Radverkehrsnetz bei Berlin-Wannsee anbinden. Im Mai 2023 wurde hierzu eine Machbarkeitsstudie vorgestellt.[32] |
Bremen
Im Stadtgebiet Bremen wurde 2014 im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplan Bremen 2025 (VEP) ein Netz von acht „Rad-Premiumrouten“ vorgeschlagen[33], die der Beschreibung nach Radschnellverbindungen mit geringfügig angepassten Ausbaustandards entsprechen.[34] Die Besonderheit hier ist, dass mit der Verabschiedung des VEP in der Bremischen Bürgerschaft eine grundsätzliche Zustimmung der Politik besteht, die in anderen Projekten bisher meist noch nicht formell beschlossen ist.[35] Auf dem Stadtgebiet des östlich benachbarten Achim ist ein erster Abschnitt der verlängerten Premiumroute 1 eröffnet worden. Eine Weiterführung bis Verden wird durch die beteiligten Kommunen geplant.
Im Green City Masterplan von 2018 wurde außerdem aufbauend auf dem Innenstadtkonzept 2025 (aus 2014) die Radroute Wallring entwickelt.[36] Diese führt entlang der Altstadt-Wallanlagen und der Neustadtswallanlagen einmal um die Kernstadt, sodass eine Umfahrung der Altstadt entstanden ist und gleichzeitig eine Verteilerfunktion entsteht. Diese ist zu etwa zwei Dritteln umgesetzt. Im Osten fehlt noch eine neue Weserbrücke für einen Ringschluss. In der Neustadt sind Abschnitte noch nicht gegenüber Nebenstraßen bevorrechtigt, da sie als Fahrradzone mit Rechts-vor-Links-Regelung ausgewiesen sind. Damit ist der Premiumrouten-Charakter noch lückenhaft.
Der Senat Bovenschulte I hatte sich in der Koalitionsvereinbarung 2019–2023 zum Ziel gesetzt, die Radpremiumrouten weiter auszubauen und die Radpremiumroute Hemelingen ‐ Blumenthal (bisher intern D.15 genannt, inzwischen Premiumroute 1) umzusetzen.[37] Bis zum Ende der Legislatur wurden nur kurze Abschnitte umgesetzt.
Der Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen hat zudem von 2021 bis 2023 sieben weitere Premiumrouten untersucht, die Bremen länderübergreifend mit den Umlandgemeinden verbinden sollen.[38] Diese überschneiden sich teilweise mit den Radpremiumrouten des Bremer Verkehrsentwicklungsplans. Der erste Abschnitt der Premiumroute 1 ist in Achim umgesetzt worden, in Verlängerung der in Bremen bis zur Stadtgrenze bei Mahndorf geplanten Premiumroute 1.
Für eine allgemeine Übersicht siehe auch Radverkehr in Bremen.
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf (Stadtteile bzw. Umlandgemeinden) | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| HB-Nord – Innenstadt – Hemelingen | Planungsname D.15, künftig: Premiumroute 1 | ca. 43 km | Blumenthal – Vegesack – Burglesum – Gröpelingen – Walle – Mitte – Östliche Vorstadt – Hemelingen – Achim | erste Abschnitte in Betrieb, in Hemelingen, entlang Osterdeich und Am Wall | Auflistung im Verkehrsentwicklungsplan 2025[33] Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr Bremen hat 2017 den Bericht zur „Überprüfung der Machbarkeit der Premiumroute D.15, Bremen-Nord – Innenstadt – Hemelingen“ veröffentlicht.[34] Im Bereich Niedersachsen sind Stand Dezember 2025 etwa 3 km Strecke entlang der Bahn bei Achim fertig gestellt. | |
| weitere in Bau | ||||||
| Huchting – Innenstadt – Uni – Lilienthal | D.16 | ? | Huchting – Neustadt – Mitte – Schwachhausen – Horn-Lehe – Borgfeld – Lilienthal | in Planung | Auflistung im Verkehrsentwicklungsplan 2025[33] | |
| Obervieland – Neustadt – Woltmershausen – GVZ | D.17 | ? | Obervieland – Neustadt – Woltmershausen – Häfen | in Planung | Auflistung im Verkehrsentwicklungsplan 2025[33] | |
| Kleiner Ring | D.19 | ? | Mitte – Neustadt – Obervieland – Hemelingen – Schwachhausen – Findorff – Mitte | in Planung | Auflistung im Verkehrsentwicklungsplan 2025[33] | |
| Großer Ring / halber Großer Ring | D.19b / D.19c | ? | (Woltmershausen – Huchting – Neustadt – Obervieland –) Hemelingen – Vahr – Schwachhausen – Findorff – Walle | in Planung | Auflistung im Verkehrsentwicklungsplan 2025[33] Im oberen und mittleren Pfad vollständige Umsetzung (D.19b), im unteren Pfad nur Umsetzung rechts der Weser (D.19c); Verbindung zwischen Walle und Woltmershausen nur per Fährverbindung und damit nicht durchgehend | |
| Universität – Neue Vahr – Sebaldsbrück – Arbergen | D.20 | ? | Horn-Lehe – Vahr – Hemelingen | in Planung | Auflistung im Verkehrsentwicklungsplan 2025[33] | |
| Woltmershausen – Huchting – Delmenhorst | D.20a | ? | Woltmershausen – Huchting – Delmenhorst | in Planung | Auflistung im Verkehrsentwicklungsplan 2025[33] | |
| Gartenstadt Vahr – Osterholz | D.21 | ? | Vahr – Hemelingen – Osterholz | in Planung | Auflistung im Verkehrsentwicklungsplan 2025[33] | |
| Wallring | – | ? | Mitte & Neustadt | in Betrieb seit 2023 | Bestandteil des Masterplan Green City | |
| Bremen – Schwanewede | B1 | ? | Blumenthal – Schwanewede Vegesack – Schwanewede | in Planung | Untersuchung in Regionaler Machbarkeitsstudie 2 Routen | |
| Bremen – Ritterhude | B2 | ? | Burglesum – Ritterhude Findorff – Blockland – Ritterhude | in Planung | Untersuchung in Regionaler Machbarkeitsstudie 2 Routen | |
| Bremen – Lilienthal | B3 | ? | Mitte – Schwachhausen – Horn-Lehe – Borgfeld – Lilienthal | in Planung | Untersuchung in Regionaler Machbarkeitsstudie | |
| Bremen – Oyten | B4 | ? | Schwachhausen – Vahr – Hemelingen – Osterholz – Oyten | in Planung | Untersuchung in Regionaler Machbarkeitsstudie | |
| Bremen – Weyhe | B5 | ? | Schwachhausen – Hemelingen – Obervieland – Weyhe | in Planung | Untersuchung in Regionaler Machbarkeitsstudie | |
| Bremen – Brinkum (Stuhr) | B6 | ? | Neustadt – Obervieland – Brinkum | in Planung | Untersuchung in Regionaler Machbarkeitsstudie | |
| Bremen-Huchting – Brinkum (Stuhr) | B7 | ? | Huchting – Brinkum | in Planung | Untersuchung in Regionaler Machbarkeitsstudie |
Hamburg
In Hamburg soll im Rahmen des Projektes Radschnellnetz ein umfangreiches Netz an hochwertigen Radwegen entstehen. Innerhalb der Stadt sollen verschiedene bestehende Velorouten in Hamburg auf höhere Standards ausgebaut werden.
