Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg

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Friedrichshain-Kreuzberg ist der zweite Berliner Bezirk.[1] Am 31. Dezember 2024 hatte er 266.583 Einwohner.

Schnelle Fakten Politik ...
Wappen von Friedrichshain-Kreuzberg
Wappen von Friedrichshain-Kreuzberg
Wappen von Berlin
Wappen von Berlin
Friedrichshain-Kreuzberg
2. Bezirk von Berlin
Ortsteile des Bezirks Friedrichshain-KreuzbergBezirk MitteBezirk Friedrichshain-KreuzbergBezirk PankowBezirk Charlottenburg-WilmersdorfBezirk SpandauBezirk Steglitz-ZehlendorfBezirk Tempelhof-SchönebergBezirk NeuköllnBezirk Treptow-KöpenickBezirk Marzahn-HellersdorfBezirk LichtenbergBezirk ReinickendorfBrandenburg
Ortsteile des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg
.
Fläche 20,34 km²
Einwohner 266.583 (31. Dez. 2024) (Basis Zensus 2022)
Bevölkerungsdichte 13.106 Einwohner/km²
Adresse der
Verwaltung
Frankfurter Allee 35/37
10247 Berlin
Website friedrichshain-kreuzberg.de
Ortsteile 2
Politik
Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann (Grüne)
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Der flächenkleinste der zwölf Berliner Bezirke hat zugleich die höchste Bevölkerungsdichte und das geringste Durchschnittsalter. Er entstand 2001 mit der Berliner Verwaltungsreform durch Fusion der bis dahin eigenständigen und durch die Spree getrennten Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg.

Das zentral gelegene Friedrichshain-Kreuzberg gilt als kreativ und ist bekannt für ein vielseitiges Nacht- und Kulturleben.[2]

Geographie

Lage

Die Oberbaumbrücke (2019) verbindet Kreuzberg mit Friedrichshain.

In der Nähe der Alexandrinenstraße 12 im Ortsteil Kreuzberg liegt der geometrische Schwerpunkt Berlins. (Lage) Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg grenzt im Norden an den Bezirk Mitte und Bezirk Pankow, im Osten an den Bezirk Lichtenberg, im Süden an den Bezirk Treptow-Köpenick und Neukölln. Im Westen und Südwesten grenzt er an den Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

Ortsteile

Friedrichshain-Kreuzberg ist einer von zwei Bezirken (neben dem Bezirk Mitte), die aus Teilen des ehemaligen Ost- und West-Berlin bestehen. Die beiden Ortsteile des heutigen Bezirks, Friedrichshain und Kreuzberg, sind durch die Spree voneinander getrennt. Die Oberbaumbrücke verbindet beide Altbezirke und ist damit zum Wahrzeichen des neuen Verwaltungsbezirks geworden, was im Bezirkswappen zum Ausdruck gebracht wird.

Blick auf Friedrichshain-Kreuzberg, 2024

Beide Ortsteile gehören zu den Szenevierteln Berlins und erleben durch die hohe Nachfrage nach Wohnraum einen Strukturwandel in Form von Gentrifizierung (Sozioökonomische Stadtteilaufwertung). Da Kreuzberg und Friedrichshain seit der Fusion im Sprachgebrauch mitunter als Einheit betrachtet werden, haben sich Verkürzungen wie „Kreuzhain“, „Xhain“ oder „FR-KR“ etabliert.[3][4]

Eine Kuriosität ist, dass die Flussinsel Großer Wall im Ortsteil Hakenfelde des Bezirks Spandau der Verwaltung des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg unterstellt ist.[5]

Eine Reihe von historischen Stadtteilbezeichnungen auf dem Gebiet des Bezirks, wie zum Beispiel Luisenstadt und Tempelhofer Vorstadt, leben in den Bezeichnungen der Grundbücher weiter.

Gründerzeitviertel in Kreuzberg
Weitere Informationen Ortsteil und Ortslagen, Fläche (km²) ...
Ortsteil
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Ein­wohner[6]
31. Dezember 2024
Ein­wohner
pro km²
Lage
0201 Friedrichshain 9,78 141.206 14.438
KreuzbergFriedrichshainBerlin
0202 Kreuzberg 10,40 151.418 14.559
KreuzbergFriedrichshainBerlin
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Parks

Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain

Ortslagen, Straßen und Plätze

Fahrradwracks in der Warschauer Straße

Umwelt

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zählt mit etwa 12.600 Meldungen im Jahr 2017 an das Ordnungsamt zu den am meisten durch Müll im öffentlichen Raum belasteten Berliner Bezirken.[7] Die öffentliche Verschmutzung wird durch private Sperrmüllablagerungen, nicht entfernte Fahrradwracks, Abfall jeglicher Art, weggeworfene Flaschen und Zigarettenreste hervorgerufen. Die Gewässer im Landwehrkanal und der Spree sind durch die geringe Abfallbeseitigung ebenfalls von Vermüllung belastet.[8]

Geschichte

Teil der Berliner Mauer (1961–1989), seit 1990: East Side Gallery

1920–2000

Bei der Gründung Groß-Berlins 1920 entstand der Bezirk Friedrichshain, er umfasste den größten Teil der Stralauer Vorstadt, einen kleinen Teil der Königsstadt und Stralau. Der Name Friedrichshain war als Stadtgebietsname neu und leitete sich vom Volkspark am Rande des damaligen Bezirks her, der wiederum auf den König Friedrich II. Bezug nahm.

Der Bezirk Kreuzberg wurde 1920 aus der Tempelhofer Vorstadt, der Oberen Friedrichsvorstadt, der südlichen Friedrichstadt und einem großen Teil der Luisenstadt gebildet. Seinen Namen erhielt er nach der im Südwesten gelegenen Anhöhe, dem Kreuzberg im heutigen Viktoriapark.

Bis nach dem Mauerfall befand sich der Stadtbezirk Friedrichshain in Ost-Berlin, der Stadtbezirk Kreuzberg in West-Berlin. Die Teilung war das Ergebnis des Zweiten Weltkriegs. So hatten sie eine unterschiedliche politische und verwaltungstechnische Entwicklung genommen.

Seit 2001

Die Europäische Filmakademie in Friedrichshain (2025)

Am 1. Januar 2001 wurden die zuvor eigenständigen Berliner Bezirke Kreuzberg und Friedrichshain zum neuen Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg vereinigt. Ein Ergebnis der Zusammenlegung war, dass ein neues Bezirksamt gebildet wurde und der Sitz festzulegen war. Das Rathaus des neuen Bezirks und der Sitz des Bezirksbürgermeisters bzw. der Bezirksbürgermeisterin wurde das bisherige Rathaus Friedrichshain in der Rathaus-Passage (seit 2018: Rigaer Passage) in der Frankfurter Allee 35/37.[9][10] Im ehemaligen Rathaus Kreuzberg, Yorckstraße 4–11 wurden Teile des Bezirksamtes und ein Bürgeramt untergebracht. Außerdem wurde es Sitz und Tagungsort der Bezirksverordnetenversammlung.[11] Es gibt weitere Außenstellen. Ein neues Bezirkswappen wurde dem Bezirk am 7. Oktober 2003 vom Senat des Landes Berlin verliehen.

Im Jahr 2014 fand ein Flächentausch mit dem benachbarten Bezirk Tempelhof-Schöneberg statt (Lilienthaldreieck, Yorckstraße), um Flächen für sportliche Nutzungen beider Bezirke besser handhaben zu können.[12]

Bevölkerung

Überblick

Am 31. Dezember 2024 zählte der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg 266.583 Einwohner auf einer Fläche von 20,2 Quadratkilometern.[6] Am gleichen Stichtag lag die Bevölkerungsdichte bei 13.106 Einwohnern pro Quadratkilometer. Friedrichshain-Kreuzberg zählte damit zu den am dichtesten besiedelten Orten in Deutschland und Europa.

Bevölkerungsentwicklung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg
Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
2001245.712
2002247.508
2003249.267
2004252.069
2005255.181
2006259.071
2007260.437
2008262.251
2009259.967
2010261.090
Jahr Einwohner
2011265.361
2012269.471
2013273.517
2014275.691
2015278.393
2016281.323
2017283.974
2018289.120
2019290.386
2020289.787
Jahr Einwohner
2021289.014
2022293.231
2023293.454
2024292.624
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Die unten stehenden Einwohnerzahlen (Stand: jeweils 31. Dezember) basieren, abweichend von der Bevölkerungsfortschreibung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, auf Daten des Einwohnermelderegisters des Berliner Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten.[13]

Bevölkerungsstruktur

Die folgende Tabelle zeigt Angaben zur Struktur der Bevölkerung von Friedrichshain-Kreuzberg am 31. Dezember 2024.[13]

Weitere Informationen Geschlecht, Anzahl ...
Geschlecht Anzahl Anteil
männlich150.00251,2 %
weiblich142.62248,8 %
Insgesamt292.624100 %
 
