Megalenzephalie-Kapillarfehlbildungen-Polymikrogyrie-Syndrom

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Das Megalenzephalie-Kapillarfehlbildungen-Polymikrogyrie-Syndrom (MCAP) ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit der namensgebenden Kombination verschiedener Fehlbildungen.[1] Die Erkrankung kann als Form der Cutis marmorata teleangiectatica congenita mit zusätzlich abnormal großem Kopf angesehen werden.

Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-10 ...
Klassifikation nach ICD-10
Q87.3 Angeborene Fehlbildungssyndrome mit vermehrtem Gewebewachstum im frühen Kindesalter
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-11 ...
Klassifikation nach ICD-11
LD2F.1Y Sonstige näher bezeichnete Syndrome mit multiplen strukturellen Anomalien, nicht umweltbedingter Ursprung
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)
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Synonyme sind: Megalenzephalie-Kapillarfehlbildung-Syndrom; Megalenzephalie - Cutis Marmorata Telangiectatica Congenita; MCM; MCMTC; Makrozephalie - Cutis Marmorata Telangiectatica Congenita; Megalenzephalie-Kapillarfehlbildung-Syndrom; Makrozephalie - Cutis Marmorata Telangiectatica Congenita; Makrozephalie-kapilläre Fehlbildung-Syndrom

Neugeborenes mit MCAP-Syndrom. Feuermal unter der Nase, auf der rechten Wange kapillare Fehlbildungen

Die Erstbeschreibung stammt aus dem Jahre 1997 durch die US-amerikanischen Ärztinnen Cynthia A. Moore, Helga V. Toriello, Dianne N. Abuelo und Mitarbeiter.[2] Die Bezeichnung „MCAP“ wurde 2012 von Ghayda M. Mirzaa und Mitarbeitern vorgeschlagen.[3]

Verbreitung

Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, bislang wurde über mehr als 200 Betroffene berichtet.[1]

Ursache

Der Erkrankung liegen – zumindest teilweise – Mutationen im PIK3CA-Gen auf Chromosom 3 Genort q26.32 zugrunde, welches für die katalytische Untereinheit p110α der Phosphatidylinositid-3-Kinase kodiert.[4]

Mutationen in diesem Gen finden sich auch bei anderen Erkrankungen aus dem PIK3CA-assoziiertes Großwuchssyndrom (PROS).

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:[1]

Hinzu können neurologische Veränderungen wie Neugeborenenhypotonie oder selten Krampfanfälle, überstreckbare Gelenke, Syndaktylien kommen. Es soll ein erhöhtes Risiko für eine Entwicklung von Neoplasien sowie für angeborene Herzfehler bestehen.

Diagnose

Die Diagnose ergibt sich aus der Kombination klinischer Befunde.

Bereits vorgeburtlich sind im Feinultraschall ein Überwuchs des Föten, Makrozephalie, Hydrozephalus, Balkonstirn, Polydaktylie, Körperasymmetrie, Hydramnion, Hydrops fetalis nachweisbar.[1][5]

Die aktuell vorgeschlagenen Diagnosekriterien[6] schließen Wachstumsasymmetrie/Überwuchs und Gehirnveränderungen mit ein.

Wesentlich ist daher die Magnetresonanztomographie zum Nachweis/Ausschluss von Fehlbildungen im Gehirn wie Polymikrogyrie, Die klinische Diagnose eines MCAP wird durch den Nachweis struktureller Hirnfehlbildungen mittels MRI unterstützt.[1]

Differentialdiagnose

Abzugrenzen sind:[1]

Therapie

Die Behandlung erfolgt multidisziplinär. Die Prognose hängt vom Ausmaß der Symptome ab.[1]

Literatur

  • H. J. Park, C. H. Shin, W. J. Yoo, T. J. Cho, M. J. Kim, M. W. Seong, S. S. Park, J. H. Lee, N. S. Sim, J. M. Ko: Detailed analysis of phenotypes and genotypes in megalencephaly-capillary malformation-polymicrogyria syndrome caused by somatic mosaicism of PIK3CA mutations. In: Orphanet Journal of Rare Diseases. Band 15, Nummer 1, 08 2020, S. 205, doi:10.1186/s13023-020-01480-y, PMID 32778138, PMC 7418424 (freier Volltext).

Einzelnachweise

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