In einer Potenzialanalyse für Radschnellwege verschiedene Korridore grundlegend begutachten lassen. Für weitergehende Planungen sollen Machbarkeitsstudien erstellt werden.[39] Laut einer Pressemitteilung vom 29. Oktober 2018 werden acht Routenkorridore im Rahmen von Machbarkeitsstudien näher untersucht. Davon sind sechs Routenkorridore Stadt-Umland-Verbindungen mit Bezug auf Hamburg. Des Weiteren wurde eine Strecke in und um Lübeck näher untersucht.[40]
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Strecke Elmshorn – Hamburg | – | westlicher Ast rund 32 km, östlicher Ast etwa 30 km | Elmshorn – Tornesch – Pinneberg – Hamburg | in Planung | Stadt-Umland-Verbindung von Nordwesten aus Elmshorn Richtung Hamburg. | |
| Strecke Bad Bramstedt – Hamburg | – | etwa 40 km | Bad Bramstedt – Kaltenkirchen – Henstedt-Ulzburg – Norderstedt – Hamburg | in Planung | Stadt-Umland-Verbindung von Norden aus Bad Bramstedt Richtung Hamburg. | |
| Strecke Ahrensburg – Hamburg | – | etwa 10 km | Ahrensburg – Hamburg | in Planung | Stadt-Umland-Verbindung von Nordosten aus Ahrensburg Richtung Hamburg. | |
| Strecke Geesthacht – Hamburg | – | etwa 24 km | Geesthacht – Hamburg | in Planung | Stadt-Umland-Verbindung von Südosten aus Geesthacht Richtung Hamburg. | |
| Strecke Lüneburg – Hamburg | – | rund 50 km | Lüneburg – Winsen (Luhe) – Hamburg-Harburg – Hamburg-Wilhelmsburg – Hamburg-Veddel | in Planung | Stadt-Umland-Verbindung von Südosten aus Lüneburg Richtung Hamburg. | |
| Strecke Stade – Hamburg | – | etwa 55 km | Stade – Buxtehude – Hamburg | in Planung | Stadt-Umland-Verbindung von Norden aus Stade Richtung Hamburg. | |
| Strecke Tostedt – Hamburg | – | etwa 32 km | Tostedt – Buchholz – Hamburg-Harburg | in Planung | Stadt-Umland-Verbindung von Südwesten aus Tostedt Richtung Hamburg. |
Auch wenn diese Wege alle als Radschnellwege bezeichnet werden, sollen diese Strecken mit abschnittweise unterschiedlichen vom Radschnellweg abweichenden Standards errichtet werden. So sollen beispielsweise vermehrt in bewohnten Gebieten lediglich Fahrradstraßen ausgewiesen werden.[41]
Hessen
In Hessen finden sich verschiedene Radschnellverbindungen in der Planung. Die Strecke Darmstadt nach Frankfurt findet sich teilweise bereits im Bau. Anfang April 2019 wurde eine landesweite Potentialanalyse für Korridore vorgestellt. Schwerpunkt der Strecken ist das Rhein-Main-Gebiet. Auf Basis dieser Studie können Machbarkeitsstudien für weitere konkrete Planungen erfolgen.[42]
Auf der offiziellen Website des Landes Hessen „radschnellverbindungen-hessen.de“ werden alle Projekte mit Planungs- und Umsetzungsstand gelistet.[43]
Rhein-Main-Gebiet

Die Region Rhein-Main gilt als Pendlerhochburg Deutschlands. Im dicht besiedelten Ballungsraum liegen größere Städte wie Frankfurt am Main, Darmstadt, Wiesbaden, Mainz oder Offenbach am Main teilweise in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander und erzeugen komplexe Pendlerströme. Mehr als 334.000 Personen pendeln pro Tag beispielsweise allein nach Frankfurt in das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region.[44]
Wichtige Ziele wie Industrie- und Wirtschaftsstandorte, Wohnquartiere und bedeutende Verkehrsknotenpunkte liegen vergleichsweise dicht aneinander und können – entsprechende Infrastruktur vorausgesetzt – schnell und komfortabel auch mit dem Fahrrad erreicht werden.
Zudem würden chronisch überlastete Verkehrswege anderer Verkehrsmittel wie der Frankfurter S-Bahn-Tunnel (City-Tunnel Frankfurt) oder Teilabschnitte der Bundesautobahnen A 3 und A 5 durch häufigere Radnutzung entlastet.[45]
Der Regionalverband FrankfurtRheinMain hat daher, basierend auf einer regionalen Potenzialanalyse, unter sechs möglichen Korridoren im Rhein-Main-Gebiet die Pilotstrecke Frankfurt–Darmstadt als Vorzugskorridor zur Umsetzung eines Radschnellweges ausgewählt.[46] Seit Sommer 2013 existiert unter der Leitung des Regionalverbandes ein projektbegleitender Arbeitskreis mit den sieben Anrainerkommunen Frankfurt am Main, Neu-Isenburg, Dreieich, Langen (Hessen), Egelsbach, Erzhausen und Darmstadt. Die Hochschule Darmstadt begleitet das Projekt wissenschaftlich.[47] Die Projektpartner haben zur Sondierung möglicher Trassenverläufe gemeinsam eine Vorstudie durchgeführt und drei Trassenfavoriten identifiziert. Weiterhin wurde zwischen dem Regionalverband und den Anrainerkommunen ein Kooperations- und Finanzierungsantrag zur gemeinsamen Beauftragung einer Machbarkeitsstudie geschlossen. Die Ergebnisse mit Maßnahmenplan und Kostenkalkulation lagen Ende 2014 vor.[46] Im Projektverlauf wurde der geplante Radschnellweg 2016 zu einer „Raddirektverbindung“ herabgestuft, da die Anforderungen an einen Radschnellweg (u. a. Fahrbahnbreiten, Asphaltierung und Beleuchtung insbesondere in Waldstücken) nicht umgesetzt werden sollen.[48][49]
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Radschnellweg Darmstadt – Frankfurt | FRM 1 | 30 km | Frankfurt am Main – Neu-Isenburg – Dreieich – Langen – Egelsbach – Erzhausen – Darmstadt | in Betrieb: Langen – Darmstadt-Arheilgen (9,5 km) | Die Strecke soll die Oberzentren Darmstadt und Frankfurt verbinden. Der Spatenstich für den ersten Bauabschnitt fand am 16. Oktober 2018 unter Beteiligung des hessischen Verkehrsministers Tarek Al-Wazir (Grüne) bei Egelsbach statt[50]. Der erste, 3,6 km lange Abschnitt (Egelsbach – Darmstadt-Wixhausen) wurde am 6. Juni 2019 offiziell eröffnet.[51] Ein weiterer 700 Meter langer Abschnitt bis zum S-Bahnhof Darmstadt-Wixhausen wurde nach einjähriger Bauzeit Anfang Juni 2020 freigegeben.[52] Am 30. Oktober 2021 wurde das nördlich anschließende Teilstück bis Langen übergeben.[53] Stand Juni 2025 sind 9,5 km[54] befahrbar.