 
Altersgruppen
unter 20048.12516,4 %
20 bis unter 40111.53638,1 %
40 bis unter 65100.81434,5 %
ab 65032.14911,0 %
Insgesamt292.624100 %
Herkunft Anzahl Anteil
Deutsche ohne Migrationshintergrund147.45050,4 %
Deutsche mit Migrationshintergrund055.18218,9 %
Ausländer089.99230,7 %
Insgesamt292.624100 %
 
Wohnlagen
einfache Wohnlagen bzw. ohne Angabe076.81826,2 %
mittlere Wohnlagen145.34349,7 %
gute Wohnlagen070.46324,1 %
Insgesamt292.624100 %
Religion Anzahl Anteil
evangelisch024.17508,3 %
römisch-katholisch017.09405,8 %
sonstige bzw. keine251.35585,9 %
Insgesamt292.624100 %
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Das Durchschnittsalter lag am 31. Dezember 2024 bei 39,4 Jahren (Berliner Durchschnitt: 42,8 Jahre). Damit ist Friedrichshain-Kreuzberg der Berliner Bezirk mit der jüngsten Bevölkerung.

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat einen geschätzten muslimischen Bevölkerungsanteil von rund 20 %. Menschen mit türkischer Herkunft bildeten die größte Minderheitengruppe innerhalb des Bezirks.[14]

Wirtschaft

Unternehmen

Zwei der umsatzstärksten Unternehmen Berlins, das Medienunternehmen Axel Springer SE und der Internethändler Zalando, haben ihren Firmensitz im Bezirk. Zahlreiche deutsche Jungfirmen, die im 21. Jahrhundert gegründet wurden, siedelten sich nach dem Jahr 2000 hier an.

Firmensitz des Mode- und Kosmetikhändlers Zalando

(Stand: 2024)

Im Bezirk sind viele Gewerbe im Besitz türkischstämmiger Berliner

Gewerbe und Handwerk

Im Jahr 2014 wurden in Friedrichshain-Kreuzberg 4276 Gewerbeanmeldungen und 2736 Gewerbeabmeldungen verzeichnet.

Die Handwerkskammer Berlin, ein Unternehmensverband für Handwerksbetriebe, hat ihren Sitz in Friedrichshain-Kreuzberg. Im Jahr 2015 waren von den 30.015 in Berlin vertretenen Handwerksfirmen insgesamt 1.894 im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gemeldet.[15]

Medien

Hauptsitz der Axel Springer SE

(Stand: 2026)

Infrastruktur

Radfahrerin in Kreuzberg
U-Bahn-Linien U1 und U3 über dem Landwehrkanal
Frankfurter Allee am Frankfurter Tor

Straßenverkehr

Die Bundesstraßen B 1, B 5, B 96 und B 96a führen durch Friedrichshain-Kreuzberg. Die Karl-Marx-Allee in Friedrichshain zählt mit einer Breite von über 60 Metern zu den breitesten Berliner Innenstadtstraßen.[16] Zahlreiche Wohngebietsstraßen, die oft eng bebaut sind, erschließen den Bezirk.

Die geringste Pkw-Dichte im Vergleich zu allen Bezirken gab es im Jahr 2023 mit 171 pro 1000 Einwohner in Friedrichshain-Kreuzberg (berlinweit: 278, deutschlandweit: 580).[17] Die ansässige Bevölkerung des Innenstadtbereichs zählt damit zu den Pkw-ärmsten in Deutschland.

Öffentlicher Personennahverkehr

Regionalbahnhof Ostkreuz

Die S-Bahn-Linien S1, S2, S3, S5, S7, S8, S9, S25, S26, S41, S42, S75 und S85 sowie die U-Bahn-Linien U1, U2, U3, U5, U6, U7 und U8 führen durch den Bezirk.

Der in Friedrichshain gelegene Bahnhof Ostkreuz ist mit täglich über 120.000 Bahnnutzern einer der größten Umsteigebahnhöfe Berlins. Der Bahnhof wurde bis 2018 umgebaut und an das Regionalbahnnetz angeschlossen. Die Bauarbeiten führten zu einer massiven Umgestaltung des Platzes vor dem Bahnhof und zur Errichtung eines neuen Bahnhofsgebäudes.[18]

Der Ostbahnhof ist ein Fern- und Nahverkehrsbahnhof im Bezirk und gilt nach dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Südkreuz als drittgrößter Bahnhof Berlins.

