Max Görner
deutscher Maler
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Max Görner (* 10. Mai 1939 in Auerswalde, Gemeinde Lichtenau) ist ein deutscher Maler und Grafiker.
Leben und Werk
Max Görner wohnte bis zu seinem 11. Lebensjahr im Pfarrhaus der Kirche St. Ursula, wo sein Vater Max von 1928 bis 1950 Pfarrer war. Der Vater hatte 1937 seine Frau Else, geb. Fleischer aus Auerswalde, geheiratet. Neben Max hatten sie noch drei weitere Kinder: Christoph, Maria und Christina.[1]
Nach dem Abitur absolvierte Görner von 1957 bis 1962 ein Theologiestudium an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald. Von 1962 bis 1964 war er Assistent. Er war auch Gaststudent am dortigen Institut für Kunsterziehung. Dort lernte er die spätere Keramikerin Angelika Görner kennen, die er heiratete. Er hatte dann mit ihr die Tochter Anna Görner, die Gestalterin, Malerin und Zeichnerin ist
Von 1964 bis 1969 studierte er bei Fritz Dähn Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Dann war er dort bis 1974 Assistent. Dann arbeitete er freischaffend in Berlin und war bis 1977 Meisterschüler bei Karl Erich Müller an der Deutschen Akademie der Künste. Ab 1977 war er an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee in der Lehre tätig, ab 1986 als Dozent für Zeichnen, Gestalten und Farbenlehre und seit 1992 bis zu seiner Emeritierung als Professor.[2] 1991 bis 1994 und 1998 bis 2004 war er Prorektor der Schule.[3]
Lothar Lang urteilte 1983, dass Görner stilistisch in den Umkreis der u. a. von Harald Metzkes und Manfred Böttcher inspirierten "Schule" gehört.[4] Görner wohnt in Berlin.
Werkbeispiele
- Geigenspieler (1969/1970, Öl; auf der VII. Kunstausstellung der DDR)[5]
- Junger Mann mit Buch (1973, Öl, 60 × 120 cm)
- Landschaft mit Obstplantage (1974, Lithografie, 40 × 36 cm)
- Alter Mann mit Buch (T1982, Öl; auf der IX. Kunstausstellung der DDR)[6]
- Der Geiger (1982, Mischtechnik)[7]
- Arbeiterporträt Herbert Müller (1986/1987, Öl; Kunstarchiv Beeskow)[8]
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellungen
- 1979 Dresden, Galerie Comenius im Klub der Volkssolidarität
- 1980 Hoyerswerda, Kleine Galerie des Kulturbunds
- 2001 Auerswalde, Dorfgalerie im Dorfgemeinschaftshaus
- 2012 Putbus, Orangerie (mit Angelika und Anna Görner)
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR
- 1972/1973 und 1982/1983: Dresden, VII. und IX. Kunstausstellung der DDR
- 1974/1975: Frankfurt/Oder, Galerie Junge Kunst („Junge Künstler '74. 1. Jahresausstellung junger bildender Künstler der DDR“)
- 1975 bis 1986: Berlin, fünf Bezirkskunstausstellungen
- 1978: Berlin, Deutsche Akademie der Künste (Meisterschüler der DAK stellen aus)
- 1979: Berlin, Altes Museum („Jugend in der Kunst. Malerei - Grafik - Plastik der DDR “)
- 1979: Berlin, Altes Museum („Jugend in der Kunst. Malerei - Grafik - Plastik der DDR “)
Weblinks
Literatur
- Traugott Stephanowitz: Sein Thema ist das Bildnis. Zum Schaffen des Berliner Malers Max Görner. In: Bildende Kunst, Berlin, 1974, S. 388–390
- Saur. Allgemeines Künstlerlexikon. Band 57, 2008, S. 35
- Görner, Max. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, S. 262/263