Die Route sollte nach Plänen von 2023 bis 2026 ausgebaut werden, wobei Einzelheiten in den Stadtgebieten von Darmstadt und Frankfurt noch offen sind.[55] Dauerzählstellen: 1. Abschnitt Erzhausen – Egelsbach, durchschnittlicher Wochentag 2025: 806 Räder.[56] 2. Abschnitt Erzhausen – Darmstadt-Wixhausen, durchschnittlicher Wochentag 2025: 621 Räder.[57] |
|
| Frankfurt am Main – Langen | in Planung | |||||
| Radschnellweg Groß-Gerau – Frankfurt-Flughafen – (Frankfurt am Main) | FRM 2 | grob geschätzt 25–30 km | Groß-Gerau – Mörfelden-Walldorf – Frankfurt Flughafen (Terminal 3) – (Frankfurt am Main) | in Planung | Die Strecke soll den Siedlungsgürtel entlang der Riedbahn an das Oberzentrum Frankfurt am Main anschließen.[58]. Im Landkreis Groß-Gerau ist eine Umsetzung als Raddirektverbindung vorgesehen. Geplante Führungsformen wurden im Projektsteckbrief des Landes Hessen dokumentiert.[59] | |
| Radschnellweg Wiesbaden – Frankfurt | FRM 3 | etwa 30 km | Wiesbaden – Hofheim – Kriftel – Hattersheim – Frankfurt am Main | in Planung | Die Strecke soll den Siedlungsgürtel entlang des Taunus besser untereinander vernetzen, sowie die Anschlüsse an die Oberzentren Frankfurt am Main und Wiesbaden verbessern.[60] Im Januar 2026 beschloss der Wiesbadener Magistrat die sogenannte Vorzugsvariante, die Wiesbaden über Hofheim, Kriftel und Hattersheim mit Frankfurt verbinden soll. Ein Abschnitt dieser Variante verläuft auf einer stillgelegten Bahntrasse im Stadtteil Erbenheim. Zwischen „An der Käßmühle“ und dem „Mittelpfad“ soll eine vom Autoverkehr getrennte Radstrecke entstehen.[61] | |
| Radschnellweg Taunushang | FRM 4 | grob geschätzt 8–10 km | Bad Soden – Schwalbach – Eschborn – (Frankfurt am Main) | in Planung | Die Strecke bindet die genannten Orte an das Wirtschaftszentrum Eschborn an. Ab Eschborn besteht über den Radschnellweg Vordertaunus Anschluss Richtung Frankfurt (Länge der Gesamtstrecke dann geschätzt 15 bis 18 km). | |
| Radschnellweg Vordertaunus | FRM 5 | grob geschätzt 20–30 km | Routenkoridor zwischen Frankfurt am Main, Eschborn, Steinbach, Oberursel, Bad Homburg und Friedrichsdorf, | in Planung | Zwischen den genannten Kommunen soll unter anderem eine Radpendlerverbindung Richtung Frankfurt entstehen.[62] | |
| Radschnellweg Wetterau – Frankfurt | FRM 6 | grob geschätzt 50 km | Butzbach – Bad Nauheim – Friedberg – Wöllstadt – Karben – Bad Vilbel – Frankfurt am Main | in Diskussion | Die Strecke soll den Siedlungsgürtel besser an das Oberzentrum Frankfurt am Main anschließen. Ferner sollen die Bedingungen zum Radpendeln auch zwischen den genannten Kommunen in der Wetterau im Korridor der Main-Weser-Bahn verbessert werden.[63] 2021 wurde eine Machbarkeitsstudie beauftragt. | |
| Radschnellweg Hanau – Frankfurt | FRM 7 | 15–20 km | Frankfurt am Main – Maintal – Hanau | in Planung | Die Strecke soll Frankfurt und Hanau nördlich des Mains verbinden. | |
| Radschnellweg Hanau – Frankfurt-Süd | FRM 8 | geschätzt 15–20 km | Frankfurt am Main-Südliches des Mains – Offenbach – Mühlheim – Hanau | in Planung | Die Strecke soll Frankfurt und Hanau südlich des Mains verbinden. Eine Machbarkeitsstudie mit einem Vorschlag für eine Streckenführung liegt vor.[64] | |
| Radschnellweg Kreis Offenbach Quer | FRM 9 | geschätzt 25 km | Flughafen Frankfurt – Neu-Isenburg – Dreieich – Dietzenbach – Rodgau – Seligenstadt | in Planung | Die Strecke soll vom Frankfurter Flughafen durch den Verdichtungsraum des Kreises Offenbach bis nach Seligenstadt führen.[65] | |
| Radschnellweg Wiesbaden – Mainz | – | 12 km | Wiesbaden Hauptbahnhof – Mainz-Kastel – Mainz Hauptbahnhof | in Planung | Der Radschnellweg soll die Hauptbahnhöfe der beiden Städte miteinander verbinden. Eine Machbarkeitsstudie mit möglichen Routenverläufen wurde vorgestellt. Der Zeitpunkt der Eröffnung ist aktuell nicht absehbar.[66] In Wiesbaden soll zwischen der Klingholzstraße und dem Theodor-Heuss-Ring ein rund 900.000 Euro teurer Abschnitt entstehen. Westlich des Wiesbadener Hauptbahnhofs soll ein Bau- und Wartungsweg errichtet, asphaltiert und als Radschnellweg genutzt werden.[61] | |
| Radschnellweg Frankfurt – Gateway Gardens | – | geschätzt 12–15 km | Frankfurt am Main – Gateway Gardens | in Planung | Unter anderem im Rahmen eines Förderprojekts zum Thema „Fahrradmobilität in großen Gewerbe- und Industriestandorten am Beispiel des Flughafens Frankfurt“ wird eine Radschnellverbindung von der Frankfurter Mitte zum Wirtschaftsstandort Gateway Gardens bzw. zum Flughafen geplant.[67] | |
| Raddirektverbindung Rüdesheim – Wiesbaden | 33 km | Rüdesheim am Rhein – Eltville – Wiesbaden | in Planung | Eine Machbarkeitsstudie wurde im Mai 2024 vorgestellt. Auf einer Länge von 18 km zwischen Rüdesheim und Eltville beträgt das Radverkehrspotenzial rund 1250 Radfahrende pro Werktag. In diesem Abschnitt soll die Strecke entsprechend den Hessischen Qualitätsstandards als Radverbindung ausgebaut werden.
