Marc Bouchkov
belgischer Violinist
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Marc Bouchkov (* 23. April 1991 in Montpellier[1][2]) ist ein belgischer Violinist.
Leben und Wirken
Familie und Ausbildung
Bouchkov stammt aus einer Musikerfamilie mit russisch-ukrainischen Vorfahren,[1] er ist der Sohn des Geigers und Dirigenten Evgeny Bouchkov und der Geigerin Alissa Vaitsner.[3] Seinen ersten Geigenunterricht erhielt Bouchkov im Alter von fünf Jahren bei seinem Großvater Mattis Vaitsner[4] und ab 2001 bei Claire Bernard am Conservatoire de Lyon. Ab 2007 studierte er am Pariser Konservatorium bei Boris Garlitsky, bei dem er 2012 seine Studien an der Folkwang Universität der Künste fortsetzte.[4] Außerdem studierte er an der Kronberg Academy, absolvierte verschiedene Meisterkurse und war Stipendiat der Landesstiftung Villa Musica Rheinland-Pfalz.[4][5] Er ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe, darunter der Tschaikowski-Wettbewerb und der Concours Reine Elisabeth.[1]
Musikalische Laufbahn
Bouchkov entfaltete eine internationale Karriere und trat in renommierten Konzerthäusern auf, darunter die Carnegie Hall, das Concertgebouw, die Wigmore Hall, die Elbphilharmonie, die Tonhalle Zürich, das Konzerthaus Berlin, sowie die Mailänder Scala.[6] Als Solist konzertierte er mit Orchestern wie dem Royal Concertgebouw Orchestra, den Münchner Philharmonikern, dem Israel Philharmonic Orchestra, Tonhalle-Orchester Zürich, Budapest Festival Orchestra, hr-Sinfonieorchester, Brussels Philharmonic, Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI oder dem Orchestra Filarmonica della Scala.[6] Dabei spielte er unter der Leitung von Dirigenten wie Mariss Jansons, Christoph Eschenbach, Klaus Mäkelä, Lahav Shani, Lorenzo Viotti, Philippe Jordan, Teodor Currentzis, Valery Gergiev, Maxim Vengerov, Hannu Lintu, Nikolaj Szeps-Znaider und Michael Sanderling.[1][6][7]
Er gastierte bei internationalen Festivals, darunter das Verbier Festival, das Jerusalem International Chamber Music Festival, Tsinandali Festival und der Heidelberger Frühling.[6] Als Kammermusiker arbeitete er unter anderem mit Evgeny Kissin, Mischa Maisky, Sir András Schiff, Lahav Shani, Daniel Lozakovich, Klaus Mäkelä, Behzod Abduraimov und Mikhail Pletnev zusammen.[6]
Sein Debütalbum bei Harmonia Mundi, das unter anderem zwei Uraufführungen von Werken Eugène Ysaÿes sowie zwei eigene Kompositionen enthält, wurde mit einem Diapason d’Or und einem Diapason Découverte ausgezeichnet und für die International Classical Music Awards 2018 nominiert.[6]
Lehrtätigkeit
Bochkov lehrte von 2017 bis 2019 als künstlerischer Assistent an der Kronberg Academy. Seit 2017[8] wirkt er als Professor am Conservatoire Royale de Liège und seit 2025 an der Folkwang Universität der Künste.[9]
Instrumente
Bouchkov spielt auf einer Violine der Geigenbauer Michelangelo und Carlo Bergonzi aus den 1740er Jahren, die ihm als Leihgabe zur Verfügung gestellt wird.[1]
Preise (Auswahl)
- 2008: 1. Preis beim Concours International pour Violon Henri Koch[4]
- 2012: Preisträger beim Concours Reine Elisabeth[10]
- 2013: 1. Preis beim Concours musical international de Montréal[11]
- 2016: London Music Masters Award[8]
- 2019: 2. Preis/Silbermedaille beim Tschaikowski-Wettbewerb[12]
Diskografie
- Marc Bouchkov live at the Queen Elisabeth Competition 2012. Werke von W. A. Mozart, L. van Beethoven und Eugène Ysaÿe (BPN Paribas; 2012)
- Harmonia Nova #2. Mit Georgiy Dubko, Klavier. Werke von Eugène Ysaÿe, Ernest Chausson, Marc Bouchkov (Harmonia Mundi; 2017)
- Igor Raykhelson: Piano and Chamber Musik, Volume two. Mit Ekaterina Astashova, Andrei Usov, Alexander Kniazev, Konstantin Lifschitz (Toccata Classics; 2019)
- Mendelssohn: Works for Violin and Piano. Mit Claire Huangci, Kammerorchester Basel, Dirigent: Howard Griffiths (Berlin Classics; 2022)
Weblinks
- Marc Bouchkov bei Discogs
- Website von Marc Bouchkov (englisch)