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Lukas Kwasniok

deutscher Fußballtrainer From Wikipedia, the free encyclopedia

Lukas Kwasniok, polnische Schreibweise Łukasz Kwaśniok, (* 12. Juni 1981 in Gliwice, Polen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger -trainer. Von Juli 2025 bis März 2026 war er Trainer des 1. FC Köln.

Schnelle Fakten Personalia, Junioren ...
Lukas Kwasniok
Personalia
Geburtstag 12. Juni 1981
Geburtsort Gliwice, Polen
Größe 178 cm
Position Abwehr, Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
0000–1999 Karlsruher SC
1999–2000 Arminia Bielefeld
2000 SV Sandhausen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1999–2000 Arminia Bielefeld 0 (0)
2000 → SV Sandhausen (Leihe) 0 (0)
2001–2005 FC Rastatt 04
2005–2007 FC Germania Friedrichstal
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
Deutschland Junioren 18 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2007–2009 OSV Rastatt
2009–2014 TSV Reichenbach
2014–2015 Karlsruher SC U17
2015–2018 Karlsruher SC U19
2016 → Karlsruher SC (interim)
2018–2019 FC Carl Zeiss Jena
2020–2021 1. FC Saarbrücken
2021–2025 SC Paderborn 07
2025–2026 1. FC Köln
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
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Spielerkarriere

Karlsruher SC

Lukas Kwasniok zog mit seiner Familie 1988 von Polen nach Karlsruhe und begann das Fußballspielen beim Karlsruher SC, wo er bis zur U18 alle Jugendmannschaften durchlief.[1] Er bestritt außerdem 18 U-Länderspiele für deutsche Juniorenauswahlen und war Mannschaftskapitän der U16-Nationalmannschaft, woraufhin er als großes Talent galt und Wechselangebote verschiedener Vereine erhielt. Er beendete die Schule ein Jahr vor dem Abitur und wechselte 1999 zusammen mit seinem Bruder zum Zweitligisten Arminia Bielefeld, der kurz darauf in die Bundesliga aufstieg; nach eigener späterer Aussage war der Weggang von Karlsruhe ein Fehler gewesen.[1]

Arminia Bielefeld

In Bielefeld erhielt Kwasniok einen dreijährigen Vertrag und spielte ein halbes Jahr in der A-Jugend, bis er an beiden Sprunggelenken Bänderrisse erlitt und am rechten langwierige Schmerzen bei der Genesung bekam.[1] Erst durch eine weitere Operation von einem über Stefan Kuntz vermittelten Arzt klangen die Schmerzen ab.[2] Wegen der Statuten hätte Kwasniok hier aber erst nach zwei Jahren ein Bundesliga-Spiel absolvieren können. Daher ließ er sich in der Rückrunde 2000 zum viertklassigen Oberligisten SV Sandhausen ausleihen.

SV Sandhausen

In Sandhausen bekam er neben A-Jugend-Spielen auch Trainingseinheiten mit den aktiven Spielern, mit denen er Oberligameister wurde, aber zu keinem Einsatz kam.[1] Nach dieser Station löste die Arminia seinen Vertrag zwei Jahre vor Vertragsende auf.

Karriereende

Der 19-Jährige Kwasniok schlug daraufhin einen anderen Lebensweg ein und absolvierte eine Ausbildung zum Beamten im mittleren Dienst.[1] Parallel kickte er in seiner Heimatregion noch bei den badischen Verbandsligisten FC Rastatt 04 (2001–2005) und FC Germania Friedrichstal, ehe er 2007 seine Spielerlaufbahn beendete und Trainer wurde.[1]

Trainerkarriere

OSV Rastatt

Von 2007 bis 2009 war Kwasniok Cheftrainer beim sechstklassigen Landesligisten OSV Rastatt.

TSV Reichenbach

Danach übernahm er diese Aufgabe beim nach einer Ligareform siebtklassigen Landesligisten TSV Reichenbach, mit dem ihm 2012 der Aufstieg in die Verbandsliga gelang.