Zwischen Eltville und Wiesbaden besteht auf einer Länge von 15 km ein Potenzial von knapp 2000 Radfahrenden pro Werktag. Hier soll der nächsthöhere hessische Routenstandard, die Raddirektverbindung, zur Anwendung kommen. Die Kosten für die erforderlichen Maßnahmen werden auf 8 bis 12 Mio. € geschätzt. Im ersten Schritt sollen Netzlücken geschlossen werden, um dem Alltagsradverkehr eine zügige und durchgängig sichere Alternative zum teilweise engen Leinpfad am Rhein zu bieten. [68] | ||
| Radschnellweg Hanau – Aschaffenburg | etwa 25–30 km | Hanau – Großkrotzenburg – Aschaffenburg | in Planung | Eine Machbarkeitsstudie soll laut Pressemitteilung der Stadt Hanau von 2021 erarbeitet werden.[69] | ||
| Radschnellweg Mainz – Rüsselsheim – Frankfurt am Main | geschätzt 20–25 km | Gebiet Landkreis Groß-Gerau südlich des Mains im Korridor Ginsheim-Gustavsburg – Rüsselsheim – Stadtgrenze Frankfurt am Main | in Planung | Eine Machbarkeitsstudie wurde erstellt.[70] | ||
| Radschnellweg Rüsselsheim – Darmstadt | 23 km | Rüsselsheim – Königsstädten – Nauheim – Groß-Gerau – Klein-Gerau – Braumshardt – Weiterstadt – Darmstadt | in Planung | Eine Machbarkeitsstudie wurde erstellt.[70]. Die Route wird als Raddirektverbindung errichtet. Ende 2025 befanden sich Teilabschnitte in der Entwurfsplanung. Geplant ist unter anderem ein Lückenschluss entlang der Bahn zwischen Klein-Gerau und Braunshardt sowie die Umsetzung einer Beleuchtung.[71] | ||
| Raddirektverbindung Zwingenberg – Heppenheim | ca. 15 km | Korridor schließt an die von Darmstadt kommende Trasse an und verläuft entlang der Bergstraße von Zwingenberg nach Heppenheim | in Planung | Eine Trasse befindet sich derzeit in Planung und wurde der Öffentlichkeit vorgestellt.[72] |
Mittelhessen
Region Fulda
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Radschnellverbindung Eichenzell – Fulda – Marbach | – | rund 16 km | Eichenzell – Fulda – Marbach | in der Planung | Die Strecke soll die Umlandgemeinden Eichenzell, Petersberg und Marbach an das Oberzentrum Fulda anschließen. Eine Machbarkeitsstudie findet sich in der Erstellung.[74] | |
Region Kassel
Der Zweckverband Raum Kassel hat im Jahr 2018 eine Machbarkeitsstudie zur Raddirektverbindungen im Zweckverband Raum Kassel vorgestellt. Ziel ist es, die Umlandkommunen Kaufungen, Vellmar und Baunatal für den Alltagsradverkehr besser an das Oberzentrum Kassel anzuschließen.[75]
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Radschnellverbindung Baunatal – Kassel | – | 9,5 km | Baunatal – Kassel-Mitte | In Baunatal wurden Streckenteile auf rund 1 km ertüchtigt (bisher nicht als Radschnellweg beschildert, Stand 02-2026). | Die Strecke soll das Mittelzentrum Baunatal für den Radverkehr besser an die Innenstadt des Oberzentrums Kassel anschließen.[75] | |
| Planungsstand Machbarkeitsstudie 2018. Weitere Ausführungsplanung im Stadtgebiet Kassel bisher nicht erstellt. | ||||||
| Radschnellverbindung Vellmar – Kassel | - | 6,3 km | Vellmar – Kassel-Mitte | 2 km in Vellmar 2025 fertig gestellt (bisher nicht als Radschnellweg beschildert). 1,5 km Fahrradstraße in Kassel teilweise bereits vorhanden (Fiedlerstraße). | Die Strecke soll das Mittelzentrum Vellmar für Radpendler besser an die Innenstadt des Oberzentrums Kassel anschließen.[75] | |
| 1,5 km Strecke Höhe Niedervellmar bis Ende 2026 Bau,[76] Fahrradstraße 0,7 km am südlichen Streckenende in Kassel bis 2026 im Bau[77] | ||||||
| weitere Abschnitte auf Stadtgebiet Kassel in der Planung[77] | ||||||
| Raddirektroute Helsa – Kaufungen – Kassel | – | 16,6 km | Helsa – Kaufungen – Kassel-Mitte bzw. Routenast nach Kassel-Wesertor | in Betrieb: 1,2 km in Kassel in der Hafen- und Königinhofstr. (bisher nicht als Radschnellweg beschildert, Stand 02-2026). | Die Strecke soll die östlich des Oberzentrums Kassel gelegenen Umlandgemeinden für den Radverkehr optimaler an die Kasseler Innenstadt anbinden.[75] | |
| weitere Ausführungsplanung im Stadtgebiet Kassel Höhe Bettenhausen bisher nicht erstellt. Ausführungsplanung innerorts in Kaufungen für eine Radpendlerroute wurden 2025 erarbeitet.[78] Streckenverlauf Grenzbereich Stadt Kassel bzw. Höhe Kaufungen-Papierfabrik noch unklar. | ||||||
Mecklenburg-Vorpommern
Im ländlich strukturierten Bundesland gibt es nur wenige Anwendungen für Radschnellwege. Ein zwischen Schwerin und Wismar angedachtes Projekt wird seit 2021 nicht weiter verfolgt.[79]
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Radschnellweg Rostock | – | 27 km | Rostock-Zentrum – Rostock-Warnemünde | 4,7 km fertiggestellt | Die Strecke soll das Zentrum von Rostock im Siedlungsgürtel westlich der Warnow mit dem Seebad Warnemünde verbinden.[80]. Stand August 2025 laufen für große Teile der Strecke noch die Planungsverfahren.[81] | |
| in Bau | ||||||
| 7,7 km in der Ausführungs- bzw. Genehmigungsplanung, 3,5 km in der Vorplanung, für 10,5 km läuft noch die Trassensuche. |
Niedersachsen
Region Hannover

In der Stadtregion Hannover werden mit Stand 2019 bereits seit gut 10 Jahren Radschnellwege geplant.[82] Stand 2024 sind ca. 7 km in Betrieb, allerdings im verminderten Standard einer Veloroute[83], welcher auch für zwei weitere Routen angelegt werden soll[84][85]
Stand 2024 befinden sich vier (Teil)Routen in der Planung bzw. im Bau:
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Radschnellweg Hannover – Lehrte | – | 18 km | Hannover-Zentrum – Kleefeld – Anderten – Ahlten – Lehrte | als Veloroute in Betrieb: Hannover-Zentrum – Anderten[83] | Die Strecke soll das östlich von Hannover gelegene Lehrte für Radpendler komfortabler und sicherer an die Stadtmitte von Hannover anschließen. | |
| in Planung: Hannover-Anderten – Lehrte | ||||||
| Radschnellweg Hannover – Langenhagen | – | 13 km | Hannover-Hauptbahnhof Nordseite – Vahrenwald-List (u. a. über Wöhlerstraße) – Haltestelle Vahrenheider Markt – Silbersee – Langenhagen-Zentrum – Karl-Kellner-Straße (Fahrradstraße im Bestand) | erste Bautätigkeiten seit 2022[84] | Die Strecke soll die nördlich von Hannover gelegene Kommune Langenhagen und weitere Stadtteile von Hannover für Radpendler komfortabler und sicherer an die Stadtmitte von Hannover anschließen.[82] In Teilen verläuft hier bereits heute eine Radroute (Regionalroute 9 der Region Hannover)[86] | |
| in Planung | ||||||
| Radschnellweg Hannover – Garbsen | – | 13 km | Hannover-Mitte Steintor – Herrenhäuser Gärten – Letter – Marienwerder – neuer Maschinenbaucampus der Universität in Garbsen | in Planung, evtl. Baubeginn in den 2020ern | Die Strecke soll die westlich von Hannover gelegene Kommune Garbsen und weitere Stadtteile von Hannover für Radpendler komfortabler und sicherer an die Stadtmitte anschließen. | |
| Radschnellweg Hannover – Laatzen | – | geschätzt 15 km | Hannover – Maschsee-Ostufer – Döhren – Laatzen | als Veloroute, abschnittsweise in Betrieb | Die Strecke soll die südlichen Stadtteile von Hannover für Radpendler komfortabler und sicherer an die Stadtmitte anschließen. | |
