Maustrenk
Ortschaft im Bezirk Gänserndorf
From Wikipedia, the free encyclopedia
Maustrenk ist ein Dorf im Weinviertel Niederösterreichs wie auch Ortschaft und Katastralgemeinde der Gemeinde Zistersdorf im Bezirk Gänserndorf. Die Ortschaft hat 156 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1971 war Maustrenk eine eigenständige Gemeinde.[2]
| Maustrenk (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Maustrenk | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Gänserndorf (GF), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Gänserndorf | |
| Pol. Gemeinde | Zistersdorf | |
| Koordinaten | 48° 34′ 18″ N, 16° 42′ 8″ O | |
| Höhe | 216 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 329 (1. Jän. 2025) | |
| Gebäudestand | 214 (2001) | |
| Fläche d. KG | 12,98 km² (31. Dez. 2023) | |
| Postleitzahl | 2225 Zistersdorf | |
| Vorwahl | +43/02532 (Zistersdorf) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 03543 | |
| Katastralgemeindenummer | 06116 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Maustrenk (30863 030) | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geographie
Der Ort befindet sich etwa 45 Kilometer nordwestlich des Zentrums von Wien, 25 Kilometer nördlich von Gänserndorf und 5 Kilometer nordwestlich von Zistersdorf.
Das Dorf Maustrenk liegt auf um die 216 m ü. A. Höhe oberhalb der Talung der Zaya. Durch den Ort fließt ihr der Seiherbach zu. Die Ortschaft umfasst über 200 Gebäude mit 329 Einwohnern.
Das Katastralgebiet mit 1.297 Hektar erstreckt sich über gut 5 km in Nord-Süd-Richtung und 4½ km Ost–West. Dazu gehören der Steingraben vom Ort südostwärts, die Lüssäcker im Norden, die Flur Hasellüsse im Osten, die Flur Heidweingärten und der Streitberg im Süden, sowie der Karberg (261 m ü. A.) im Südwesten. Das Umland des Orts ist nur marginal besiedelt.
- Nachbarorte
Bullendorf (Gem. Wilfersdorf, Bez. Mistelbach) |
Ebersdorf a.d.Z. (Gem. Wilfersdorf, Bez. Mistelbach) |
|
| Wilfersdorf ∗
Hobersdorf |
||
| Kettlasbrunn (Gem. Mistelbach, Bez. Mistelbach) |
Gaiselberg |
Windisch Baumgarten Zistersdorf ∗∗ |
- ∗Katastralgebiet grenzt nicht an
- ∗die Stadt Zistersdorf liegt hinter Windisch Baumgarten
Geschichte
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Maustrenk ein Bäcker, ein Dachdecker, ein Fleischer, zwei Friseure, drei Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, zwei Schmiede, zwei Schneider und eine Schneiderin, vier Schuster, eine Sparkasse, sechs Tischler, ein Wagner und einige Landwirte ansässig. Weiters gab es einen Steinbruch.[3]
Mit 1. Jänner 1972 wurden im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung die bis dahin selbständigen Gemeinden Blumenthal, Gaiselberg, Gösting, Großinzersdorf, Loidesthal, Maustrenk, Windisch Baumgarten und Zistersdorf zu Zistersdorf fusioniert.[2]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Katholische Pfarrkirche Maustrenk hl. Georg
Wirtschaft und Infrastruktur
Im Juli 1999 entstand am Steinberg nordöstlich von Maustrenk, gegen den Steinbergwald hin, der Windpark Zistersdorf der DonauWind Erneuerbare Energiegewinnung und BeteiligungsgesmbH, mit vier 600-KW-Windkraftanlage auf 70 m hohen Türmen (Eine Anlage im Juli, drei weitere im Dezember).[4] Im Zuge des Konkurses der Firma wurden diese 2008 nach Polen verkauft, und die Anlage rückstandsfrei demontiert.[5] Vom anschließenden Windfeld Prinzendorf, von der Windkraft Simonsfeld AG 2003 erbaut (15 2-MW-Anlagen, 100-m-Türme) liegen seit der Erweiterung 2009 zwei Windräder auf Maustrenker Gebiet.[6]
Südöstlich Maustrenk wurde ab 2005 der Windpark Maustrenk errichtet.
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 4. Band: Leis bis Neusiedl. Sollinger, Wien 1834, S. 215 (Maustränk – Internet Archive).
