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MEDNIK-Syndrom

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Das MEDNIK-Syndrom, Akronym für Mentale Retardierung, Enteropathie, Taubheit (Deafness), Periphere Neuropathie, Ichthyosie und Keratoderma, ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit Hautveränderungen, neurologischen Auffälligkeiten und Darmerkrankung.[1] Es handelt sich um eine Sonderform der Erythrokeratodermia variabilis.[2]

Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-10 ...
Klassifikation nach ICD-10
Q80.8 Sonstige Ichthyosis congenita
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-11 ...
Klassifikation nach ICD-11
LD2H.Y Sonstige näher bezeichnete Syndromatische genetische Taubheit
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)
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Synonyme sind: Erythrokeratodermia variabilis 3; EKV3; Erythrokeratodermia variabilis vom Kamouraska Typ.[2]

Die Bezeichnung bezieht sich auf die kanadische Gemeinde Kamouraska, in der das Krankheitsbild erstmals im Jahre 2005 von T. G. Saba und Mitarbeitern beschrieben wurde.[3]

Verbreitung und Ursache

Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1'000'000 angegeben, bislang wurden nur wenige Familien beschrieben.

Die Vererbung erfolgt autosomal-rezessiv.[1]

Der Erkrankung liegen Mutationen im AP1S1-Gen im Chromosom 7 am Genort q22.1 zugrunde, welches für die Subunit Sigma1a des AP-1 Komplexes kodiert.[2]

Anscheinend reguliert das AP1S1-Gen die Kupfer-Transportproteine in die Zelle, somit ergibt sich eine Stoffwechselstörung im Kupfer-Kreislauf. Vergleiche auch Morbus Wilson und Menkes-Syndrom.[4]

Klinische Erscheinungen

Zusätzlich zu den namensgebenden Hauptmerkmalen:

findet sich eine Hepatopathie.

Therapie

Eine Behandlung der Kupferstoffwechselstörung mittels Zinkazetat erscheint erfolgversprechend.[5]

Literatur

  • F. Incecik, A. Bisgin, M. Yılmaz: MEDNIK syndrome with a frame shift causing mutation in AP1S1 gene and literature review of the clinical features. In: Metabolic brain disease. Band 33, Nummer 6, 12, 2018, S. 2065–2068, doi:10.1007/s11011-018-0313-4, PMID 30244301 (Review).

Einzelnachweise

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