Lonchodactylus messingi

Art der Gattung Lonchodactylus From Wikipedia, the free encyclopedia

Lonchodactylus messingi ist eine auf den Bahamas beheimate Art der Krabben und einziger Vertreter der Gattung Lonchodactylus. Der Artname ist dem Wirbellosen-Forscher Charles G. Messing gewidmet, der auch das Typexemplar sammelte.[1]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name der Gattung ...
Lonchodactylus messingi
Systematik
Unterordnung: Pleocyemata
Teilordnung: Krabben (Brachyura)
Überfamilie: Cyclodorippoidea
Familie: Phyllotymolinidae
Gattung: Lonchodactylus
Art: Lonchodactylus messingi
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Lonchodactylus
Tavares & Lemaitre, 1996
Wissenschaftlicher Name der Art
Lonchodactylus messingi
Tavares & Lemaitre, 1998
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Merkmale

Der Carapax ist länger als breit und verengt sich nach hinten. Beim weiblichen Typexemplar war er 6,8 × 6,3 mm groß. Die Stirn-Augenhöhlenbreite ist mehr als halb so breit wie der Carapax. Die Rückenfläche ist schwach strukturiert, Stirn- und Hepatopankreas-Region sind eingedrückt. Die Stirn ist stumpf-dreieckig und trägt beidseits einen niedrigen, abgerundeten Zahn. Der seitliche Kiemenzahn ist gut entwickelt, die Magengruben sind gut erkennbar. Magen- und Herzregion sind seitlich von flachen, glatten Furchen begrenzt. Der Exorbitalzahn ist prominent und nach vorn und zur Seite gerichtet. Die Augenhöhle ist flach, der Oberrand gut entwickelt und von einem flachen Einschnitt unterbrochen. Der Unterrand ist schlecht definiert. Die Augenstiele sind mobil, und quer zur Carapaxachse orientiert. Das erste Glied der Antennen ist beweglich, zweites und drittes zu einer breiten Platte verschmolzen, viertes und fünftes breit. Der Mundvorhof ist kurz und seicht. Die Palpe des dritten Maxillipeden ist von der Bauchseite her sichtbar und setzt unmittelbar unter dem inneren Winkel des Merus an. Zweites und drittes Segment sind vertikal zusammengedrückt. Der Exopodit trägt eine lange Geißel.[1]

Die Scherenbeine sind in Größe und Form ähnlich. Die ersten beiden Schreitbeine (P2 und P3) sind ähnlich, die Finger lanzettförmig und seitlich zusammengedrückt. Die Carpi haben jeweils zwei stumpfe Lappen am rückenseitig-körperfernen Ende. Die hinteren beiden Schreitbeine (P4 und P5) sind kurz und nahezu rückenseitig positioniert. Die Finger sind hakenförmig und einfach, die Carpi tragen je einen spitzen Lappen rückenseitig-körperfernen Ende.[1]

Die thorakalen Sterniten 6 bis 8 stehen nahezu rechtwinklig zur vom fünften Sterniten gebildeten Ebene. Die Naht zwischen den Sterniten 7 und 8 ist sehr lang, die Öffnungen der Spermatheken sind nahezu zusammenhängend. Das Pleon der Weibchen besteht aus sieben breiten Somiten, welchen die Sterniten 5 bis 8 nahezu vollständig bedecken, so dass zwischen den Seitenrändern des Pleons und den Coxae der Schreitbeine kein Sternalanteil sichtbar ist. Der erste Pleopode ist bei Weibchen rudimentär, einästig und inseriert an der Bauchfläche des Somit. Die Pleopoden 2 bis 5 sind bei Weibchen zweiästig, das fünfte kürzer als die vorherigen und keine Eier tragend.[1]

Die Gattung ähnelt am meisten den Gattungen Genkaia und Phyllotymolinum, kann anhand der Spermathek und der langen hinteren Sternalnaht aber sicher unterschieden werden.[1]

Einzelnachweise

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