Fahrradverkehr

Über 75 % der im Bezirk lebenden Bevölkerung besitzt im Jahr 2020 ein Fahrrad. Das ist mehr als der Durchschnitt der Gesamtberliner Einwohnerschaft.[19] Die Oberbaumbrücke, die die beiden Ortsteile Kreuzberg und Friedrichshain verbindet, zählt zu den am meisten von Radfahrern frequentierten Passagen in Berlin.[20]

Bebauung

Die Anzahl der Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden in Friedrichshain-Kreuzberg im Jahr 2018 belief sich auf 153.614 (Berlin: 1.950.000).[21] Der Anteil an Mietwohnungen, im Gegensatz zu Eigentumswohnungen, am Gesamtbestand liegt im Bezirk bei 95,7 % im Jahr 2017 und damit über dem Berliner Durchschnitt von 84,8 % (Deutschland: 55 %).[22][23]

Politik

Rathaus und Bürgeramt des Bezirks

Bezirksverordnetenversammlung

Die Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg am 12. Februar 2023 führte zu folgendem Ergebnis:

Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg 2023[24]
Wahlbeteiligung: 57,9 %
 %
40
30
20
10
0
34,5
20,6
13,5
13,2
3,6
3,4
3,3
7,9
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2021
 %p
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
−0,1
−1,0
−1,3
+5,3
+0,5
−0,3
−1,4
−5,3
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100%Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
Sitzverteilung (Stand: 2025)
       
Insgesamt 55 Sitze

Ein Bezirksverordneter wechselte 2024 von der Linken zur SPD.[25]

Bezirksbürgermeister

Weitere Informationen Amtszeit, Bezirksbürgermeister ...
AmtszeitBezirksbürgermeisterPartei
01. Januar 2001 – 31. Januar 2002Bärbel GrygierPDS
01. Februar 2002 – 14. November 2006Cornelia ReinauerPDS
15. November 2006 – 31. Juli 2013Franz SchulzBündnis 90/Die Grünen
01. August 2013 – 5. Dezember 2021Monika HerrmannBündnis 90/Die Grünen
seit 6. Dezember 2021Clara HerrmannBündnis 90/Die Grünen
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Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist auf Landesebene im Rat der Bürgermeister vertreten.[26]

Bezirksamt

Finanzamt des Bezirks

Das Bezirksamt ist die kommunale Verwaltung für den Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

Mitglieder des Bezirksamts sind (Stand: 2026):[27]

Weitere Informationen Partei, Funktion ...
Partei Funktion Geschäftsbereich
Clara Herrmann Bündnis 90/Die Grünen Bezirksbürgermeisterin Finanzen, Personal, Wirtschaft und Kultur
Regine Sommer-Wetter Die Linke Stellvertretende
Bezirksbürgermeisterin
Soziales, Beschäftigung und Bürgerdienste
Annika Gerold Bündnis 90/Die Grünen Bezirksstadträtin Verkehr, Grünflächen, Ordnung und Umwelt
Florian Schmidt Bündnis 90/Die Grünen Bezirksstadtrat Bauen, Planen und kooperative Stadtentwicklung
Andy Hehmke SPD Bezirksstadtrat Schule, Sport und Facility Management
Max Kindler CDU Bezirksstadtrat Jugend, Familie und Gesundheit
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Abgeordnetenhaus

Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im Jahr 2023 führte im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zu folgendem Ergebnis:

Weitere Informationen Wahlkreis, Gebiet ...
WahlkreisGebietstärkste
Partei
Stimmen-
anteil
Direktkandidat
Wahlkreis 1Kreuzberg-NordGrüne37,0 %Katrin Schmidberger
Wahlkreis 2Kreuzberg-SüdGrüne38,0 %Marianne Burkert-Eulitz
Wahlkreis 3Kreuzberg-Südost / Friedrichshain-SüdostGrüne32,9 %Turgut Altuğ
Wahlkreis 4Friedrichshain-WestGrüne22,4 %Damiano Valgolio (Die Linke)
Wahlkreis 5Friedrichshain-NordostGrüne33,9 %Vasili Franco
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Bundestagswahlen

Bei Bundestagswahlen bildet der Bezirk den Wahlkreis 82 Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg – Prenzlauer Berg Ost. Auch der Teil des Ortsteils Prenzlauer Berg östlich der Prenzlauer Allee gehört hinzu. Direkt gewählte Wahlkreisabgeordnete waren von 2002 bis 2017 Hans-Christian Ströbele und von 2017 bis 2025 Canan Bayram (beide Bündnis 90/Die Grünen), seitdem ist es Pascal Meiser (Die Linke).

