Marion Gentges

deutsche Politikerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Ausbildung und Beruf

Gentges wurde in Haslach in eine Unternehmerfamilie geboren; ihr Vater führte einen metallverarbeitenden Betrieb.[1] Nach dem Abitur am Robert-Gerwig-Gymnasium Hausach studierte Gentges ab 1991 Rechtswissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und wurde dabei mit einem Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung gefördert. Während ihres Studiums wohnte sie mit Christine Strobl in einer Wohngemeinschaft.[1] Sie absolvierte von 1996 bis 1998 ihr Referendariat am Landgericht Offenburg. Danach arbeitete sie als angestellte Rechtsanwältin in Hessen. Seit 2004 ist Gentges selbständig mit eigener Kanzlei in Zell am Harmersbach und als Fachanwältin mit einer Spezialisierung auf Arbeitsrecht.[1]

Politische Laufbahn

Gentges trat 1990 in die CDU ein und war von 1993 bis 1996 Kreisvorsitzende der Jungen Union Ortenau. Seit 1993 ist sie Mitglied im Kreisvorstand der CDU Ortenau. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016 gewann sie ein Zweitmandat des Landtagswahlkreises Lahr. Bei der Landtagswahl 2021 konnte sie erneut über ein Zweitmandat in den Landtag einziehen. Bei der Landtagswahl 2026 gewann sie erstmals das Direktmandat im Wahlkreis Lahr.

Am 12. Mai 2021 wurde sie zur baden-württembergischen Ministerin der Justiz und für Migration im Kabinett Kretschmann III ernannt. Trotz des Kriegs in Syrien sprach sie sich 2023 dafür aus, in Ausnahmefällen auch Abschiebungen in dieses Land durchzuführen.[2]

Am 13. Mai 2026 wurde Gentges zur baden-württembergischen Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat im Kabinett Özdemir ernannt.

Privates

Gentges ist verheiratet und hat eine Tochter. Sie ist katholischer Konfession.[3]

Gentges ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt.[4]

Einzelnachweise

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