| abschnittsweise in Bau[85] |
Weitere Projekte
| Name | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|
| Radschnellweg Göttingen | 6,5 km | im Stadtgebiet Göttingen | in Betrieb: Abschnitt Uni Nord bis Rosdorfer Weg, am Bahnhof Göttingen vorbei | 2015 wurde der 4 km lange Nordast als „eRadschnellweg Göttingen“ fertiggestellt. Die Route bindet den Nordcampus der Universität an den Bahnhof sowie an die Stadtmitte an. Richtung Süden ist ein weiterer Abschnitt bis zum Rosdorfer Weg fertiggestellt. Bis zur Stadtgrenze und in der Gemeinde Rosdorf ist ein weiterer Abschnitt in Planung. Nach Norden ist als gemeindeübergreifendes Projekt noch eine zwei Kilometer lange Verlängerung bis Bovenden in der Diskussion.[87] Direkt südlich der Einmündung Zimmermannstraße findet sich eine Dauerzählstelle. Im Jahr 2025 wurden hier an einem durchschnittlichen Wochentag 2860 Fahrradfahrten gezählt.[88] | |
| in Planung: Abschnitt bis und in Rosdorf | |||||
| Radschnellweg Oldenburg – Bremen | geschätzt 40 km | Oldenburg – Hude – Delmenhorst – Bremen | in Diskussion | Diese Verbindung zwischen den Oberzentren Oldenburg und Bremen findet sich seit einigen Jahren in der Diskussion.[89] | |
| Radschnellweg Osnabrück – Belm | 6,4 km | Osnabrück – Belm | in Betrieb | Zwischen Osnabrück und Belm ist ein 6,4 km langer Radschnellweg als Beitrag zum städtischen „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ im Bau. Die Trasse verläuft größtenteils entlang der Eisenbahnstrecke von Osnabrück nach Bremen. Der erste Spatenstich für dieses Projekt erfolgte im November 2017.[90] Im April 2018 wurden die ersten 500 Meter der Route entlang der Schlachthofstraße freigegeben, im Mai 2019 folgten weitere rund 700 Meter und die offizielle Eröffnung des ersten Bauabschnitts.[91] Insgesamt wird mit Kosten von 7,5 Millionen Euro kalkuliert.[92] Im August 2022 wurden weitere rund 1,4 Kilometer Fahrradstraße nach Radschnellweg-Standard zwischen Ickerweg und Power Weg fertiggestellt.[93] Im Dezember 2022 wurde der ca. 1,3 km lange Belmer Abschnitt zwischen Power Weg und Haster Straße freigegeben.[94] Damit ist die gesamte Route befahrbar, es fehlen jedoch u. a. noch der Ausbau des Hunteburger und Venner Weges nach Radschnellwegstandard sowie eine Lösung zur sicheren Querung des Haster Weges. Auf Höhe des westlichen Endes an der Schlachthofstraße misst eine Radzählstation die Verkehrsentwicklung auf dem Weg.[95] | |
| im Bau | |||||
| in Planung | |||||
| Niedersächsischer Abschnitt der Bremer Radpremiumroute 1 (zuvor Radschnellweg Achim genannt) | 10,5 km bis Baden, ca. 25 km bis Verden | Uphusen – Achim – Baden (– Verden) | in Betrieb: Abschnitt Achim – Baden | Die Route folgt im Stadtgebiet Achim der Bahnlinie auf deren nördlicher Seite. Mit Fertigstellung der Premiumroute soll sich die Fahrtzeit von 45 Minuten auf 25 Minuten verringern. Die erste Kostenschätzung betrug 6,5 Millionen Euro.[96] Im Juni 2024 wurde der erste, 2,5 km lange Abschnitt von der Hasseler Straße in Achim zum Bahnhof Baden (Kr Verden) eröffnet.[97] Strecke auf Openstreetmap | |
| in Planung | |||||
| Radschnellweg Wolfenbüttel – Braunschweig | Y -Verbindung mit insgesamt 18 km | Wolfenbüttel / Salzgitter-Thiede – Braunschweig-Zentrum | in Planung | Die Route soll Wolfenbüttel und Salzgitter für Radpendler besser an das Oberzentrum Braunschweig anbinden. Das Projekt wird vom Regionalverband Braunschweig betreut.[98] Es existiert eine Planungsvereinbarung zwischen dem Regionalverband Großraum Braunschweig und den Städten Braunschweig, Salzgitter und Wolfenbüttel.
Im Bereich Stöckheim soll der Weg sich in je einen Abzweig nach Salzgitter-Thiede und nach Wolfenbüttel aufspalten. Eine europaweite Ausschreibung der Planung ist in Vorbereitung[99]. Als zweites Radschnellweg-Projekt in Niedersachsen erhielt das Projekt die Zusage für eine Bundesförderung[100]. |
|
| Radschnellweg Braunschweig – Wolfsburg | 24,7 km | Braunschweig – Wolfsburg | in Planung | Im Jahr 2017 wurde für die Planung eines laut Machbarkeitsstudie ca. 24,8 km langen Radschnellwegs eine Planungsvereinbarung zwischen dem Regionalverband Großraum Braunschweig, der Gemeinde Lehre, der Stadt Braunschweig und der Stadt Wolfsburg abgeschlossen.
Der mittlere Abschnitt zwischen Dibbesdorf und Flechtorf soll zunächst in einem geringeren Standard realisiert und bei steigenden Nutzerzahlen ggf. später ausgebaut werden.[101] |
Pilotprojekt eRadschnellweg Göttingen

Eine im Auftrag der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg erstellte Machbarkeitsstudie bestätigt den Nutzen von Radschnellwegen in der Region. In einer ersten Stufe wurde eine Auswahl von sechs Relationen für Radschnellwege auf Basis einer Interessensbekundung und finanzieller Beteiligung kommunaler Gebietskörperschaften in der Metropolregion getroffen. Vorschläge für die Streckenführungen kamen von den beteiligten Kommunen. Die sechs Trassen wurden hinsichtlich Potenzial, Machbarkeit, Übertragbarkeit der Maßnahmenkonzepte bewertet.[102]
In einer zweiten Stufe wurden Arbeitsschritte konkretisiert, Gestaltungsprinzipien festgelegt und typische Lösungen für Knoten- und Konfliktpunkte benannt. Drei Routen wurden als weiter zu verfolgende Routen von der Projektlenkungsgruppe ausgewählt: Wolfenbüttel – Braunschweig, Garbsen – Hannover und Rosdorf – Göttingen-Nord. Der Strecke Rosdorf – Göttingen-Nord wurde schließlich „wegen der interessanten modellhaften Problemstellung einer innenstadtnahen Routenführung und der bereits heute auf der Route sehr hohen Radverkehrsdichte Priorität eingeräumt. Die starke Unterstützung seitens der Verwaltungsspitze des Landkreises und der Stadt Göttingen für die Machbarkeitsstudie und die zu erwartende politische Unterstützung vor Ort waren ausschlaggebend für die Entscheidung hinsichtlich einer vertiefenden Betrachtung dieser Route“.[103]
Eine überschlägige Kostenschätzung rechnete mit Gesamtkosten von 2,7 Mio. Euro bei 9,2 km Streckenlänge. Im Rahmen des Schaufensters Elektromobilität realisierte die Stadt Göttingen einen rund vier Kilometer langen Teilabschnitt als „eRadschnellweg Göttingen“. Diese Pilotstrecke, die den Göttinger Bahnhof mit dem Nordcampus der Georg-August-Universität verbindet, ist seit 2015 fertiggestellt. Die Kosten der Pilotstrecke werden auf rund 1,8 Millionen Euro beziffert.[104] Die Strecke ist ab dem Hauptbahnhof bis zum Rosdorfer Weg in Betrieb, weiter in Richtung Rosdorf in Planung.
Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen sind in verschiedenen Regionen zusammen mit dem RS1 langfristig mehr als 250 Kilometer überörtliche Radschnellwege in Planung.[105]
Neben dem Radschnellweg RS1 sollen mit Unterstützung der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen weitere Radschnellwege geplant werden. Hierfür hatte die Landesregierung 2013 einen Planungswettbewerb ausgerufen und fünf Projekte prämiert.