Karlsruher SC

Von Nachwuchsleiter Edmund Becker entdeckt, wechselte er 2014 in den Jugendbereich des Zweitligisten Karlsruher SC, wo er zunächst die U17,[3] nach anderthalb Jahren die U19 trainierte; der Vertrag war regulär bis 2019 gültig.[4] Am 4. Dezember 2016 ernannte der KSC Kwasniok interimsweise bis zum Ende des Kalenderjahrs zum Cheftrainer der Zweitligamannschaft.[5] Danach kehrte er zur U19 zurück und nahm seit Juni 2017 an der Ausbildung zum Fußballlehrer der Hennes-Weisweiler-Akademie teil.[6] Im März 2018 bestand Kwasniok dann erfolgreich seinen Trainerlehrgang und erhielt die Fußballlehrer-Lizenz des DFB.[7] Am 30. Juli 2018 beendete der KSC seine Zusammenarbeit mit Lukas Kwasniok. Über die Umstände wurde Stillschweigen vereinbart;[8] kurz zuvor scheiterte ein Wechsel Kwasnioks zum Zweitligisten Erzgebirge Aue an der Karlsruher Ablöseforderung.[9]

FC Carl Zeiss Jena

Am 9. Dezember 2018 gab Drittligist FC Carl Zeiss Jena bekannt, dass Kwasniok Mark Zimmermann als Cheftrainer nach längerer siegloser Zeit beerbt.[10] In der Winterpause wurde Kwasniok zudem das Amt des Sportdirektors anvertraut, nachdem der bisherige Verantwortliche Kenny Verhoene als Konsequenz aus den sportlichen Misserfolgen der jüngeren Vergangenheit seines Amts enthoben wurde.[11] Kwasniok hatte den Fußballverein aus Thüringen auf dem Abstiegsplatz 18 in der 3. Liga übernommen und konnte auch fast die gesamte Spielzeit in dieser Saison 2018/19 die Abstiegszone nicht verlassen. So wies der Verein sieben Spieltage vor Saisonende einen Rückstand von acht Punkten auf einen Nichtabstiegsplatz auf.[12] Durch eine sensationelle Serie von sechs Siegen in den letzten sieben Saisonspielen konnte Jena doch noch den Verbleib in der Spielklasse feiern.[13] In seiner Zeit beim FC Carl Zeiss verpflichtet Kwasniok unter anderem die Spieler Raphael Obermair, Anton Donkor und Maximilian Rohr, welche im Laufe ihrer Karrieren von Fußballvereinen aus höheren Fußball-Ligen verpflichtet wurden.[14] Nach dem 10. Spieltag der Saison 2019/20 wurde Kwasniok in Jena freigestellt; die Mannschaft stand seit dem dritten Spieltag sieglos auf dem letzten Tabellenplatz.[15]

1. FC Saarbrücken

Zum 1. Januar 2020 unterschrieb Kwasniok einen Vertrag bis zum 30. Juni beim Regionalligisten 1. FC Saarbrücken als Nachfolger von Dirk Lottner. Der Kontrakt ließ sich durch den Drittligaaufstieg per Option um ein weiteres Jahr verlängern.[16] Darüber hinaus konnte sich Kwasniok mit der Mannschaft als erster Viertligist für das DFB-Pokal-Halbfinale qualifizieren.

Im Februar 2021 einigten sich Kwasniok und der Klub auf eine Ende der Zusammenarbeit zum Saisonende. Offizieller Grund waren unterschiedliche Auffassungen über die Zukunft des Vereins.[17]

SC Paderborn

Zur Saison 2021/22 übernahm Kwasniok den Zweitligisten SC Paderborn 07 als Nachfolger von Steffen Baumgart mit einem Vertrag über zwei Jahre.[18] Im September 2022 wurde dieser bis zum Saisonende 2024/25 verlängert.[19] Im Jahr 2025 gaben der Klub und Kwasniok bekannt, nach der Saison getrennte Wege zu gehen.[20] Die Paderborner beendeten die Spielzeit auf dem 4. Platz mit drei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz zum Aufstieg.

1. FC Köln

Zur Saison 2025/26 wechselte Kwasniok als Nachfolger von Friedhelm Funkel zum 1. FC Köln. Er unterschrieb beim Bundesliga-Aufsteiger einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028.[21] Am 22. März 2026 wurde Kwasniok nach nur 2 Siegen aus den vergangenen 18 Spielen entlassen, sein bisheriger Co-Trainer René Wagner übernahm interimsweise.[22]

Einzelnachweise

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