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Missen-Wilhams

Gemeinde im Landkreis Oberallgäu, Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Missen-Wilhams ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Oberallgäu. Der Hauptort Missen ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Missen von Westen
Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Missen-Wilhams
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Missen-Wilhams hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 47° 36′ N, 10° 7′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Oberallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Weitnau
Höhe: 860 m ü. NHN
Fläche: 34,95 km²
Einwohner: 1561 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87547
Vorwahl: 08320
Kfz-Kennzeichen: OA
Gemeindeschlüssel: 09 7 80 127
Gemeindegliederung: 9 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 45
87547 Missen
Website: www.missen-wilhams.info
Erste Bürgermeisterin: Martina Wilhelm (CSU/UWG)
Lage der Gemeinde Missen-Wilhams im Landkreis Oberallgäu
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Karte
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Geographie

Gemarkungen und Gemeindeteile

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Missen und Wilhams. Die Gemeinde hat 9 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Nachbargemeinden

Grünenbach Weitnau
Stiefenhofen Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Immenstadt im Allgäu
Oberstaufen

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Wilhams war ein Teil der österreichischen Herrschaft Bregenz-Hohenegg. Missen fiel mit der Grafschaft Königsegg-Rothenfels durch Tausch 1804 an Österreich. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehören die Orte zum neu entstandenen Königreich Bayern.

Am 1. Januar 1959 wurden die Gemeinden Missen und Wilhams zur Gemeinde Missen-Wilhams zusammengeschlossen.[4]

Einwohnerentwicklung

  • Auf dem Gebiet der Gemeinde entwickelte sich die Einwohnerzahl wie folgt:
Weitere Informationen Jahr ...
Jahr196119701987199119952000
Einwohner1.2251.1391.1351.2841.3831.385
Jahr2005201020152020
Einwohner1.4051.4101.4331.448
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  • Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1131 auf 1454 um 323 Einwohner bzw. um 28,6 %.

Politik

Bürgermeister

Seit 1. Mai 2020 ist Martina Wilhelm (CSU/UWG) Erste Bürgermeisterin;[5] diese wurde unter zwei Kandidaten mit 81,8 % der Stimmen gewählt. Ihr Vorgänger war Hans-Ulrich von Laer (CSU/Freie Wähler/ÖDP), im Amt von 2008 bis 2020. Dessen Vorgänger war Wolfgang Abt (CSU/Freie Wähler).

Gemeinderat

Bei der Wahl am 15. März 2020 lag nur der gemeinsame Wahlvorschlag von CSU, Freie Wähler, ÖDP und UWG mit 20 Bewerbern vor; die zwölf Kandidaten mit den meisten Stimmen zogen in den Gemeinderat ein. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,12 %.

Verwaltung

Die Gemeinde ist ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Weitnau.

Wappen

Wappen Gde. Missen-Wilhams
Wappen Gde. Missen-Wilhams
Blasonierung: „In Gold ein schwarzer Grenzstein, diesem aufgelegt übereinander zwei Schilde; im oberen silbernen eine dreilatzige rote Fahne, im unteren roten ein silberner Balken.“[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

2019 gab es in der Gemeinde 314 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 605 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 291 Personen größer als die der Einpendler. 15 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 69 landwirtschaftliche Betriebe.

Bildung

Es gibt

  • eine Kindertagesstätte mit 62 Plätzen und 72 betreuten Kindern (1. März 2020) und
  • die Grundschule Missen-Wilhams mit 61 Schülern (Schuljahr 2020/21)[9]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Carl Hirnbein (auch Karl Hirnbein; * 1807; † 1871), Großbauer und Politiker
  • Auguste Städele (* 1879; † 1966), Bäuerin und Fotografin[10]
  • Michael Lerpscher (* 1905; † 1940), religiös motivierter Kriegsdienstverweigerer, Opfer des Nationalsozialismus
  • Gudrun Brug (* 1949), Schriftstellerin
  • Joseph Hauber (* 1766; † 1834), Maler, Radierer und Lithograph.
  • Wilhelm Widmann (* 1858; † 1939), geboren am 31. Oktober 1858 in Missen; Primiz am 22. August 1883 in Missen; Königlich geistlicher Rat; Musikpräfekt in Neuburg 1884–1887; Domvikar und Domkapellmeister in Eichstätt 1887–1927; Musikpräfekt am bischöflichen Seminar 1887–1891; gestorben am 31. Oktober 1939 in Eichstätt
  • Agnes Reisch (* 1999), deutsche Skispringerin

Ehrenbürger

  • Johann Baptist Aichele (* 1907; † 1987), katholischer Priester, Theologe, Monsignore, Religionslehrer; Retter des Augsburger Domes[11]
  • Heinz Dröge (* 1936), Altbürgermeister[12]

Weitere

  • Dieter Salomon (* 1960), Politiker (Grüne) und ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Freiburg im Breisgau, verbrachte in Missen Teile seiner Jugend.
  • Hans-Georg von der Marwitz (* 1961), Landwirt und Bundestagsabgeordneter, verbrachte einen Großteil seiner Jugend auf dem elterlichen Anwesen bei Wilhams.
  • Ulrike Müller (* 1962), Mitglied des Europaparlaments, lebt in der Gemeinde.
Commons: Missen-Wilhams – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Missen-Wilhams – Reiseführer

Einzelnachweise

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