Für die fünf Gewinnerprojekte förderte das Land zunächst mit 80 Prozent Kostenbeteiligung je eine Machbarkeitsstudie. Diese ist Grundlage für die weitere Vor- und Ausführungsplanung, die das Land ebenfalls finanziell unterstützt. Die Förderung von Radschnellwegen hatte die Landesregierung als einen wichtigen Baustein in ihrem im Februar 2012 beschlossenen Aktionsplan zur Förderung der Nahmobilität definiert.[106][107] Die erste der fünf Machbarkeitsstudien liegt seit Mai 2016 für den Radschnellweg Ostwestfalen-Lippe (RSW OWL) vor.[108]
Bereich Regionalverband Ruhr
Der Regionalverband Ruhr hat im Jahr 2019 einen Radwegebedarfsplan für ein regionales Radwegenetz beschlossen. Das 1800 km lange Radverkehrsnetz für den Alltag umfasst drei Ausbaustufen:[109]
- Radschnellverbindungen: 335 km
- Radhauptverbindungen: 690 km
- Radverbindungen: 775 km
Der Verband teilt im Internet mit, das sich der politisch beschlossene Streckenplan während der weiteren Planung noch ändern kann.[110] Bei den Radschnellverbindungen finden sich Stand Februar 2026 zwei Projekte in der Planung bzw. im Bau: Der Radschnellweg Ruhr und der Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet sind zusammen rund 130 km lang:
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Radschnellweg Ruhr | RS1 | etwa 115 km | Moers – Duisburg – Mülheim an der Ruhr – Essen – Gelsenkirchen – Bochum – Dortmund – Unna – Kamen – Bergkamen – Hamm | in Betrieb: Mülheim an der Ruhr – Essen und weitere kurze Abschnitte (etwa 21 km in 02-2026)[111] | Die Strecke soll nach Fertigstellung in West-Ost-Richtung durch das komplette Ruhrgebiet verlaufen. Es werden dabei mehrere Ober- und Mittelzentren verbunden. Zum Teil werden alte Bahntrassen genutzt. Die erste Großstadtverbindung des RS1 im Abschnitt Mülheim an der Ruhr bis Essen wurde 2015 auf der Trasse einer ehemaligen Bahnstrecke eröffnet.
Dauerzählstelle Höhe Stadtzentrum Mülheim: Obwohl der RS1 Stand Februar 2026 bereits zwei Kilometer weiter westlich endet, konnten im Jahr 2025 bezogen auf einen Wochentag (Montag bis Freitag) durchschnittlich 1903 Fahrräder gezählt werden.[112] | |
| im Bau (1,5 km in 02-2026 bei Essen-Kray) | ||||||
| in Planung | ||||||
| Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet | RS7 | etwa 13 km | Bottrop – Gladbeck – Essen | in Planung | Die Strecke soll Bottrop, Gladbeck und Essen miteinander verbinden. Eine Machbarkeitsstudie für einen 1. Teilabschnitt liegt vor.[113] | |
| Radschnellweg Wesel – Voerde – Dinslaken | – | etwa 15 km | Wesel – Voerde – Dinslaken | in Diskussion / erste Planungsschritte eingeleitet | Eine Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass die Strecke ein Potenzial von täglich mindestens 2.000 Radfahrten besitzt. Die Vorzugsstrecke der Studie startet am Bahnhof Wesel und verläuft im Korridor der Bahn über Voerde bis zum Bahnhof Dinslaken. Mit Stand 2025 werden noch mindestens acht Jahre bis zum Baubeginn vergehen. Zunächst muss die Strecke in den Bedarfsplan des Landes NRW für Radschnellwege aufgenommen werden.[114]
Im Bedarfsplan "Regionales Radwegenetz" des Regionalverbandes Ruhr sind als Radschnellverbindungen Anschlüsse Richtung Duisburg und Oberhausen enthalten.[110] | |
Raum Köln
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Radschnellweg Köln – Frechen | RS6 | 8,4 km | Köln – Frechen | in Planung | Die Route soll die Umlandkommune besser für das Fahrrad an Köln anschließen.[115] | |
| RadPendlerRoute Leverkusen – Köln-Deutz | – | 12,9 km | Bahnhof Leverkusen-Mitte – Chempark – Köln-Mülheim – Bahnhof Köln-Deutz | in Diskussion | Für mehrere Routen aus dem östlichen Kölner Umland wurde im Februar 2019 eine Machbarkeitsstudie abgeschlossen.[116] | |
| RadPendlerRoute Bergisch Gladbach – Köln-Deutz | – | 14,2 km | Bergisch Gladbach – Köln-Dellbrück – Bahnhof Köln-Deutz | in Diskussion | Für mehrere Routen aus dem östlichen Kölner Umland wurde im Februar 2019 eine Machbarkeitsstudie abgeschlossen.[116] | |
| RadPendlerRoute Rösrath – Köln-Deutz | – | 17,3 km | Rösrath – Rath/Heumar – Bahnhof Köln-Deutz | in Diskussion | Für mehrere Routen aus dem östlichen Kölner Umland wurde im Februar 2019 eine Machbarkeitsstudie abgeschlossen.[116] | |
| RadPendlerRoute Mondorf / Troisdorf – Köln-Deutz | – | geschätzt 35 km | Mondorf / Troisdorf – Köln-Zündorf – Bahnhof Köln-Deutz | in Diskussion | Für mehrere Routen aus dem östlichen Kölner Umland wurde im Februar 2019 eine Machbarkeitsstudie abgeschlossen.[116] | |
Weitere Projekte
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nordbahntrasse | – | etwa 8 km | im Stadtgebiet Wuppertal | in Betrieb | Die Nordbahntrasse ist offiziell kein Radschnellweg[117]. Sie wurde als „multifunktionaler Freizeit- und Alltagsweg“ geplant. Die im Dezember 2014 auf einer alten Bahntrasse eröffnete Strecke nimmt im nördlichen Stadtgebiet von Wuppertal aber faktisch die Funktion einer Radschnellverbindung wahr. Auch von der Führung her mit diversen Tunneln und Brücken erfüllt sie die Kriterien. Ferner besitzt der rund 8 km umfassende „Zentralteil“ der 22 Kilometer langen Nordbahntrasse eine bauliche Trennung zwischen Rad- und Fußverkehr. Es gibt einen 2 m gepflasterter Gehbereich und vier Meter breiter, asphaltierten Radbereich. Als Trennelemente wurden taktile Formsteine verbaut.[118][119][120] | |
| Radschnellweg OWL | RS3 | 36 km | Herford – Löhne – Bad Oeynhausen – Porta Westfalica – Minden | in Planung | Die Strecke verläuft im Bereich des Siedlungsgürtel im Bereich Ostwestfalen-Lippe zwischen Herford und Minden.[115] | |
| Radschnellweg OWL 2.0 | - | Herford – Bielefeld – Gütersloh – Rheda-Wiedenbrück | in Planung | Der Radschnellweg unter Federführung der Stadt Bielefeld wird in Herford an den RS3 angebunden. Das Projekt mit dem Titel Radschnellweg OWL 2.0, an dem fünf Verwaltungen sowie drei Verbände des ADFC beteiligt sind, ist zum Regionalentwicklungsprogramm REGIONALE 2022 angemeldet.[121] | ||
| Radschnellweg Neuss, Düsseldorf Langenfeld/Monheim | RS5 | 30 km | Neuss – Düsseldorf – Langenfeld/Monheim | 3,7 km in Betrieb[122] | Die Route soll die Kommunen untereinander besser für das Fahrrad erschließen. Einzelstücke sind bereits fertig gestellt.[115] | |
| in Bau | ||||||
| in der Planung | ||||||
| Radschnellweg Westmünsterland | RS2 | 60 km | Isselburg – Bocholt – Rhede – Borken – Velen – Gescher – Coesfeld | in Planung | Die Route soll die genannten Städte und Gemeinden untereinander besser für das Fahrrad erschließen.[123] | |