Wappen

Das Wappen des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg wurde am 7. Oktober 2003 durch den Senat von Berlin verliehen.

Blasonierung: In silbernem Schild mit blauem Wellenschildfuß, belegt mit vier silbernen Wellenfäden, eine rote gezinnte Brücke, die durch zwei spitzbedachte und beknaufte Türme, die mit Zinnen, Zwischendächern, Simsen und schwarzen Schießscharten und Spitzfenstern bedeckt sind, in drei gleichmäßige Bögen unterteilt ist. Die beiden äußeren Bögen sind als Halbbögen dargestellt. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.[28]

Wappenbegründung: Das Wappen ist vom erst 1991 entworfenen Wappen des ehemaligen Bezirks Friedrichshain abgeleitet. Es zeigt mit der Oberbaumbrücke das verbindende Wahrzeichen des neugebildeten Bezirks auf der ehemaligen Grenze der vorherigen Bezirke. Das blaue Wellenband verweist auf die Spree, über die die Oberbaumbrücke führt, und wurde auch aus dem vorherigen Wappen übernommen, das es wiederum aus der blauen Tingierung des Wappens Stralaus entlehnte. Die Mauerkrone ist das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

Polizei

Dienstgebäude der Berliner Polizeidirektion 5

Die Direktion 5 der Berliner Polizei ist für die Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Mitte zuständig.

Städtepartnerschaften

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg unterhält aktuell zwölf Städtepartnerschaften.[29]

International

Nicaragua San Rafael del Sur, Nicaragua – seit Januar 1986
Israel Kirjat Jam, Israel – seit 1990
Polen Stettin, Polen – seit Juni 1996
Turkei Kadıköy (Bezirk von Istanbul), Türkei – seit August 1996
Bulgarien Oborischte (Bezirk von Sofia), Bulgarien – seit Mai 1999
Syrien 2024 Derik, Rojava, Syrien – seit Februar 2019[30]
UkraineUkraine Darnyzja (Bezirk von Kiew), Ukraine – seit Mai 2025[31]

National

Bildung

Bezirkszentralbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg Pablo Neruda

Bibliotheken

Hochschulen

SAE Institute für Medientechnologien

Schulen

Kultur

Gebäude

St.-Thomas-Kirche
Tempodrom

Theater und Kinos

Museen

Martin-Gropius-Bau

Clubs und Festivals

(Stand: 2026)

Der Bezirk in der Kunst

Influencer in Friedrichshain

Friedrichshain-Kreuzberg zählt zu den beliebtesten Film-Drehorten in Deutschland und Europa. Der Bezirk lag mit 370 Drehgenehmigungen im Jahr 2018 vor allen anderen in Berlin.[34]

In unzähligen Liedern wie Kreuzberger Nächte wurden Orte der Gegend besungen. Außerdem leben in dem Innenstadtbezirk zahlreiche Persönlichkeiten und Influencer, die über soziale Medien aus ihrem Leben im Wohnort berichten.[35]

Sport

Skatehalle Berlin

Der SC Kreuzberg stellte mehrmals den Deutschen Meister im Schach. Mehrere Großmeister sind Mitglied des Clubs. Die Bear City Rollers wurden 2013 Deutscher Meister im Roller Derby.

Die Uber Arena ist die Heimspielstätte des mehrfachen deutschen Basketball-Meisters Alba Berlin und des DEL-Eishockey-Rekordmeisters Eisbären Berlin. Die Arena ist auch hin und wieder Schauplatz von internationalen Sportveranstaltungen. Das German Masters ist ein Profi-Snookerturnier, das zu den Turnieren der Snooker Main Tour gehört und seit 2011 im Tempodrom ausgetragen wird.[36]

Yoga-Studio in der Mainzer Straße

Die Skate­halle Berlin hat eine überdachte Fläche von über 6000 m² und gilt als eine der größten Hallen für Skateboard-Sport in Europa. Der Standort ist seit 2018 einer von vier Regionalstützpunkten des DRIV.[37]

Eine Besonderheit ist der Fußballplatz von Blau-Weiß Friedrichshain. Es ist die erste FIFA-konforme Spielfläche der Stadt, die vollständig auf dem Dach eines Großmarktes eingerichtet wurde.[38]

Das Sommerbad Kreuzberg, häufig nur ‚Prinzenbad‘ genannt, ist mit über 300.000 Besuchern im Jahr eines der populärsten Freibäder in Berlin und eines der bekanntesten in Deutschland.[39]

Siehe auch

Einzelnachweise

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