Mignon-Verlag

Verlag in Dresden von 1913 bis etwa 1939 From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Mignon-Verlag war ein Verlag in Dresden, der von 1913 bis etwa 1941 Romanhefte herausgab.

Geschichte

1911 wurde ein Unternehmen gegründet, das als dessen Vorläufer gilt.[1] Ab 1913 erschienen im Verlagshaus Wendt & Co. in Dresden die ersten Mignon-Romane, bald danach nannte er sich Wendt & Co. Mignon-Verlag, später nur noch Mignon-Verlag.[2] 1920 waren Hans Wendt und Bruno Dietzsch die Inhaber, die Adresse war in der Pirnaischen Straße 16.[3]

Zu den Autoren gehörten Paul Walter, Giuseppe Becce, Heinrich Köhler, Wilhelm Mayer, Albert Petersen, Maximiliane von Weißenthurn, Ida Barber, Marie Oberparleiter und Otto Eicke. Bekannteste Serie war Lord Percy vom Excentric Club, als Percy Stuart verfilmt.

Nach 1933 gab es nur noch wenige Publikationen, bald nach 1940 wurde der Verlag aufgelöst.

Publikationen

Im Mignon-Verlag erschienen vor allem Heftromane mit Abenteuer- und Kriminalgeschichten.

Heftreihen
  • Mignon-Romane, 1913–1920
  • Lord Percy vom Excentric Club, 1913–1916
  • Heinz Brandt der Fremdenlegionär, 1913–1921
  • Horst Kraft der Pfadfinder, 1914
  • Im Kugelregen. Mit unserer Garde im Feindesland, 1914
  • Spione, 1914
  • Detektiv John Spurlock, 1915–1916
  • Prinzeß-Romane, 1916–1920
  • Kleine Kriminal-Bücher, 1919–1921
  • Der neue Excentric-Club. Spannende Sport-Erzählungen, 1920–1927, 534 Hefte, erst wöchentlich, ab Nr. 27 zweimal wöchentlich[4]
  • Kleine Detektiv-Romane, 1920–1927
  • Der neue Buffalo, 1921
  • Sir Ralf Clifford, 1921–1925
  • Reo Ratt, 1924–1925
  • Jack Nelson, 1925–1926
  • Fred Tamrun, 1928–1929
  • Norbert Falk in der Fremdenlegion, 1931
  • MV-Romane, 1939–1940[5]
Zeitschriften
  • Blütenregen. Illustrierte Wochenschrift für die Familie, 1925–1938
  • Romanzeitschrift Zur Mußestunde, 1933
  • Kehrwieder. Die illustrierte Romanzeitschrift für Mußestunden, 1935–1938
Einzelne Titel
  • Wilhelm Walloth, Ein Fastnachtsdrama, 1920 Digitalisat
  • Eugen von Tegen, Unschuldig getrennt. Dreyfus, des unschuldig Verbannten und seiner Gattin ergreifendes Schicksal, 5 Bände, 1931, übersetzt ins Französische 1931, über die Dreyfus-Affäre, 1933 verboten[6][7]
  • Johann Ferch, Im Lachen des Glücks, 1919, 1933 mit dem Gesamtwerk des Autors verboten

Literatur

Einzelnachweise

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