| Radschnellweg Euregio | RS4 | 19 km + 11 km | Herzogenrath, Kerkrade (in NL), Heerlen (in NL) – Aachen | in Planung | Die Route soll unter anderem die beiden Mittelzentren besser an das Oberzentrum Aachen anschließen. | |
| Strecke Roermond – Mönchengladbach | – | geschätzt etwa 35 km | Roermond (in NL) – Wegberg – Mönchengladbach | in Diskussion | In der Region wird die Idee verfolgt, evtl. im Korridor der Bahnlinie Eiserner Rhein eine Radschnellverbindung zu schaffen. Zum Teil könnte die Strecke auch auf der Trasse der ehemaligen, eingleisigen Güterbahn verlaufen. Eine Machbarkeitsstudie soll erarbeitet werden. Das Projekt würde auch den Nationalpark De Meinweg besser für die umweltfreundliche Anreise per Fahrrad erschließen.[124] | |
| Fietssnelweg F35 (deutscher Abschnitt) | F35 | ca. 55 km (in DE) | Glanerbrug (in NL) – Gronau (Westf.) – Ochtrup (– Münster) | in Planung | Der durch die niederländische Region Twente führende Radschnellweg F35 (niederländisch Fietssnelweg F35) soll auf deutscher Seite über Gronau nach Ochtrup und perspektivisch weiter nach Münster verlängert werden.[125][126] | |
| – | – | – | Emmerich am Rhein – Kleve | in Diskussion | Hubert Bruls und Christoph Fleischhauer, Bürgermeister der Gemeinden Nijmegen und Moers, stellten der Euregio Rhein-Waal am 5. April 2019 die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vor, in der drei potenzielle Radschnellverbindungen genannt werden.[127] | |
| – | – | – | Moers – Kamp-Lintfort | in Diskussion | Hubert Bruls und Christoph Fleischhauer, Bürgermeister der Gemeinden Nijmegen und Moers, stellten der Euregio Rhein-Waal am 5. April 2019 die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vor, in der drei potenzielle Radschnellverbindungen genannt werden.[127] | |
| – | – | – | Zevenaar (in NL) – Doetinchem (in NL) – Emmerich am Rhein | in Diskussion | Hubert Bruls und Christoph Fleischhauer, Bürgermeister der Gemeinden Nijmegen und Moers, stellten der Euregio Rhein-Waal am 5. April 2019 die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vor, in der drei potenzielle Radschnellverbindungen genannt werden.[127] | |
| Radschnellweg Kreuztal – Siegen | – | etwa 15 km | Kreuztal – Siegen | in Diskussion | Für die 15 km lange Strecke wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt. Aufgrund der schwierigen Topografie sind viele Sonderbauwerke wie Kragarmkonstruktionen und Brücken notwendig. Die Route soll in großen Teilen im Tal parallel der Hüttentalstraße (Schnellstraße für Kfz, B 54 und B 62) verlaufen. Trotz hoher geschätzter Kosten von 50,2 Mio. € erreicht das Projekt ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1,4 und ist damit wirtschaftlich sinnvoll (die Wirtschaftlich ist bei Werten größer 1 gegeben).[128] | |
| Krefelder Promenade im Stadtgebiet von Krefeld | – | 14,5 km | Verlauf im Stadtgebiet vom Bahnhof Forstwald zum Bahnhof Uerdingen | 3,7 km in Betrieb | Stand Ende 2025 sind von geplanten 16 Bauabschnitten 4 Abschnitte fertiggestellt. Die Strecke ist von den Querschnitten und Projektaufbau her kein Radschnellweg. Die Route ist vom Projektansatz her eine multifunktionale Radstrecke für den Alltags- und Freizeitradverkehr. Der Alltagsradverkehr hat im Projekt allerdings ein hohen Stellerwert. Daher kann die Route vom Ausbau und Projektaufbau als Radschnellverbindung im Sinne dieser Liste angesehen werden (Separation 3 m Radbereich und 2,5 m Fußbereich). Das Verkehrszeichen „Radschnellweg“ wurde auf den Bestandsstrecken markiert. | |
| in Bau | ||||||
| In Planung |
Rheinland-Pfalz
Im oftmals eher ländlich strukturierten Bundesland Rheinland-Pfalz wurde für Radschnellverbindungen das angepasste Konzept der „Pendler-Radrouten“ entwickelt. Es handelt sich um einen im Querschnitt reduzierten Radschnellweg. Beispielsweise kommt eine Separation zwischen Rad- und Fußverkehr in der Regel nicht zum Einsatz. Fußverkehr nutzt die Strecken weitgehend mit. Der Kerngedanke einer Radschnellverbindung, das zügige Radfahren im Alltag über längere Distanzen findet sich allerdings im Planungsansatz wieder. So sollen die Strecken an Kreuzungen und Einmündungen weitgehend Vorrang erhalten. Daher können die Pendler-Radrouten in Rheinland-Pfalz als Radschnellverbindungen angesehen werden.[129]
Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz hat als „Standards für Pendler-Radrouten (PRR) in Rheinland-Pfalz“ entsprechende Anforderungen veröffentlicht.[3]
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Pendler-Radroute Bingen – Mainz | – | rund 32 km | Bingen – Ingelheim – Mainz | in Betrieb | Projekt ist Pilotstrecke für die „Pendler-Radrouten“ im Bundesland. Der erste Abschnitt mit 18 km wurde im Dezember 2024 zwischen Bingen und Heidesheim eröffnet.[130][131]. Strecke auf Openstreetmap | |
| im Bau | ||||||
| in Planung | ||||||
| Pendler-Radroute Worms – Wörth | – | geschätzt 80 km | Worms – Ludwigshafen – Speyer – Germersheim – Wörth am Rhein | in Planung | Für alle Teile der Route wurden Machbarkeitsstudien erstellt (Abschnitte Worms – Ludwigshafen, Ludwigshafen Schifferstadt und Schifferstadt – Wörth)[132] | |
| Pendler-Radroute Landau – Neustadt an der Weinstraße | – | etwa 20 km | Landau – Edenkoben – Maikammer – Neustadt an der Weinstraße | in Planung | 2022 wurde eine Machbarkeitsstudie fertig gestellt. In dieser Studie wurden drei Streckenvarianten näher untersucht.[133] | |
| Pendler-Radroute Koblenz – Remagen | – | Linksrheinisch etwa 55 km, Rechtsrheinisch etwa 55 km, Abstecher Bad Neuenahr / Ahrweiler etwa 15 km | Koblenz – Remagen / bzw. Landesgrenze NRW beiderseits des Rheins | in Planung | Stand 2021 gibt für die Strecken eine Planungsvereinbarung der Kommunen. Eine Machbarkeitsstudie soll in Auftrag gegeben werden. In den Korridoren bestehen bereits touristische Radrouten bzw. lokale Alltagsradwege.[134] | |
| Pendler-Radroute Kaiserslautern – Landstuhl | – | etwa 14 km | Kaiserslautern – Landstuhl | in Planung | Stand 2021 wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.[135] | |
| Pendler-Radroute Konz – Trier – Schweich | – | etwa 25 km | Konz – Trier – Schweich | im Bau | 2021 wurde eine Machbarkeitsstudie fertig gestellt. Strecke im Moseltal Stand 2023 teilweise im Bau.[135] | |
| in Planung | ||||||
| Pendler-Radroute Koblenz – Boppard | – | alle Teilstrecken zusammen rund 46 km | Rheinstrecke Koblenz – Boppard und Abzweigungen ins Mosel- und Lahntal | in Planung | 2022 wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. | |
