Marius Goldhorn

deutscher Schriftsteller From Wikipedia, the free encyclopedia

Marius Goldhorn (* 12. Dezember 1991 in Lahnstein) ist ein deutscher Schriftsteller.

Marius Goldhorn bei einer Lesung im Garten des Lenbachhauses
Marius Goldhorn (2022)

Leben

Marius Goldhorn ist „im St. Elisabeth Krankenhaus, Lahnstein[1] geboren und wuchs als Sohn einer belgischen Mutter und eines deutschen Vaters in Koblenz auf. Über seine Jugend, so der Autor in einem Gespräch mit der taz, gebe es „nicht so viel zu erzählen [...], außer, dass es mich stark geprägt hat, von unserer Wohnung immer auf den Parkplatz mit den Reisebussen der Rheintouristen zu schauen“[2]. Goldhorn studierte von 2012 bis 2017 Geschichte und Philosophie in Berlin[3][4] sowie Kreatives Schreiben am Literaturinstitut der Universität Hildesheim.[5] Er schätzt Richard Brautigan[6] und veröffentlichte mehrfach in der seit 2015 beim Verbrecher Verlag angesiedelten vierteljährlichen Literaturzeitschrift Metamorphosen sowie in dem Kulturmagazin Das Wetter[7].

Mit einer „Desktop Lecture“[8] war Goldhorn 2020 Teilnehmer des Prosanova Festival („Softes Genießen“). Im selben Jahr erschien der Gedichtband Yin im Korbinian Verlag.[9]

2020 veröffentlichte Marius Goldhorn seinen Debütroman Park, der als intelligente Fortführung der Popliteratur Würdigung fand.[10] „Karge Sprache und poetische Kraft“[11] attestierte die F. A. Z. dem Text, der 2021 auch in einer Hörspielfassung des Autors produziert wurde.[12]

2021 wurde Park im Thalia Theater, Hamburg[13] und 2022 im Theater Neumarkt, Zürich[14] für das Theater adaptiert. 2022 war er Stipendiat des Internationalen Literaturhauses, Brüssel.[15] Goldhorns zweiter Roman Die Prozesse kam im August 2025 beim Kölner KiWi-Verlag heraus. Er spielt im fiktiven Jahr 2030, es handelt sich also um einen Near-Future-Roman. Anhand der Reise zweier Freunde durch ein klimaversehrtes Europa werden die Gefühlslagen und nervösen Gedankenwelten der Zeitgenossen sichtbar gemacht. „Utopie und Apokalypse halten sich die Waage in Marius Goldhorns Roman“, sagt der Rezensent des SWR dazu.[16] Es stelle „die große Frage danach, wie eine Zukunftsperspektive in unserer krisengeplagten Welt aussehen könnte“, urteilte der Taz-Rezensent.[17] Marius Goldhorn lebt und arbeitet im Berliner Hansaviertel.[18]

Veröffentlichungen

Selbstständige Publikationen

Andere (Auswahl)

Einzelnachweise

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