Saarland
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Radschnellweg Saar | – | geschätzt 35 bis 40 km | Kleinblittersdorf – Saarbrücken – Völklingen – Saarlouis | in der Diskussion | Eine Radschnellverbindung im Flussverlauf der Saar wird vor Ort diskutiert. Diskussionsgegenstand ist u. a. ob die Strecke auf einem ausgebauten Saar-Radweg (Leinpfad direkt am Fluss), oder parallel auf umzubauenden Straßen verlaufen soll.[136] |
Sachsen-Anhalt
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Radschnellweg Halle – Leipzig | – | geschätzt 30 bis 35 km | Halle (Saale) – Leipzig | in Planung | Eine Machbarkeitsstudie zur Streckenfindung findet sich in der Erarbeitung.[137] Der ADFC befürwortet die direkte Route im Bereich der S-Bahnlinie S 3 über Schkeuditz.[138] | |
| Merseburger Radschnellweg | – | 7,5 km | Merseburg-Stadtmitte – Campus Hochschule – Geiseltalsee | in Planung | Eine Machbarkeitsstudie zur Streckenfindung wurde erarbeitet. Die Strecke soll bis 2030 ausgebaut werden (u. a. neue Unterführung an der B 91).[139] |
Sachsen
Im Jahr 2018 wurden in einer landesweiten Potenzialstudie 11 Korridore mit 134 km Gesamtlänge identifiziert, die sich grundsätzlich für eine Radschnellverbindung eignen. Die einzelnen Korridore werden im Rahmen von weiteren Verstiefungsstudien konkreter beplant. Die meisten Korridore befinden sich mit fünf Routen im Raum Leipzig. In Dresden gibt es vier Korridore.[140]
Region Dresden
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Radeberg – Dresden | R 4 | etwa 18 bis 19 km | Radeberg – Dresden | in Planung | Das Projekt soll die Kommune Radeberg an das Oberzentrum Dresden anbinden. Die Strecke befindet sich im Planungsverfahren.[140] | |
| Pirna – Dresden | R 6 | etwa 17 km | Pirna – Dresden | in Planung | Das Projekt soll die Kommune Pirna an das Oberzentrum Dresden anbinden. Die Strecke befindet sich im Planungsverfahren.[140] | |
| Coswig – Radebeul – Dresden | R 10 | etwa 18 bis 19 km | Coswig – Radebeul – Dresden | in Planung | Das Projekt soll die Kommunen Coswig und Radebeul an das Oberzentrum Dresden anbinden. Die Strecke befindet sich im Planungsverfahren.[140] | |
| Freital – Dresden | R 8 | etwa 10 km | Freital – Dresden | in Planung | Das Projekt soll die Kommune Freital an das Oberzentrum Dresden anbinden. Die Strecke befindet sich im Planungsverfahren.[140] |
Region Leipzig
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Schkeuditz – Leipzig | R 3 | etwa 14 km | Schkeuditz – Leipzig | in Planung | Das Projekt soll die Kommune Schkeuditz an das Oberzentrum Leipzig anbinden. Die Strecke befindet sich im Planungsverfahren.[140] | |
| Markkleeberg – Leipzig | R 5 | etwa 10 km | Markkleeberg – Leipzig | in Planung | Das Projekt soll die Kommune Markkleeburg an das Oberzentrum Leipzig anbinden. Die Strecke befindet sich im Planungsverfahren.[140] | |
| Markranstädt – Leipzig | R 7 | etwa 12 km | Markranstädt – Leipzig | in Planung | Das Projekt soll die Kommune Markranstädt an das Oberzentrum Leipzig anbinden. Die Strecke befindet sich im Planungsverfahren.[140] | |
| Taucha – Leipzig | R 9 | etwa 10 bis 11 km | Taucha – Leipzig | in Planung | Das Projekt soll die Kommune Taucha an das Oberzentrum Leipzig anbinden. Die Strecke befindet sich im Planungsverfahren.[140] | |
| Naunhof – Leipzig | R 11 | etwa 18 bis 20 km | Naunhof – Leipzig | in Planung | Das Projekt soll die Kommune Naunhof an das Oberzentrum Leipzig anbinden. Die Strecke befindet sich im Planungsverfahren.[140] |
Weitere Projekte
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Werdau – Zwickau | R 1 | etwa 10 bis 11 km | Werdau – Zwickau | in Planung | Das Projekt soll die Städte Werdau und Zwickau verbinden. Die Strecke befindet sich im Planungsverfahren.[140] | |
| Limbach-Oberfrohna – Chemnitz | R 2 | etwa 14 km | Limbach-Oberfrohna – Chemnitz | in Planung | Das Projekt soll die Kommune Limbach-Oberfrohna an das Oberzentrum Chemnitz anbinden. Die Strecke befindet sich im Planungsverfahren.[140] |
Schleswig-Holstein
Routen der Hamburger Radschnellwegeplanungen, die nach Schleswig-Holstein hineinführen sind im Abschnitt zu Hamburg gelistet.
| Name | Kürzel | Länge | Streckenverlauf | Stand | Beschreibung | Bild |
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| Radschnellweg Bad Schwartau – Lübeck-Mitte – Universität bzw. Radschnellweg Ratzeburger Allee | – | rund 10 km | Bad Schwartau – Lübeck Hauptbahnhof – Universität Lübeck | in Betrieb | Der Radschnellweg soll die nördliche Umlandgemeinde Bad Schwartau besser an den Lübecker Hauptbahnhof sowie an die Innenstadt und dem Bahnhaltepunkt Lübeck St. Jürgen angebunden werden. Südlich der Stadtmitte soll die Strecke weiter bis zur Universität verlaufen.[141] Die Kosten sollen 12 Millionen Euro betragen.[142] Stand Januar 2026 befanden sich etwa 3 km Strecke entlang der Ratzeburger Allee im Bau.[143] Juni 2026 wurde der erste Streckenabschnitt in Betrieb genommen.[144] | |
| im Bau | ||||||
| in Planung | ||||||
| Veloroute 10 | – | rund 5 km | Kiel CITTI-Park – Kiel Universität – Kiel Holstein-Stadion | in Betrieb | Die Veloroute 10 verläuft entlang des ehemaligen Gütergleises West. Sie wurde 2012 von der Ratsversammlung beschlossen; die Bauarbeiten begannen im Jahr 2013 und wurden 2019 abgeschlossen. Die Veloroute 10 ist durchgehend vier Meter breit. Mehrere Kieler Hauptverkehrsstraßen werden mithilfe von Brücken überquert.[145] Einige Hauptverkehrsstraßen und Verkehrsstraßen werden noch ebenerdig mit negativer Vorfahrt überquert. |
Thüringen
In Thüringen bestehen für Radschnellverbindungen Stand Sommer 2023 keine Planungs- bzw. Bauprojekte. In einer nichtamtlichen Pilotstudie wurden landesweit Korridore untersucht. Keine der untersuchten Strecken erreichte die Mindestnachfrage von 2000 Radfahrenden / Tag für eine Radschnellverbindung. Es wurde trotzdem empfohlen verschiedene Korridore für den Pendler-Radverkehr u. a. als Radvorrangrouten (Radschnellverbindungen mit reduziertem Querschnitt) vertieft zu begutachten.[146]
Weblinks
- Artikel „Radschnellwege bringen Fahrradfahrer zügig & sicher ans Ziel!“ auf der Seite des Bundesverkehrsministeriums für digitales und Verkehr mit Liste der geförderten Projekte
- Bezugsquelle für das Arbeitspapier Einsatz und Gestaltung von Radschnellverbindungen
- Verwaltungsvereinbarung Radschnellwege 2017 - 2030 über die Gewährung von Finanzhilfen des Bundes







